Gehe Pharma Handel GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1835
Gegründet
Gehe Pharma Handel GmbH im Überblick
Gehe Pharma Handel GmbH ist einer der ältesten und bekanntesten pharmazeutischen Großhändler Deutschlands mit Hauptsitz in Stuttgart (Baden-Württemberg). Das Unternehmen gehört zur McKesson Europe AG-Gruppe (früher CELESIO AG), einem der führenden europäischen Arzneimittelvertriebsunternehmen. Gehe wurde 1835 von Friedrich August Gehe in Dresden gegründet – damit ist es eines der ältesten noch aktiven Pharmaunternehmen Deutschlands. Unter der Marke Gehe beliefert das Unternehmen täglich Apotheken und Krankenhäuser in ganz Deutschland mit Arzneimitteln, Sanitätsprodukten und ergänzenden Gesundheitsprodukten. Die langjährige Erfahrung und das umfangreiche Know-how machen Gehe besonders vertrauenswürdig im Gesundheitssektor.
Tätigkeitsfeld & Leistungen
Als Vollhändler bietet Gehe das gesamte Arzneimittelsortiment für Apotheken und Krankenhäuser an: verschreibungspflichtige Arzneimittel, OTC-Produkte, Medizinprodukte, Kosmetika, Nahrungsergänzungsmittel sowie apothekenspezifische Verbrauchsmaterialien. Die Stärke von Gehe liegt in der zuverlässigen, mehrmals täglich Belieferung der angeschlossenen Apotheken und der damit verbundenen Versorgungssicherheit für die Bevölkerung. Besonders erwähnenswert sind die innovativen Logistiklösungen, die eine zeitgerechte Anlieferung selbst bei hohem Auftragsvolumen gewährleisten. Gehe bietet Apotheken auch Mehrwertdienste wie EDI-Bestellsysteme, Apothekenmarketing und Informationsservices an, um deren wirtschaftliche Effizienz zu steigern.
Ein Beispiel für das Engagement von Gehe in der Digitalisierung ist die Einführung von modernen Softwarelösungen, die den Apotheken eine einfache Verwaltung von Bestellungen ermöglichen. Im Rahmen des McKesson-Netzwerks profitieren Gehe-Kunden von internationaler Einkaufsstärke und modernen Supply-Chain-Lösungen, die die Kosten für die Kunden optimieren und gleichzeitig hohe Qualitätsstandards garantieren.
Geschichte & Regulierung
Mit einer Unternehmensgeschichte von fast 200 Jahren gehört Gehe zu den Traditionsunternehmen der deutschen Pharmadistribution. Das Unternehmen ist nach § 52a AMG als pharmazeutischer Großhändler zugelassen und GDP-zertifiziert (Good Distribution Practice). Diese Zertifizierungen gewährleisten, dass die Produkte unter strengsten Qualitätsstandards gelagert und transportiert werden. Gehe ist Mitglied im Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (PHAGRO) und trägt zur Sicherstellung der flächendeckenden Arzneimittelversorgung in Deutschland bei.
Die besondere Verantwortung, die Gehe als Anbieter im Gesundheitswesen übernimmt, äußert sich auch in ihrem Engagement für die regionale Wirtschaft. Mit zahlreichen Arbeitsplätzen in Stuttgart und der Umgebung leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur ökonomischen Stabilität und Entwicklung der Region. Darüber hinaus kooperiert Gehe mit lokalen Institutionen, um innovative Gesundheitslösungen zu fördern und die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern.
Die fortwährende Anpassung an die regulatorischen Anforderungen und gesetzlichen Vorgaben unterstreicht den verantwortungsvollen Ansatz von Gehe. Regelmäßige Schulungen und Audits stellen sicher, dass alle Mitarbeiter die höchsten Standards einhalten und über aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen informiert sind.
Weitere Informationen: Pharmagrosshandel in Baden-Württemberg oder alle Pharmagrosshandel-Unternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
Häufige Fragen zu Gehe Pharma Handel GmbH
Was ist Gehe Pharma Handel GmbH?
Gehe Pharma Handel GmbH ist ein Pharmagroßhändler mit Sitz in Stuttgart, der Apotheken mit Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten beliefert und heute zur Alliance Healthcare Deutschland Gruppe gehört.
Wo befindet sich der Sitz von Gehe Pharma Handel?
Der Sitz von Gehe Pharma Handel GmbH ist in Stuttgart, Baden-Württemberg.
