Grünenthal GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1946
Gegründet
4.600+
Mitarbeiter
Spezialisierungen
Schmerztherapie, Neurologie, Muskelerkrankungen (DMD)
Grünenthal GmbH – Pharmaunternehmen mit Sitz in Aachen
Die Grünenthal GmbH ist ein familiengeführtes Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Aachen, Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen erzielte einen Jahresumsatz von über 1,5 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 4.600 Mitarbeitende weltweit. Grünenthal konzentriert sich auf Schmerztherapie und Osteoporose und entwickelt Arzneimittel in diesen Indikationen.
Tätigkeitsfeld und Produkte
Das Unternehmen hat Schwerpunkte in der Schmerztherapie. Zu seinen Produkten gehören Palexia (Tapentadol, ein Opioid-Analgetikum), Zaldiar (eine Kombination aus Tramadol und Paracetamol), Versatis (Lidocain-Pflaster zur Schmerzlinderung) und Transtec (Buprenorphin-Pflaster). Im Bereich Osteoporose vermarktet Grünenthal Strontiumranelat-Präparate, die zur Stärkung der Knochensubstanz eingesetzt werden.
Forschungszentren in Aachen, Wien und Mailand arbeiten an neuen Arzneimitteln und Therapien. Grünenthal entwickelt Therapieformen, die symptomatisch wirken und an den Ursachen von Schmerzen ansetzen. Das Portfolio umfasst auch Produkte zur Behandlung von Neuropathie und chronischen Schmerzerkrankungen.
Regulatorische Einordnung
Als Pharmaunternehmen unterliegt Grünenthal strengen regulatorischen Vorgaben auf nationaler und internationaler Ebene. In Deutschland wird das Unternehmen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) reguliert, in anderen Ländern von den jeweiligen nationalen Gesundheitsbehörden. Der Entwicklungsprozess von Arzneimitteln ist intensiven Kontrollen und Prüfungen unterworfen, um Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten.
Grünenthal investiert in die Einhaltung von Qualitätsstandards in allen Phasen der Produktentwicklung und -vermarktung. Diese regulatorischen Rahmenbedingungen schaffen die Grundlage für das Vertrauen von Ärzten, Apothekern und Patienten sowie für langfristige Geschäftsbeziehungen.
Geschichte und Thalidomid
Grünenthal wurde 1946 gegründet. Das Unternehmen ist historisch mit der Einführung von Thalidomid (Contergan) in den 1950er-Jahren verbunden, das schwere Missbildungen bei Neugeborenen verursachte. Diese Tragödie führte zu grundlegenden Reformen in der Arzneimittelzulassung weltweit. Heute orientiert sich Grünenthal an patientensicheren Lösungen und Arzneimittelsicherheit.
Das Unternehmen investiert in Forschung und Entwicklung mit dem Ziel, die Lebensqualität von Patienten mit chronischen Schmerzen zu verbessern. Grünenthal engagiert sich in der Gesundheitsforschung und in der Aufklärung über Schmerztherapien.
Regionale Bedeutung
Mit seinem Sitz in Aachen trägt Grünenthal zur regionalen Wirtschaft und zum Gesundheitssektor in Nordrhein-Westfalen bei. Das Unternehmen kooperiert mit lokalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen zum Austausch von Wissen und Technologien. Es bietet Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in der Region.
Grünenthal hat Nachhaltigkeits- und Sozialverantwortung in die Unternehmenskultur integriert. Dies umfasst Maßnahmen zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks und zur Förderung von Diversität in der Belegschaft.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Nordrhein-Westfalen oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Grünenthal GmbH
Was macht Grünenthal GmbH?
Grünenthal GmbH hat ihren Schwerpunkt in der Erforschung und Entwicklung für neue Lösungen in der Schmerztherapie. Sie bietet nicht nur Schmerzmittel, sondern erforscht und entwickelt auch technische Lösungen. Zusammen mit anderen Partnern erarbeitet sie u.a. therapeutische Programme für die Behandlung von Migräne und der Fibromyalgie.
Weitere Pharmaunternehmen in Aachen
Pharmaunternehmen in Deutschland
Verwandte Bereiche im Gesundheitswesen
Pharmaunternehmen nach Standort
Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente
Regionale Cluster und Pharmastandorte
Führende Pharmaunternehmen in Deutschland
Zulassung und regulatorischer Rahmen
Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung
Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie
Herausforderungen der Branche
Pharmaunternehmen gezielt finden
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.
Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?
Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).
Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?
In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.
Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?
Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.
Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?
Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.
Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?
Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.
Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?
Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.
Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.