Otto Leibinger Gmbh

Medizintechnik · Tuttlingen

Otto Leibinger Gmbh ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Tuttlingen, Baden-Württemberg. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Otto Leibinger Gmbh Adresse & Kontakt

Adresse

Griesweg 27
78570 Tuttlingen

Otto Leibinger GmbH: Profil

Die Otto Leibinger GmbH stellt neurochirurgische Implantate und Instrumente in Tuttlingen in Baden-Württemberg her. Das in den frühen 1980er Jahren gegründete Unternehmen konzentriert sich auf Entwicklung und Produktion spezialisierter medizinischer Produkte. Über die Jahre verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend auf den Bereich der Schädelchirurgie. Leibinger beliefert einen internationalen Kundenstamm und hält Patente für eigene Technologien.

Leistungen und Produkte

Das Portfolio von Leibinger umfasst mehrere Produktgruppen. Dazu zählen:

  • Titanimplantate: Für die kraniofaziale Chirurgie konzipiert, mit Fokus auf Biokompatibilität und Stabilität.
  • Craniofacial-Fixationssysteme: Ausgelegt darauf, operative Eingriffe zu unterstützen und die Patientensicherheit zu erhöhen.
  • Schädelfräsen: Für neurochirurgische Eingriffe ausgelegt, mit Fokus auf präzise Bedienbarkeit.
  • Mikrochirurgisches Instrumentarium: Spezialisierte Instrumente für Eingriffe in der Mikrochirurgie, abgestimmt auf hygienische und technologische Standards.

Die Produkte werden nach den Vorgaben der europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) entwickelt und hergestellt. Die Einhaltung dieser Normen legt die Sicherheits- und Qualitätsanforderungen für Patienten und Medizinpersonal fest.

Regulatorische Einordnung

Die Otto Leibinger GmbH unterliegt den Anforderungen der Europäischen Union für Medizinprodukte, die die Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Geräte regeln. In diesem Rahmen durchläuft jedes Produkt eine Prüf- und Zertifizierungsphase, bevor es auf den Markt kommt. Das Unternehmen nimmt zudem an Audits und Qualitätskontrollen teil, damit Prozesse und Produkte den internationalen Standards entsprechen.

Das Unternehmen arbeitet mit universitären Einrichtungen und Forschungseinrichtungen zusammen, um Entwicklungen in der Medizintechnik aufzugreifen und medizinische Trends einzubinden.

Standort Tuttlingen / Baden-Württemberg

Tuttlingen gilt als Zentrum für die Herstellung von Chirurgieinstrumenten und bietet der Otto Leibinger GmbH Zugang zu einem Netzwerk von über 400 spezialisierten Unternehmen. Dieses Cluster unterstützt die Entwicklung neuer Technologien sowie den Austausch von Wissen.

Das Unternehmen setzt auf eine enge Anbindung an lokale Zulieferer und Partner, was kurze Lieferzeiten ermöglicht. Außerdem beteiligt sich die Otto Leibinger GmbH im regionalen Gesundheitswesen und unterstützt Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen für Fachkräfte.

Hinzu kommen Beziehungen zu Universitäten in der Umgebung, etwa der Hochschule Furtwangen. Über Projekte und Praktika fördert das Unternehmen den technischen Nachwuchs, ein Aspekt für die Zukunft der Medizintechnik in Deutschland und darüber hinaus.

Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Medizintechnik Baden-Württemberg | Lohnhersteller

Häufige Fragen zu Otto Leibinger Gmbh

Was macht Otto Leibinger Gmbh?

Überblick über die Otto Leibinger GmbH Die Otto Leibinger GmbH ist ein deutsches Unternehmen, das sich auf die Herstellung von qualitativ hochwertigen chirurgischen Instrumenten u

Wo befindet sich Otto Leibinger Gmbh?

Otto Leibinger Gmbh hat seinen Sitz in Tuttlingen (Baden-Württemberg). Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.

In welchem Bereich ist Otto Leibinger Gmbh tätig?

Otto Leibinger Gmbh ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das deutsche Gesundheitswesen an.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Standort

Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche

Regionale Cluster und Hochburgen

Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland

Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen

Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED

Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA

Herausforderungen der Branche

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.

Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?

Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).

Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?

Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.

Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.

Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.

Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?

Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.

Was ist EUDAMED?

EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.

Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?

Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.

Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?

Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 23.06.2026 · Kategorie: Medizintechnik