Medios AG

Pharmagrosshandel · Berlin

Medios AG ist ein börsennotiertes Berliner Spezialpharmaunternehmen, das patientenindividuelle Therapien in Onkologie, Immunologie und weiteren Spezialgebieten bereitstellt.

Medios AG Adresse & Kontakt

Telefon

Website

Adresse

Heidestraße 9
10557 Berlin

Unternehmensprofil

2018

Gegründet

1.000+

Mitarbeiter

Medios AG im Überblick

Die Medios AG ist eine bedeutende Akteurin im Bereich der Spezialpharmazeutika in Deutschland, mit besonderem Fokus auf die Behandlung von Krebserkrankungen. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2016, und seitdem entwickelt es sich rasch zu einem Vorreiter im Markt der maßgeschneiderten Arzneimittelversorgung. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt in Berlin, wo es in einer dynamischen Umgebung agiert und zahlreiche innovativen Lösungen fördert. Im Jahr 2018 trat Medios AG erfolgreich in den Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse ein und ist seitdem im SDAX gelistet, was das Vertrauen der Investoren in seine Geschäftsstrategie und -leistung unterstreicht. Als integrierter Versorgungsanbieter für Spezialpharmazeutika hat Medios eine zentrale Rolle eingenommen und verbindet verschiedene Akteure des Gesundheitssektors, um eine effektive Patientenversorgung sicherzustellen.

Tätigkeitsfeld & Leistungen

Medios AG strukturiert ihr Kerngeschäft in drei wesentliche Bereiche, die der individuellen Patientenversorgung dienen. Erstens ist die patientenindividuelle Herstellung von Krebsmedikamenten, insbesondere Zytostatika und Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten, zentral. Diese Medikamente werden in spezialisierten Herstellungseinheiten gefertigt, die auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten zugeschnitten sind. Zweitens ist der Handel mit Specialty-Pharmazeutika eines der Rückgrat der Gesellschaft – hierzu zählen hochpreisige Biologika und Immuntherapeutika, die bei der Behandlung von Onkologie, HIV, Hepatitis und anderen komplexen Erkrankungen unterstützen. Drittens bietet Medios ergänzende Dienstleistungen, die Arztpraxen, Onkologieschwerpunktpraxen und Krankenhäusern helfen, eine optimale Therapie durchzuführen. Mit einem klaren Fokus auf Patientensicherheit und -effizienz versorgt Medios täglich Tausende von Krebspatienten mit lebensnotwendigen und individuell abgestimmten Therapieoptionen.

Wachstum & Regulierung

Die Wachstumsstrategie der Medios AG konzentriert sich auf die Akquisition spezialisierter Apotheken und Herstellungseinheiten innerhalb Deutschlands. Diese strategischen Übernahmen ermöglichen es dem Unternehmen, seine Kapazitäten zu erweitern und sein Netzwerk zu optimieren. Die Herstellung individueller Zytostatika-Zubereitungen erfordert eine strikte Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben, da sie den strengen Anforderungen der deutschen Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO), den Good Manufacturing Practice (GMP)-Richtlinien sowie dem Arzneimittelgesetz (AMG) unterliegt. Die Qualität und Sicherheit der Produkte und Dienstleistungen genießt oberste Priorität. Darüber hinaus ist Medios AG Mitglied im Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) und pflegt enge Kooperationen mit onkologischen Fachgesellschaften, um sicherzustellen, dass die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Produktentwicklung und -anwendung einfließen.

Das Unternehmen hat nicht nur wirtschaftliche Bedeutung, sondern auch einen nachhaltigen Einfluss auf die Gesundheitsversorgung in der Region Berlin und darüber hinaus. Durch die Bereitstellung spezialisierter Therapien stärkt die Medios AG die lokale Gesundheitsinfrastruktur und trägt dazu bei, dass Patienten Zugang zu fortschrittlichen Behandlungsmethoden erhalten. Ihre innovativen Ansätze in der Medikamentenversorgung und die starke Kundenorientierung machen Medios zu einem wichtigen Player im deutschen Gesundheitsmarkt und einem Vorbild für andere Unternehmen in der Branche.

Weitere Informationen: Pharmagrosshandel in Berlin oder alle Pharmagrosshandel-Unternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

Häufige Fragen zu Medios AG

Auf welche Therapiebereiche ist Medios AG spezialisiert?

Medios AG fokussiert sich auf Onkologie, Immunologie, Hämophilie und weitere Spezialgebiete mit patientenindividuellen Arzneimitteln.

Ist Medios AG börsennotiert?

Ja, Medios AG ist seit 2018 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Welche Kunden beliefert Medios AG?

Das Unternehmen beliefert spezialisierte Apotheken, onkologische Zentren und Krankenhäuser in ganz Deutschland.

Was ist securPharm?

securPharm ist das deutsche System zur Echtheitsprüfung verschreibungspflichtiger Arzneimittel über den Data-Matrix-Code auf der Verpackung.

