Merck Serono GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1668
Gegründet
64.000+
Mitarbeiter
Merck Serono GmbH im Überblick
Merck Serono GmbH ist die biopharmazeutische Division der Merck KGaA am deutschen Standort Darmstadt. Die Merck KGaA gilt als ältestes pharmazeutisches Unternehmen der Welt und wurde 1668 von Friedrich Jacob Merck in Darmstadt gegründet, als er die dortige Engel-Apotheke übernahm. Das Unternehmen befindet sich mehrheitlich in Familienbesitz der Familie Merck und beschäftigt weltweit rund 64.000 Mitarbeitende in drei Unternehmensbereichen: Healthcare, Life Science und Electronics. Der Konzernhauptsitz liegt nach wie vor in Darmstadt. Die Merck KGaA ist ein eigenständiges Unternehmen und nicht mit dem US-amerikanischen Pharmaunternehmen Merck & Co. (MSD) verwandt.
Mit einer über 350-jährigen Geschichte hat Merck sich als Vorreiter in der wissenschaftlichen und technologischen Innovation etabliert. Die Region Darmstadt spielt eine zentrale Rolle in der Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel und Therapien, die nicht nur auf den europäischen Markt, sondern auch international abzielen. Merck Serono nutzt dabei modernste Technologien und integrierte Entwicklungsansätze, um therapeutische Lösungen mit hohem gesellschaftlichem Nutzen zu schaffen.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Merck Serono konzentriert sich auf biopharmazeutische Spezialtherapeutika für schwere Krankheiten. Zu den wichtigsten Produkten zählen Rebif (Interferon beta-1a) zur Behandlung der Multiplen Sklerose, einer der meistverordneten MS-Wirkstoffe weltweit, sowie Mavenclad (Cladribin) als orale MS-Therapie und Erbitux (Cetuximab) für die onkologische Behandlung von Darm- und Kopf-Hals-Tumoren. Darüber hinaus ist Merck Serono im Bereich der Fruchtbarkeitsbehandlung mit Gonal-f (Follitropin alfa) tätig.
- Onkologie: Neben Erbitux arbeitet Merck Serono an neuen therapeutischen Ansätzen, um die Behandlungsmöglichkeiten bei verschiedenen Tumorerkrankungen zu erweitern.
- Neurologie: Das Unternehmen setzt einen besonderen Fokus auf Multifaktorielle Ansätze zur Therapie von neurologischen Erkrankungen.
- Fruchtbarkeit: Gonal-f stellt nicht nur eine effektive Therapie für unerfüllten Kinderwunsch dar, sondern auch ein Beispiel für die Innovationskraft in der Hormontherapie.
Der Life-Science-Bereich der Merck KGaA, unter der Marke MilliporeSigma in den USA, ist ein weltweit führender Anbieter von Laborreagenzien und Biotechnologie-Lösungen. Dazu zählen unter anderem Produkte zur Zellkultur, Filtration und Chromatographie, die für Forschungsinstitute und pharmazeutische Unternehmen unerlässlich sind.
Forschung & Strategie
Merck investiert rund 17 Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Schwerpunkte im Healthcare-Bereich sind Onkologie, Neurologie/Immunologie und Fruchtbarkeit. Das Unternehmen verfügt über eine umfangreiche Onkologie-Pipeline, darunter Bintrafusp alfa (bifunktionaler Immuncheckpoint-Inhibitor) und weitere immuno-onkologische Wirkstoffe. Dies zeigt das Engagement des Unternehmens, innovative Lösungen für Patienten mit bisher schwer behandelbaren Erkrankungen zu entwickeln.
Die regulatorische Einordnung ihrer Produkte erfolgt durch namhafte Behörden wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland und die europäische Arzneimittel-Agentur (EMA); dies gewährleistet die Sicherheit und Wirksamkeit ihrer Produkte auf einem hohen Qualitätsniveau. Merck ist zudem Mitglied des Verbands der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), was dem Unternehmen verbesserte Möglichkeiten zur Mitgestaltung von regulatorischen Rahmenbedingungen und der Branchenpolitik ermöglicht.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Hessen oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Merck Serono GmbH
Was macht Merck Serono GmbH?
