Phagro | Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e. V.

Pharmagrosshandel · Berlin

Phagro – Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e.V. in Berlin vertritt acht vollversorgende Großhandelsmitglieder mit 100 Niederlassungen, die täglich alle deutschen Apotheken mit über 107.000 Artikeln zuverlässig beliefern.

Phagro | Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e. V. Adresse & Kontakt

Telefon

Website

Adresse

Französische Straße 12
10117 Berlin

Unternehmensprofil

1951

Gegründet

Phagro | Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e. V. im Überblick

Phagro ist der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e.V. mit Sitz in Berlin. Gegründet im Jahr 1997, hat sich der Verband zur Aufgabe gemacht, die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten, die aus Unternehmen des pharmazeutischen Vollgroßhandels bestehen. Diese Mitglieder sind nicht nur zentrale Akteure innerhalb der Arzneimittelversorgung in Deutschland, sondern tragen auch wesentlich zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Medikamenten bei. Der Verband hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer entscheidenden Stimme innerhalb des Gesundheitssystems entwickelt, indem er sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene agiert.

Verbandsarbeit und Interessenvertretung

Phagro vertritt die Mitglieder des deutschen pharmazeutischen Vollgroßhandels, darunter namhafte Großunternehmen wie Phoenix, Sanacorp und AEP sowie zahlreiche regionale Großhändler. Die Anliegen des Verbands sind vielfältig und umfassen unter anderem die Sicherstellung einer flächendeckenden Arzneimittelversorgung in Deutschland. Die Mitglieder sind auf die sachgerechte und zeitnahe Belieferung von Apotheken, Kliniken und anderen Gesundheitsdienstleistern angewiesen, was Phagro dazu veranlasst, sich aktiv für faire Großhandelsspannen und transparente Rahmenbedingungen einzusetzen.

Ein wesentliches Anliegen von Phagro ist die Begleitung regulatorischer Entwicklungen, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene. Der Verband hat enge Kontakte zu wichtigen Institutionen wie dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG), dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Dadurch kann Phagro die Interessen seiner Mitglieder direkt in die politischen Entscheidungsprozesse einbringen und aktiv an den relevanten Diskussionen teilnehmen.

Speziell in der aktuellen Zeit, in der die Arzneimittelversorgung durch pandemiebedingte Herausforderungen und global vernetzte Lieferketten auf einen Prüfstand gestellt wird, spielt Phagro eine Schlüsselrolle darin, sicherzustellen, dass die Versorgung nicht nur kontinuierlich, sondern auch in der gewünschten Qualität gewährleistet wird. Vor diesem Hintergrund ist der Verband auch in diversen Fachgremien und Netzwerken aktiv, um die Expertise seiner Mitglieder zu bündeln und auszubauen.

Standort Berlin

Berlin, als Bundeshauptstadt und Sitz der wichtigsten Bundesministerien wie dem BMG (Bundesministerium für Gesundheit) und dem BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung), ist der ideale Standort für den Phagro-Verband. Der zentrale geografische Standort ermöglicht es dem Verband, unmittelbaren Zugang zu politischen Entscheidungsträgern zu haben. Dies ist von herausragender Bedeutung, da die Mitglieder von Phagro prompt auf regulatorische Veränderungen reagieren müssen, um die Arzneimittelversorgung in Deutschland sicherzustellen. Der Verband nutzt die politische Landschaft Berlins, um wirksam an der politischen Meinungsbildung in der deutschen Gesundheitspolitik teilzunehmen und die Belange der pharmazeutischen Großhändler aktiv in die Diskussion einzubringen.

Der Standort Berlin fördert zudem die Möglichkeit von Kooperationen und Netzwerken, da zahlreiche Gesundheitsinstitutionen und Forschungseinrichtungen ebenfalls in der Stadt ansässig sind. Der Austausch von Wissen, Innovationsimpulsen und Erfahrungen zwischen dem Verband und diesen Organisationen ist für die Weiterentwicklung der pharmazeutischen Industrie in Deutschland von großer Bedeutung.

Insgesamt hat Phagro mit seiner inzwischen über zwei Jahrzehnte währenden Tätigkeit nicht nur die Interessen des pharmazeutischen Großhandels vertreten, sondern spielt auch eine zentrale Rolle bei der präventiven und reaktiven Gestaltung der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Durch die fundierte Interessenvertretung und den aktiven Dialog mit der Politik wird sichergestellt, dass die Mitglieder von Phagro auch in Zukunft effizient und zukunftsorientiert operieren können.

