Neurostar

Medizintechnik · Tübingen

Neurostar ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Tübingen, Baden-Württemberg. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Neurostar Adresse & Kontakt

Telefon

Website

Adresse

Kähnerweg 1
72072 Tübingen

Neurostar im Überblick

Neurostar ist ein auf neuromodulatorische Therapieverfahren spezialisiertes Unternehmen aus Tübingen, Baden-Württemberg. Gegründet im Jahr 2003, hat sich Neurostar darauf fokussiert, innovative Lösungen für die Behandlung von psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen anzubieten. Der Hauptsitz in Tübingen ermöglicht eine enge Zusammenarbeit mit führenden Institutionen und Forschern im Bereich der Neurowissenschaften. Neurostar vertreibt Systeme zur transkraniellen Magnetstimulation (TMS), die sich als nicht-invasive Behandlungsmethode bei Depressionen und anderen neurologischen Erkrankungen bewährt hat. Das Unternehmen trägt zur Weiterentwicklung von Therapien bei, die das Potenzial haben, Millionen von Menschen weltweit zu helfen, die an therapieresistenten Erkrankungen leiden.

Leistungen und Produkte

Das Kernprodukt von Neurostar ist ein TMS-System, das speziell zur Behandlung therapieresistenter Depressionen entwickelt wurde. Genau genommen handelt es sich um das Neurostar TMS-System, das eine präzise magnetische Stimulation von definierten Hirnarealen ermöglicht, ohne dass ein operativer Eingriff erforderlich ist. Diese Technik nutzt gezielte Magnetimpulse, um neuronale Aktivität in bestimmten Regionen des Gehirns zu modulieren, was als Therapieansatz zur Linderung von Symptomen bei Patienten gilt, die auf herkömmliche Behandlungsformen nicht ausreichend ansprechen. Neben der Depressionstherapie wird das System auch zur Behandlung anderer psychischer Erkrankungen und zur Verbesserung der kognitiven Funktionen erforscht.

Neurostar richtet sich primär an psychiatrische Kliniken, neurologische Praxen und Einrichtungen, die auf moderne Neuromodulationsverfahren setzen. Das Unternehmen bietet zudem umfassende Schulungen und Unterstützung für die Anwendung ihrer Systeme an, um sicherzustellen, dass die Behandler die Technologie optimal nutzen können. Durch Forschungspartnerschaften und klinische Studien strebt Neurostar an, die Wirksamkeit seiner Produkte kontinuierlich zu evaluieren und weiterzuentwickeln.

Regulatorische Einordnung

Neurostar unterliegt den strengen Regelungen der Medizintechnik und erfüllt die EU-Richtlinien für Medizinprodukte, darunter die Medizinerichtlinie 93/42/EEC sowie die neue Verordnung über Medizinprodukte (MDR). Die Zulassung ihrer Produkte umfasst umfangreiche klinische Studien, um die Sicherheit und Wirksamkeit der TMS-Anwendungen nachzuweisen. Diese regulatorischen Anforderungen sind wichtig, um das Vertrauen von Ärzten und Patienten in die angebotenen Therapien zu gewährleisten. Neurostars Engagement für Qualität und Sicherheit manifestiert sich nicht nur in den produzierten Geräten, sondern auch in den fortlaufenden Schulungen für die medizinischen Fachkräfte, die mit diesen Technologien arbeiten.

Bedeutung für die Region

Neurostar trägt maßgeblich zur Region Tübingen und dem Umfeld Baden-Württemberg bei, indem es nicht nur innovative Produkte entwickelt, sondern auch Arbeitsplätze schafft und Wissen im Bereich neuromodulatorischer Therapien generiert. Tübingen, als eine der bekanntesten Universitätsstädte Deutschlands, bietet durch seine enge Verbindung zu renommierten Forschungsinstituten und Kliniken ein fruchtbares Umfeld für Unternehmen wie Neurostar. Die Zusammenarbeit mit lokalen Universitäten und neurologischen Forschungszentren unterstützt die Entwicklung neuer Therapieansätze und verbessert die Rahmenbedingungen für klinische Studien. Darüber hinaus trägt Neurostar durch Fachveranstaltungen und Workshops zur regionalen Wissensverbreitung im Bereich Medizintechnik bei, was sowohl der Fachgesellschaft als auch der allgemeinen Öffentlichkeit zugutekommt.

Insgesamt verankert sich Neurostar nicht nur als Anbieter von innovativen Therapien, sondern auch als aktiver Teil des wissenschaftlichen und medizinischen Netzwerkes in der Region, das bestrebt ist, die Gesundheit und Lebensqualität von Patientinnen und Patienten zu verbessern.

Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Medizintechnik Tübingen | Medizintechnik Baden-Württemberg

Häufige Fragen zu Neurostar

Was macht Neurostar?

Überblick über Neurostar Neurostar ist ein revolutionäres Gerät, das in der medizinischen Welt einen großen Einfluss hat. Es handelt sich um ein fortschrittliches Medizintechnikge

Wo befindet sich Neurostar?

Neurostar hat seinen Sitz in Tübingen (Baden-Württemberg). Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.

In welchem Bereich ist Neurostar tätig?

Neurostar ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das deutsche Gesundheitswesen an.

Was ist die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR)?

Die MDR (Medical Device Regulation, EU 2017/745) ist seit Mai 2021 die maßgebliche Verordnung für Medizinprodukte in der EU. Sie ersetzt die frühere Richtlinie 93/42/EWG und stellt strengere Anforderungen an klinische Bewertungen, Post-Market-Surveillance und Rückverfolgbarkeit. Unternehmen wie Neurostar müssen die MDR-Konformität für alle Produkte nachweisen.

Was bedeutet CE-Kennzeichnung bei Medizinprodukten?

Die CE-Kennzeichnung bestätigt, dass ein Medizinprodukt die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung erfüllt. Für Produkte der Risikoklassen Is, Im, Ir, IIa, IIb und III ist die Einschaltung einer Benannten Stelle (Notified Body) erforderlich, die die Konformitätsbewertung durchführt.

Welche Risikoklassen gibt es bei Medizinprodukten?

Medizinprodukte werden in vier Risikoklassen eingeteilt: Klasse I (geringes Risiko, z.B. Verbandmaterial), Klasse IIa (mittleres Risiko, z.B. Hörgeräte), Klasse IIb (erhöhtes Risiko, z.B. Infusionspumpen) und Klasse III (hohes Risiko, z.B. Herzschrittmacher). Die Klassifizierung bestimmt den Umfang der Konformitätsbewertung.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik reicht von In-vitro-Diagnostika über bildgebende Systeme und Implantate bis zu chirurgischen Instrumenten und medizinischer Software (SaMD). Geregelt ist das alles in der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Deutschland ist mit rund 36 Milliarden Euro Jahresumsatz und über 1.400 Unternehmen der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023), beschäftigt sind mehr als 150.000 Menschen. Etwa zwei Drittel der Produktion gehen in den Export. Die Cluster sitzen in Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen) und Nordrhein-Westfalen. Tuttlingen gilt weltweit als Hochburg der chirurgischen Instrumente. Im Verzeichnis: Hersteller, Händler und Zulieferer mit CE-Kennzeichen, Risikoklasse und Kontaktdaten für Einkäufer, Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Leitmarkt

Die deutsche Medizintechnikbranche gehört zu den stärksten der Welt. Mit einem Jahresumsatz von rund 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen ist Deutschland nach den USA und China der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Deutsche Unternehmen sind führend in Bereichen wie Bildgebung, Kardiologie, Orthopädie, In-vitro-Diagnostik, Dentalmedizin und medizinischer Software. Bedeutende Standorte sind Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen), Nordrhein-Westfalen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Tuttlingen gilt als weltweites Zentrum für chirurgische Instrumente.

MDR-Zulassung und CE-Kennzeichen für Medizinprodukte

Medizinprodukte, die in Deutschland und der EU in Verkehr gebracht werden, müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse (I, IIa, IIb oder III) ist eine Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle (Notified Body) erforderlich. In-vitro-Diagnostika (IVD) unterliegen zusätzlich der IVDR 2017/746. Die Marktüberwachung in Deutschland obliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hersteller müssen zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 vorhalten und in der EUDAMED-Datenbank registriert sein.

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Hersteller, Händler und Zulieferer der deutschen Medizintechnik liegen hier mit Profil, Standort und Kontakt vor. Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen suchen gezielt: Welcher Anbieter führt eine bestimmte Produktkategorie? Welcher Partner sitzt in der eigenen Region? Jeder Eintrag enthält Adresse, Telefon, Website und Ansprechpartner.

Innovationsfelder und Zukunftstechnologien

Die deutsche Medizintechnikbranche treibt zahlreiche Zukunftsfelder voran. KI-gestützte Diagnostik und Bildauswertung revolutionieren die Radiologie und Pathologie; Algorithmen zur Früherkennung von Krebs und Herzerkrankungen erhalten zunehmend CE-Zulassungen als Software as a Medical Device (SaMD). Robotergestützte Chirurgiesysteme, allen voran Systeme von Siemens Healthineers, Brainlab und Karl Storz, verbessern die Präzision bei komplexen Eingriffen. Minimalinvasive Technologien, implantierbare Herzschrittmacher und intelligente Prothesen mit sensorischer Rückkopplung zeigen die Bandbreite der Innovation. Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht Schnelltests direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett. Telemedizin und digitale Patientenakte fördern die Vernetzung zwischen Medizinprodukt und klinischem Workflow. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte durch Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen.

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Instrumenten, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Deutschland ist einer der führenden Standorte weltweit.

Wie werden Medizintechnikprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist die Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten. EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind alle deutschen Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Was unterscheidet Klasse I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I, niedriges Risiko: Pflaster, Brillenrahmen, oft genügt die Selbsterklärung des Herstellers. Klasse IIa: Hörgeräte, Ultraschallgeräte, eine Benannte Stelle muss beteiligt werden. Klasse IIb: Defibrillatoren, Beatmungsgeräte, mit strengerer Prüfung. Klasse III, höchstes Risiko: Herzklappen, aktive Implantate, vollständige Prüfung der technischen und klinischen Dokumentation durch die Benannte Stelle.

Was ist EUDAMED und warum ist die Datenbank wichtig?

EUDAMED (European Database on Medical Devices) ist die zentrale EU-Datenbank für Medizinprodukte. Sie sammelt Informationen zu Herstellern, Produkten, Benannten Stellen, Konformitätsbescheinigungen und Vigilanzdaten. Seit Mai 2021 ist die Befüllung schrittweise verpflichtend. EUDAMED schafft Transparenz für Behörden, Versorger und Patienten und erleichtert die Marktüberwachung. Hersteller müssen vor Markteintritt einen Unique Device Identifier (UDI) registrieren.

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard, eigens für die Branche entwickelt. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746. Software als Medizinprodukt (SaMD) muss nach IEC 62304 entwickelt sein. Cybersecurity gewinnt an Gewicht: vernetzte Geräte unterliegen IEC 81001-5-1, das BSI veröffentlicht Leitlinien für IT-Sicherheit in Medizinprodukten.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Medizintechnik