Laborie

Medizintechnik · Bottrop

Laborie ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Bottrop, Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Laborie Adresse & Kontakt

Adresse

Fernewaldstrasse 254
46242 Bottrop

Laborie im Überblick

Laborie ist die deutsche Vertriebsgesellschaft des gleichnamigen kanadischen Medizintechnikunternehmens Laborie Medical Technologies, das 1964 gegründet wurde. Mit Hauptsitz in Mississauga, Ontario, hat sich Laborie zu einem weltweit führenden Hersteller von urodynamischen und gastrointestinalen Diagnostiksystemen entwickelt. Der deutsche Standort in Bottrop, Nordrhein-Westfalen, wurde eingerichtet, um Kliniken und Urologen in Deutschland gezielt zu betreuen und ihre medizinischen Bedürfnisse optimal zu erfüllen. Laborie hat sich seit seiner Gründung durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung sowie durch strategische Akquisitionen einen Namen gemacht und steht für innovative Lösungen in der Diagnostik von urologischen und gastrointestinalen Erkrankungen.

Leistungen und Produkte

Das Portfolio von Laborie umfasst hochentwickelte urodynamische Messsysteme, die für die Blasenfunktionsdiagnostik eingesetzt werden. Diese Systeme sind entscheidend für die genaue Beurteilung der Blasenfunktion und ermöglichen eine effektive Diagnose von Störungen wie Harninkontinenz oder Blasenentleerungsstörungen. Für die gastrointestinale Diagnostik bietet Laborie anorektale Manometriegeräte an, die zur Messung des Drucks im Analkanal und zur Evaluierung der analen Funktion eingesetzt werden. Darüber hinaus vertreibt Laborie endoskopische Biopsiezangen sowie Einmalprodukte, die in der urologischen und proktologischen Diagnostik Anwendung finden. Diese Produkte sind nicht nur von hervorragender Qualität, sondern haben auch die Zulassung nach den strengen Richtlinien der Europäischen Union, was ihre Sicherheit und Wirksamkeit unterstreicht.

Standort Bottrop / Nordrhein-Westfalen

Bottrop liegt im nördlichen Ruhrgebiet und ist Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr, die durch ihre hohe Bevölkerungsdichte und medizinische Infrastruktur geprägt ist. Die Nähe zu zahlreichen Kliniken und spezialisierten Facharztpraxen im Ruhrgebiet bildet den primären deutschen Kundenmarkt für Laborie-Diagnostiksysteme. Der Standort Bottrop ist strategisch gewählt, da er eine zentrale Lage in einer der medizinisch am besten ausgebauten Regionen Deutschlands bietet. Dies ermöglicht Laborie nicht nur einen schnellen und direkten Zugriff auf die Bedürfnisse der medizinischen Fachkräfte, sondern auch effiziente Logistiklösungen für die Bereitstellung ihrer innovativen Produkte. Darüber hinaus engagiert sich Laborie in der regionalen medizinischen Gemeinschaft und unterstützt Fachtagungen sowie Schulungen, um die Qualität der medizinischen Versorgung in der Region zu fördern.

Laborie ist nicht nur ein wichtiger Anbieter innerhalb der Medizintechnikbranche, sondern spielt auch eine bedeutende Rolle in der regionalen Wirtschaft. Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen trägt das Unternehmen zur wirtschaftlichen Stabilität der Region bei. Die enge Zusammenarbeit mit Kliniken und Fachärzten fördert den Austausch zwischen Forschung und Praxis und ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie von Laborie, weitere Innovationen und die Verbesserung der Patientenversorgung voranzutreiben.

Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Medizintechnik Nordrhein-Westfalen

Häufige Fragen zu Laborie

Was macht Laborie?

Was ist Laborie? Laborie ist ein weltweit führender Anbieter von medizinischen Geräten und Dienstleistungen im Bereich der Urologie, Gynäkologie und Kolorektalmedizin. Das Unterne

Wo befindet sich Laborie?

Laborie hat seinen Sitz in Bottrop (Nordrhein-Westfalen). Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.

In welchem Bereich ist Laborie tätig?

Laborie ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das deutsche Gesundheitswesen an.

Was ist die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR)?

Die MDR (Medical Device Regulation, EU 2017/745) ist seit Mai 2021 die maßgebliche Verordnung für Medizinprodukte in der EU. Sie ersetzt die frühere Richtlinie 93/42/EWG und stellt strengere Anforderungen an klinische Bewertungen, Post-Market-Surveillance und Rückverfolgbarkeit. Unternehmen wie Laborie müssen die MDR-Konformität für alle Produkte nachweisen.

Was bedeutet CE-Kennzeichnung bei Medizinprodukten?

Die CE-Kennzeichnung bestätigt, dass ein Medizinprodukt die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung erfüllt. Für Produkte der Risikoklassen Is, Im, Ir, IIa, IIb und III ist die Einschaltung einer Benannten Stelle (Notified Body) erforderlich, die die Konformitätsbewertung durchführt.

Welche Risikoklassen gibt es bei Medizinprodukten?

