Neurostar Adresse & Kontakt
Neurostar: Profil
Neurostar mit Sitz in Tübingen, Baden-Württemberg, entwickelt und vertreibt Systeme für neuromodulatorische Therapieverfahren. Das 2003 gegründete Unternehmen konzentriert sich auf die Behandlung psychiatrischer und neurologischer Erkrankungen. Der Standort Tübingen erlaubt die Zusammenarbeit mit Institutionen und Forschern im Bereich der Neurowissenschaften. Im Mittelpunkt stehen Systeme zur transkraniellen Magnetstimulation (TMS), einer nicht invasiven Behandlungsmethode bei Depressionen und weiteren neurologischen Erkrankungen. Das Unternehmen arbeitet an der Weiterentwicklung von Therapien für Menschen mit therapieresistenten Erkrankungen.
Leistungen und Produkte
Kernprodukt von Neurostar ist ein TMS-System zur Behandlung therapieresistenter Depressionen. Das Neurostar TMS-System ermöglicht eine magnetische Stimulation definierter Hirnareale ohne operativen Eingriff. Gezielte Magnetimpulse modulieren die neuronale Aktivität in bestimmten Hirnregionen, um Symptome bei Patienten zu lindern, die auf herkömmliche Behandlungsformen nicht ausreichend ansprechen. Neben der Depressionstherapie wird das System für weitere psychische Erkrankungen und zur Verbesserung kognitiver Funktionen erforscht.
Neurostar richtet sich primär an psychiatrische Kliniken, neurologische Praxen und Einrichtungen, die Neuromodulationsverfahren einsetzen. Das Unternehmen bietet Schulungen und Unterstützung für die Anwendung seiner Systeme an, damit Behandler die Technologie sachgerecht nutzen. Über Forschungspartnerschaften und klinische Studien evaluiert und entwickelt Neurostar seine Produkte weiter.
Regulatorische Einordnung
Neurostar unterliegt den Regelungen der Medizintechnik und erfüllt die EU-Richtlinien für Medizinprodukte, darunter die Medizinprodukterichtlinie 93/42/EEC sowie die Verordnung über Medizinprodukte (MDR). Die Zulassung der Produkte umfasst klinische Studien zum Nachweis von Sicherheit und Wirksamkeit der TMS-Anwendungen. Diese Anforderungen dienen dem Vertrauen von Ärzten und Patienten in die Therapien. Sicherheit und Qualität zeigen sich bei Neurostar in den Geräten ebenso wie in den fortlaufenden Schulungen für die medizinischen Fachkräfte, die mit diesen Technologien arbeiten.
Bedeutung für die Region
Neurostar wirkt in die Region Tübingen und das Umfeld Baden-Württemberg, indem es Produkte entwickelt, Arbeitsplätze schafft und Wissen im Bereich neuromodulatorischer Therapien aufbaut. Tübingen bietet als Universitätsstadt durch die Nähe zu Forschungsinstituten und Kliniken ein passendes Umfeld für Unternehmen wie Neurostar. Die Zusammenarbeit mit lokalen Universitäten und neurologischen Forschungszentren unterstützt die Entwicklung neuer Therapieansätze und verbessert die Rahmenbedingungen für klinische Studien. Über Fachveranstaltungen und Workshops trägt Neurostar zur regionalen Wissensverbreitung im Bereich Medizintechnik bei, was der Fachgesellschaft wie der Öffentlichkeit zugutekommt.
Damit ist Neurostar nicht nur Anbieter von Therapien, sondern auch Teil des wissenschaftlichen und medizinischen Netzwerks in der Region, das die Gesundheit und Lebensqualität von Patientinnen und Patienten verbessern will.
Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Medizintechnik Tübingen | Medizintechnik Baden-Württemberg
Häufige Fragen zu Neurostar
Was macht Neurostar?
Überblick über Neurostar Neurostar ist ein revolutionäres Gerät, das in der medizinischen Welt einen großen Einfluss hat. Es handelt sich um ein fortschrittliches Medizintechnikge
Wo befindet sich Neurostar?
Neurostar hat seinen Sitz in Tübingen (Baden-Württemberg). Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.
In welchem Bereich ist Neurostar tätig?
Neurostar ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das deutsche Gesundheitswesen an.
Was ist die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR)?
Die MDR (Medical Device Regulation, EU 2017/745) ist seit Mai 2021 die maßgebliche Verordnung für Medizinprodukte in der EU. Sie ersetzt die frühere Richtlinie 93/42/EWG und stellt strengere Anforderungen an klinische Bewertungen, Post-Market-Surveillance und Rückverfolgbarkeit. Unternehmen wie Neurostar müssen die MDR-Konformität für alle Produkte nachweisen.
Was bedeutet CE-Kennzeichnung bei Medizinprodukten?
Die CE-Kennzeichnung bestätigt, dass ein Medizinprodukt die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung erfüllt. Für Produkte der Risikoklassen Is, Im, Ir, IIa, IIb und III ist die Einschaltung einer Benannten Stelle (Notified Body) erforderlich, die die Konformitätsbewertung durchführt.
Welche Risikoklassen gibt es bei Medizinprodukten?
Medizinprodukte werden in vier Risikoklassen eingeteilt: Klasse I (geringes Risiko, z.B. Verbandmaterial), Klasse IIa (mittleres Risiko, z.B. Hörgeräte), Klasse IIb (erhöhtes Risiko, z.B. Infusionspumpen) und Klasse III (hohes Risiko, z.B. Herzschrittmacher). Die Klassifizierung bestimmt den Umfang der Konformitätsbewertung.
Weitere Medizintechnik in Tübingen
Medizintechnik in Deutschland
Verwandte Bereiche im Gesundheitswesen
Medizintechnik nach Standort
Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.