Welche Leistungen bietet Gehe Pharma Handel seinen Apothekenpartnern?
Gehe bietet neben der Arzneimittelbelieferung auch Fortbildungen über die GEHE Academy, digitale Services und Unterstützung durch Außendienstmitarbeiter sowie Zugang zur Eigenmarke 'gesund leben'.
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Über Pharmagrosshandel
Der pharmazeutische Großhandel (Pharmagrosshandel) ist das Bindeglied zwischen Arzneimittelherstellern und zugelassenen Abnehmern wie Apotheken und Krankenhäusern. In Deutschland ist der Großhandel mit Arzneimitteln erlaubnispflichtig nach § 52a AMG und muss die EU-Leitlinien für Gute Vertriebspraxis (GDP) einhalten, die temperaturkontrollierte Lagerung, lückenlose Rückverfolgbarkeit und qualifiziertes Personal vorschreiben. Bundesweit sichern rund 15 Vollsortimenter – darunter NOWEDA, Sanacorp, Phoenix und Alliance Healthcare – sowie über 100 Spezialgroßhändler die flächendeckende Arzneimittelversorgung aller 18.000 deutschen Apotheken und Tausender Krankenhäuser. Spezialgroßhändler decken Nischenbereiche wie Importarzneimittel, Betäubungsmittel, Kühlkettenprodukte und Biologika ab. Das Verzeichnis führt alle Pharmagroßhändler mit Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG, vollständigen Kontaktdaten und Angaben zu Spezialisierungen für eine zielgenaue Lieferantenauswahl.
Der pharmazeutische Großhandel in Deutschland
Der pharmazeutische Großhandel (Pharmagrosshandel) ist das zentrale Bindeglied der Arzneimittelversorgungskette in Deutschland. Rund 15 Vollsortimenter und über 100 spezialisierte Großhändler beliefern täglich mehr als 18.000 Apotheken, Krankenhäuser, Ärzte und andere zugelassene Abnehmer. Der Vollsortimenter NOWEDA, Sanacorp, Phoenix Pharmahandel und Alliance Healthcare gehören zu den größten Akteuren. Der gesamte pharmazeutische Großhandel in Deutschland ist erlaubnispflichtig nach § 52a AMG und muss die EU-Leitlinien für die Gute Vertriebspraxis (GDP) einhalten, die u. a. temperaturkontrollierte Lagerung, Rückverfolgbarkeit und Qualitätssysteme vorschreiben.
Anforderungen und Zulassung nach § 52a AMG und GDP
Ein pharmazeutischer Großhändler in Deutschland benötigt eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG, die von der zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörde des jeweiligen Bundeslandes erteilt wird. Voraussetzungen sind geeignete und GDP-konforme Lagerräume (inkl. Kühlkette für temperaturempfindliche Produkte), ein verantwortlicher Leiter mit pharmazeutischer Qualifikation sowie ein dokumentiertes Qualitätssystem. Spezialgroßhändler für Betäubungsmittel, Importarzneimittel oder Kühlkettenprodukte benötigen zusätzliche Genehmigungen. Regelmäßige GDP-Inspektionen sichern die Einhaltung aller Anforderungen.
Pharmagroßhändler für Ihre Beschaffung finden
Sanoliste führt alle in Deutschland zugelassenen Pharmagroßhändler mit Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG. Apotheken, Krankenhausapotheken, Arztpraxen und andere zugelassene Abnehmer können gezielt nach Lieferanten für bestimmte Arzneimittelgruppen suchen. Spezialgroßhändler für Importarzneimittel, Biologika, Kühlkettenprodukte oder Betäubungsmittel sind separat auffindbar. Alle Einträge enthalten vollständige Kontaktdaten für eine direkte Anfrage.
Sicherheit der Arzneimittellieferkette und Fälschungsschutz
Die Integrität der Arzneimittellieferkette ist eine zentrale Aufgabe des pharmazeutischen Großhandels. Seit Februar 2019 ist in der EU die Arzneimittel-Fälschungsschutzrichtlinie (FMD, Falsified Medicines Directive) vollständig in Kraft: Jede verschreibungspflichtige Arzneimittelpackung trägt einen individuellen 2D-Datamatrix-Code, der beim Großhändler und beim Endabnehmer gescannt und in der nationalen Verifizierungsdatenbank (in Deutschland: securPharm) verifiziert wird. Temperaturkritische Produkte – Biologika, Insuline, Impfstoffe – erfordern durchgängige Kühlkette (2–8 °C oder tiefgekühlt), die der Großhandel mit validierten Kühllagern, Kühltransporten und Temperaturmonitoring sicherstellt. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) mit strengen Dokumentationspflichten. Rückrufmanagement und Chargenrückverfolgung nach GDP-Leitlinien sind obligatorisch. Sanoliste weist ausgewiesene Spezialgroßhändler für Kühlkette, Betäubungsmittel und Importarzneimittel gesondert aus.