Weitere Pharmagrosshandel in Deutschland | Arzneimittelvermittler in Deutschland | Pharmaunternehmen in Deutschland

Häufige Fragen zu Phagro | Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e. V.

Was ist der PHAGRO?

Der PHAGRO ist der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e.V. und vertritt die Interessen der acht vollversorgenden Pharmagroßhändler in Deutschland mit insgesamt 100 Niederlassungen.

Wie schnell liefert der pharmazeutische Vollversorger?

Die PHAGRO-Mitgliedsunternehmen liefern im Durchschnitt innerhalb von 35 Minuten nach Bestelleingang an Apotheken – jede Apotheke wird täglich rund dreimal beliefert.

Wie viele Artikel lagern PHAGRO-Mitglieder?

Die vollversorgenden Großhändler im PHAGRO lagern durchschnittlich 107.000 verschiedene Artikel, darunter 41.000 verschreibungspflichtige Medikamente.

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Über Pharmagrosshandel

Der Pharmagrosshandel verbindet Hersteller mit Apotheken und Krankenhäusern. In Deutschland ist die Tätigkeit nach § 52a AMG erlaubnispflichtig. Wer eine Großhandelserlaubnis bekommen will, muss die EU-Leitlinien für Gute Vertriebspraxis (GDP) erfüllen: temperaturkontrollierte Lagerung, lückenlose Rückverfolgbarkeit, qualifiziertes Personal. Die flächendeckende Versorgung der 18.000 Apotheken und Tausender Krankenhäuser sichern rund 15 Vollsortimenter, darunter NOWEDA, Sanacorp, Phoenix und Alliance Healthcare. Über 100 Spezialgroßhändler decken Nischen ab: Importarzneimittel, Betäubungsmittel, Kühlkette, Biologika. Im Verzeichnis: alle Pharmagroßhändler mit Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG, Kontaktdaten und Spezialisierung für die zielgenaue Lieferantensuche.

Der pharmazeutische Großhandel in Deutschland

Der pharmazeutische Großhandel (Pharmagrosshandel) ist das zentrale Bindeglied der Arzneimittelversorgungskette in Deutschland. Rund 15 Vollsortimenter und über 100 spezialisierte Großhändler beliefern täglich mehr als 18.000 Apotheken, Krankenhäuser, Ärzte und andere zugelassene Abnehmer. Der Vollsortimenter NOWEDA, Sanacorp, Phoenix Pharmahandel und Alliance Healthcare gehören zu den größten Akteuren. Der gesamte pharmazeutische Großhandel in Deutschland ist erlaubnispflichtig nach § 52a AMG und muss die EU-Leitlinien für die Gute Vertriebspraxis (GDP) einhalten, die u. a. temperaturkontrollierte Lagerung, Rückverfolgbarkeit und Qualitätssysteme vorschreiben.

Anforderungen und Zulassung nach § 52a AMG und GDP

Ein pharmazeutischer Großhändler in Deutschland benötigt eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG, die von der zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörde des jeweiligen Bundeslandes erteilt wird. Voraussetzungen sind geeignete und GDP-konforme Lagerräume (inkl. Kühlkette für temperaturempfindliche Produkte), ein verantwortlicher Leiter mit pharmazeutischer Qualifikation sowie ein dokumentiertes Qualitätssystem. Spezialgroßhändler für Betäubungsmittel, Importarzneimittel oder Kühlkettenprodukte benötigen zusätzliche Genehmigungen. Regelmäßige GDP-Inspektionen sichern die Einhaltung aller Anforderungen.

Pharmagroßhändler für Ihre Beschaffung

Apotheken, Krankenhausapotheken und Arztpraxen finden hier alle in Deutschland zugelassenen Pharmagroßhändler nach § 52a AMG. Spezialgroßhändler für Importarzneimittel, Biologika, Kühlkettenprodukte oder Betäubungsmittel sind separat ausgewiesen. Direkter Kontakt für Anfrage, Belieferungsabkommen oder Notfallbeschaffung in jedem Eintrag.