Merck Serono GmbH entwickelt, produziert und vermarktet an ihrem Standort in Deutschland Medikamente und Produkte für die Biotech- und Pharmaindustrie. Anwendungsgebiete sind Onkologie, Neurodegenerative Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, endokrinologische Erkrankungen, sowie das Gebiet der Unfruchtbarkeit.
Welche Arzneimittel stellt Merck Serono GmbH her?
Merck Serono GmbH ist ein Pharmaunternehmen in Darmstadt. Merck Serono GmbH ist der Pharmasektor der Merck KGaA mit Sitz in Darmstadt. Das forschende Pharmaunternehmen ist in den Bereichen Onkologie, Neurologie/Immunologie (Multiple Sklerose) und Fertilitätsmedizin tätig. Alle in Deutschland zugelassenen Arzneimittel sind in der Arzneimittel-Datenbank des BfArM recherchierbar.
Wie werden Arzneimittel in Deutschland zugelassen?
Neue Arzneimittel benötigen vor dem Inverkehrbringen eine Zulassung durch das BfArM (national) oder die EMA (europaweit). Der Zulassungsprozess umfasst die Prüfung von Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit auf Basis präklinischer und klinischer Studien. Die Nutzenbewertung nach § 35a SGB V entscheidet über die Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen.
Was bedeutet GMP in der Pharmaproduktion?
GMP (Good Manufacturing Practice) bezeichnet die Gute Herstellungspraxis – ein System von Qualitätsstandards, das sicherstellt, dass Arzneimittel gleichbleibend nach den geforderten Qualitätsnormen hergestellt und geprüft werden. Die GMP-Richtlinien sind in der EU durch den EudraLex Volume 4 definiert.
Weitere Pharmaunternehmen in Darmstadt
Pharmaunternehmen in Deutschland
Verwandte Bereiche im Gesundheitswesen
Pharmaunternehmen nach Standort
Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen sind Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, die Arzneimittel entwickeln, herstellen oder vertreiben und in Deutschland einer Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) unterliegen. Deutschland beherbergt über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten (vfa 2023). Der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie überstieg 2023 die Marke von 55 Milliarden Euro; die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den bedeutendsten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal. Regionale Cluster entstanden in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Verzeichnis umfasst Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten, Generika, OTC-Präparaten und Biosimilars – von global agierenden Konzernen bis zu spezialisierten Mittelständlern – jeweils mit vollständigen Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.
Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.
Pharmaunternehmen finden: So nutzen Sie das Verzeichnis
Sanoliste erfasst Pharmaunternehmen in Deutschland mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort. Zu jedem Eintrag finden Sie Adresse, Telefonnummer, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Die Einträge sind nach Bundesland und Stadt filterbar – nützlich für Apotheken, Krankenhäuser, Einkäufer und Forschungseinrichtungen, die gezielt nach regionalen Partnern oder Herstellern einer bestimmten Arzneimittelklasse suchen.
Arzneimittelklassen und Produktsegmente
Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie sind für die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zur Markteinführung und dem Vertrieb von Medikamenten verantwortlich. In Deutschland unterliegen sie der Aufsicht durch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).
Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?
Pharmaunternehmen in Deutschland benötigen eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz). Alle zugelassenen Arzneimittel müssen eine Zulassung vom BfArM oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) besitzen. Regelmäßige GMP-Inspektionen (Good Manufacturing Practice) sichern die Qualität.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Viele Pharmaunternehmen listen ihre Unternehmenskontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen ebenfalls Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert mit Adresse, Telefonnummer und Website erfasst.
Was ist der Unterschied zwischen Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs, dessen Patentschutz dem Hersteller exklusive Vermarktungsrechte sichert. Nach Patentablauf können andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika auf den Markt bringen, die in der Regel deutlich günstiger sind. Ein Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird und dessen Sicherheit und Wirksamkeit in eigenen klinischen Studien nachgewiesen werden muss.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
GMP-Inspektionen werden von den zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer sowie von der EMA durchgeführt. Die Inspektoren prüfen Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Bei Mängeln werden Deficiency Letters ausgestellt; schwerwiegende Verstöße (Critical Findings) können zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. GMP-Zertifikate werden in der EudraGMDP-Datenbank der EMA veröffentlicht und sind öffentlich einsehbar.
Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte in Deutschland?
Bayern ist der führende Pharmastandort mit Unternehmen wie Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen beherbergt Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und zahlreiche Biotech-Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einer dichten Zuliefererstruktur.