Oechsler AG Adresse & Kontakt
Oechsler AG im Überblick
Oechsler AG ist ein international tätiger Kunststoffverarbeiter und Technologiedienstleister aus Ansbach in Bayern. Das Unternehmen wurde im Jahr 1864 gegründet und blickt auf eine lange Tradition in der Kunststoffeindustrie zurück. Oechsler hat sich auf die Serienproduktion von Kunststoffteilen für die Medizintechnik, Automotive und Konsumgüterindustrie spezialisiert und setzt dabei auf innovative Spritzguss- und 3D-Druckverfahren. Mit rund 1.600 Mitarbeitern weltweit und Niederlassungen in verschiedenen Ländern bedient die Oechsler AG nicht nur den europäischen Markt, sondern auch den asiatischen und nordamerikanischen Raum.
Leistungen und Produkte
Oechsler produziert medizintechnische Kunststoffkomponenten wie Gehäuse, Funktionsteile und Systeme für Diagnostikgeräte, Injektionssysteme und Verbrauchsmaterialien. Zu den Schlüsselerzeugnissen zählen Komponenten für Infusionssysteme, wirksame Lösungen für die Wundversorgung sowie Teile für bildgebende Verfahren. Ergänzt wird das Angebot durch additive Fertigung (3D-Druck in Serie), was besonders für patientenindividuelle Medizinprodukte und Prototypen relevant ist. Die Fertigung erfolgt nach ISO 13485, einem internationalen Standard für Qualitätsmanagementsysteme im Bereich Medizintechnik, was die hohe Qualität und Sicherheit der Produkte garantieren kann.
Ein weiterer Bereich, in dem Oechsler aktiv ist, betrifft die Entwicklung und Produktion von Komponenten für die Dentaltechnik. Hierbei profitieren Dentalunternehmen von den fortschrittlichen Fertigungstechniken und dem Know-how von Oechsler, um spezifische Anforderungen im zahnmedizinischen Bereich zu erfüllen.
Ein innovatives Projekt ist die Herstellung von Bauteilen mittels des neuen Spritzgießverfahrens, das die Produktion von komplexen Komponenten mit höchster Präzision ermöglicht. Diese Technologie reduziert Materialverschnitt und steigert die Effizienz der Fertigung erheblich, was die Umweltbelastung minimiert.
Regulatorische Einordnung
Die Oechsler AG ist tief in die regulatorischen Rahmenbedingungen der Medizintechnik eingebettet. Das Unternehmen erfüllt die Anforderungen der europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR) sowie der US-amerikanischen FDA-Vorgaben, um eine Marktzulassung für seine Produkte zu erhalten. Durch kontinuierliche Schulungen und Audits stellt Oechsler sicher, dass alle Mitarbeiter mit den neuesten Anforderungen und Standards vertraut sind, was nicht nur die Qualitätssicherung fördert, sondern auch das Vertrauen in die Produktpalette stärkt.
Zudem engagiert sich Oechsler aktiv in verschiedenen technischen Verbänden und Arbeitskreisen, um über Entwicklungen in der Medizintechnik auf dem Laufenden zu bleiben und Einfluss auf zukünftige Normen und Standards zu nehmen.
Standort Ansbach / Bayern
Ansbach ist eine mittelfränkische Kreisstadt mit guter Anbindung an die Metropolregion Nürnberg. In der Nürnberg-Erlangen-Region konzentrieren sich bedeutende Medizintechnikunternehmen wie Siemens Healthineers, welche Oechsler als Fertigungspartner schätzen. Diese geografische Lage bietet zahlreiche Vorteile, darunter eine enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Universitäten, die innovative Lösungen im Bereich Medizintechnik vorantreiben.
Zusätzlich profitiert Oechsler von einer traditionell starken industriellen Basis in Bayern, die die Entwicklung und Umsetzung neuer Technologien fördert. Durch die Vernetzung mit anderen Unternehmen in der Region wird ein Wissenstransfer ermöglicht, der Oechsler in einer sich schnell verändernden Branche wettbewerbsfähig hält.
Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Medizintechnik Bayern | Lohnhersteller
Häufige Fragen zu Oechsler AG
Was macht Oechsler AG?
Oechsler AG ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Ansbach. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist Oechsler AG ansässig?
Oechsler AG hat seinen Sitz in Ansbach. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist Oechsler AG tätig?
