Lilly Deutschland GmbH

Pharmaunternehmen · Hochtaunuskreis

Lilly Deutschland GmbH ist die deutsche Niederlassung des US-amerikanischen Pharmaunternehmens Eli Lilly and Company mit Sitz in Bad Homburg. Schwerpunkte sind Diabetes (Insulin, GLP-1), Onkologie, Immunologie und Neurologie.

Lilly Deutschland GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Werner-Reimers-Straße 2-4
61352 Hochtaunuskreis

Unternehmensprofil

1876

Gegründet

43.000+

Mitarbeiter

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Lilly Deutschland GmbH im Überblick

Lilly Deutschland GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft von Eli Lilly and Company, einem der führenden globalen pharmazeutischen Unternehmen mit Hauptsitz in Indianapolis (Indiana, USA). Eli Lilly wurde 1876 von Colonel Eli Lilly gegründet und zählt zu den ältesten noch aktiven Pharmaunternehmen der Welt. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 43.000 Mitarbeitende und ist an der New Yorker Börse (NYSE) gelistet. Die deutsche Niederlassung hat ihren Sitz im Hochtaunuskreis (Bad Homburg/Frankfurt-Gebiet, Hessen) und ist für den Vertrieb und das Medical Affairs in Deutschland verantwortlich. Zudem ist Lilly in der Region stark verankert und kooperiert mit verschiedenen medizinischen und wissenschaftlichen Institutionen, um die Versorgung der Patienten weiter zu verbessern.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Lilly ist in Deutschland in den Therapiebereichen Diabetes, Onkologie, Immunologie und Neurologie tätig. Im Diabetesbereich ist Lilly historisch eine der führenden Insulinhersteller: Basalinsulin (z.B. Basaglar, Toujeo-Biosimilar) und Analoginsuline wie Humalog (Insulin lispro) gehören zum Portfolio. Insbesondere der GLP-1-Rezeptoragonist Mounjaro (Tirzepatid) hat die Behandlung von Typ-2-Diabetes revolutioniert. Diese duale GLP-1/GIP-Agonistenkombination, die inzwischen auch für die Gewichtsreduktion unter dem Namen Zepbound zugelassen ist, zählt zu den wirksamsten Antidiabetika sowie Abnehmmitteln auf dem Markt.

Im Onkologie-Bereich zeigt Lilly mit Verzenio (Abemaciclib, ein CDK4/6-Inhibitor) eine innovative Therapieoption bei Brustkrebs, die neue Hoffnung für Patientinnen schafft. In der Immunologie hat sich Taltz (Ixekizumab) als wirksame Therapie bei Psoriasis und Psoriasisarthritis etabliert. Die Neurologie ist ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld, in welchem Lilly mit Medikamenten zur Behandlung von Alzheimer und anderen neurodegenerativen Erkrankungen Akzente setzt.

Zusätzlich bietet Lilly neue Lösungen in der Schmerztherapie an, wobei die neuesten Entwicklungen durch digitale Anwendungen und Technologien ergänzt werden, um die Patientenversorgung weiter zu optimieren und zu personalisieren.

Forschung & Regulierung

Lilly investiert intensiv in Forschung und Entwicklung, wodurch kontinuierlich innovative Therapien hervorgebracht werden. Die Entdeckung von Insulin im Jahr 1923, gemeinsam mit den Pionieren Banting und Best, markiert einen Meilenstein in der Medizingeschichte und hat Lilly als wichtigen Akteur im Gesundheitssektor etabliert. Daneben wird Lilly aufgrund bahnbrechender Entwicklungen in der Psychiatrie, wie dem Antidepressivum Prozac (Fluoxetin), das zu Millionen von Menschen Zugang zu wirksamen Behandlungen verschaffte, anerkannt. Im Bereich Onkologie ist Lilly weiterhin auf der Suche nach neuen therapeutischen Ansätzen, um das Leben von Krebspatienten zu verbessern.

