Getinge Deutschland GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
12.000+ (Konzern)
Mitarbeiter
Getinge Deutschland GmbH im Überblick
Getinge Deutschland GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft der schwedischen Getinge AB, einem weltweit führenden Anbieter innovativer Lösungen für den Bereich Life Science und Gesundheitsversorgung. Getinge AB hat seinen Hauptsitz in Göteborg (Schweden) und ist an der Nasdaq Stockholm gelistet. Der Konzern beschäftigt rund 12.000 Mitarbeitende weltweit. Die deutsche Niederlassung in Rastatt (Baden-Württemberg) koordiniert den deutschen Markt und verfügt über lokale Service- und Vertriebskapazitäten. Rastatt ist auch ein wichtiger Produktions- und Entwicklungsstandort für Sterilisationstechnologie. Das Unternehmen zeichnet sich durch seine Innovationskraft und sein Engagement für die Verbesserung von klinischen Ergebnissen aus.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Getinge ist in drei Geschäftsbereichen tätig: Acute Care Therapies (Intensivmedizin), Life Science (Reinraum- und Sterilisierungslösungen für Pharma/Biotech) und Surgical Workflows (operative Versorgung). Im Bereich Intensivmedizin liefert Getinge lebensrettende Technologien wie ECMO-Systeme (extrakorporale Membranoxygenierung), Beatmungsgeräte, Herzlungenmaschinen und Monitoring-Systeme, die alle auf die höchsten Standards der patientennahen Versorgung ausgelegt sind. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, um die Therapieoptionen zu erweitern und den Bedürfnissen der Kliniken gerecht zu werden.
Der Life-Science-Bereich umfasst Sterilisationsautomaten und Reinraumlösungen für Pharmaunternehmen und Biotechlabore. Getinge bietet maßgeschneiderte Lösungen, die sowohl die Effizienz als auch die Sicherheit in der Produktverarbeitung verbessern. Diese Systeme kommen in der Medikamentenproduktion und der Entwicklung von Biopharmazeutika zum Einsatz, wo die Einhaltung der Vorschriften von entscheidender Bedeutung ist.
Im Bereich Surgical Workflows bietet Getinge Sterilisationsgeräte für Krankenhäuser, OP-Tische, Beleuchtungssysteme und digitale Workflow-Lösungen an. Diese Produkte sind darauf ausgelegt, Abläufe in chirurgischen Umgebungen zu optimieren und gleichzeitig die Hygiene- und Sicherheitsstandards zu wahren. Ergänzend dazu entwickeln sie digitale Lösungen und Software, die die administrative Effizienz in Kliniken steigern, indem sie den Informationsfluss verbessern und die Planung vereinfachen.
In Deutschland sind Getinge-Produkte in nahezu allen größeren Krankenhäusern und Pharmaunternehmen im Einsatz. Die enge Zusammenarbeit mit medizinischem Personal und Entscheidungsträgern sorgt dafür, dass die entwickelten Lösungen den tatsächlichen Bedürfnissen der Anwender entsprechen.
Regulierung & Zertifizierungen
Alle Medizinprodukte von Getinge unterliegen in Deutschland und Europa den Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) und sind mit CE-Kennzeichnung versehen. Die strengen regulatorischen Richtlinien garantieren die Sicherheit und die hohe Qualität der Produkte. Für pharmazeutische Kunden werden zudem die strengen GMP-Anforderungen der EU und FDA erfüllt, was Getinge zu einem vertrauenswürdigen Partner in der Pharmaindustrie macht.
Getinge ist Mitglied im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), was ein Indiz für das Engagement des Unternehmens gegenüber den deutschen Standards und Vorschriften in der Medizintechnik ist. Die ständigen Audits und Qualitätskontrollen, die im Rahmen dieser Zugehörigkeit durchgeführt werden, gewährleisten die Einhaltung der höchsten Standards in Forschung, Entwicklung und Produktion.
Regionale Bedeutung und Besonderheiten
Getinge Deutschland hat eine bedeutende regionale Rolle in der Medizintechnik-Branche. Durch die zentrale Lage in Rastatt werden nicht nur der deutsche Markt, sondern auch angrenzende europäische Märkte gezielt angesprochen. Die enge geografische Nähe zu wichtigen Kliniken, Forschungseinrichtungen und Pharmaunternehmen in Süddeutschland fördert den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen. Dadurch können Projekte effizient umgesetzt werden, was besonders in der sich schnell ändernden Gesundheitslandschaft von Vorteil ist.
Besonders hervorzuheben ist die kontinuierliche Innovationskraft von Getinge, die sich in der Entwicklung nachhaltiger Produkte und Verfahren widerspiegelt. Da der Fokus immer mehr auf umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Technologien liegt, engagiert sich Getinge aktiv in Bereichen wie Recycling und Energieeffizienz. Dies ist nicht nur ein Gewinn für die Umwelt, sondern auch für die ökonomische Effizienz der Betriebe, die Getinge-Lösungen einsetzen.
Weitere Informationen: Medizintechnik in Baden-Württemberg oder alle Medizintechnik-Unternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Getinge Deutschland GmbH
Was macht Getinge Deutschland GmbH?
Getinge Deutschland GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Rastatt. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist Getinge Deutschland GmbH ansässig?
Getinge Deutschland GmbH hat seinen Sitz in Rastatt. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist Getinge Deutschland GmbH tätig?
