BRAHMS GmbH Adresse & Kontakt
BRAHMS GmbH im Überblick
Die BRAHMS GmbH im Landkreis Oberhavel, Brandenburg, wurde 1986 gegründet und hat sich im Laufe der Jahre zu einem der führenden Diagnostikunternehmen entwickelt. Das Unternehmen ist international bekannt als Pionier und Marktführer in der PCT (Procalcitonin)-Diagnostik für die Erkennung von Sepsis und die Steuerung von Antibiotikatherapien. Procalcitonin hat sich als einer der wichtigsten Biomarker in der Intensiv- und Notfallmedizin etabliert, da es entscheidende Informationen über den Verlauf bakterieller Infektionen liefert. Im Jahr 2012 wurde BRAHMS von Thermo Fisher Scientific übernommen, was dem Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnete, seine Produkte weltweit zu vertreiben und die Forschung im Bereich der Biomarker weiter voranzutreiben.
Leistungen und Produkte
BRAHMS entwickelt und vermarktet hochqualitative Immunoassays und diagnostische Kits, die sich auf verschiedene Biomarker spezialisiert haben. Neben Procalcitonin (PCT) bietet das Unternehmen auch Tests für andere wichtige Biomarker an, die in der Infektions- und Herzdiagnostik Verwendung finden. Durch die kontinuierliche Forschung und Entwicklung hat BRAHMS innovative Produkte geschaffen, die in Kliniken auf der ganzen Welt eingesetzt werden. Das PCT-Testverfahren von BRAHMS stellt den globalen Standard in der Diagnose und Therapieüberwachung bei bakteriellen Infektionen dar und wird in über 100 Ländern verwendet. Der Test ermöglicht eine differenzierte Einschätzung der Notwendigkeit von Antibiotika, was zu einer fundierteren und verantwortungsvolleren Antibiotikatherapie beiträgt und somit einer möglichen antibakteriellen Resistenzen entgegenwirkt.
Zusätzlich zu den regulären diagnostischen Tests bietet BRAHMS Schulungen und Support für medizinisches Personal an, um die Anwendung ihrer Produkte zu optimieren. Die enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Meinungsführern im medizinischen Bereich fördert die Entwicklung neuer Anwendungen und verbessert bestehende Verfahren.
Standort Oberhavel / Brandenburg
Der Landkreis Oberhavel liegt nördlich von Berlin und umfasst Städte wie Oranienburg, Hennigsdorf und Hohen Neuendorf. Er zeichnet sich nicht nur durch eine ruhige und naturnahe Lage aus, sondern auch durch eine wirtschaftlich florierende Umgebung, die zunehmend von den Entwicklungen im Berliner Speckgürtel profitiert. Die direkte Anbindung an die Bundeshauptstadt über S-Bahn-Verbindungen und die Autobahnen A10/A111 macht den Standort besonders attraktiv für Fachkräfte und Forschungskooperationen.
Die Ansiedlung der BRAHMS GmbH in Oberhavel hat eine bedeutende Rolle für die regionale Wirtschaft gespielt. Als Arbeitgeber trägt das Unternehmen dazu bei, hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Medizintechnik zu schaffen und zu sichern. Zudem unterstützt BRAHMS lokale Initiativen und Projekte, die Bildung und Forschung in den Bereichen Gesundheitswissenschaften und Medizintechnik fördern. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region, sondern auch auf die Stärkung der Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen in der Umgebung.
Durch die strategische Lage im Umfeld großer Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen können wertvolle Kooperationen und Netzwerke aufgebaut werden, die den Innovationsdrang des Unternehmens unterstützen. Diese Synergien machen BRAHMS zu einem bedeutenden Akteur in der Medizintechnik und tragen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung sowohl regional als auch international bei.
Weitere Medizintechnikunternehmen in der Region: Medizintechnik in Brandenburg oder alle Medizintechnik in Deutschland auf Sanoliste.
Häufige Fragen zu BRAHMS GmbH
Was macht BRAHMS GmbH?
Über BRAHMS GmbH BRAHMS GmbH ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der biomedizinischen Forschung und Diagnostik. Das Unternehmen wurde 1983 gegründet und hat seinen H
Wo befindet sich BRAHMS GmbH?
BRAHMS GmbH hat seinen Sitz in Oberhavel (Brandenburg). Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.
In welchem Bereich ist BRAHMS GmbH tätig?
BRAHMS GmbH ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das deutsche Gesundheitswesen an.
Weitere Medizintechnik in Oberhavel
Medizintechnik in Deutschland
Verwandte Bereiche im Gesundheitswesen
Medizintechnik nach Standort
Über Medizintechnik
Medizintechnikunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Medizinprodukte im Sinne der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 – von In-vitro-Diagnostika und bildgebenden Systemen über Implantate und chirurgische Instrumente bis zu medizinischer Software (SaMD). Deutschland ist mit einem Jahresumsatz von ca. 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der deutschen Medizintechnikbranche beschäftigt; rund zwei Drittel aller Produkte gehen in den Export. Bedeutende Cluster befinden sich in Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen) und Nordrhein-Westfalen. Tuttlingen gilt weltweit als Zentrum für chirurgische Instrumente. Hersteller, Händler und Zulieferer aus der gesamten deutschen Medizintechnikbranche sind hier mit CE-Kennzeichen, Risikoklasse und vollständigen Kontaktdaten für Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen erfasst.
