Phagro | Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e. V. Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1951
Gegründet
Phagro | Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e. V. im Überblick
Phagro ist der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e.V. mit Sitz in Berlin. Gegründet im Jahr 1997, hat sich der Verband zur Aufgabe gemacht, die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten, die aus Unternehmen des pharmazeutischen Vollgroßhandels bestehen. Diese Mitglieder sind nicht nur zentrale Akteure innerhalb der Arzneimittelversorgung in Deutschland, sondern tragen auch wesentlich zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Medikamenten bei. Der Verband hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer entscheidenden Stimme innerhalb des Gesundheitssystems entwickelt, indem er sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene agiert.
Verbandsarbeit und Interessenvertretung
Phagro vertritt die Mitglieder des deutschen pharmazeutischen Vollgroßhandels, darunter namhafte Großunternehmen wie Phoenix, Sanacorp und AEP sowie zahlreiche regionale Großhändler. Die Anliegen des Verbands sind vielfältig und umfassen unter anderem die Sicherstellung einer flächendeckenden Arzneimittelversorgung in Deutschland. Die Mitglieder sind auf die sachgerechte und zeitnahe Belieferung von Apotheken, Kliniken und anderen Gesundheitsdienstleistern angewiesen, was Phagro dazu veranlasst, sich aktiv für faire Großhandelsspannen und transparente Rahmenbedingungen einzusetzen.
Ein wesentliches Anliegen von Phagro ist die Begleitung regulatorischer Entwicklungen, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene. Der Verband hat enge Kontakte zu wichtigen Institutionen wie dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Dadurch kann Phagro die Interessen seiner Mitglieder direkt in die politischen Entscheidungsprozesse einbringen und aktiv an den relevanten Diskussionen teilnehmen.
Speziell in der aktuellen Zeit, in der die Arzneimittelversorgung durch pandemiebedingte Herausforderungen und global vernetzte Lieferketten auf einen Prüfstand gestellt wird, spielt Phagro eine Schlüsselrolle darin, sicherzustellen, dass die Versorgung nicht nur kontinuierlich, sondern auch in der gewünschten Qualität gewährleistet wird. Vor diesem Hintergrund ist der Verband auch in diversen Fachgremien und Netzwerken aktiv, um die Expertise seiner Mitglieder zu bündeln und auszubauen.
Standort Berlin
Berlin, als Bundeshauptstadt und Sitz der wichtigsten Bundesministerien wie dem BMG (Bundesministerium für Gesundheit) und dem BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung), ist der ideale Standort für den Phagro-Verband. Der zentrale geografische Standort ermöglicht es dem Verband, unmittelbaren Zugang zu politischen Entscheidungsträgern zu haben. Dies ist von herausragender Bedeutung, da die Mitglieder von Phagro prompt auf regulatorische Veränderungen reagieren müssen, um die Arzneimittelversorgung in Deutschland sicherzustellen. Der Verband nutzt die politische Landschaft Berlins, um wirksam an der politischen Meinungsbildung in der deutschen Gesundheitspolitik teilzunehmen und die Belange der pharmazeutischen Großhändler aktiv in die Diskussion einzubringen.
Der Standort Berlin fördert zudem die Möglichkeit von Kooperationen und Netzwerken, da zahlreiche Gesundheitsinstitutionen und Forschungseinrichtungen ebenfalls in der Stadt ansässig sind. Der Austausch von Wissen, Innovationsimpulsen und Erfahrungen zwischen dem Verband und diesen Organisationen ist für die Weiterentwicklung der pharmazeutischen Industrie in Deutschland von großer Bedeutung.
Insgesamt hat Phagro mit seiner inzwischen über zwei Jahrzehnte währenden Tätigkeit nicht nur die Interessen des pharmazeutischen Großhandels vertreten, sondern spielt auch eine zentrale Rolle bei der präventiven und reaktiven Gestaltung der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Durch die fundierte Interessenvertretung und den aktiven Dialog mit der Politik wird sichergestellt, dass die Mitglieder von Phagro auch in Zukunft effizient und zukunftsorientiert operieren können.
Weitere Pharmagrosshandel in Deutschland | Arzneimittelvermittler in Deutschland | Pharmaunternehmen in Deutschland
Häufige Fragen zu Phagro | Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e. V.
Was ist der PHAGRO?
Der PHAGRO ist der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e.V. und vertritt die Interessen der acht vollversorgenden Pharmagroßhändler in Deutschland mit insgesamt 100 Niederlassungen.
Wie schnell liefert der pharmazeutische Vollversorger?
