Bauerfeind AG

Medizintechnik · Zeulenroda-Triebes

Weltweit führender Hersteller von Bandagen, Orthesen, Kompressionsstrümpfen und orthopädischen Einlagen mit über 2.100 Mitarbeitern.

Bauerfeind AG Adresse & Kontakt

Adresse

Triebeser Straße 16
07937 Zeulenroda-Triebes

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Bauerfeind AG: Hersteller medizinischer Hilfsmittel

Die Bauerfeind AG mit Sitz in Zeulenroda-Triebes in Thüringen produziert medizinische Hilfsmittel für die konservative Therapie und Rehabilitation des Bewegungsapparates. Das 1929 gegründete Familienunternehmen stellt Bandagen, Orthesen, Kompressionsstrümpfe und orthopädische Einlagen her. Diese Produkte richten sich an Patienten mit orthopädischen Erkrankungen und unterstützen deren Versorgung im ambulanten und klinischen Bereich.

Leistungen und Produkte

Zum Produktportfolio von Bauerfeind gehören unter anderem die GenuTrain-Kniebandage, VenoTrain-Kompressionsstrümpfe und SofTec-Orthesen. Die GenuTrain-Kniebandage arbeitet mit gezielter Kompression und Stabilisierung zur Unterstützung bei Knieverletzungen. Die VenoTrain-Kompressionsstrümpfe kommen bei Venenerkrankungen zum Einsatz und fördern die Blutzirkulation. Die SofTec-Orthesen verbinden funktionale Anforderungen mit fertigungstechnischen Vorgaben. Bauerfeind erfüllt die Anforderungen der ISO 13485 und verfügt über die CE-Zertifizierung. Die Produkte sind in Apotheken, Sanitätshäusern und Orthopädietechnik-Betrieben erhältlich und werden in über 90 Länder exportiert. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.100 Mitarbeiter in den Bereichen Design, Produktion und Vermarktung.

Standort Zeulenroda-Triebes / Thüringen

Zeulenroda-Triebes im Vogtland ist seit fast einem Jahrhundert der Hauptstandort von Bauerfeind. Die Region Ostthüringen verfügt über eine gewachsene Tradition in der Textil- und Medizintechnikherstellung. Als einer der größten Arbeitgeber vor Ort nimmt Bauerfeind eine relevante Stellung in der lokalen Wirtschaft ein. Das Unternehmen beteiligt sich an der Weiterentwicklung der regionalen Infrastruktur und kooperiert mit lokalen Bildungseinrichtungen, um die Ausbildung von Fachkräften im Bereich Medizintechnik zu fördern.

Regulatorische Einordnung und Qualitätssicherung

Medizintechnische Produkte unterliegen strengen regulatorischen Anforderungen hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit. Bauerfeind richtet sich nach der Europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR) sowie nach internationalen Standards wie ISO 13485. Diese Zertifizierungen bilden die Grundlage für die Qualitätssicherung der medizinischen Hilfsmittel. Tests und Zertifizierungsverfahren prüfen sowohl die Sicherheit als auch die Funktionalität der Produkte im Alltagseinsatz. Ergänzend betreibt Bauerfeind Forschung und Entwicklung mit Fokus auf neue Lösungen für die medizinische Versorgung.

Regionale Bedeutung und Zukunftsperspektiven

Die Bauerfeind AG ist durch ihre jahrzehntelange Präsenz in Zeulenroda-Triebes ein fester Bestandteil der regionalen Wirtschaftsstruktur. Neben der Schaffung von Arbeitsplätzen und einer stabilen wirtschaftlichen Basis engagiert sich das Unternehmen in lokalen Projekten und Veranstaltungen und pflegt damit die Verbindung zur Bevölkerung und den Endverbrauchern.

Für die kommenden Jahre richtet Bauerfeind den Fokus auf digitale Lösungen und nachhaltige Produktionsmethoden. Die Digitalisierung in der Medizintechnik sowie das wachsende Interesse an umweltverträglichen Produkten prägen die Ausrichtung. Das Unternehmen investiert in neue Technologien und Prozesse, um Effizienz zu steigern und ökologische Anforderungen zu erfüllen — sowohl in der Produktion als auch in der Produktentwicklung.

Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Sanitätshäuser | Pharmaunternehmen

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Häufige Fragen zu Bauerfeind AG

Was macht Bauerfeind AG?

Weltweit führender Hersteller von Bandagen, Orthesen, Kompressionsstrümpfen und orthopädischen Einlagen mit über 2.100 Mitarbeitern.

Wo befindet sich Bauerfeind AG?

Bauerfeind AG hat seinen Sitz in Zeulenroda-Triebes. Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.

In welchem Bereich ist Bauerfeind AG tätig?

Bauerfeind AG ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das Gesundheitswesen an.

Was ist die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR)?

Die MDR (Medical Device Regulation, EU 2017/745) ist seit Mai 2021 die maßgebliche Verordnung für Medizinprodukte in der EU. Sie ersetzt die frühere Richtlinie 93/42/EWG und stellt strengere Anforderungen an klinische Bewertungen, Post-Market-Surveillance und Rückverfolgbarkeit. Unternehmen wie Bauerfeind AG müssen die MDR-Konformität für alle Produkte nachweisen.

Was bedeutet CE-Kennzeichnung bei Medizinprodukten?

Die CE-Kennzeichnung bestätigt, dass ein Medizinprodukt die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung erfüllt. Für Produkte der Risikoklassen Is, Im, Ir, IIa, IIb und III ist die Einschaltung einer Benannten Stelle (Notified Body) erforderlich, die die Konformitätsbewertung durchführt.

Welche Risikoklassen gibt es bei Medizinprodukten?

Medizinprodukte werden in vier Risikoklassen eingeteilt: Klasse I (geringes Risiko, z.B. Verbandmaterial), Klasse IIa (mittleres Risiko, z.B. Hörgeräte), Klasse IIb (erhöhtes Risiko, z.B. Infusionspumpen) und Klasse III (hohes Risiko, z.B. Herzschrittmacher). Die Klassifizierung bestimmt den Umfang der Konformitätsbewertung.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Standort

Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche

Regionale Cluster und Hochburgen

Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland

Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen

Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED

Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA

Herausforderungen der Branche

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.

Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?

Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).

Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?

Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.

Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.

Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.

Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?

Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.

Was ist EUDAMED?

EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.

Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?

Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.

Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?

Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 23.06.2026 · Kategorie: Medizintechnik