BRAHMS GmbH

Medizintechnik · Oberhavel

BRAHMS GmbH ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Oberhavel, Brandenburg. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

BRAHMS GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Neuendorfstrasse 25
16761 Oberhavel

BRAHMS GmbH im Überblick

Die BRAHMS GmbH im Landkreis Oberhavel, Brandenburg, wurde 1986 gegründet und hat sich im Laufe der Jahre zu einem der führenden Diagnostikunternehmen entwickelt. Das Unternehmen ist international bekannt als Pionier und Marktführer in der PCT (Procalcitonin)-Diagnostik für die Erkennung von Sepsis und die Steuerung von Antibiotikatherapien. Procalcitonin hat sich als einer der wichtigsten Biomarker in der Intensiv- und Notfallmedizin etabliert, da es entscheidende Informationen über den Verlauf bakterieller Infektionen liefert. Im Jahr 2012 wurde BRAHMS von Thermo Fisher Scientific übernommen, was dem Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnete, seine Produkte weltweit zu vertreiben und die Forschung im Bereich der Biomarker weiter voranzutreiben.

Leistungen und Produkte

BRAHMS entwickelt und vermarktet hochqualitative Immunoassays und diagnostische Kits, die sich auf verschiedene Biomarker spezialisiert haben. Neben Procalcitonin (PCT) bietet das Unternehmen auch Tests für andere wichtige Biomarker an, die in der Infektions- und Herzdiagnostik Verwendung finden. Durch die kontinuierliche Forschung und Entwicklung hat BRAHMS innovative Produkte geschaffen, die in Kliniken auf der ganzen Welt eingesetzt werden. Das PCT-Testverfahren von BRAHMS stellt den globalen Standard in der Diagnose und Therapieüberwachung bei bakteriellen Infektionen dar und wird in über 100 Ländern verwendet. Der Test ermöglicht eine differenzierte Einschätzung der Notwendigkeit von Antibiotika, was zu einer fundierteren und verantwortungsvolleren Antibiotikatherapie beiträgt und somit einer möglichen antibakteriellen Resistenzen entgegenwirkt.

Zusätzlich zu den regulären diagnostischen Tests bietet BRAHMS Schulungen und Support für medizinisches Personal an, um die Anwendung ihrer Produkte zu optimieren. Die enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Meinungsführern im medizinischen Bereich fördert die Entwicklung neuer Anwendungen und verbessert bestehende Verfahren.

Standort Oberhavel / Brandenburg

Der Landkreis Oberhavel liegt nördlich von Berlin und umfasst Städte wie Oranienburg, Hennigsdorf und Hohen Neuendorf. Er zeichnet sich nicht nur durch eine ruhige und naturnahe Lage aus, sondern auch durch eine wirtschaftlich florierende Umgebung, die zunehmend von den Entwicklungen im Berliner Speckgürtel profitiert. Die direkte Anbindung an die Bundeshauptstadt über S-Bahn-Verbindungen und die Autobahnen A10/A111 macht den Standort besonders attraktiv für Fachkräfte und Forschungskooperationen.

Die Ansiedlung der BRAHMS GmbH in Oberhavel hat eine bedeutende Rolle für die regionale Wirtschaft gespielt. Als Arbeitgeber trägt das Unternehmen dazu bei, hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Medizintechnik zu schaffen und zu sichern. Zudem unterstützt BRAHMS lokale Initiativen und Projekte, die Bildung und Forschung in den Bereichen Gesundheitswissenschaften und Medizintechnik fördern. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region, sondern auch auf die Stärkung der Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen in der Umgebung.

Durch die strategische Lage im Umfeld großer Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen können wertvolle Kooperationen und Netzwerke aufgebaut werden, die den Innovationsdrang des Unternehmens unterstützen. Diese Synergien machen BRAHMS zu einem bedeutenden Akteur in der Medizintechnik und tragen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung sowohl regional als auch international bei.

Weitere Medizintechnikunternehmen in der Region: Medizintechnik in Brandenburg oder alle Medizintechnik in Deutschland auf Sanoliste.

Häufige Fragen zu BRAHMS GmbH

Was macht BRAHMS GmbH?

Über BRAHMS GmbH BRAHMS GmbH ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der biomedizinischen Forschung und Diagnostik. Das Unternehmen wurde 1983 gegründet und hat seinen H

Wo befindet sich BRAHMS GmbH?

BRAHMS GmbH hat seinen Sitz in Oberhavel (Brandenburg). Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.

In welchem Bereich ist BRAHMS GmbH tätig?

