GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG Adresse & Kontakt
GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG
Die GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg ist auf Telemedizin und kardiologische Langzeitüberwachung spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt Produkte und Lösungen für die Patientenversorgung in der Kardiologie und ist im Bereich der mobilen Kardiologie in Deutschland tätig.
Leistungen und Produkte
Das Produktportfolio umfasst Systeme für die ambulante Langzeit-EKG-Überwachung. Zu den Geräten zählen:
- Langzeit-EKG-Rekorder: Diese tragbaren Geräte zeichnen die Herzaktivität über mehrere Tage auf und liefern Daten für die Diagnostik von Herzrhythmusstörungen.
- Ereignisrekorder: Zur Aufzeichnung sporadischer Herzereignisse, die von Patienten ausgelöst werden. Die Geräte signalisieren dem Nutzer auffällige Herzaktivität und sichern Daten für die Analyse.
- Telemedizinische Übertragungssysteme: Sie übertragen die EKG-Daten von Patienten direkt an kardiologische Dienste und ermöglichen so eine zeitnahe Diagnose und Behandlung, was insbesondere für Patienten mit erhöhtem Risiko für Herzinfarkte relevant ist.
Zum Angebot gehören Softwarelösungen zur Auswertung der EKG-Daten sowie ein telemedizinisches Servicecenter, das die EKG-Analyse durch Kardiologen übernimmt. Die Integration dieser Systeme in den klinischen Alltag verringert den Aufwand für Ärzte bei der EKG-Auswertung und ermöglicht eine engmaschigere Betreuung der Patienten.
Regulatorische Einordnung und Zertifikate
GETEMED richtet sich nach den geltenden Regulierungen der Medizintechnik. Die Produkte sind gemäß der MDR (Medical Device Regulation) zertifiziert und unterliegen damit Anforderungen an Sicherheit und Wirksamkeit. Zudem erfüllt das Unternehmen die ISO 13485, die das Qualitätsmanagementsystem in der Medizintechnik regelt. Diese Zertifikate betreffen die Qualitätsstandards sowie die Patienten- und Anwendersicherheit.
Regionale Bedeutung und Entwicklungspartnerschaften
Potsdam-Mittelmark ist der Standort von GETEMED. Die Region profitiert von der Nähe zu großen Berliner Universitätskliniken wie der Charité, die Forschung und Entwicklung in der Kardiologie betreiben. Daraus ergeben sich Voraussetzungen für Entwicklungspartnerschaften und klinische Studien, über die GETEMED an der Weiterentwicklung seiner Produkte arbeitet.
Darüber hinaus kooperiert GETEMED mit medizinischen Fachgesellschaften, um wissenschaftliche Ergebnisse in die Produktentwicklung einfließen zu lassen. Über den Austausch mit praktizierenden Kardiologen und Forschungseinrichtungen richtet das Unternehmen seine Lösungen an den Anforderungen des klinischen Alltags aus.
Besonderheiten und Ausblick
Die Produkte von GETEMED sind anpassungsfähig. Mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen entwickelt das Unternehmen Lösungen, die über die Kardiologie hinausreichen; die Erfahrung aus der Telemedizin lässt sich auch in anderen Bereichen der Medizin anwenden. Angesichts der demografischen Entwicklung und der Belastung der Gesundheitssysteme in Deutschland dürfte der Bedarf an mobilen und telemedizinischen Lösungen in den kommenden Jahren weiter steigen. GETEMED ist auf diese Entwicklungen ausgerichtet und trägt zur Patientenversorgung bei.
Weitere Medizintechnikunternehmen in der Region: Medizintechnik in Brandenburg oder alle Medizintechnik in Deutschland auf Sanoliste.
Häufige Fragen zu GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG
Was macht GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG?
GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Potsdam-Mittelmark. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG ansässig?
GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG hat seinen Sitz in Potsdam-Mittelmark. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG tätig?
GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Medizintechnik nach Standort
Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.