Sicherheit der Arzneimittellieferkette und Fälschungsschutz

Die Integrität der Arzneimittellieferkette ist eine zentrale Aufgabe des pharmazeutischen Großhandels. Seit Februar 2019 ist in der EU die Arzneimittel-Fälschungsschutzrichtlinie (FMD, Falsified Medicines Directive) vollständig in Kraft: Jede verschreibungspflichtige Arzneimittelpackung trägt einen individuellen 2D-Datamatrix-Code, der beim Großhändler und beim Endabnehmer gescannt und in der nationalen Verifizierungsdatenbank (in Deutschland: securPharm) verifiziert wird. Temperaturkritische Produkte, Biologika, Insuline, Impfstoffe, erfordern durchgängige Kühlkette (2–8 °C oder tiefgekühlt), die der Großhandel mit validierten Kühllagern, Kühltransporten und Temperaturmonitoring sicherstellt. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) mit strengen Dokumentationspflichten. Rückrufmanagement und Chargenrückverfolgung nach GDP-Leitlinien sind obligatorisch. Sanoliste weist ausgewiesene Spezialgroßhändler für Kühlkette, Betäubungsmittel und Importarzneimittel gesondert aus.

Was macht ein Pharmagrosshandel?

Der Pharmagrosshandel beschafft, lagert und verteilt Arzneimittel an Apotheken, Krankenhäuser und andere zugelassene Abnehmer. Die Tätigkeit ist in Deutschland nach § 52a AMG erlaubnispflichtig.

Welche Erlaubnis braucht ein pharmazeutischer Großhandel?

Vorgeschrieben ist die Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG. Voraussetzungen sind unter anderem geeignete Betriebsräume, ein verantwortlicher Leiter mit entsprechender Qualifikation und die Einhaltung der EU-Leitlinien für Gute Vertriebspraxis (GDP).

Wie finde ich einen zugelassenen Pharmagroßhändler?

Zugelassene Großhändler sind bei der Arzneimittelüberwachungsbehörde ihres Bundeslandes registriert. Auf Sanoliste finden Sie alle Großhändler mit Erlaubnis nach § 52a AMG, inklusive Spezialisierungen wie Kühlkettenprodukte, Betäubungsmittel oder Importarzneimittel.

Vollsortimenter oder Spezialgroßhändler?

Vollsortimenter führen das komplette Sortiment der am deutschen Markt erhältlichen Arzneimittel und beliefern Apotheken in der Regel innerhalb von zwei bis vier Stunden, auch nachts. Bundesweit aktive Vollsortimenter sind NOWEDA, Sanacorp, Phoenix und Alliance Healthcare. Spezialgroßhändler konzentrieren sich auf Segmente: Importarzneimittel (Parallelimporte), Kühlkettenprodukte (Biologika, Impfstoffe), Betäubungsmittel oder Zytostatika.

Was bedeutet Parallelimport bei Arzneimitteln?

Beim Parallelimport werden Arzneimittel aus einem EU-Mitgliedstaat, in dem sie günstiger angeboten werden, in ein anderes EU-Land reimportiert. In Deutschland fördert das Wirtschaftlichkeitsgebot nach § 129 SGB V Parallelimporte: Apotheken sind unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, preisgünstigere Reimporte abzugeben. Parallelimporteure brauchen eine Einfuhrgenehmigung und eine Großhandelserlaubnis. Die Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen sind identisch mit denen direkt vertriebener Produkte.

Wie wichtig ist die Kühlkette im Pharmagrosshandel?

Sehr. Temperaturempfindliche Arzneimittel wie Biologika, Insuline, Impfstoffe und viele Onkologika müssen lückenlos bei 2–8 °C gelagert und transportiert werden. Der Großhandel ist verantwortlich für validierte Kühllager, Kühlfahrzeuge mit kontinuierlichem Temperaturmonitoring und qualifizierte Versandverpackungen. Die EU-GDP-Leitlinien 2013/C 343/01 verlangen Temperaturkartierungen, Risikoabschätzungen und ein dokumentiertes Abweichungsmanagement. Jede Temperaturabweichung ist zu dokumentieren und kann zur Sperrung einer Charge führen.

Pharmagroßhandel oder Arzneimittelvermittler?

Der Großhändler nimmt Arzneimittel physisch in seinen Bestand auf, lagert sie und liefert sie an berechtigte Empfänger wie Apotheken und Krankenhäuser aus. Er braucht eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG und GDP-konforme Lagerbedingungen. Der Vermittler dagegen handelt nicht selbst mit der Ware, er vermittelt nur Geschäfte zwischen Herstellern, Großhändlern und Abnehmern, ohne Besitz. Die Vermittlertätigkeit ist nach § 52b AMG registrierungspflichtig.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Pharmagrosshandel