Celsius42 GmbH Adresse & Kontakt
Celsius42 GmbH im Überblick
Celsius42 GmbH ist ein auf medizinische Hyperthermie spezialisiertes Unternehmen aus Aachen, Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen entwickelt Therapiegeräte zur regionalen und lokalisierten Hyperthermie, die in der onkologischen Behandlung als Ergänzung zu Strahlentherapie und Chemotherapie eingesetzt werden. Celsius42 ist ein modernes Medizintechnikunternehmen im Wachstumsbereich der nichtinvasiven Krebstherapie, das sich durch innovative Technologien und einen wissenschaftlich fundierten Ansatz auszeichnet.
Leistungen und Produkte
Das Kernprodukt von Celsius42 ist ein Hyperthermie-System, das mithilfe von Hochfrequenzwellen gezielt Tumorgewebe auf therapeutische Temperaturen erhitzt, um die Empfindlichkeit der Tumorzellen gegenüber Bestrahlung oder Zytostatika zu erhöhen. Die wissenschaftliche Basis dieser Therapieform belegt, dass die Erwärmung des Tumorgewebes die Zellmembranen destabilisiert, die Durchblutung verbessert und die Immunantwort aktiviert. Die Systeme werden in Strahlentherapiezentren und Onkologieabteilungen von Krankenhäusern eingesetzt, wobei besondere Akzente auf die Integration in bestehende Behandlungskonzepte gelegt werden. Darüber hinaus bietet Celsius42 klinische Unterstützung und Schulungen für medizinisches Personal an, um die effektive und sichere Nutzung ihrer Technologien zu gewährleisten.
- Regional-Hyperthermie-System: Speziell entwickelt für die Behandlung größerer Tumoren.
- Lokal-Hyperthermie-System: Zielt auf kleinere Tumorgebiete ab und minimiert die Schädigung von umgebendem Gewebe.
- Schulungsprogramme: Fortbildungsangebote für Ärzte und Pflegepersonal zur optimalen Nutzung der Geräte.
Regulatorische Einordnung und Zulassungen
Die Produkte von Celsius42 unterliegen der strengen Regulierung von Medizintechnik in Europa. Die Geräte sind gemäß der MDR (Medical Device Regulation) konzipiert und zugelassen. Dies bedeutet, dass sie nicht nur in Tests hinsichtlich ihrer Sicherheit und Wirksamkeit strengen Prüfkriterien entsprechen müssen, sondern auch kontinuierlich überwacht werden. Celsius42 engagiert sich für höchste Qualitätsstandards und hat ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem implementiert, das eine lückenlose Nachverfolgbarkeit der Produkte gewährleistet. Durch die CE-Kennzeichnung ist das Unternehmen befugt, seine Produkte in allen EU-Mitgliedsstaaten zu vertreiben.
Regionale Bedeutung und Kooperationen
Aachen ist Heimat der RWTH Aachen University und des Universitätsklinikums Aachen, die beide wichtige Partner für medizintechnische Innovationen sind. Die RWTH Aachen zählt zu den führenden technischen Universitäten Europas und hat in den letzten Jahren zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich der Medizintechnik initiiert. Diese akademischen Institutionen fördern die Entwicklung neuer Technologien und stärken den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie. Die Nähe zur belgischen und niederländischen Grenze macht Aachen zu einem strategischen Standort für den europäischen Medizintechnikmarkt und ermöglicht Celsius42, auch international wettbewerbsfähig zu agieren. In der Region gibt es ein aktives Ökosystem aus Startups, Forschungsinstituten und etablierten Medizintechnikunternehmen, das den Austausch von Ideen und Innovationen fördert.
Besonderheiten der Celsius42 GmbH
Celsius42 hebt sich durch seine fokussierte F&E-Strategie ab, die auf evidenzbasierter Medizin beruht und die Integration von Hyperthermie in die multimodale Krebsbehandlung betont. Das Unternehmen arbeitet eng mit Kliniken und Forschungsinstituten zusammen, um klinische Studien durchzuführen und damit die Wirksamkeit ihrer Produkte nachzuweisen. Die stetige Weiterentwicklung ihrer Technologien und das Streben nach Exzellenz in der Kundenbetreuung sind weitere Schlüsselfaktoren für den Erfolg des Unternehmens. Celsius42 ist nicht nur ein Anbieter von Medizintechnik, sondern auch ein aktiver Mitgestalter in der onkologischen Versorgungslandschaft.
Weitere Medizintechnikunternehmen in der Region: Medizintechnik in Nordrhein-Westfalen oder alle Medizintechnik in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Celsius42 GmbH
Was macht Celsius42 GmbH?
Celsius42 GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Aachen. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist Celsius42 GmbH ansässig?
Celsius42 GmbH hat seinen Sitz in Aachen. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist Celsius42 GmbH tätig?
