B. Braun Melsungen AG Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1839
Gegründet
65.000+
Mitarbeiter
B. Braun Melsungen AG im Überblick
B. Braun Melsungen AG ist ein deutsches Familienunternehmen mit langer Tradition im Bereich Medizintechnik, Pharmazeutika und Medizinprodukte. Das Unternehmen wurde 1839 von Julius Wilhelm Braun in Melsungen (Hessen) als Apotheke gegründet. Über Generationen hinweg wuchs B. Braun zu einem der weltweit führenden Medizintechnik-Unternehmen heran. Heute beschäftigt der Konzern rund 65.000 Mitarbeitende weltweit und ist in mehr als 60 Ländern aktiv. Der Hauptsitz liegt nach wie vor in Melsungen (Schwalm-Eder-Kreis), wo auch die größten deutschen Produktionsanlagen betrieben werden. B. Braun bleibt vollständig in Familienbesitz der Familie Braun.
Die lange Historie und das Engagement für medizinische Innovationen ermöglichen es B. Braun, nicht nur ein beachtlicher Arbeitgeber in der Region zu sein, sondern auch ein wesentlicher Akteur in den globalen Märkten für Medizintechnik und Arzneimittel. Mit einem Fokus auf Forschung und Entwicklung spielt das Unternehmen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung erfolgreicher Behandlungsansätze und verbessert dadurch die Lebensqualität von Patienten weltweit.
Tätigkeitsfeld & Produkte
B. Braun ist in vier Kernsparten tätig: Krankenhaus-Produkte (Hospital Care), Medikamente & Lösungen für die Intensivmedizin (Out Patient Market), Chirurgie (Surgical Instruments) sowie Dialyse (Avitum). Das Produktportfolio umfasst u.a. Infusionslösungen, Blutdruckmessgeräte, chirurgische Instrumente und Nähte, Katheter, Spritzen und Kanülen, Wundversorgungsprodukte sowie Dialysegeräte und -zubehör.
Im Bereich Pharmaka produziert B. Braun Infusionslösungen, Ernährungslösungen (parenterale Ernährung) und Anästhetika, die in Krankenhäusern weltweit eingesetzt werden. Der Tochterunternehmen B. Braun Avitum ist ein bedeutender Anbieter von Dialyseprodukten und betreibt eigene Dialysezentren. Darüber hinaus ist B. Braun aktiv in der Entwicklung innovativer Produkte für die minimalinvasive Chirurgie und die Wundversorgung, was die Produktpalette kontinuierlich erweitert und an die Bedürfnisse der Gesundheitsbranche anpasst.
Das Unternehmen investiert erheblich in Forschung und Entwicklung, um den Fortschritt in der Medizinindustrie aktiv mitzugestalten. Mit einem Jahresumsatz von über 7 Milliarden Euro zählt B. Braun zu den umsatzstärksten Unternehmen in der Branche. Das Unternehmen hat sich zudem einen Namen in der Entwicklung nachhaltiger Medizinprodukte gemacht, die sowohl den aktuellen Umweltschutzvorgaben als auch den Anforderungen im Gesundheitswesen gerecht werden.
Standort Melsungen & Regulierung
Das Werksgelände in Melsungen ist eines der größten Produktionskomplexe der Medizintechnikbranche in Deutschland. Hier werden nicht nur Produkte für den deutschen Markt, sondern auch für internationale Märkte hergestellt. B. Braun betreibt zudem ein umfangreiches Berufsbildungs- und Weiterbildungsprogramm für Fachkräfte, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter stets über aktuelle Kenntnisse in ihrem Berufsbereich verfügen.
Alle medizintechnischen Produkte und Arzneimittel unterliegen in Deutschland der Regulierung durch das BfArM, die Bundesnetzagentur und weitere zuständige Behörden sowie der EU-MDR (Medical Device Regulation). Die strengen Vorschriften gewährleisten die Sicherheit und Wirksamkeit der Produkte, die den höchsten Qualitätsstandards genügen. B. Braun ist Mitglied im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) und engagiert sich aktiv in der Aufklärung und Informationsverbreitung bezüglich des Einsatzes und der Vorteile ihrer Technologien in der medizinischen Versorgung.
Der Standort Melsungen spielt nicht nur auf nationaler Ebene eine bedeutende Rolle, sondern auch international, da hier Produkte entwickelt werden, die das Potenzial haben, die Gesundheitsversorgung in vielen Ländern zu verbessern. Das Unternehmen steht auch für soziale Verantwortung und fördert lokale Bildungsinitiativen und Umweltprojekte, die die Lebensqualität der Gemeinschaft in der Region Schwalm-Eder-Kreis weiter stärken.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Hessen oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu B. Braun Melsungen AG
Was macht B. Braun Melsungen AG?
B. Braun ist ein weltweit führendes Unternehmen in Medizintechnologie und Pharma. Das Sortiment umfasst Infusionstherapie, chirurgische Instrumente, Wundmanagement, Ernährungstherapie, Zahnmedizin und Neurochirurgie.
Wo hat B. Braun seinen Hauptsitz?
B. Braun Melsungen AG hat seinen Hauptsitz in Melsungen, Hessen. Das Familienunternehmen ist global in über 60 Ländern mit mehr als 64.000 Mitarbeitern tätig.
Welche Therapiebereiche deckt B. Braun ab?
B. Braun deckt Infusionstherapie, klinische Ernährung, Wundmanagement, Stoma, Neurochirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Zahnmedizin und ambulante Versorgung (HomeCare) ab.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel. Wer in Deutschland tätig sein will, braucht eine Zulassung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten arbeiten hierzulande (vfa 2023). 2023 lag der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie bei mehr als 55 Milliarden Euro, jedes Jahr fließen rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den größten deutschen Häusern zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal; die regionalen Cluster sitzen in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller von Rx-Präparaten, Generika, OTC-Produkten und Biosimilars, vom Weltkonzern bis zum spezialisierten Mittelständler. Jeder Eintrag mit Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.
Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.
Pharmaunternehmen gezielt finden
Im Verzeichnis stehen Pharmaunternehmen mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort in Deutschland. Apotheken, Krankenhauseinkauf und Forschungseinrichtungen filtern nach Bundesland und Stadt; jeder Eintrag zeigt Adresse, Telefon, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Wer einen Hersteller einer bestimmten Arzneimittelklasse oder Region sucht, ist hier in wenigen Klicks am Ziel.
Arzneimittelklassen und Produktsegmente
Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie tragen die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zu Markteinführung und Vertrieb. In Deutschland steht die Aufsicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?
Wer in Deutschland Arzneimittel herstellt, braucht eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG. Jedes vermarktete Arzneimittel benötigt eine Zulassung beim BfArM oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Regelmäßige GMP-Inspektionen sichern die Qualität.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Viele Pharmaunternehmen führen Kontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert, mit Adresse, Telefon und Website.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Das Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs. Solange der Patentschutz läuft, hat der Hersteller exklusive Vermarktungsrechte. Nach Patentablauf dürfen andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika anbieten, in der Regel deutlich günstiger. Das Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird. Sicherheit und Wirksamkeit muss das Biosimilar in eigenen klinischen Studien belegen.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
GMP-Inspektionen führen die Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer und die EMA durch. Geprüft werden Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Mängel werden in Deficiency Letters festgehalten. Critical Findings können bis zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. Die ausgestellten GMP-Zertifikate sind in der EudraGMDP-Datenbank der EMA öffentlich einsehbar.
Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Bayern liegt vorn, mit Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen kommt mit Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und einer dichten Biotech-Szene im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einem starken Zulieferernetz.