Sanacorp Pharmahandel GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
3.000+
Mitarbeiter
Sanacorp Pharmahandel GmbH im Überblick
Die Sanacorp Pharmahandel GmbH wurde im Jahr 1972 gegründet und hat sich seitdem zu einer der traditionsreichsten pharmazeutischen Großhandelskooperativen in Deutschland entwickelt. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Planegg bei München, Bayern, das von einer malerischen und industriehistorisch geprägten Kulisse umgeben ist. Sanacorp wurde ursprünglich als genossenschaftlich strukturierter Apothekengroßhandel ins Leben gerufen, um den Bedarf der niedergelassenen Apotheken an Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zeitgerecht zu decken. Mit einer Mitgliedschaft von über 1.600 Apotheken ist Sanacorp nicht nur ein verlässlicher Partner für die Apotheken, sondern auch eine der vier großen Akteure im deutschen Pharmagroßhandel. Das Unternehmen beliefert täglich tausende von Apotheken, besonders in Süddeutschland, und spielt damit eine entscheidende Rolle in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Aktuell beschäftigt der Sanacorp-Konzern rund 3.000 Mitarbeitende, welche sich durch ihre Expertise und kundenorientierte Denkweise auszeichnen.
Tätigkeitsfeld & Leistungen
Sanacorp bietet einen umfassenden Service als Vollsortiments-Großhändler. Das Sortiment umfasst Arzneimittel, rezeptfreie OTC-Produkte, Medizinprodukte sowie Artikel des Apothekenbedarfs. Die täglichen Belieferungstouren sind so organisiert, dass Apotheken innerhalb kürzester Zeit ihre Bestellungen erhalten, was die pharmazeutische Versorgung der Bevölkerung optimiert. Neben der reinen Logistik legt Sanacorp großen Wert auf Mehrwertleistungen. Das Unternehmen stellt beispielsweise EDV-unterstützte Bestellsysteme zur Verfügung, die eine effiziente und fehlerfreie Bestellung ermöglichen. Zudem bietet Sanacorp individuelle Beratungen für Apothekeninhaber an, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und das Marketing der Apotheken zu steigern. In Zusammenarbeit mit Alliance Healthcare, einem Teil der Walgreens Boots Alliance, profitiert Sanacorp zudem von internationalen Einkaufsvorteilen, die direkt an die Mitgliedsapotheken weitergegeben werden, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt wird.
Regulierung & Versorgungssicherheit
Sanacorp ist nicht nur ein leistungsstarker Großhändler, sondern auch streng reguliert. Das Unternehmen besitzt eine Lizenz gemäß § 52a des Arzneimittelgesetzes (AMG) und ist GDP-zertifiziert (Good Distribution Practice). Diese Zertifizierungen sind Ausdruck der hohen Qualität und Sicherheit in der Arzneimittelverteilung. In Zeiten erhöhter Nachfrage oder plötzlicher Lieferengpässe nimmt Sanacorp eine Schlüsselrolle im deutschen Arzneimittelversorgungsnetzwerk ein und gewährleistet, dass Apotheken auch in Krisensituationen zuverlässig beliefert werden. Sanacorp ist Mitglied im Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (PHAGRO), was die Zusammenarbeit im Branchenverband unterstreicht und der ständigen Optimierung der Versorgungssicherheit dient.
Bedeutung für die Region
Sanacorp hat nicht nur einen wirtschaftlichen Einfluss auf die Region Planegg und darüber hinaus, sondern trägt auch zur gesellschaftlichen Verantwortung bei, indem es die gesundheitliche Versorgung vor Ort sichergestellt. Durch zahlreiche Initiativen zur Gesundheitsförderung und Aufklärung erzielt Sanacorp einen hohen sozialen Mehrwert. Dies passiert in Form von Schulungsveranstaltungen und Gesundheitskampagnen, die in Zusammenarbeit mit Apotheken durchgeführt werden. Darüber hinaus fördert das Unternehmen gezielt die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeitenden. So wird sichergestellt, dass die Fachkräfte stets auf dem neuesten Stand der Entwicklungen im Gesundheitswesen sind und Ihre Expertise im Dienst der Apotheken und somit der Patienten einsetzen können.
Weitere Informationen: Pharmagrosshandel in Bayern oder alle Pharmagrosshandel-Unternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
Häufige Fragen zu Sanacorp Pharmahandel GmbH
Was ist Sanacorp Pharmahandel GmbH?