Celsius42 GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Über Medizintechnik
Medizintechnik reicht von In-vitro-Diagnostika über bildgebende Systeme und Implantate bis zu chirurgischen Instrumenten und medizinischer Software (SaMD). Geregelt ist das alles in der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Deutschland ist mit rund 36 Milliarden Euro Jahresumsatz und über 1.400 Unternehmen der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023), beschäftigt sind mehr als 150.000 Menschen. Etwa zwei Drittel der Produktion gehen in den Export. Die Cluster sitzen in Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen) und Nordrhein-Westfalen. Tuttlingen gilt weltweit als Hochburg der chirurgischen Instrumente. Im Verzeichnis: Hersteller, Händler und Zulieferer mit CE-Kennzeichen, Risikoklasse und Kontaktdaten für Einkäufer, Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Leitmarkt
Die deutsche Medizintechnikbranche gehört zu den stärksten der Welt. Mit einem Jahresumsatz von rund 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen ist Deutschland nach den USA und China der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Deutsche Unternehmen sind führend in Bereichen wie Bildgebung, Kardiologie, Orthopädie, In-vitro-Diagnostik, Dentalmedizin und medizinischer Software. Bedeutende Standorte sind Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen), Nordrhein-Westfalen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Tuttlingen gilt als weltweites Zentrum für chirurgische Instrumente.
MDR-Zulassung und CE-Kennzeichen für Medizinprodukte
Medizinprodukte, die in Deutschland und der EU in Verkehr gebracht werden, müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse (I, IIa, IIb oder III) ist eine Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle (Notified Body) erforderlich. In-vitro-Diagnostika (IVD) unterliegen zusätzlich der IVDR 2017/746. Die Marktüberwachung in Deutschland obliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hersteller müssen zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 vorhalten und in der EUDAMED-Datenbank registriert sein.
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Hersteller, Händler und Zulieferer der deutschen Medizintechnik liegen hier mit Profil, Standort und Kontakt vor. Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen suchen gezielt: Welcher Anbieter führt eine bestimmte Produktkategorie? Welcher Partner sitzt in der eigenen Region? Jeder Eintrag enthält Adresse, Telefon, Website und Ansprechpartner.
Innovationsfelder und Zukunftstechnologien
Die deutsche Medizintechnikbranche treibt zahlreiche Zukunftsfelder voran. KI-gestützte Diagnostik und Bildauswertung revolutionieren die Radiologie und Pathologie; Algorithmen zur Früherkennung von Krebs und Herzerkrankungen erhalten zunehmend CE-Zulassungen als Software as a Medical Device (SaMD). Robotergestützte Chirurgiesysteme, allen voran Systeme von Siemens Healthineers, Brainlab und Karl Storz, verbessern die Präzision bei komplexen Eingriffen. Minimalinvasive Technologien, implantierbare Herzschrittmacher und intelligente Prothesen mit sensorischer Rückkopplung zeigen die Bandbreite der Innovation. Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht Schnelltests direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett. Telemedizin und digitale Patientenakte fördern die Vernetzung zwischen Medizinprodukt und klinischem Workflow. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte durch Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen.
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Instrumenten, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Deutschland ist einer der führenden Standorte weltweit.
Wie werden Medizintechnikprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist die Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten. EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind alle deutschen Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Was unterscheidet Klasse I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I, niedriges Risiko: Pflaster, Brillenrahmen, oft genügt die Selbsterklärung des Herstellers. Klasse IIa: Hörgeräte, Ultraschallgeräte, eine Benannte Stelle muss beteiligt werden. Klasse IIb: Defibrillatoren, Beatmungsgeräte, mit strengerer Prüfung. Klasse III, höchstes Risiko: Herzklappen, aktive Implantate, vollständige Prüfung der technischen und klinischen Dokumentation durch die Benannte Stelle.
Was ist EUDAMED und warum ist die Datenbank wichtig?
EUDAMED (European Database on Medical Devices) ist die zentrale EU-Datenbank für Medizinprodukte. Sie sammelt Informationen zu Herstellern, Produkten, Benannten Stellen, Konformitätsbescheinigungen und Vigilanzdaten. Seit Mai 2021 ist die Befüllung schrittweise verpflichtend. EUDAMED schafft Transparenz für Behörden, Versorger und Patienten und erleichtert die Marktüberwachung. Hersteller müssen vor Markteintritt einen Unique Device Identifier (UDI) registrieren.
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard, eigens für die Branche entwickelt. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746. Software als Medizinprodukt (SaMD) muss nach IEC 62304 entwickelt sein. Cybersecurity gewinnt an Gewicht: vernetzte Geräte unterliegen IEC 81001-5-1, das BSI veröffentlicht Leitlinien für IT-Sicherheit in Medizinprodukten.