Medizinprodukte werden in vier Risikoklassen eingeteilt: Klasse I (geringes Risiko, z.B. Verbandmaterial), Klasse IIa (mittleres Risiko, z.B. Hörgeräte), Klasse IIb (erhöhtes Risiko, z.B. Infusionspumpen) und Klasse III (hohes Risiko, z.B. Herzschrittmacher). Die Klassifizierung bestimmt den Umfang der Konformitätsbewertung.

Profil unvollständig

Über Medizintechnik

Medizintechnik reicht von In-vitro-Diagnostika über bildgebende Systeme und Implantate bis zu chirurgischen Instrumenten und medizinischer Software (SaMD). Geregelt ist das alles in der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Deutschland ist mit rund 36 Milliarden Euro Jahresumsatz und über 1.400 Unternehmen der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023), beschäftigt sind mehr als 150.000 Menschen. Etwa zwei Drittel der Produktion gehen in den Export. Die Cluster sitzen in Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen) und Nordrhein-Westfalen. Tuttlingen gilt weltweit als Hochburg der chirurgischen Instrumente. Im Verzeichnis: Hersteller, Händler und Zulieferer mit CE-Kennzeichen, Risikoklasse und Kontaktdaten für Einkäufer, Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Leitmarkt

Die deutsche Medizintechnikbranche gehört zu den stärksten der Welt. Mit einem Jahresumsatz von rund 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen ist Deutschland nach den USA und China der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Deutsche Unternehmen sind führend in Bereichen wie Bildgebung, Kardiologie, Orthopädie, In-vitro-Diagnostik, Dentalmedizin und medizinischer Software. Bedeutende Standorte sind Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen), Nordrhein-Westfalen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Tuttlingen gilt als weltweites Zentrum für chirurgische Instrumente.

MDR-Zulassung und CE-Kennzeichen für Medizinprodukte

Medizinprodukte, die in Deutschland und der EU in Verkehr gebracht werden, müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse (I, IIa, IIb oder III) ist eine Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle (Notified Body) erforderlich. In-vitro-Diagnostika (IVD) unterliegen zusätzlich der IVDR 2017/746. Die Marktüberwachung in Deutschland obliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hersteller müssen zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 vorhalten und in der EUDAMED-Datenbank registriert sein.

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Hersteller, Händler und Zulieferer der deutschen Medizintechnik liegen hier mit Profil, Standort und Kontakt vor. Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen suchen gezielt: Welcher Anbieter führt eine bestimmte Produktkategorie? Welcher Partner sitzt in der eigenen Region? Jeder Eintrag enthält Adresse, Telefon, Website und Ansprechpartner.

Innovationsfelder und Zukunftstechnologien

Die deutsche Medizintechnikbranche treibt zahlreiche Zukunftsfelder voran. KI-gestützte Diagnostik und Bildauswertung revolutionieren die Radiologie und Pathologie; Algorithmen zur Früherkennung von Krebs und Herzerkrankungen erhalten zunehmend CE-Zulassungen als Software as a Medical Device (SaMD). Robotergestützte Chirurgiesysteme, allen voran Systeme von Siemens Healthineers, Brainlab und Karl Storz, verbessern die Präzision bei komplexen Eingriffen. Minimalinvasive Technologien, implantierbare Herzschrittmacher und intelligente Prothesen mit sensorischer Rückkopplung zeigen die Bandbreite der Innovation. Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht Schnelltests direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett. Telemedizin und digitale Patientenakte fördern die Vernetzung zwischen Medizinprodukt und klinischem Workflow. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte durch Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen.

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Instrumenten, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Deutschland ist einer der führenden Standorte weltweit.

Wie werden Medizintechnikprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist die Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten. EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind alle deutschen Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Was unterscheidet Klasse I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I, niedriges Risiko: Pflaster, Brillenrahmen, oft genügt die Selbsterklärung des Herstellers. Klasse IIa: Hörgeräte, Ultraschallgeräte, eine Benannte Stelle muss beteiligt werden. Klasse IIb: Defibrillatoren, Beatmungsgeräte, mit strengerer Prüfung. Klasse III, höchstes Risiko: Herzklappen, aktive Implantate, vollständige Prüfung der technischen und klinischen Dokumentation durch die Benannte Stelle.

Was ist EUDAMED und warum ist die Datenbank wichtig?

EUDAMED (European Database on Medical Devices) ist die zentrale EU-Datenbank für Medizinprodukte. Sie sammelt Informationen zu Herstellern, Produkten, Benannten Stellen, Konformitätsbescheinigungen und Vigilanzdaten. Seit Mai 2021 ist die Befüllung schrittweise verpflichtend. EUDAMED schafft Transparenz für Behörden, Versorger und Patienten und erleichtert die Marktüberwachung. Hersteller müssen vor Markteintritt einen Unique Device Identifier (UDI) registrieren.

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard, eigens für die Branche entwickelt. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746. Software als Medizinprodukt (SaMD) muss nach IEC 62304 entwickelt sein. Cybersecurity gewinnt an Gewicht: vernetzte Geräte unterliegen IEC 81001-5-1, das BSI veröffentlicht Leitlinien für IT-Sicherheit in Medizinprodukten.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Medizintechnik