Alle in Deutschland vertriebenen Produkte unterliegen strengen Regulierungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Diese Regulierungen gewährleisten die Sicherheit und Wirksamkeit sämtlicher Medikamente und Therapien. Lilly ist Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) und engagiert sich aktiv in verschiedenen wissenschaftlichen Foren, um Forschung und Entwicklung voranzutreiben sowie den Austausch im Bereich der Arzneimittelsicherheit zu fördern.

Besonderes Augenmerk legen die Forschungsteams von Lilly auf die Entwicklung von patientenzentrierten Lösungen, die durch die Integration digitaler Gesundheitsanwendungen unterstützt werden. Die Kombination traditioneller Therapiemethoden mit innovativer Technologie soll den Patienten im Umgang mit ihrer Krankheit helfen und die Therapieergebnisse verbessern.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Hessen oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu Lilly Deutschland GmbH

Was macht Lilly Deutschland GmbH?

Lilly Deutschland GmbH ist ein pharmazeutisches Unternehmen, das Arzneimittel entwickelt für die Bereiche Diabetes, Dermatologie und Kardiologie. Weiter stehen medizinische Mittel für Onkologie, Rheumatologie, Neurologie und Psychiatrie auf dem Programm. Sie betreibt Forschung auf den Gebieten Diabetes, Krebs, Immunologie, Schmerztherapie und neurodegenerative Erkrankungen.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen sind Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, die Arzneimittel entwickeln, herstellen oder vertreiben und in Deutschland einer Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) unterliegen. Deutschland beherbergt über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten (vfa 2023). Der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie überstieg 2023 die Marke von 55 Milliarden Euro; die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den bedeutendsten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal. Regionale Cluster entstanden in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Verzeichnis umfasst Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten, Generika, OTC-Präparaten und Biosimilars – von global agierenden Konzernen bis zu spezialisierten Mittelständlern – jeweils mit vollständigen Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.

Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.

Pharmaunternehmen finden: So nutzen Sie das Verzeichnis

Sanoliste erfasst Pharmaunternehmen in Deutschland mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort. Zu jedem Eintrag finden Sie Adresse, Telefonnummer, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Die Einträge sind nach Bundesland und Stadt filterbar – nützlich für Apotheken, Krankenhäuser, Einkäufer und Forschungseinrichtungen, die gezielt nach regionalen Partnern oder Herstellern einer bestimmten Arzneimittelklasse suchen.

Arzneimittelklassen und Produktsegmente

Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie sind für die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zur Markteinführung und dem Vertrieb von Medikamenten verantwortlich. In Deutschland unterliegen sie der Aufsicht durch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).

Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?

Pharmaunternehmen in Deutschland benötigen eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz). Alle zugelassenen Arzneimittel müssen eine Zulassung vom BfArM oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) besitzen. Regelmäßige GMP-Inspektionen (Good Manufacturing Practice) sichern die Qualität.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Viele Pharmaunternehmen listen ihre Unternehmenskontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen ebenfalls Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert mit Adresse, Telefonnummer und Website erfasst.

Was ist der Unterschied zwischen Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs, dessen Patentschutz dem Hersteller exklusive Vermarktungsrechte sichert. Nach Patentablauf können andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika auf den Markt bringen, die in der Regel deutlich günstiger sind. Ein Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird und dessen Sicherheit und Wirksamkeit in eigenen klinischen Studien nachgewiesen werden muss.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

GMP-Inspektionen werden von den zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer sowie von der EMA durchgeführt. Die Inspektoren prüfen Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Bei Mängeln werden Deficiency Letters ausgestellt; schwerwiegende Verstöße (Critical Findings) können zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. GMP-Zertifikate werden in der EudraGMDP-Datenbank der EMA veröffentlicht und sind öffentlich einsehbar.

Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte in Deutschland?

Bayern ist der führende Pharmastandort mit Unternehmen wie Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen beherbergt Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und zahlreiche Biotech-Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einer dichten Zuliefererstruktur.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen