Precisis AG

Medizintechnik · Heidelberg

Precisis AG ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Heidelberg, Baden-Württemberg. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Precisis AG Adresse & Kontakt

Telefon

Website

Adresse

Hauptstraße 73
69117 Heidelberg

Precisis AG im Überblick

Die Precisis AG hat ihren Sitz in Heidelberg und ist ein wegweisendes Unternehmen im Bereich Medizintechnik, das sich auf Neurostimulationssysteme zur Behandlung von Epilepsie spezialisiert hat. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2013 von einer Gruppe von Wissenschaftlern und Unternehmern, die das Ziel hatten, innovative Lösungen für Patienten mit schwer behandelbaren neurologischen Erkrankungen zu entwickeln. Ein zentrales Produkt dieser Innovationsanstrengungen ist das EASEE-System, das eine neue Therapiemöglichkeit für Epilepsiepatienten darstellt, die nicht ausreichend auf traditionelle medikamentöse Behandlungen reagieren. Durch die enge Zusammenarbeit mit neurologischen Universitätskliniken und Epilepsiezentren in Deutschland und Europa konnte das System in umfangreichen klinischen Studien erprobt und optimiert werden.

Leistungen und Produkte

Das Herzstück des Unternehmens bildet das EASEE (Epicranial Application of Stimulation Electrodes for Epilepsy)-System. Bei diesem neuartigen Neurostimulationssystem handelt es sich um eine besonders schonende Therapieoption, bei der die Elektroden minimalinvasiv unter der Kopfhaut im Gehirn positioniert werden. Dies ermöglicht eine kontinuierliche kortikale Stimulation zur signifikanten Reduzierung von epileptischen Anfällen bei Patienten mit pharmakoresistenter fokaler Epilepsie. Während traditionelle Behandlungsansätze wie die tiefe Hirnstimulation mit höheren invasiven Eingriffen und Risiken verbunden sind, zeichnet sich das EASEE-System durch seine geringere Invasivität und damit einhergehende Risiken aus. Die gesamte Produktlinie der Precisis AG ist gemäß der Europäischen Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) als Medizinprodukte der Klasse III zugelassen, was gemäß den strengen regulatorischen Anforderungen der EU steht und eine hohe Patientensicherheit garantiert.

Standort Heidelberg / Baden-Württemberg

Heidelberg, als eine der zentralen Universitätsstädte Deutschlands, bietet ein ideales Umfeld für Forschung und Entwicklung im Bereich der Medizintechnik. Die Stadt ist nicht nur für ihre traditionsreiche Universität bekannt, sondern auch für das Universitätsklinikum Heidelberg, welches eine der führenden neurologischen Kliniken Deutschlands ist und über umfangreiche Erfahrung in der Behandlung von Epilepsie verfügt. Diese enge Verbindung zwischen Forschung, Klinik und Industrie befördert Innovationen und trägt zur kontinuierlichen Weiterentwicklung von Therapieoptionen bei. Zudem profitiert die Precisis AG von der Innovationskraft des Bundeslandes Baden-Württemberg, das sich als einer der führenden Standorte für Medizintechnik etabliert hat. Die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kliniken stellt sicher, dass neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft direkt in die Produktentwicklung einfließen.»

Baden-Württemberg zeichnet sich nicht nur durch seine technologische Vorreiterrolle aus, sondern auch durch eine Vielzahl von Förderprogrammen und Initiativen, die darauf abzielen, Forschung und Entwicklung in der Medizintechnik zu unterstützen. Die Prävalenz von innovativen Unternehmen und Start-ups in der Region führt zu einem dynamischen Marktumfeld, das Unternehmen wie der Precisis AG wertvolle Chancen bietet, sich weiterzuentwickeln und neue Technologien auf den Markt zu bringen.

Mit ihrem klaren Fokus auf innovative Therapien hat die Precisis AG nicht nur eine bedeutende Rolle in der Medizintechnik eingenommen, sondern leistet auch einen entscheidenden Beitrag zur Behandlung von Tausenden von Menschen mit Epilepsie. Ihre Entwicklungen können helfen, die Lebensqualität von Betroffenen erheblich zu verbessern und eine neue Hoffnung zu bieten, wo herkömmliche Therapien versagen.

Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Pharmaunternehmen | Labore

Häufige Fragen zu Precisis AG

Was macht Precisis AG?

Einführung in Precisis AG Precisis AG ist ein führendes Technologieunternehmen, das sich auf die Entwicklung innovativer Softwarelösungen spezialisiert hat. Es hat seinen Sitz in

Wo befindet sich Precisis AG?

Precisis AG hat seinen Sitz in Heidelberg (Baden-Württemberg). Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.

In welchem Bereich ist Precisis AG tätig?

Precisis AG ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das deutsche Gesundheitswesen an.

Was ist die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR)?

Die MDR (Medical Device Regulation, EU 2017/745) ist seit Mai 2021 die maßgebliche Verordnung für Medizinprodukte in der EU. Sie ersetzt die frühere Richtlinie 93/42/EWG und stellt strengere Anforderungen an klinische Bewertungen, Post-Market-Surveillance und Rückverfolgbarkeit. Unternehmen wie Precisis AG müssen die MDR-Konformität für alle Produkte nachweisen.

Was bedeutet CE-Kennzeichnung bei Medizinprodukten?

