Fagron GmbH & Co. KG Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
7.000+ (Konzern)
Mitarbeiter
Fagron GmbH & Co. KG im Überblick
Fagron GmbH & Co. KG ist die deutsche Niederlassung der Fagron NV, eines weltweit führenden Unternehmens für pharmazeutisches Compounding (individuell hergestellte Arzneimittel). Das Unternehmen hat seinen Sitz im Kreis Stormarn (Schleswig-Holstein), nördlich von Hamburg. Fagron NV wurde in den Niederlanden gegründet und ist heute an der Euronext Amsterdam börsennotiert. Das Unternehmen fungiert global in mehr als 30 Ländern und beliefert Apotheken, Krankenhäuser und Compounding-Zentren weltweit mit Ausgangsstoffen, Basiszubereitungen und technischen Lösungen für die Herstellung individueller Arzneimittel. Mit einem Mitarbeiterstamm von rund 7.000 engagierten Fachkräften setzt Fagron hohe Standards in puncto Qualität und Innovation. Diese effiziente Organisation gewährleistet nicht nur die Verfügbarkeit von Produkten, sondern auch die schnelle Reaktion auf spezielle Kundenanforderungen.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Fagron ist der führende Anbieter für Compounding-Lösungen in Deutschland und Europa. Das Kernangebot umfasst pharmazeutische Grundsubstanzen (APIs), Fertigbase-Zubereitungen wie Creme- und Gelgrundlagen, Applikationsgeräte sowie innovative Softwarelösungen für das Apotheken-Compounding (TioSoftware). Ein zentrales Anliegen des Unternehmens ist es, Apotheken mit individuell rezeptierten Zubereitungen zu unterstützen – dies umfasst Cremes, Kapseln, Lösungen oder Salben, die für konkrete Patienten maßgeschneidert sind. Solche individualisierten Arzneimittel sind für Patienten mit besonderen Bedürfnissen, wie Allergien, speziellen Dosierungen oder seltenen Krankheiten, unersetzlich und bieten eine wesentlich verbesserte Therapieoption.
- Pharmazeutische Grundsubstanzen (APIs): Hochwertige Rohstoffe für die Herstellung von Arzneimitteln.
- Fertigbase-Zubereitungen: Vorgefertigte Basisrezepturen, die eine schnelle Herstellung ermöglichen.
- Applikationsgeräte: Geräte zur genauen Dosierung und Anwendung von Arzneimitteln.
- Softwarelösungen: TioSoftware hilft Apothekern bei der Organisation und Durchführung von Compounding-Prozessen.
Zusätzlich zu diesen Produkten bietet Fagron umfassende Schulungen und regulatorische Unterstützung für Apotheken an, um ihnen zu helfen, die Qualität ihrer Zubereitungen zu maximieren und die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Die Schulungen decken wichtige Themen wie HACCP, GMP-Richtlinien und die richtige Handhabung von Rohstoffen ab, um sicherzustellen, dass Apotheken stets auf dem neuesten Stand der medizinischen und regulatorischen Entwicklungen sind.
Regulierung & Bedeutung für die Apothekenversorgung
Das Compounding in Apotheken unterliegt in Deutschland der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) und dem Arzneimittelgesetz (AMG). Fagron unterstützt Apotheken und stellt sicher, dass alle Grundstoffe den GMP/NRF-Anforderungen entsprechen. Diese regulatorische Einordnung ist entscheidend, da sie die Sicherheit und Wirksamkeit der individuell hergestellten Arzneimittel gewährleistet. Fagron ist in der Lage, Apotheken mit den erforderlichen Dokumentationen, Analysen und Zertifikaten zu versorgen, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen und das Vertrauen in die Qualität der zubereiteten Medikamente zu erhalten.
Die regionale Bedeutung von Fagron für Stormarn und die umliegenden Gebiete ist nicht zu unterschätzen. Als zentraler Partner für Apotheken trägt Fagron aktiv zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in der Region bei. Die Verfügbarkeit maßgeschneiderter Arzneimittel stellt sicher, dass auch Patienten mit speziellen Anforderungen in ihrer Behandlung ausreichend versorgt werden. Fagron hat sich somit als unverzichtbarer Bestandteil des lokalen Gesundheitssystems etabliert und stärkt nachhaltig die Beziehungen zwischen Apotheken, Ärzten und Patienten.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Hamburg oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
Häufige Fragen zu Fagron GmbH & Co. KG
Was macht Fagron GmbH & Co. KG?
Fagron GmbH & Co. KG ist ein pharmazeutischer Großhandel, der Rohstoffe und innovative Produkte für die Herstellung von Arzneimitteln liefert. Er bedient die Pharmazie, die Lebensmittelbranche, die Kosmetikbranche und die Tiermedizin. Sein Schwerpunkt ist die personalisierte Medizin.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel. Wer in Deutschland tätig sein will, braucht eine Zulassung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten arbeiten hierzulande (vfa 2023). 2023 lag der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie bei mehr als 55 Milliarden Euro, jedes Jahr fließen rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den größten deutschen Häusern zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal; die regionalen Cluster sitzen in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller von Rx-Präparaten, Generika, OTC-Produkten und Biosimilars, vom Weltkonzern bis zum spezialisierten Mittelständler. Jeder Eintrag mit Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.
Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.
Pharmaunternehmen gezielt finden
Im Verzeichnis stehen Pharmaunternehmen mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort in Deutschland. Apotheken, Krankenhauseinkauf und Forschungseinrichtungen filtern nach Bundesland und Stadt; jeder Eintrag zeigt Adresse, Telefon, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Wer einen Hersteller einer bestimmten Arzneimittelklasse oder Region sucht, ist hier in wenigen Klicks am Ziel.
Arzneimittelklassen und Produktsegmente
Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie tragen die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zu Markteinführung und Vertrieb. In Deutschland steht die Aufsicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?
Wer in Deutschland Arzneimittel herstellt, braucht eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG. Jedes vermarktete Arzneimittel benötigt eine Zulassung beim BfArM oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Regelmäßige GMP-Inspektionen sichern die Qualität.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Viele Pharmaunternehmen führen Kontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert, mit Adresse, Telefon und Website.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Das Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs. Solange der Patentschutz läuft, hat der Hersteller exklusive Vermarktungsrechte. Nach Patentablauf dürfen andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika anbieten, in der Regel deutlich günstiger. Das Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird. Sicherheit und Wirksamkeit muss das Biosimilar in eigenen klinischen Studien belegen.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
GMP-Inspektionen führen die Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer und die EMA durch. Geprüft werden Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Mängel werden in Deficiency Letters festgehalten. Critical Findings können bis zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. Die ausgestellten GMP-Zertifikate sind in der EudraGMDP-Datenbank der EMA öffentlich einsehbar.
Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Bayern liegt vorn, mit Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen kommt mit Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und einer dichten Biotech-Szene im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einem starken Zulieferernetz.