Oechsler AG ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Über Medizintechnik
Medizintechnik reicht von In-vitro-Diagnostika über bildgebende Systeme und Implantate bis zu chirurgischen Instrumenten und medizinischer Software (SaMD). Geregelt ist das alles in der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Deutschland ist mit rund 36 Milliarden Euro Jahresumsatz und über 1.400 Unternehmen der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023), beschäftigt sind mehr als 150.000 Menschen. Etwa zwei Drittel der Produktion gehen in den Export. Die Cluster sitzen in Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen) und Nordrhein-Westfalen. Tuttlingen gilt weltweit als Hochburg der chirurgischen Instrumente. Im Verzeichnis: Hersteller, Händler und Zulieferer mit CE-Kennzeichen, Risikoklasse und Kontaktdaten für Einkäufer, Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Leitmarkt
Die deutsche Medizintechnikbranche gehört zu den stärksten der Welt. Mit einem Jahresumsatz von rund 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen ist Deutschland nach den USA und China der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Deutsche Unternehmen sind führend in Bereichen wie Bildgebung, Kardiologie, Orthopädie, In-vitro-Diagnostik, Dentalmedizin und medizinischer Software. Bedeutende Standorte sind Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen), Nordrhein-Westfalen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Tuttlingen gilt als weltweites Zentrum für chirurgische Instrumente.
MDR-Zulassung und CE-Kennzeichen für Medizinprodukte
Medizinprodukte, die in Deutschland und der EU in Verkehr gebracht werden, müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse (I, IIa, IIb oder III) ist eine Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle (Notified Body) erforderlich. In-vitro-Diagnostika (IVD) unterliegen zusätzlich der IVDR 2017/746. Die Marktüberwachung in Deutschland obliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hersteller müssen zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 vorhalten und in der EUDAMED-Datenbank registriert sein.
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Hersteller, Händler und Zulieferer der deutschen Medizintechnik liegen hier mit Profil, Standort und Kontakt vor. Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen suchen gezielt: Welcher Anbieter führt eine bestimmte Produktkategorie? Welcher Partner sitzt in der eigenen Region? Jeder Eintrag enthält Adresse, Telefon, Website und Ansprechpartner.
Innovationsfelder und Zukunftstechnologien
Die deutsche Medizintechnikbranche treibt zahlreiche Zukunftsfelder voran. KI-gestützte Diagnostik und Bildauswertung revolutionieren die Radiologie und Pathologie; Algorithmen zur Früherkennung von Krebs und Herzerkrankungen erhalten zunehmend CE-Zulassungen als Software as a Medical Device (SaMD). Robotergestützte Chirurgiesysteme, allen voran Systeme von Siemens Healthineers, Brainlab und Karl Storz, verbessern die Präzision bei komplexen Eingriffen. Minimalinvasive Technologien, implantierbare Herzschrittmacher und intelligente Prothesen mit sensorischer Rückkopplung zeigen die Bandbreite der Innovation. Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht Schnelltests direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett. Telemedizin und digitale Patientenakte fördern die Vernetzung zwischen Medizinprodukt und klinischem Workflow. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte durch Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen.
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Instrumenten, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Deutschland ist einer der führenden Standorte weltweit.
Wie werden Medizintechnikprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist die Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten. EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind alle deutschen Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Was unterscheidet Klasse I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I, niedriges Risiko: Pflaster, Brillenrahmen, oft genügt die Selbsterklärung des Herstellers. Klasse IIa: Hörgeräte, Ultraschallgeräte, eine Benannte Stelle muss beteiligt werden. Klasse IIb: Defibrillatoren, Beatmungsgeräte, mit strengerer Prüfung. Klasse III, höchstes Risiko: Herzklappen, aktive Implantate, vollständige Prüfung der technischen und klinischen Dokumentation durch die Benannte Stelle.
Was ist EUDAMED und warum ist die Datenbank wichtig?
EUDAMED (European Database on Medical Devices) ist die zentrale EU-Datenbank für Medizinprodukte. Sie sammelt Informationen zu Herstellern, Produkten, Benannten Stellen, Konformitätsbescheinigungen und Vigilanzdaten. Seit Mai 2021 ist die Befüllung schrittweise verpflichtend. EUDAMED schafft Transparenz für Behörden, Versorger und Patienten und erleichtert die Marktüberwachung. Hersteller müssen vor Markteintritt einen Unique Device Identifier (UDI) registrieren.
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard, eigens für die Branche entwickelt. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746. Software als Medizinprodukt (SaMD) muss nach IEC 62304 entwickelt sein. Cybersecurity gewinnt an Gewicht: vernetzte Geräte unterliegen IEC 81001-5-1, das BSI veröffentlicht Leitlinien für IT-Sicherheit in Medizinprodukten.