Unternehmensprofil
1996
Gegründet
130.000+ (Konzern)
Mitarbeiter
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH: Profil
Die Fresenius Medical Care Deutschland GmbH ist die operative deutsche Gesellschaft von Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA und betreibt in Deutschland ein Netzwerk ambulanter und stationärer Dialysezentren sowie Produktionsstätten für Medizinprodukte. Das Unternehmen gehört zu den großen Anbietern von Nierenersatztherapien und hat seinen deutschen Hauptsitz im Hochtaunuskreis (Bad Homburg, Hessen). Die Geschäftsfelder umfassen Dialysegeräte (Medizintechnik) und Dialysedienstleistungen (ambulante Dialysezentren). In Deutschland betreibt Fresenius Medical Care über 360 ambulante Dialysezentren, in denen täglich tausende niereninsuffiziente Patienten ihre Dialyse erhalten. Ergänzend bietet das Unternehmen Produkte zur Patientenversorgung an.
Tätigkeitsfeld & Leistungen
Im Bereich Medizintechnik produziert und vertreibt Fresenius Medical Care Dialysegeräte, darunter die Systeme 5008S und 6008. Die Geräte verfügen über Funktionen für eine personalisierte Therapie. Zudem werden Dialysatoren produziert, einschließlich der Hohlfaser-Nierenfilter der Helixone- und FX-Familie, die für die Dialysebehandlung eingesetzt werden.
Die Dienstleistungen im Bereich Dialyse umfassen die Hämodialyse in stationären und ambulanten Zentren sowie Heimdialyseoptionen wie die Peritonealdialyse, die eine Behandlung im eigenen Zuhause ermöglicht. Fresenius Medical Care bietet außerdem Programme an, die Pflegeheimen die Dialyse für immobile Patienten ermöglichen, sodass auch bei eingeschränkter Mobilität eine Versorgung sichergestellt ist.
Regulierung & Qualitätsstandards
Als Hersteller von Medizinprodukten unterliegt Fresenius Medical Care regulatorischen Anforderungen, darunter der EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) und den Richtlinien der FDA in den USA. In Deutschland werden die Dialysezentren nach den Vorschriften des Sozialgesetzbuches (SGB V) sowie den Richtlinien der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) betrieben. Die Qualitätsleitlinien von KDIGO (Kidney Disease: Improving Global Outcomes) und DOPPS (Dialysis Outcomes and Practice Patterns Study) sind Bestandteil der Behandlungsprotokolle des Unternehmens.
Die Einhaltung dieser Standards wird durch interne und externe Audits überprüft. Fresenius Medical Care ist zudem im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) eingebunden und damit an der Entwicklung von Standards und Vorschriften in der Medizintechnik beteiligt.
Regionale Bedeutung und Besonderheiten
Im Hochtaunuskreis ist Fresenius Medical Care ein relevanter Akteur der regionalen Gesundheitsversorgung. Mit über 360 Dialysezentren und Produktionsstätten trägt das Unternehmen zur Qualifizierung lokaler Fachkräfte bei und bietet Arbeitsplätze in der Region. Es beteiligt sich an Initiativen zur Gesundheitserziehung und Prävention, um das Bewusstsein für Nierenerkrankungen zu fördern.
Ein weiteres Merkmal ist die Forschung und Entwicklung, die auf neue Therapien und Produkte zur Patientenversorgung ausgerichtet ist. Dazu gehören regelmäßige Schulungsprogramme für Mitarbeiter und Ärzte, damit das Fachpersonal über aktuelle Technologien und Behandlungsansätze informiert ist.
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH ist damit ein Akteur in der Medizintechnikbranche und hat zugleich Bedeutung für die medizinische Versorgung in Deutschland, insbesondere für Menschen mit Nierenerkrankungen. Die Nachfrage nach Dialysebehandlungen und die Investitionen in Technologien und Dienstleistungen prägen die Marktstellung des Unternehmens.
Weitere Informationen: Medizintechnik in Hessen oder alle Medizintechnik-Unternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Fresenius Medical Care Deutschland GmbH
Was macht Fresenius Medical Care Deutschland GmbH?
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Hochtaunuskreis. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist Fresenius Medical Care Deutschland GmbH ansässig?
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH hat seinen Sitz in Hochtaunuskreis. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist Fresenius Medical Care Deutschland GmbH tätig?
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.