Die PHAGRO-Mitgliedsunternehmen liefern im Durchschnitt innerhalb von 35 Minuten nach Bestelleingang an Apotheken – jede Apotheke wird täglich rund dreimal beliefert.
Wie viele Artikel lagern PHAGRO-Mitglieder?
Die vollversorgenden Großhändler im PHAGRO lagern durchschnittlich 107.000 verschiedene Artikel, darunter 41.000 verschreibungspflichtige Medikamente.
Phagro | Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e. V. in sozialen Netzwerken
Weitere Pharmagrosshandel in Berlin
Pharmagrosshandel in Deutschland
Verwandte Bereiche im Gesundheitswesen
Pharmagrosshandel nach Standort
Über Pharmagrosshandel
Der pharmazeutische Großhandel (Pharmagrosshandel) ist das Bindeglied zwischen Arzneimittelherstellern und zugelassenen Abnehmern wie Apotheken und Krankenhäusern. In Deutschland ist der Großhandel mit Arzneimitteln erlaubnispflichtig nach § 52a AMG und muss die EU-Leitlinien für Gute Vertriebspraxis (GDP) einhalten, die temperaturkontrollierte Lagerung, lückenlose Rückverfolgbarkeit und qualifiziertes Personal vorschreiben. Bundesweit sichern rund 15 Vollsortimenter – darunter NOWEDA, Sanacorp, Phoenix und Alliance Healthcare – sowie über 100 Spezialgroßhändler die flächendeckende Arzneimittelversorgung aller 18.000 deutschen Apotheken und Tausender Krankenhäuser. Spezialgroßhändler decken Nischenbereiche wie Importarzneimittel, Betäubungsmittel, Kühlkettenprodukte und Biologika ab. Das Verzeichnis führt alle Pharmagroßhändler mit Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG, vollständigen Kontaktdaten und Angaben zu Spezialisierungen für eine zielgenaue Lieferantenauswahl.
Der pharmazeutische Großhandel in Deutschland
Der pharmazeutische Großhandel (Pharmagrosshandel) ist das zentrale Bindeglied der Arzneimittelversorgungskette in Deutschland. Rund 15 Vollsortimenter und über 100 spezialisierte Großhändler beliefern täglich mehr als 18.000 Apotheken, Krankenhäuser, Ärzte und andere zugelassene Abnehmer. Der Vollsortimenter NOWEDA, Sanacorp, Phoenix Pharmahandel und Alliance Healthcare gehören zu den größten Akteuren. Der gesamte pharmazeutische Großhandel in Deutschland ist erlaubnispflichtig nach § 52a AMG und muss die EU-Leitlinien für die Gute Vertriebspraxis (GDP) einhalten, die u. a. temperaturkontrollierte Lagerung, Rückverfolgbarkeit und Qualitätssysteme vorschreiben.
Anforderungen und Zulassung nach § 52a AMG und GDP
Ein pharmazeutischer Großhändler in Deutschland benötigt eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG, die von der zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörde des jeweiligen Bundeslandes erteilt wird. Voraussetzungen sind geeignete und GDP-konforme Lagerräume (inkl. Kühlkette für temperaturempfindliche Produkte), ein verantwortlicher Leiter mit pharmazeutischer Qualifikation sowie ein dokumentiertes Qualitätssystem. Spezialgroßhändler für Betäubungsmittel, Importarzneimittel oder Kühlkettenprodukte benötigen zusätzliche Genehmigungen. Regelmäßige GDP-Inspektionen sichern die Einhaltung aller Anforderungen.
Pharmagroßhändler für Ihre Beschaffung finden
Sanoliste führt alle in Deutschland zugelassenen Pharmagroßhändler mit Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG. Apotheken, Krankenhausapotheken, Arztpraxen und andere zugelassene Abnehmer können gezielt nach Lieferanten für bestimmte Arzneimittelgruppen suchen. Spezialgroßhändler für Importarzneimittel, Biologika, Kühlkettenprodukte oder Betäubungsmittel sind separat auffindbar. Alle Einträge enthalten vollständige Kontaktdaten für eine direkte Anfrage.
Sicherheit der Arzneimittellieferkette und Fälschungsschutz
Die Integrität der Arzneimittellieferkette ist eine zentrale Aufgabe des pharmazeutischen Großhandels. Seit Februar 2019 ist in der EU die Arzneimittel-Fälschungsschutzrichtlinie (FMD, Falsified Medicines Directive) vollständig in Kraft: Jede verschreibungspflichtige Arzneimittelpackung trägt einen individuellen 2D-Datamatrix-Code, der beim Großhändler und beim Endabnehmer gescannt und in der nationalen Verifizierungsdatenbank (in Deutschland: securPharm) verifiziert wird. Temperaturkritische Produkte – Biologika, Insuline, Impfstoffe – erfordern durchgängige Kühlkette (2–8 °C oder tiefgekühlt), die der Großhandel mit validierten Kühllagern, Kühltransporten und Temperaturmonitoring sicherstellt. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) mit strengen Dokumentationspflichten. Rückrufmanagement und Chargenrückverfolgung nach GDP-Leitlinien sind obligatorisch. Sanoliste weist ausgewiesene Spezialgroßhändler für Kühlkette, Betäubungsmittel und Importarzneimittel gesondert aus.
