Imedos Systems GmbH

Medizintechnik · Saale-Holzland-Kreis

Imedos Systems GmbH ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Saale-Holzland-Kreis, Thüringen. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Imedos Systems GmbH Adresse & Kontakt

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Adresse

Am Naßtal 4
07751 Saale-Holzland-Kreis

Imedos Systems GmbH: Medizintechnik aus Thüringen

Die Imedos Systems GmbH aus dem Saale-Holzland-Kreis in Thüringen entwickelt und vertreibt Systeme zur Analyse der retinalen Mikrozirkulation. Damit lässt sich eine quantitative Gefäßanalyse am Augenhintergrund durchführen, die in der Ophthalmologie, Kardiologie und medizinischen Forschung zur Diagnostik genutzt wird. Das Unternehmen verbindet Messtechnik mit wissenschaftlicher Arbeit und liefert Daten für die Patientenversorgung und die Forschung.

Leistungen und Produkte

Imedos Systems bietet den Dynamic Vessel Analyzer (DVA), ein nicht-invasives System zur Messung der Gefäßreaktivität der Netzhaut. Der DVA kommt vor allem in der klinischen Forschung und Diagnostik bei Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Arteriosklerose zum Einsatz. Die Technik beruht auf einer optischen Methode, mit der sich die Reaktion der retinalen Blutgefäße auf verschiedene Stimuli in Echtzeit messen lässt. Diese Daten dienen der Entwicklung von Therapiemöglichkeiten und der frühzeitigen Erkennung vaskulärer Erkrankungen.

  • Dynamic Vessel Analyzer (DVA): Hauptprodukt zur Gefäßreaktivitätsmessung.
  • Forschungslösungen: Maßgeschneiderte Systeme für wissenschaftliche Studien.
  • Diagnosetools: Unterstützung bei der Diagnose von Augenerkrankungen und kardiovaskulären Problemen.

Die Produkte werden in über 30 Länder exportiert und kommen in Kliniken und Forschungseinrichtungen zum Einsatz.

Regulatorische Einordnung

Die Imedos Systems GmbH unterliegt den Anforderungen der Medizinprodukteverordnung (MDR) der Europäischen Union. Die Produkte des Unternehmens sind als Medizinprodukte der Klasse IIa klassifiziert und müssen daher klinische Nachweise für Sicherheit und Wirksamkeit vorweisen. Die laufende Anpassung an regulatorische Anforderungen soll sicherstellen, dass die Geräte den geltenden Vorgaben entsprechen und die Patientensicherheit gewahrt bleibt.

Regionale Bedeutung

Der Saale-Holzland-Kreis ist ein Standort für Medizintechnik und Biotechnologie. Die Nähe zu Jena mit seiner Geschichte in Optik und Medizintechnik sowie angrenzende Wissenschaftseinrichtungen wie das Universitätsklinikum Jena bilden das Umfeld für die Arbeit von Imedos. Das Unternehmen kooperiert mit Forschern und Klinikern, um seine Produkte weiterzuentwickeln und an den Markt anzupassen.

Hinzu kommt die Infrastruktur der Region mit Zugang zu Fachkräften und Unterstützungsnetzwerken für Start-ups und Unternehmen der Medizintechnik. So ist Imedos sowohl regional als auch international tätig.

Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Labore | Pharmaunternehmen

Häufige Fragen zu Imedos Systems GmbH

Was macht Imedos Systems GmbH?

Imedos Systems GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Saale-Holzland-Kreis. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Wo ist Imedos Systems GmbH ansässig?

Imedos Systems GmbH hat seinen Sitz in Saale-Holzland-Kreis. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.

In welchem Bereich der Medizintechnik ist Imedos Systems GmbH tätig?

Imedos Systems GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Standort

Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche

Regionale Cluster und Hochburgen

Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland

Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen

Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED

Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA

Herausforderungen der Branche

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.

Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?

Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).

Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?

Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.

Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.

Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.

Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?

Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.

Was ist EUDAMED?

EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.

Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?

Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.

Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?

Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 23.06.2026 · Kategorie: Medizintechnik