DANmed/STERIS Deutschland GmbH Adresse & Kontakt
DANmed/STERIS Deutschland GmbH
Die DANmed/STERIS Deutschland GmbH ist die deutsche Vertriebsgesellschaft von STERIS plc, einem Anbieter von Produkten für Sterilisation, Desinfektion und Infektionsprävention. Vom Sitz in Tuttlingen, einem Zentrum der Medizintechnik in Baden-Württemberg, beliefert STERIS Krankenhäuser und Medizintechnikhersteller mit Sterilisationslösungen für medizinische Instrumente und Geräte. Über die Anbindung an STERIS plc, das in mehreren Ländern und Regionen tätig ist, greift DANmed auf internationale Standards und Technologien zurück.
Leistungen und Produkte
STERIS Deutschland bietet Produkte für die Anforderungen von Krankenhäusern und Medizintechnikunternehmen an. Dazu gehören:
- Dampfsterilisatoren: Diese Geräte nutzen gesättigten Dampf unter Druck und stellen sicher, dass medizinische Instrumente gründlich sterilisiert werden.
- EO-Sterilisatoren: Diese Systeme verwenden ethylenoxid (EO), um temperaturempfindliche Produkte zu sterilisieren, was besonders wichtig für komplexe Instrumente und Materialien ist.
- Chemische Sterilisationsmittel: Produkte wie CIDEX und ACTRIL bieten chemische Lösungen für die Sterilisation und Desinfektion von Instrumenten und Arbeitsflächen.
- Wasch- und Desinfektionsgeräte: Diese Geräte gewährleisten die gründliche Reinigung und Desinfektion von medizinischen Utensilien und tragen dazu bei, das Risiko nosokomialer Infektionen zu minimieren.
- Verbrauchsmaterialien: Dazu zählen Produkte wie Desinfektionsmittel, Einwegartikel und Schutzkleidung, die für eine sichere Anwendung im medizinischen Umfeld unerlässlich sind.
Im Tuttlinger Chirurgieinstrumenten-Cluster kommen die Sterilisationssysteme von STERIS in den Produktionsprozessen zum Einsatz. In der Zusammenarbeit mit lokalen Herstellern richtet STERIS die Lösungen an den jeweiligen marktlichen Anforderungen und Sicherheitsstandards aus.
Regulatorische Einordnung
Die DANmed/STERIS Deutschland GmbH und ihre Produkte unterliegen den Richtlinien der europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR) sowie den nationalen Vorschriften des deutschen Gesundheitswesens. Die Einhaltung dieser Anforderungen ist Voraussetzung für die Sicherheit und Wirksamkeit der angebotenen Produkte. STERIS setzt zudem Qualitätsmanagementverfahren und Zertifizierungen ein, um die Produktanforderungen einzuhalten.
Standort Tuttlingen / Baden-Württemberg
Die Wahl Tuttlingens als Standort der deutschen Sterilisations-Vertriebsniederlassung hat einen klaren Hintergrund. In Tuttlingen sind über 400 Medizintechnikunternehmen ansässig, womit der Ort ein Zentrum der Medizintechnik bildet. Die Region zeichnet sich durch eine hohe Dichte an spezialisierten Herstellern, Forschungseinrichtungen und ihre Infrastruktur aus. Das örtliche Cluster benötigt skalierbare Sterilisations- und Dekontaminationslösungen für seine Produktionslinien und Exportprodukte.
Durch die Kooperation innerhalb dieses Medizintechnik-Clusters kann STERIS Deutschland zügig auf veränderte Marktanforderungen reagieren. Das unterstützt lokale Unternehmen bei ihrem Wachstum und auf internationalen Märkten.
Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Medizintechnik Baden-Württemberg | Lohnhersteller
```Häufige Fragen zu DANmed/STERIS Deutschland GmbH
Was macht DANmed/STERIS Deutschland GmbH?
DANmed/STERIS Deutschland GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Tuttlingen. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist DANmed/STERIS Deutschland GmbH ansässig?
DANmed/STERIS Deutschland GmbH hat seinen Sitz in Tuttlingen. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist DANmed/STERIS Deutschland GmbH tätig?
DANmed/STERIS Deutschland GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.