Deutschland als Medizintechnik-Leitmarkt
Die deutsche Medizintechnikbranche gehört zu den stärksten der Welt. Mit einem Jahresumsatz von rund 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen ist Deutschland nach den USA und China der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Deutsche Unternehmen sind führend in Bereichen wie Bildgebung, Kardiologie, Orthopädie, In-vitro-Diagnostik, Dentalmedizin und medizinischer Software. Bedeutende Standorte sind Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen), Nordrhein-Westfalen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Tuttlingen gilt als weltweites Zentrum für chirurgische Instrumente.
MDR-Zulassung und CE-Kennzeichen für Medizinprodukte
Medizinprodukte, die in Deutschland und der EU in Verkehr gebracht werden, müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse (I, IIa, IIb oder III) ist eine Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle (Notified Body) erforderlich. In-vitro-Diagnostika (IVD) unterliegen zusätzlich der IVDR 2017/746. Die Marktüberwachung in Deutschland obliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hersteller müssen zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 vorhalten und in der EUDAMED-Datenbank registriert sein.
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Sanoliste erfasst Hersteller, Händler und Zulieferer aus der gesamten deutschen Medizintechnikbranche. Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen können gezielt suchen: Welche Unternehmen bieten CE-zertifizierte Produkte in einer bestimmten Kategorie an? Wo ist der nächste Medizintechnikpartner in meiner Region? Alle Einträge enthalten Adresse, Telefonnummer, Website und Ansprechpartner.
Innovationsfelder und Zukunftstechnologien
Die deutsche Medizintechnikbranche treibt zahlreiche Zukunftsfelder voran. KI-gestützte Diagnostik und Bildauswertung revolutionieren die Radiologie und Pathologie; Algorithmen zur Früherkennung von Krebs und Herzerkrankungen erhalten zunehmend CE-Zulassungen als Software as a Medical Device (SaMD). Robotergestützte Chirurgiesysteme – allen voran Systeme von Siemens Healthineers, Brainlab und Karl Storz – verbessern die Präzision bei komplexen Eingriffen. Minimalinvasive Technologien, implantierbare Herzschrittmacher und intelligente Prothesen mit sensorischer Rückkopplung zeigen die Bandbreite der Innovation. Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht Schnelltests direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett. Telemedizin und digitale Patientenakte fördern die Vernetzung zwischen Medizinprodukt und klinischem Workflow. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte durch Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen.
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Die Medizintechnik umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von medizinischen Geräten, Instrumenten, Software und Zubehör, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden. Deutschland ist einer der führenden Medizintechnik-Standorte weltweit.
Wie werden Medizintechnikprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte in Deutschland und der EU müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) erfüllen und mit dem CE-Kennzeichen versehen sein. Je nach Risikoklasse sind Konformitätsbewertungen durch benannte Stellen erforderlich.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Medizintechnikunternehmen sind über Branchenverbände wie SPECTARIS oder BVMed recherchierbar. Viele Unternehmen sind zudem in der EUDAMED-Datenbank der EU registriert. Auf Sanoliste finden Sie alle deutschen Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt mit vollständigen Kontaktdaten.
Was ist der Unterschied zwischen Klasse I, IIa, IIb und III bei Medizinprodukten?
Die Risikoklasse eines Medizinprodukts bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (niedriges Risiko): z. B. Pflaster, Brillenrahmen – oft Selbsterklärung des Herstellers ausreichend. Klasse IIa: z. B. Hörgeräte, Ultraschallgeräte – Beteiligung einer benannten Stelle erforderlich. Klasse IIb: z. B. Defibrillatoren, Beatmungsgeräte – strengere Prüfung durch benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko): z. B. Herzklappen, aktive Implantate – vollständige Prüfung der technischen und klinischen Dokumentation durch die benannte Stelle.
Was ist EUDAMED und warum ist die Datenbank wichtig?
EUDAMED (European Database on Medical Devices) ist die zentrale EU-Datenbank für Medizinprodukte. Sie enthält Informationen zu Herstellern, Produkten, Benannten Stellen, Konformitätsbescheinigungen und Vigilanzdaten. Die schrittweise Befüllung durch Hersteller ist seit Mai 2021 verpflichtend. EUDAMED verbessert die Transparenz für Behörden, Gesundheitsdienstleister und Patienten und erleichtert die Marktüberwachung. Hersteller, die ihre Produkte in der EU vermarkten, müssen als erstes Schritt einen eindeutigen Gerätekenncode (UDI – Unique Device Identifier) in der Datenbank registrieren.
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 sollten Medizintechnikunternehmen ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 implementieren, das speziell für die Medizinproduktebranche entwickelt wurde. Für IVD-Produkte gilt zusätzlich die IVDR 2017/746. Softwareprodukte (SaMD) müssen nach IEC 62304 entwickelt sein. Cybersecurity-Anforderungen gemäß IEC 81001-5-1 gewinnen zunehmend an Bedeutung, da vernetzte Medizinprodukte Hackingrisiken ausgesetzt sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt Leitlinien für IT-Sicherheit in Medizinprodukten bereit.