Medicon eG Adresse & Kontakt
Medicon eG: Einkaufsgenossenschaft der Medizintechnik
Die Medicon eG mit Sitz in Tuttlingen in Baden-Württemberg ist eine Einkaufsgenossenschaft für Unternehmen der Medizintechnik. Sie wurde gegründet, um die Einkaufsmacht ihrer Mitglieder zu bündeln. Die Mitglieder stammen überwiegend aus dem Tuttlinger Medizintechnikcluster. Über gemeinsame Verhandlungen sollen Kostenvorteile erzielt werden. Mittels Rahmenverträgen und Sammelbestellungen nimmt die Genossenschaft Einfluss auf die Preisgestaltung der für die Produktion benötigten Rohstoffe, Halbzeuge und Dienstleistungen.
Leistungen und Produkte
Die Angebote von Medicon eG richten sich an die Medizintechnikbranche und umfassen:
- Einkaufsoptimierung: Medicon koordiniert gemeinsame Einkaufsaktivitäten für Metalle, Kunststoffe, Verpackungen und weitere Materialien, die Medizintechnikhersteller benötigen. Durch die Bündelung von Bestellungen lassen sich Einsparungen erzielen.
- Marktanalysen: Die Genossenschaft stellt ihren Mitgliedern Marktinformationen zu aktuellen Trends und Preisen bereit. Diese dienen als Grundlage für Einkaufsentscheidungen.
- Netzwerkbildung: Medicon bildet ein Netzwerk innerhalb des Tuttlinger Clusters und fördert so den Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern.
- Beratung und Schulung: Medicon bietet Informationsveranstaltungen und individuelle Beratungen zu Beschaffungsthemen. Die Schulungen behandeln unter anderem rechtliche Rahmenbedingungen, Qualitätsmanagement und Technologien.
Regulatorische Einordnung und Besonderheiten
Die Medizintechnik unterliegt strengen regulatorischen Vorgaben für Sicherheit und Qualität der Produkte. Medicon eG unterstützt ihre Mitglieder dabei, die Anforderungen der europäischen und internationalen Normen zu verstehen und umzusetzen. Dies betrifft die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Anforderungen an Produktzertifizierung und -zulassung.
Medicon eG arbeitet eng mit Fachverbänden und Institutionen zusammen. Über diese Partnerschaften erfasst die Genossenschaft Entwicklungen in der Medizintechnik und gibt sie an ihre Mitglieder weiter. Das ist in einem Sektor mit raschen Innovationen und starkem Wettbewerb relevant.
Standort Tuttlingen / Baden-Württemberg
Tuttlingen gilt als das größte Cluster für chirurgische Instrumente. Mit über 400 Unternehmen in der Medizintechnik bietet sich der Standort für eine Einkaufsgenossenschaft wie Medicon eG an, die die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitglieder erhöhen will. Die Region produziert nicht nur chirurgische Instrumente, sondern bietet auch Dienstleistungen und Technologien für die Medizintechnik.
Die Lage in Baden-Württemberg eröffnet zudem Zugang zu Forschungsinstituten und Hochschulen mit Schwerpunkt Medizintechnik und biomedizinische Technologien. Davon profitieren die Mitglieder der Medicon eG, und die Stellung der Region in der Medizintechnik wird gestärkt.
Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Lohnhersteller | Pharmaunternehmen
```Häufige Fragen zu Medicon eG
Was macht Medicon eG?
Einleitung Die Medicon eG ist eine Genossenschaft von Apotheken in Deutschland, die sich auf die Bereitstellung von Arzneimitteln und Gesundheitsdienstleistungen spezialisiert hat
Wo befindet sich Medicon eG?
Medicon eG hat seinen Sitz in Tuttlingen (Baden-Württemberg). Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.
In welchem Bereich ist Medicon eG tätig?
Medicon eG ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das deutsche Gesundheitswesen an.
Weitere Medizintechnik in Tuttlingen
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Medizintechnik nach Standort
Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.