Was macht ein Pharmagrosshandel?
Der Pharmagrosshandel (pharmazeutischer Großhandel) übernimmt die Beschaffung, Lagerung und Distribution von Arzneimitteln an Apotheken, Krankenhäuser und andere zugelassene Abnehmer. In Deutschland ist der Großhandel mit Arzneimitteln erlaubnispflichtig nach § 52a AMG.
Welche Erlaubnis braucht ein pharmazeutischer Grosshandel?
Ein pharmazeutischer Großhandel benötigt eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG. Voraussetzungen sind u.a. geeignete Betriebsräume, ein verantwortlicher Leiter mit entsprechender Qualifikation sowie die Einhaltung der EU-Leitlinien für die Gute Vertriebspraxis (GDP).
Wie finde ich einen zugelassenen Pharmagroßhändler in Deutschland?
Zugelassene Pharmagroßhändler sind bei der Arzneimittelüberwachungsbehörde ihres Bundeslandes registriert. Auf Sanoliste finden Sie alle Großhändler mit Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG – inklusive Spezialisierungen auf Kühlkettenprodukte, Betäubungsmittel oder Importarzneimittel.
Was ist der Unterschied zwischen einem Vollsortimenter und einem Spezialgroßhändler?
Ein Vollsortimenter im Pharmagrosshandel führt das komplette Sortiment aller am deutschen Markt erhältlichen Arzneimittel und beliefert Apotheken in der Regel innerhalb von zwei bis vier Stunden – auch nachts. Vollsortimenter wie NOWEDA, Sanacorp, Phoenix und Alliance Healthcare betreiben bundesweite Logistiknetzwerke. Spezialgroßhändler konzentrieren sich auf bestimmte Segmente: Importarzneimittel (Parallelimporte), Kühlkettenprodukte (Biologika, Impfstoffe), Betäubungsmittel oder Zytostatika.
Was versteht man unter Parallelimport bei Arzneimitteln?
Beim Parallelimport werden Arzneimittel, die in einem EU-Mitgliedstaat günstiger angeboten werden, in ein anderes Mitgliedsland reimportiert. In Deutschland werden Parallelimporte durch das Wirtschaftlichkeitsgebot (§ 129 SGB V) gefördert: Apotheken sind unter bestimmten Umständen verpflichtet, preisgünstigere Parallelimporte abzugeben. Parallelimportgroßhändler benötigen eine Einfuhrgenehmigung und Großhandelserlaubnis. Die Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen sind identisch mit denen für direkt vertriebene Produkte.
Welche Rolle spielt die Kühlkette im Pharmagrosshandel?
Temperaturempfindliche Arzneimittel – darunter Biologika, Insuline, Impfstoffe und viele Onkologika – müssen lückenlos bei 2–8 °C gelagert und transportiert werden (Kühlkette). Der Pharmagroßhandel ist für die Einhaltung verantwortlich: Kühllager mit validierten Temperatursystemen, Kühlfahrzeuge mit kontinuierlichem Monitoring und qualifizierte Verpackungen für den Versand. Die EU-GDP-Leitlinien 2013/C 343/01 schreiben exakte Temperaturkartierungen, Risikoabschätzungen und Abweichungsmanagement vor. Temperaturabweichungen sind zu dokumentieren und können zur Sperrung einer Charge führen.
Was ist der Unterschied zwischen Pharmagroßhandel und Arzneimittelvermittler?
Ein Pharmagroßhändler nimmt Arzneimittel physisch in seinen Lagerbestand auf, lagert sie und liefert sie an berechtigte Empfänger wie Apotheken und Krankenhäuser aus. Er benötigt eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG und muss GDP-konforme Lagerbedingungen sicherstellen. Ein Arzneimittelvermittler dagegen handelt nicht mit der Ware selbst, sondern vermittelt lediglich Geschäfte zwischen Herstellern, Großhändlern und Abnehmern, ohne die Arzneimittel in Besitz zu nehmen. Die Vermittlertätigkeit ist nach § 52b AMG registrierungspflichtig.