Precisis AG im Überblick
Die Precisis AG hat ihren Sitz in Heidelberg und ist ein wegweisendes Unternehmen im Bereich Medizintechnik, das sich auf Neurostimulationssysteme zur Behandlung von Epilepsie spezialisiert hat. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2013 von einer Gruppe von Wissenschaftlern und Unternehmern, die das Ziel hatten, innovative Lösungen für Patienten mit schwer behandelbaren neurologischen Erkrankungen zu entwickeln. Ein zentrales Produkt dieser Innovationsanstrengungen ist das EASEE-System, das eine neue Therapiemöglichkeit für Epilepsiepatienten darstellt, die nicht ausreichend auf traditionelle medikamentöse Behandlungen reagieren. Durch die enge Zusammenarbeit mit neurologischen Universitätskliniken und Epilepsiezentren in Deutschland und Europa konnte das System in umfangreichen klinischen Studien erprobt und optimiert werden.
Leistungen und Produkte
Das Herzstück des Unternehmens bildet das EASEE (Epicranial Application of Stimulation Electrodes for Epilepsy)-System. Bei diesem neuartigen Neurostimulationssystem handelt es sich um eine besonders schonende Therapieoption, bei der die Elektroden minimalinvasiv unter der Kopfhaut im Gehirn positioniert werden. Dies ermöglicht eine kontinuierliche kortikale Stimulation zur signifikanten Reduzierung von epileptischen Anfällen bei Patienten mit pharmakoresistenter fokaler Epilepsie. Während traditionelle Behandlungsansätze wie die tiefe Hirnstimulation mit höheren invasiven Eingriffen und Risiken verbunden sind, zeichnet sich das EASEE-System durch seine geringere Invasivität und damit einhergehende Risiken aus. Die gesamte Produktlinie der Precisis AG ist gemäß der Europäischen Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) als Medizinprodukte der Klasse III zugelassen, was gemäß den strengen regulatorischen Anforderungen der EU steht und eine hohe Patientensicherheit garantiert.
Standort Heidelberg / Baden-Württemberg
Heidelberg, als eine der zentralen Universitätsstädte Deutschlands, bietet ein ideales Umfeld für Forschung und Entwicklung im Bereich der Medizintechnik. Die Stadt ist nicht nur für ihre traditionsreiche Universität bekannt, sondern auch für das Universitätsklinikum Heidelberg, welches eine der führenden neurologischen Kliniken Deutschlands ist und über umfangreiche Erfahrung in der Behandlung von Epilepsie verfügt. Diese enge Verbindung zwischen Forschung, Klinik und Industrie befördert Innovationen und trägt zur kontinuierlichen Weiterentwicklung von Therapieoptionen bei. Zudem profitiert die Precisis AG von der Innovationskraft des Bundeslandes Baden-Württemberg, das sich als einer der führenden Standorte für Medizintechnik etabliert hat. Die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kliniken stellt sicher, dass neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft direkt in die Produktentwicklung einfließen.»
Baden-Württemberg zeichnet sich nicht nur durch seine technologische Vorreiterrolle aus, sondern auch durch eine Vielzahl von Förderprogrammen und Initiativen, die darauf abzielen, Forschung und Entwicklung in der Medizintechnik zu unterstützen. Die Prävalenz von innovativen Unternehmen und Start-ups in der Region führt zu einem dynamischen Marktumfeld, das Unternehmen wie der Precisis AG wertvolle Chancen bietet, sich weiterzuentwickeln und neue Technologien auf den Markt zu bringen.
Mit ihrem klaren Fokus auf innovative Therapien hat die Precisis AG nicht nur eine bedeutende Rolle in der Medizintechnik eingenommen, sondern leistet auch einen entscheidenden Beitrag zur Behandlung von Tausenden von Menschen mit Epilepsie. Ihre Entwicklungen können helfen, die Lebensqualität von Betroffenen erheblich zu verbessern und eine neue Hoffnung zu bieten, wo herkömmliche Therapien versagen.
Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Pharmaunternehmen | Labore
Häufige Fragen zu Precisis AG
Was macht Precisis AG?
Einführung in Precisis AG Precisis AG ist ein führendes Technologieunternehmen, das sich auf die Entwicklung innovativer Softwarelösungen spezialisiert hat. Es hat seinen Sitz in
Wo befindet sich Precisis AG?
Precisis AG hat seinen Sitz in Heidelberg (Baden-Württemberg). Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.
In welchem Bereich ist Precisis AG tätig?
Precisis AG ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das deutsche Gesundheitswesen an.
Was ist die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR)?
Die MDR (Medical Device Regulation, EU 2017/745) ist seit Mai 2021 die maßgebliche Verordnung für Medizinprodukte in der EU. Sie ersetzt die frühere Richtlinie 93/42/EWG und stellt strengere Anforderungen an klinische Bewertungen, Post-Market-Surveillance und Rückverfolgbarkeit. Unternehmen wie Precisis AG müssen die MDR-Konformität für alle Produkte nachweisen.
Was bedeutet CE-Kennzeichnung bei Medizinprodukten?
Die CE-Kennzeichnung bestätigt, dass ein Medizinprodukt die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung erfüllt. Für Produkte der Risikoklassen Is, Im, Ir, IIa, IIb und III ist die Einschaltung einer Benannten Stelle (Notified Body) erforderlich, die die Konformitätsbewertung durchführt.
Welche Risikoklassen gibt es bei Medizinprodukten?
Medizinprodukte werden in vier Risikoklassen eingeteilt: Klasse I (geringes Risiko, z.B. Verbandmaterial), Klasse IIa (mittleres Risiko, z.B. Hörgeräte), Klasse IIb (erhöhtes Risiko, z.B. Infusionspumpen) und Klasse III (hohes Risiko, z.B. Herzschrittmacher). Die Klassifizierung bestimmt den Umfang der Konformitätsbewertung.
Weitere Medizintechnik in Heidelberg
Medizintechnik in Deutschland
Verwandte Bereiche im Gesundheitswesen
Medizintechnik nach Standort
Über Medizintechnik
Medizintechnikunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Medizinprodukte im Sinne der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 – von In-vitro-Diagnostika und bildgebenden Systemen über Implantate und chirurgische Instrumente bis zu medizinischer Software (SaMD). Deutschland ist mit einem Jahresumsatz von ca. 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der deutschen Medizintechnikbranche beschäftigt; rund zwei Drittel aller Produkte gehen in den Export. Bedeutende Cluster befinden sich in Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen) und Nordrhein-Westfalen. Tuttlingen gilt weltweit als Zentrum für chirurgische Instrumente. Hersteller, Händler und Zulieferer aus der gesamten deutschen Medizintechnikbranche sind hier mit CE-Kennzeichen, Risikoklasse und vollständigen Kontaktdaten für Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen erfasst.
Deutschland als Medizintechnik-Leitmarkt
Die deutsche Medizintechnikbranche gehört zu den stärksten der Welt. Mit einem Jahresumsatz von rund 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen ist Deutschland nach den USA und China der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Deutsche Unternehmen sind führend in Bereichen wie Bildgebung, Kardiologie, Orthopädie, In-vitro-Diagnostik, Dentalmedizin und medizinischer Software. Bedeutende Standorte sind Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen), Nordrhein-Westfalen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Tuttlingen gilt als weltweites Zentrum für chirurgische Instrumente.
MDR-Zulassung und CE-Kennzeichen für Medizinprodukte
Medizinprodukte, die in Deutschland und der EU in Verkehr gebracht werden, müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse (I, IIa, IIb oder III) ist eine Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle (Notified Body) erforderlich. In-vitro-Diagnostika (IVD) unterliegen zusätzlich der IVDR 2017/746. Die Marktüberwachung in Deutschland obliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hersteller müssen zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 vorhalten und in der EUDAMED-Datenbank registriert sein.
