Carl Zeiss Meditec AG

Medizintechnik · Jena

Carl Zeiss Meditec AG ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Jena, Thüringen. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Carl Zeiss Meditec AG Adresse & Kontakt

Adresse

Göschwitzer Strasse 51-52
07745 Jena

Unternehmensprofil

1846

Gegründet

3.900+

Mitarbeiter

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Carl Zeiss Meditec AG: Profil und Kennzahlen

Die Carl Zeiss Meditec AG entwickelt diagnostische und therapeutische Medizinsysteme mit Schwerpunkt auf Ophthalmologie und Neurochirurgie. Der Hauptsitz liegt in Jena (Thüringen). Das Unternehmen ist eine börsennotierte Tochtergesellschaft der Carl Zeiss AG, die 1846 von Carl Zeiss in Jena gegründet wurde. Carl Zeiss Meditec ist im MDAX der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet und beschäftigt rund 3.900 Mitarbeitende weltweit. Jena ist seit jeher Standort der Zeiss-Gruppe; in der Stadt nahm die Geschichte des Optik- und Feinmechanik-Unternehmens ihren Anfang. Der Bereich Medizintechnik bildet einen eigenständigen Geschäftsbereich der Gruppe.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Carl Zeiss Meditec agiert in zwei Hauptsegmenten: Ophthalmic Devices (Geräte für die Augenheilkunde) und Microsurgery (Neurochirurgie und HNO). Im ophthalmologischen Bereich umfasst das Portfolio Spaltlampen, Optische Kohärenztomographen (OCT), Lasergeräte für die refraktive Chirurgie (LASIK/LASEK), Glaukombehandlungssysteme und Katarakt-Operationssysteme. Die OCT-Technologie ermöglicht Ärzten detaillierte Einblicke in Netzhaut und Sehnerv und unterstützt damit Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten.

Im Bereich Neurochirurgie produziert Zeiss Meditec Operationsmikroskope, die in Kliniken weltweit eingesetzt werden. Diese Mikroskope sind mit Bildgebungssoftware ausgestattet, die Chirurgen während komplexer Eingriffe unterstützt. Mit "Czar Vision" bietet Zeiss zudem ein System für durch künstliche Intelligenz assistierte chirurgische Eingriffe. Weitere Produkte umfassen Visualisierungssysteme für die Audiologie und HNO. Die Produkte von Carl Zeiss Meditec sind in Krankenhäusern und Facharztpraxen in mehr als 100 Ländern im Einsatz.

Geschichte & Forschung

Die Medizintechnik-Sparte von Carl Zeiss hat eine über 170-jährige Geschichte, die mit der Gründung der Carl-Zeiss-Werkstatt in Jena 1846 beginnt. Die Zusammenarbeit mit dem Physiker Ernst Abbe und dem Glaschemiker Otto Schott legte die wissenschaftliche Grundlage für die optische Präzision der Zeiss-Produkte. Carl Zeiss Meditec investiert in Digitalisierung und künstliche Intelligenz für die medizinische Bildgebung.

Schwerpunkte der Entwicklung liegen auf der Bildqualität und der Bedienbarkeit der Systeme. Alle Produkte unterliegen den Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) sowie den Regularien der FDA (USA) und vergleichbarer internationaler Behörden. Diese Vorgaben regeln Sicherheit und Wirksamkeit der Produkte für die medizinische Anwendung.

Regionale Bedeutung

Carl Zeiss Meditec hat eine wirtschaftliche Bedeutung für die Region Thüringen. Die Präsenz des Unternehmens in Jena sichert lokale Arbeitsplätze und zieht Zulieferer und Forschungseinrichtungen an. Als Arbeitgeber beteiligt sich das Unternehmen an lokalen Ausbildungsprogrammen und Kooperationen mit Universitäten zum Fachkräftenachwuchs in der Medizintechnik.

Diese regionalen Aktivitäten betreffen die langfristige Personal- und Standortentwicklung des Unternehmens. Im Rahmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung unterstützt Carl Zeiss Meditec zudem soziale und kulturelle Projekte in Jena und Umgebung.

Weitere Informationen: Medizintechnik in Thüringen oder alle Medizintechnik-Unternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu Carl Zeiss Meditec AG

Was macht Carl Zeiss Meditec AG?

Carl Zeiss Meditec AG ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Jena. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Wo ist Carl Zeiss Meditec AG ansässig?

Carl Zeiss Meditec AG hat seinen Sitz in Jena. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.

In welchem Bereich der Medizintechnik ist Carl Zeiss Meditec AG tätig?

Carl Zeiss Meditec AG ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Standort

Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche

Regionale Cluster und Hochburgen

Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland

Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen

Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED

Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA

Herausforderungen der Branche

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.

Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?

Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).

Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?

Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.

Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.

Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.

Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?

Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.

Was ist EUDAMED?

EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.

Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?

Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.

Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?

Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 23.06.2026 · Kategorie: Medizintechnik