PAUL HARTMANN AG

Medizintechnik · Heidenheim

PAUL HARTMANN AG ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Heidenheim, Baden-Württemberg. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

PAUL HARTMANN AG Adresse & Kontakt

Adresse

Paul-Hartmann-Straße 12
89522 Heidenheim

Unternehmensprofil

1818

Gegründet

11.000+

Mitarbeiter

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Wer ist die Paul Hartmann AG?

Die Paul Hartmann AG zählt zu den ältesten deutschen Unternehmen der Medizin- und Pflegebranche und hat ihren Stammsitz in Heidenheim an der Brenz (Baden-Württemberg). Gegründet wurde das Unternehmen 1818 von Ludwig Hartmann in Heidenheim, zunächst zur Produktion von Baumwollgarn und -stoffen. Über die Jahrzehnte verlagerte sich der Schwerpunkt auf medizinische Verbrauchsgüter, Wundversorgungsprodukte und Inkontinenzartikel. Heute beschäftigt die Hartmann-Gruppe rund 11.000 Mitarbeitende weltweit und ist in mehr als 35 Ländern vertreten. Das Unternehmen ist an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (regulierter Markt). Produktion und Verwaltung sind weiterhin stark in Heidenheim angesiedelt.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Hartmann ist in vier strategischen Bereichen tätig: Wundmanagement, Inkontinenzmanagement, Infektionsmanagement und Sterilgut-Versorgung. Im Wundmanagement umfasst das Sortiment Verbandsstoffe, Wundauflagen (z.B. Hydrokolloid- und Schaumstoffverbände), Wundspüllösungen und Fixiermaterialien. Im Bereich Inkontinenzmanagement ist die Marke MoliCare europaweit verbreitet und wird von Betroffenen und Pflegeeinrichtungen eingesetzt. Hartmann bietet dort leichte wie auch hochabsorbierende Produkte für unterschiedliche Lebenssituationen an.

Im Bereich Infektionsprävention produziert Hartmann Desinfektionsmittel (unter der Marke Bode), Handschuhe, Schutzkittel und weitere Hygieneartikel für Kliniken, Arztpraxen und Labore. Dabei gelten die strengen Vorgaben des medizinischen Bereichs. Ferner entwickelt Hartmann steril abzudeckende Systeme und OP-Artikel für die Chirurgie. Die Nahtsysteme gehen auf Forschungs- und Entwicklungsarbeit zurück.

Regulatorische Standards & Qualitätssicherung

Hartmanns Produkte unterliegen den Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR), der EU-IVD-Verordnung sowie den Bestimmungen des deutschen Arzneimittelgesetzes (AMG). Das Unternehmen arbeitet mit Qualitätsmanagementsystemen nach ISO 13485 und verfügt über zahlreiche Zulassungen in den Märkten, in denen es tätig ist. Zudem investiert Hartmann in Forschung und Entwicklung, um die Produkte am Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse und an den geltenden Sicherheitsanforderungen auszurichten.

Geschichte & Marktposition

Hartmann gehört zu den frühen Akteuren der deutschen Medizintechnikindustrie und blickt auf über 200 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. Das Unternehmen übertrug früh industrielle Fertigungsverfahren auf medizinische Textilien und etablierte sich als Lieferant für Krankenhäuser und Apotheken. Über die Jahre hat Hartmann seine Marktstellung ausgebaut. Das Unternehmen ist Mitglied im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), der die Interessen der Branche vertritt.

Auch regional hat die Paul Hartmann AG in Baden-Württemberg Gewicht. Als einer der Hauptarbeitgeber in Heidenheim trägt das Unternehmen zur regionalen Wirtschaft und zur Fachkräftesicherung bei. Über Kooperationen mit lokalen Bildungseinrichtungen unterstützt Hartmann den Fachkräftenachwuchs im Bereich Medizintechnik.

Zur Strategie von Hartmann gehört auch der Bereich Nachhaltigkeit, der sich in der Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und Produktionsverfahren zeigt. So wird an der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks gearbeitet, ein Aspekt mit Bezug zu Klimaschutz und Ressourcenschonung.

Weitere Informationen: Medizintechnik in Baden-Württemberg oder alle Medizintechnik-Unternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu PAUL HARTMANN AG

Was macht PAUL HARTMANN AG?

PAUL HARTMANN AG ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Heidenheim. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Wo ist PAUL HARTMANN AG ansässig?

PAUL HARTMANN AG hat seinen Sitz in Heidenheim. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.

In welchem Bereich der Medizintechnik ist PAUL HARTMANN AG tätig?

PAUL HARTMANN AG ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Standort

Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche

Regionale Cluster und Hochburgen

Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland

Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen

Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED

Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA

Herausforderungen der Branche

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.

Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?

Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).

Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?

Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.

Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.

Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.

Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?

Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.

Was ist EUDAMED?

EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.

Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?

Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.

Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?

Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 23.06.2026 · Kategorie: Medizintechnik