Getinge Deutschland GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Über Medizintechnik
Medizintechnikunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Medizinprodukte im Sinne der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 – von In-vitro-Diagnostika und bildgebenden Systemen über Implantate und chirurgische Instrumente bis zu medizinischer Software (SaMD). Deutschland ist mit einem Jahresumsatz von ca. 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der deutschen Medizintechnikbranche beschäftigt; rund zwei Drittel aller Produkte gehen in den Export. Bedeutende Cluster befinden sich in Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen) und Nordrhein-Westfalen. Tuttlingen gilt weltweit als Zentrum für chirurgische Instrumente. Hersteller, Händler und Zulieferer aus der gesamten deutschen Medizintechnikbranche sind hier mit CE-Kennzeichen, Risikoklasse und vollständigen Kontaktdaten für Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen erfasst.
Deutschland als Medizintechnik-Leitmarkt
Die deutsche Medizintechnikbranche gehört zu den stärksten der Welt. Mit einem Jahresumsatz von rund 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen ist Deutschland nach den USA und China der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Deutsche Unternehmen sind führend in Bereichen wie Bildgebung, Kardiologie, Orthopädie, In-vitro-Diagnostik, Dentalmedizin und medizinischer Software. Bedeutende Standorte sind Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen), Nordrhein-Westfalen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Tuttlingen gilt als weltweites Zentrum für chirurgische Instrumente.
MDR-Zulassung und CE-Kennzeichen für Medizinprodukte
Medizinprodukte, die in Deutschland und der EU in Verkehr gebracht werden, müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse (I, IIa, IIb oder III) ist eine Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle (Notified Body) erforderlich. In-vitro-Diagnostika (IVD) unterliegen zusätzlich der IVDR 2017/746. Die Marktüberwachung in Deutschland obliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hersteller müssen zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 vorhalten und in der EUDAMED-Datenbank registriert sein.
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Sanoliste erfasst Hersteller, Händler und Zulieferer aus der gesamten deutschen Medizintechnikbranche. Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen können gezielt suchen: Welche Unternehmen bieten CE-zertifizierte Produkte in einer bestimmten Kategorie an? Wo ist der nächste Medizintechnikpartner in meiner Region? Alle Einträge enthalten Adresse, Telefonnummer, Website und Ansprechpartner.
Innovationsfelder und Zukunftstechnologien
Die deutsche Medizintechnikbranche treibt zahlreiche Zukunftsfelder voran. KI-gestützte Diagnostik und Bildauswertung revolutionieren die Radiologie und Pathologie; Algorithmen zur Früherkennung von Krebs und Herzerkrankungen erhalten zunehmend CE-Zulassungen als Software as a Medical Device (SaMD). Robotergestützte Chirurgiesysteme – allen voran Systeme von Siemens Healthineers, Brainlab und Karl Storz – verbessern die Präzision bei komplexen Eingriffen. Minimalinvasive Technologien, implantierbare Herzschrittmacher und intelligente Prothesen mit sensorischer Rückkopplung zeigen die Bandbreite der Innovation. Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht Schnelltests direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett. Telemedizin und digitale Patientenakte fördern die Vernetzung zwischen Medizinprodukt und klinischem Workflow. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte durch Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen.
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Die Medizintechnik umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von medizinischen Geräten, Instrumenten, Software und Zubehör, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden. Deutschland ist einer der führenden Medizintechnik-Standorte weltweit.
Wie werden Medizintechnikprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte in Deutschland und der EU müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) erfüllen und mit dem CE-Kennzeichen versehen sein. Je nach Risikoklasse sind Konformitätsbewertungen durch benannte Stellen erforderlich.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Medizintechnikunternehmen sind über Branchenverbände wie SPECTARIS oder BVMed recherchierbar. Viele Unternehmen sind zudem in der EUDAMED-Datenbank der EU registriert. Auf Sanoliste finden Sie alle deutschen Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt mit vollständigen Kontaktdaten.
Was ist der Unterschied zwischen Klasse I, IIa, IIb und III bei Medizinprodukten?
Die Risikoklasse eines Medizinprodukts bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (niedriges Risiko): z. B. Pflaster, Brillenrahmen – oft Selbsterklärung des Herstellers ausreichend. Klasse IIa: z. B. Hörgeräte, Ultraschallgeräte – Beteiligung einer benannten Stelle erforderlich. Klasse IIb: z. B. Defibrillatoren, Beatmungsgeräte – strengere Prüfung durch benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko): z. B. Herzklappen, aktive Implantate – vollständige Prüfung der technischen und klinischen Dokumentation durch die benannte Stelle.
Was ist EUDAMED und warum ist die Datenbank wichtig?
EUDAMED (European Database on Medical Devices) ist die zentrale EU-Datenbank für Medizinprodukte. Sie enthält Informationen zu Herstellern, Produkten, Benannten Stellen, Konformitätsbescheinigungen und Vigilanzdaten. Die schrittweise Befüllung durch Hersteller ist seit Mai 2021 verpflichtend. EUDAMED verbessert die Transparenz für Behörden, Gesundheitsdienstleister und Patienten und erleichtert die Marktüberwachung. Hersteller, die ihre Produkte in der EU vermarkten, müssen als erstes Schritt einen eindeutigen Gerätekenncode (UDI – Unique Device Identifier) in der Datenbank registrieren.
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 sollten Medizintechnikunternehmen ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 implementieren, das speziell für die Medizinproduktebranche entwickelt wurde. Für IVD-Produkte gilt zusätzlich die IVDR 2017/746. Softwareprodukte (SaMD) müssen nach IEC 62304 entwickelt sein. Cybersecurity-Anforderungen gemäß IEC 81001-5-1 gewinnen zunehmend an Bedeutung, da vernetzte Medizinprodukte Hackingrisiken ausgesetzt sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt Leitlinien für IT-Sicherheit in Medizinprodukten bereit.