BRAHMS GmbH ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das deutsche Gesundheitswesen an.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik reicht von In-vitro-Diagnostika über bildgebende Systeme und Implantate bis zu chirurgischen Instrumenten und medizinischer Software (SaMD). Geregelt ist das alles in der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Deutschland ist mit rund 36 Milliarden Euro Jahresumsatz und über 1.400 Unternehmen der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023), beschäftigt sind mehr als 150.000 Menschen. Etwa zwei Drittel der Produktion gehen in den Export. Die Cluster sitzen in Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen) und Nordrhein-Westfalen. Tuttlingen gilt weltweit als Hochburg der chirurgischen Instrumente. Im Verzeichnis: Hersteller, Händler und Zulieferer mit CE-Kennzeichen, Risikoklasse und Kontaktdaten für Einkäufer, Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Leitmarkt

Die deutsche Medizintechnikbranche gehört zu den stärksten der Welt. Mit einem Jahresumsatz von rund 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen ist Deutschland nach den USA und China der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Deutsche Unternehmen sind führend in Bereichen wie Bildgebung, Kardiologie, Orthopädie, In-vitro-Diagnostik, Dentalmedizin und medizinischer Software. Bedeutende Standorte sind Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen), Nordrhein-Westfalen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Tuttlingen gilt als weltweites Zentrum für chirurgische Instrumente.

MDR-Zulassung und CE-Kennzeichen für Medizinprodukte

Medizinprodukte, die in Deutschland und der EU in Verkehr gebracht werden, müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse (I, IIa, IIb oder III) ist eine Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle (Notified Body) erforderlich. In-vitro-Diagnostika (IVD) unterliegen zusätzlich der IVDR 2017/746. Die Marktüberwachung in Deutschland obliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hersteller müssen zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 vorhalten und in der EUDAMED-Datenbank registriert sein.

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Hersteller, Händler und Zulieferer der deutschen Medizintechnik liegen hier mit Profil, Standort und Kontakt vor. Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen suchen gezielt: Welcher Anbieter führt eine bestimmte Produktkategorie? Welcher Partner sitzt in der eigenen Region? Jeder Eintrag enthält Adresse, Telefon, Website und Ansprechpartner.

Innovationsfelder und Zukunftstechnologien

Die deutsche Medizintechnikbranche treibt zahlreiche Zukunftsfelder voran. KI-gestützte Diagnostik und Bildauswertung revolutionieren die Radiologie und Pathologie; Algorithmen zur Früherkennung von Krebs und Herzerkrankungen erhalten zunehmend CE-Zulassungen als Software as a Medical Device (SaMD). Robotergestützte Chirurgiesysteme, allen voran Systeme von Siemens Healthineers, Brainlab und Karl Storz, verbessern die Präzision bei komplexen Eingriffen. Minimalinvasive Technologien, implantierbare Herzschrittmacher und intelligente Prothesen mit sensorischer Rückkopplung zeigen die Bandbreite der Innovation. Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht Schnelltests direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett. Telemedizin und digitale Patientenakte fördern die Vernetzung zwischen Medizinprodukt und klinischem Workflow. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte durch Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen.

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Instrumenten, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Deutschland ist einer der führenden Standorte weltweit.

Wie werden Medizintechnikprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist die Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten. EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind alle deutschen Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Was unterscheidet Klasse I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I, niedriges Risiko: Pflaster, Brillenrahmen, oft genügt die Selbsterklärung des Herstellers. Klasse IIa: Hörgeräte, Ultraschallgeräte, eine Benannte Stelle muss beteiligt werden. Klasse IIb: Defibrillatoren, Beatmungsgeräte, mit strengerer Prüfung. Klasse III, höchstes Risiko: Herzklappen, aktive Implantate, vollständige Prüfung der technischen und klinischen Dokumentation durch die Benannte Stelle.

Was ist EUDAMED und warum ist die Datenbank wichtig?

EUDAMED (European Database on Medical Devices) ist die zentrale EU-Datenbank für Medizinprodukte. Sie sammelt Informationen zu Herstellern, Produkten, Benannten Stellen, Konformitätsbescheinigungen und Vigilanzdaten. Seit Mai 2021 ist die Befüllung schrittweise verpflichtend. EUDAMED schafft Transparenz für Behörden, Versorger und Patienten und erleichtert die Marktüberwachung. Hersteller müssen vor Markteintritt einen Unique Device Identifier (UDI) registrieren.

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard, eigens für die Branche entwickelt. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746. Software als Medizinprodukt (SaMD) muss nach IEC 62304 entwickelt sein. Cybersecurity gewinnt an Gewicht: vernetzte Geräte unterliegen IEC 81001-5-1, das BSI veröffentlicht Leitlinien für IT-Sicherheit in Medizinprodukten.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Medizintechnik