Sanacorp ist eine Apothekergenossenschaft mit Sitz in Planegg bei München. Das 1924 gegründete Unternehmen beliefert rund 8.000 Apotheken bundesweit mehrmals täglich mit Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten.
Wie viele Niederlassungen hat Sanacorp in Deutschland?
Sanacorp betreibt 19 Niederlassungen in ganz Deutschland und beschäftigt über 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen sichert damit die flächendeckende Arzneimittelversorgung der angeschlossenen Apotheken.
Was ist das Kooperationsprogramm mea® von Sanacorp?
mea® ist die Apothekenkooperation von Sanacorp und bietet angeschlossenen Apotheken umfassende Online- und Offline-Marketingleistungen, Fortbildungen, Sortimentsberatung sowie Unterstützung bei der digitalen Transformation.
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Über Pharmagrosshandel
Der Pharmagrosshandel verbindet Hersteller mit Apotheken und Krankenhäusern. In Deutschland ist die Tätigkeit nach § 52a AMG erlaubnispflichtig. Wer eine Großhandelserlaubnis bekommen will, muss die EU-Leitlinien für Gute Vertriebspraxis (GDP) erfüllen: temperaturkontrollierte Lagerung, lückenlose Rückverfolgbarkeit, qualifiziertes Personal. Die flächendeckende Versorgung der 18.000 Apotheken und Tausender Krankenhäuser sichern rund 15 Vollsortimenter, darunter NOWEDA, Sanacorp, Phoenix und Alliance Healthcare. Über 100 Spezialgroßhändler decken Nischen ab: Importarzneimittel, Betäubungsmittel, Kühlkette, Biologika. Im Verzeichnis: alle Pharmagroßhändler mit Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG, Kontaktdaten und Spezialisierung für die zielgenaue Lieferantensuche.
Der pharmazeutische Großhandel in Deutschland
Der pharmazeutische Großhandel (Pharmagrosshandel) ist das zentrale Bindeglied der Arzneimittelversorgungskette in Deutschland. Rund 15 Vollsortimenter und über 100 spezialisierte Großhändler beliefern täglich mehr als 18.000 Apotheken, Krankenhäuser, Ärzte und andere zugelassene Abnehmer. Der Vollsortimenter NOWEDA, Sanacorp, Phoenix Pharmahandel und Alliance Healthcare gehören zu den größten Akteuren. Der gesamte pharmazeutische Großhandel in Deutschland ist erlaubnispflichtig nach § 52a AMG und muss die EU-Leitlinien für die Gute Vertriebspraxis (GDP) einhalten, die u. a. temperaturkontrollierte Lagerung, Rückverfolgbarkeit und Qualitätssysteme vorschreiben.
Anforderungen und Zulassung nach § 52a AMG und GDP
Ein pharmazeutischer Großhändler in Deutschland benötigt eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG, die von der zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörde des jeweiligen Bundeslandes erteilt wird. Voraussetzungen sind geeignete und GDP-konforme Lagerräume (inkl. Kühlkette für temperaturempfindliche Produkte), ein verantwortlicher Leiter mit pharmazeutischer Qualifikation sowie ein dokumentiertes Qualitätssystem. Spezialgroßhändler für Betäubungsmittel, Importarzneimittel oder Kühlkettenprodukte benötigen zusätzliche Genehmigungen. Regelmäßige GDP-Inspektionen sichern die Einhaltung aller Anforderungen.
Pharmagroßhändler für Ihre Beschaffung
Apotheken, Krankenhausapotheken und Arztpraxen finden hier alle in Deutschland zugelassenen Pharmagroßhändler nach § 52a AMG. Spezialgroßhändler für Importarzneimittel, Biologika, Kühlkettenprodukte oder Betäubungsmittel sind separat ausgewiesen. Direkter Kontakt für Anfrage, Belieferungsabkommen oder Notfallbeschaffung in jedem Eintrag.
