Erbe Elektromedizin GmbH

Medizintechnik · Tübingen

Erbe Elektromedizin GmbH ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Tübingen, Baden-Württemberg. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Erbe Elektromedizin GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Waldhörnlestraße 17
72072 Tübingen

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Erbe Elektromedizin GmbH — Tübingen

Erbe Elektromedizin GmbH aus Tübingen in Baden-Württemberg stellt Hochfrequenzchirurgiegeräte (HF-Chirurgie) und endoskopische Therapiesysteme her. Das 1851 gegründete Familienunternehmen entwickelt Lösungen für chirurgische Eingriffe mit dem Ziel, Sicherheit und Effizienz der Eingriffe zu erhöhen. Mit über 170 Jahren Unternehmensgeschichte verbindet Erbe langjährige Fertigungserfahrung mit aktueller Technologie.

Das Unternehmen hält zahlreiche Patente im Bereich der medizinischen Anwendungen von Hochfrequenzenergie. Erbe Elektromedizin investiert jährlich in Forschung und Entwicklung, um neue Technologien zu erarbeiten und bestehende Produkte weiterzuentwickeln. Ein Team aus Ingenieuren und Wissenschaftlern arbeitet an Lösungen, die den Anforderungen in der Medizin entsprechen.

Leistungen und Produkte

Das zentrale Produkt von Erbe ist die VIO-Plattform — ein HF-Chirurgiesystem für verschiedene Einsatzbereiche. Zu den Funktionen der VIO-Plattform gehören Duocut, SpeedCut und Koagulationsverfahren, die Präzision und Sicherheit während des chirurgischen Eingriffs unterstützen. Darüber hinaus hat das Unternehmen das ERBEJET 2 Wasserstrahl-Dissektor entwickelt, das eine endoskopische Submukosa-Dissektion (ESD) ermöglicht, und das APC-System für die Argon-Plasma-Koagulation, ein Verfahren, das durch kontrollierte plasmabasierte Energie die Blutstillung und die Gewebepräparation unterstützt.

Zusätzlich bietet Erbe kryochirurgische Systeme an, die durch extreme Kälte Gewebe schädigen können, was bei der Behandlung von bestimmten Krankheiten eingesetzt wird. Die Produktpalette erstreckt sich über mehrere Anwendungsgebiete, darunter die allgemeine Chirurgie, die Gynäkologie, die Urologie sowie die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Alle Produkte erfüllen strenge internationale Standards und sind CE-zertifiziert.

Regulatorische Einordnung

Erbe Elektromedizin unterliegt einer Vielzahl von regulatorischen Auflagen. Die medizinischen Geräte des Unternehmens sind nach den Richtlinien der Europäischen Union klassifiziert und tragen das CE-Zeichen. Dies bedeutet, dass alle Produkte strenge Tests durchlaufen haben, um die Einhaltung der europäischen Richtlinien für Medizinprodukte sicherzustellen. Darüber hinaus unterliegt Erbe auch den Auflagen der ISO 13485, einem internationalen Standard für Qualitätsmanagementsysteme in der Medizinproduktebranche. Dieser Standard regelt die Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme für Unternehmen in der Medizintechnik.

Regionale Bedeutung und Besonderheiten

Tübingen ist eine traditionsreiche Universitätsstadt am Neckar mit der Eberhard Karls Universität und dem Universitätsklinikum Tübingen. Diese Institutionen bilden eine Basis für die medizinische und wissenschaftliche Gemeinschaft am Standort. Die räumliche Nähe von Forschung, Klinik und Industrie erleichtert Medizintechnikunternehmen die Kooperation. Erbe arbeitet mit Universitäten und Forschungsinstituten zusammen und nimmt an regionalen Medizintechnik-Events und Kongressen teil.

Erbe Elektromedizin verfolgt nach eigenen Angaben umweltfreundliche Maßnahmen in der Produktion, um den ökologischen Fußabdruck zu verringern, und ist in verschiedene Programme zur Förderung der Nachhaltigkeit integriert.

Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Medizintechnik Baden-Württemberg | Labore

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Häufige Fragen zu Erbe Elektromedizin GmbH

Was macht Erbe Elektromedizin GmbH?

Erbe Elektromedizin GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Tübingen. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Wo ist Erbe Elektromedizin GmbH ansässig?

Erbe Elektromedizin GmbH hat seinen Sitz in Tübingen. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.

In welchem Bereich der Medizintechnik ist Erbe Elektromedizin GmbH tätig?

Erbe Elektromedizin GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Standort

Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche

Regionale Cluster und Hochburgen

Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland

Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen

Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED

Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA

Herausforderungen der Branche

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.

Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?

Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).

Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?

Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.

Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.

Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.

Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?

Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.

Was ist EUDAMED?

EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.

Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?

Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.

Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?

Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 23.06.2026 · Kategorie: Medizintechnik