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Sanoliste erfasst Hersteller, Händler und Zulieferer aus der gesamten deutschen Medizintechnikbranche. Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen können gezielt suchen: Welche Unternehmen bieten CE-zertifizierte Produkte in einer bestimmten Kategorie an? Wo ist der nächste Medizintechnikpartner in meiner Region? Alle Einträge enthalten Adresse, Telefonnummer, Website und Ansprechpartner.
Innovationsfelder und Zukunftstechnologien
Die deutsche Medizintechnikbranche treibt zahlreiche Zukunftsfelder voran. KI-gestützte Diagnostik und Bildauswertung revolutionieren die Radiologie und Pathologie; Algorithmen zur Früherkennung von Krebs und Herzerkrankungen erhalten zunehmend CE-Zulassungen als Software as a Medical Device (SaMD). Robotergestützte Chirurgiesysteme – allen voran Systeme von Siemens Healthineers, Brainlab und Karl Storz – verbessern die Präzision bei komplexen Eingriffen. Minimalinvasive Technologien, implantierbare Herzschrittmacher und intelligente Prothesen mit sensorischer Rückkopplung zeigen die Bandbreite der Innovation. Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht Schnelltests direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett. Telemedizin und digitale Patientenakte fördern die Vernetzung zwischen Medizinprodukt und klinischem Workflow. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte durch Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen.
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Die Medizintechnik umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von medizinischen Geräten, Instrumenten, Software und Zubehör, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden. Deutschland ist einer der führenden Medizintechnik-Standorte weltweit.
Wie werden Medizintechnikprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte in Deutschland und der EU müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) erfüllen und mit dem CE-Kennzeichen versehen sein. Je nach Risikoklasse sind Konformitätsbewertungen durch benannte Stellen erforderlich.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Medizintechnikunternehmen sind über Branchenverbände wie SPECTARIS oder BVMed recherchierbar. Viele Unternehmen sind zudem in der EUDAMED-Datenbank der EU registriert. Auf Sanoliste finden Sie alle deutschen Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt mit vollständigen Kontaktdaten.
Was ist der Unterschied zwischen Klasse I, IIa, IIb und III bei Medizinprodukten?
Die Risikoklasse eines Medizinprodukts bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (niedriges Risiko): z. B. Pflaster, Brillenrahmen – oft Selbsterklärung des Herstellers ausreichend. Klasse IIa: z. B. Hörgeräte, Ultraschallgeräte – Beteiligung einer benannten Stelle erforderlich. Klasse IIb: z. B. Defibrillatoren, Beatmungsgeräte – strengere Prüfung durch benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko): z. B. Herzklappen, aktive Implantate – vollständige Prüfung der technischen und klinischen Dokumentation durch die benannte Stelle.
Was ist EUDAMED und warum ist die Datenbank wichtig?
EUDAMED (European Database on Medical Devices) ist die zentrale EU-Datenbank für Medizinprodukte. Sie enthält Informationen zu Herstellern, Produkten, Benannten Stellen, Konformitätsbescheinigungen und Vigilanzdaten. Die schrittweise Befüllung durch Hersteller ist seit Mai 2021 verpflichtend. EUDAMED verbessert die Transparenz für Behörden, Gesundheitsdienstleister und Patienten und erleichtert die Marktüberwachung. Hersteller, die ihre Produkte in der EU vermarkten, müssen als erstes Schritt einen eindeutigen Gerätekenncode (UDI – Unique Device Identifier) in der Datenbank registrieren.
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 sollten Medizintechnikunternehmen ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 implementieren, das speziell für die Medizinproduktebranche entwickelt wurde. Für IVD-Produkte gilt zusätzlich die IVDR 2017/746. Softwareprodukte (SaMD) müssen nach IEC 62304 entwickelt sein. Cybersecurity-Anforderungen gemäß IEC 81001-5-1 gewinnen zunehmend an Bedeutung, da vernetzte Medizinprodukte Hackingrisiken ausgesetzt sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt Leitlinien für IT-Sicherheit in Medizinprodukten bereit.