Sicherheit der Arzneimittellieferkette und Fälschungsschutz
Die Integrität der Arzneimittellieferkette ist eine zentrale Aufgabe des pharmazeutischen Großhandels. Seit Februar 2019 ist in der EU die Arzneimittel-Fälschungsschutzrichtlinie (FMD, Falsified Medicines Directive) vollständig in Kraft: Jede verschreibungspflichtige Arzneimittelpackung trägt einen individuellen 2D-Datamatrix-Code, der beim Großhändler und beim Endabnehmer gescannt und in der nationalen Verifizierungsdatenbank (in Deutschland: securPharm) verifiziert wird. Temperaturkritische Produkte, Biologika, Insuline, Impfstoffe, erfordern durchgängige Kühlkette (2–8 °C oder tiefgekühlt), die der Großhandel mit validierten Kühllagern, Kühltransporten und Temperaturmonitoring sicherstellt. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) mit strengen Dokumentationspflichten. Rückrufmanagement und Chargenrückverfolgung nach GDP-Leitlinien sind obligatorisch. Sanoliste weist ausgewiesene Spezialgroßhändler für Kühlkette, Betäubungsmittel und Importarzneimittel gesondert aus.
Was macht ein Pharmagrosshandel?
Der Pharmagrosshandel beschafft, lagert und verteilt Arzneimittel an Apotheken, Krankenhäuser und andere zugelassene Abnehmer. Die Tätigkeit ist in Deutschland nach § 52a AMG erlaubnispflichtig.
Welche Erlaubnis braucht ein pharmazeutischer Großhandel?
Vorgeschrieben ist die Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG. Voraussetzungen sind unter anderem geeignete Betriebsräume, ein verantwortlicher Leiter mit entsprechender Qualifikation und die Einhaltung der EU-Leitlinien für Gute Vertriebspraxis (GDP).
Wie finde ich einen zugelassenen Pharmagroßhändler?
Zugelassene Großhändler sind bei der Arzneimittelüberwachungsbehörde ihres Bundeslandes registriert. Auf Sanoliste finden Sie alle Großhändler mit Erlaubnis nach § 52a AMG, inklusive Spezialisierungen wie Kühlkettenprodukte, Betäubungsmittel oder Importarzneimittel.
Vollsortimenter oder Spezialgroßhändler?
Vollsortimenter führen das komplette Sortiment der am deutschen Markt erhältlichen Arzneimittel und beliefern Apotheken in der Regel innerhalb von zwei bis vier Stunden, auch nachts. Bundesweit aktive Vollsortimenter sind NOWEDA, Sanacorp, Phoenix und Alliance Healthcare. Spezialgroßhändler konzentrieren sich auf Segmente: Importarzneimittel (Parallelimporte), Kühlkettenprodukte (Biologika, Impfstoffe), Betäubungsmittel oder Zytostatika.
Was bedeutet Parallelimport bei Arzneimitteln?
Beim Parallelimport werden Arzneimittel aus einem EU-Mitgliedstaat, in dem sie günstiger angeboten werden, in ein anderes EU-Land reimportiert. In Deutschland fördert das Wirtschaftlichkeitsgebot nach § 129 SGB V Parallelimporte: Apotheken sind unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, preisgünstigere Reimporte abzugeben. Parallelimporteure brauchen eine Einfuhrgenehmigung und eine Großhandelserlaubnis. Die Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen sind identisch mit denen direkt vertriebener Produkte.
Wie wichtig ist die Kühlkette im Pharmagrosshandel?
Sehr. Temperaturempfindliche Arzneimittel wie Biologika, Insuline, Impfstoffe und viele Onkologika müssen lückenlos bei 2–8 °C gelagert und transportiert werden. Der Großhandel ist verantwortlich für validierte Kühllager, Kühlfahrzeuge mit kontinuierlichem Temperaturmonitoring und qualifizierte Versandverpackungen. Die EU-GDP-Leitlinien 2013/C 343/01 verlangen Temperaturkartierungen, Risikoabschätzungen und ein dokumentiertes Abweichungsmanagement. Jede Temperaturabweichung ist zu dokumentieren und kann zur Sperrung einer Charge führen.
Pharmagroßhandel oder Arzneimittelvermittler?
Der Großhändler nimmt Arzneimittel physisch in seinen Bestand auf, lagert sie und liefert sie an berechtigte Empfänger wie Apotheken und Krankenhäuser aus. Er braucht eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG und GDP-konforme Lagerbedingungen. Der Vermittler dagegen handelt nicht selbst mit der Ware, er vermittelt nur Geschäfte zwischen Herstellern, Großhändlern und Abnehmern, ohne Besitz. Die Vermittlertätigkeit ist nach § 52b AMG registrierungspflichtig.