Was macht ein Pharmagrosshandel?
Der Pharmagrosshandel (pharmazeutischer Großhandel) übernimmt die Beschaffung, Lagerung und Distribution von Arzneimitteln an Apotheken, Krankenhäuser und andere zugelassene Abnehmer. In Deutschland ist der Großhandel mit Arzneimitteln erlaubnispflichtig nach § 52a AMG.
Welche Erlaubnis braucht ein pharmazeutischer Grosshandel?
Ein pharmazeutischer Großhandel benötigt eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG. Voraussetzungen sind u.a. geeignete Betriebsräume, ein verantwortlicher Leiter mit entsprechender Qualifikation sowie die Einhaltung der EU-Leitlinien für die Gute Vertriebspraxis (GDP).
Wie finde ich einen zugelassenen Pharmagroßhändler in Deutschland?
Zugelassene Pharmagroßhändler sind bei der Arzneimittelüberwachungsbehörde ihres Bundeslandes registriert. Auf Sanoliste finden Sie alle Großhändler mit Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG – inklusive Spezialisierungen auf Kühlkettenprodukte, Betäubungsmittel oder Importarzneimittel.
Was ist der Unterschied zwischen einem Vollsortimenter und einem Spezialgroßhändler?
Ein Vollsortimenter im Pharmagrosshandel führt das komplette Sortiment aller am deutschen Markt erhältlichen Arzneimittel und beliefert Apotheken in der Regel innerhalb von zwei bis vier Stunden – auch nachts. Vollsortimenter wie NOWEDA, Sanacorp, Phoenix und Alliance Healthcare betreiben bundesweite Logistiknetzwerke. Spezialgroßhändler konzentrieren sich auf bestimmte Segmente: Importarzneimittel (Parallelimporte), Kühlkettenprodukte (Biologika, Impfstoffe), Betäubungsmittel oder Zytostatika.
Was versteht man unter Parallelimport bei Arzneimitteln?
Beim Parallelimport werden Arzneimittel, die in einem EU-Mitgliedstaat günstiger angeboten werden, in ein anderes Mitgliedsland reimportiert. In Deutschland werden Parallelimporte durch das Wirtschaftlichkeitsgebot (§ 129 SGB V) gefördert: Apotheken sind unter bestimmten Umständen verpflichtet, preisgünstigere Parallelimporte abzugeben. Parallelimportgroßhändler benötigen eine Einfuhrgenehmigung und Großhandelserlaubnis. Die Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen sind identisch mit denen für direkt vertriebene Produkte.
Welche Rolle spielt die Kühlkette im Pharmagrosshandel?
Temperaturempfindliche Arzneimittel – darunter Biologika, Insuline, Impfstoffe und viele Onkologika – müssen lückenlos bei 2–8 °C gelagert und transportiert werden (Kühlkette). Der Pharmagroßhandel ist für die Einhaltung verantwortlich: Kühllager mit validierten Temperatursystemen, Kühlfahrzeuge mit kontinuierlichem Monitoring und qualifizierte Verpackungen für den Versand. Die EU-GDP-Leitlinien 2013/C 343/01 schreiben exakte Temperaturkartierungen, Risikoabschätzungen und Abweichungsmanagement vor. Temperaturabweichungen sind zu dokumentieren und können zur Sperrung einer Charge führen.
Was ist der Unterschied zwischen Pharmagroßhandel und Arzneimittelvermittler?
Ein Pharmagroßhändler nimmt Arzneimittel physisch in seinen Lagerbestand auf, lagert sie und liefert sie an berechtigte Empfänger wie Apotheken und Krankenhäuser aus. Er benötigt eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG und muss GDP-konforme Lagerbedingungen sicherstellen. Ein Arzneimittelvermittler dagegen handelt nicht mit der Ware selbst, sondern vermittelt lediglich Geschäfte zwischen Herstellern, Großhändlern und Abnehmern, ohne die Arzneimittel in Besitz zu nehmen. Die Vermittlertätigkeit ist nach § 52b AMG registrierungspflichtig.