Die CE-Kennzeichnung bestätigt, dass ein Medizinprodukt die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung erfüllt. Für Produkte der Risikoklassen Is, Im, Ir, IIa, IIb und III ist die Einschaltung einer Benannten Stelle (Notified Body) erforderlich, die die Konformitätsbewertung durchführt.

Welche Risikoklassen gibt es bei Medizinprodukten?

Medizinprodukte werden in vier Risikoklassen eingeteilt: Klasse I (geringes Risiko, z.B. Verbandmaterial), Klasse IIa (mittleres Risiko, z.B. Hörgeräte), Klasse IIb (erhöhtes Risiko, z.B. Infusionspumpen) und Klasse III (hohes Risiko, z.B. Herzschrittmacher). Die Klassifizierung bestimmt den Umfang der Konformitätsbewertung.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik reicht von In-vitro-Diagnostika über bildgebende Systeme und Implantate bis zu chirurgischen Instrumenten und medizinischer Software (SaMD). Geregelt ist das alles in der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Deutschland ist mit rund 36 Milliarden Euro Jahresumsatz und über 1.400 Unternehmen der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023), beschäftigt sind mehr als 150.000 Menschen. Etwa zwei Drittel der Produktion gehen in den Export. Die Cluster sitzen in Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen) und Nordrhein-Westfalen. Tuttlingen gilt weltweit als Hochburg der chirurgischen Instrumente. Im Verzeichnis: Hersteller, Händler und Zulieferer mit CE-Kennzeichen, Risikoklasse und Kontaktdaten für Einkäufer, Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Leitmarkt

Die deutsche Medizintechnikbranche gehört zu den stärksten der Welt. Mit einem Jahresumsatz von rund 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen ist Deutschland nach den USA und China der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Deutsche Unternehmen sind führend in Bereichen wie Bildgebung, Kardiologie, Orthopädie, In-vitro-Diagnostik, Dentalmedizin und medizinischer Software. Bedeutende Standorte sind Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen), Nordrhein-Westfalen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Tuttlingen gilt als weltweites Zentrum für chirurgische Instrumente.

MDR-Zulassung und CE-Kennzeichen für Medizinprodukte

Medizinprodukte, die in Deutschland und der EU in Verkehr gebracht werden, müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse (I, IIa, IIb oder III) ist eine Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle (Notified Body) erforderlich. In-vitro-Diagnostika (IVD) unterliegen zusätzlich der IVDR 2017/746. Die Marktüberwachung in Deutschland obliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hersteller müssen zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 vorhalten und in der EUDAMED-Datenbank registriert sein.

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Hersteller, Händler und Zulieferer der deutschen Medizintechnik liegen hier mit Profil, Standort und Kontakt vor. Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen suchen gezielt: Welcher Anbieter führt eine bestimmte Produktkategorie? Welcher Partner sitzt in der eigenen Region? Jeder Eintrag enthält Adresse, Telefon, Website und Ansprechpartner.

Innovationsfelder und Zukunftstechnologien

Die deutsche Medizintechnikbranche treibt zahlreiche Zukunftsfelder voran. KI-gestützte Diagnostik und Bildauswertung revolutionieren die Radiologie und Pathologie; Algorithmen zur Früherkennung von Krebs und Herzerkrankungen erhalten zunehmend CE-Zulassungen als Software as a Medical Device (SaMD). Robotergestützte Chirurgiesysteme, allen voran Systeme von Siemens Healthineers, Brainlab und Karl Storz, verbessern die Präzision bei komplexen Eingriffen. Minimalinvasive Technologien, implantierbare Herzschrittmacher und intelligente Prothesen mit sensorischer Rückkopplung zeigen die Bandbreite der Innovation. Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht Schnelltests direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett. Telemedizin und digitale Patientenakte fördern die Vernetzung zwischen Medizinprodukt und klinischem Workflow. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte durch Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen.

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Instrumenten, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Deutschland ist einer der führenden Standorte weltweit.

Wie werden Medizintechnikprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist die Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten. EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind alle deutschen Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Was unterscheidet Klasse I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I, niedriges Risiko: Pflaster, Brillenrahmen, oft genügt die Selbsterklärung des Herstellers. Klasse IIa: Hörgeräte, Ultraschallgeräte, eine Benannte Stelle muss beteiligt werden. Klasse IIb: Defibrillatoren, Beatmungsgeräte, mit strengerer Prüfung. Klasse III, höchstes Risiko: Herzklappen, aktive Implantate, vollständige Prüfung der technischen und klinischen Dokumentation durch die Benannte Stelle.

Was ist EUDAMED und warum ist die Datenbank wichtig?

EUDAMED (European Database on Medical Devices) ist die zentrale EU-Datenbank für Medizinprodukte. Sie sammelt Informationen zu Herstellern, Produkten, Benannten Stellen, Konformitätsbescheinigungen und Vigilanzdaten. Seit Mai 2021 ist die Befüllung schrittweise verpflichtend. EUDAMED schafft Transparenz für Behörden, Versorger und Patienten und erleichtert die Marktüberwachung. Hersteller müssen vor Markteintritt einen Unique Device Identifier (UDI) registrieren.

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard, eigens für die Branche entwickelt. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746. Software als Medizinprodukt (SaMD) muss nach IEC 62304 entwickelt sein. Cybersecurity gewinnt an Gewicht: vernetzte Geräte unterliegen IEC 81001-5-1, das BSI veröffentlicht Leitlinien für IT-Sicherheit in Medizinprodukten.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Medizintechnik