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Über Pharmagrosshandel

Der pharmazeutische Großhandel (Pharmagrosshandel) ist das Bindeglied zwischen Arzneimittelherstellern und zugelassenen Abnehmern wie Apotheken und Krankenhäusern. In Deutschland ist der Großhandel mit Arzneimitteln erlaubnispflichtig nach § 52a AMG und muss die EU-Leitlinien für Gute Vertriebspraxis (GDP) einhalten, die temperaturkontrollierte Lagerung, lückenlose Rückverfolgbarkeit und qualifiziertes Personal vorschreiben. Bundesweit sichern rund 15 Vollsortimenter – darunter NOWEDA, Sanacorp, Phoenix und Alliance Healthcare – sowie über 100 Spezialgroßhändler die flächendeckende Arzneimittelversorgung aller 18.000 deutschen Apotheken und Tausender Krankenhäuser. Spezialgroßhändler decken Nischenbereiche wie Importarzneimittel, Betäubungsmittel, Kühlkettenprodukte und Biologika ab. Das Verzeichnis führt alle Pharmagroßhändler mit Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG, vollständigen Kontaktdaten und Angaben zu Spezialisierungen für eine zielgenaue Lieferantenauswahl.

Der pharmazeutische Großhandel in Deutschland

Der pharmazeutische Großhandel (Pharmagrosshandel) ist das zentrale Bindeglied der Arzneimittelversorgungskette in Deutschland. Rund 15 Vollsortimenter und über 100 spezialisierte Großhändler beliefern täglich mehr als 18.000 Apotheken, Krankenhäuser, Ärzte und andere zugelassene Abnehmer. Der Vollsortimenter NOWEDA, Sanacorp, Phoenix Pharmahandel und Alliance Healthcare gehören zu den größten Akteuren. Der gesamte pharmazeutische Großhandel in Deutschland ist erlaubnispflichtig nach § 52a AMG und muss die EU-Leitlinien für die Gute Vertriebspraxis (GDP) einhalten, die u. a. temperaturkontrollierte Lagerung, Rückverfolgbarkeit und Qualitätssysteme vorschreiben.

Anforderungen und Zulassung nach § 52a AMG und GDP

Ein pharmazeutischer Großhändler in Deutschland benötigt eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG, die von der zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörde des jeweiligen Bundeslandes erteilt wird. Voraussetzungen sind geeignete und GDP-konforme Lagerräume (inkl. Kühlkette für temperaturempfindliche Produkte), ein verantwortlicher Leiter mit pharmazeutischer Qualifikation sowie ein dokumentiertes Qualitätssystem. Spezialgroßhändler für Betäubungsmittel, Importarzneimittel oder Kühlkettenprodukte benötigen zusätzliche Genehmigungen. Regelmäßige GDP-Inspektionen sichern die Einhaltung aller Anforderungen.

Pharmagroßhändler für Ihre Beschaffung finden

Sanoliste führt alle in Deutschland zugelassenen Pharmagroßhändler mit Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG. Apotheken, Krankenhausapotheken, Arztpraxen und andere zugelassene Abnehmer können gezielt nach Lieferanten für bestimmte Arzneimittelgruppen suchen. Spezialgroßhändler für Importarzneimittel, Biologika, Kühlkettenprodukte oder Betäubungsmittel sind separat auffindbar. Alle Einträge enthalten vollständige Kontaktdaten für eine direkte Anfrage.

Sicherheit der Arzneimittellieferkette und Fälschungsschutz

Die Integrität der Arzneimittellieferkette ist eine zentrale Aufgabe des pharmazeutischen Großhandels. Seit Februar 2019 ist in der EU die Arzneimittel-Fälschungsschutzrichtlinie (FMD, Falsified Medicines Directive) vollständig in Kraft: Jede verschreibungspflichtige Arzneimittelpackung trägt einen individuellen 2D-Datamatrix-Code, der beim Großhändler und beim Endabnehmer gescannt und in der nationalen Verifizierungsdatenbank (in Deutschland: securPharm) verifiziert wird. Temperaturkritische Produkte – Biologika, Insuline, Impfstoffe – erfordern durchgängige Kühlkette (2–8 °C oder tiefgekühlt), die der Großhandel mit validierten Kühllagern, Kühltransporten und Temperaturmonitoring sicherstellt. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) mit strengen Dokumentationspflichten. Rückrufmanagement und Chargenrückverfolgung nach GDP-Leitlinien sind obligatorisch. Sanoliste weist ausgewiesene Spezialgroßhändler für Kühlkette, Betäubungsmittel und Importarzneimittel gesondert aus.

Was macht ein Pharmagrosshandel?

Der Pharmagrosshandel (pharmazeutischer Großhandel) übernimmt die Beschaffung, Lagerung und Distribution von Arzneimitteln an Apotheken, Krankenhäuser und andere zugelassene Abnehmer. In Deutschland ist der Großhandel mit Arzneimitteln erlaubnispflichtig nach § 52a AMG.

Welche Erlaubnis braucht ein pharmazeutischer Grosshandel?

Ein pharmazeutischer Großhandel benötigt eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG. Voraussetzungen sind u.a. geeignete Betriebsräume, ein verantwortlicher Leiter mit entsprechender Qualifikation sowie die Einhaltung der EU-Leitlinien für die Gute Vertriebspraxis (GDP).

Wie finde ich einen zugelassenen Pharmagroßhändler in Deutschland?

Zugelassene Pharmagroßhändler sind bei der Arzneimittelüberwachungsbehörde ihres Bundeslandes registriert. Auf Sanoliste finden Sie alle Großhändler mit Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG – inklusive Spezialisierungen auf Kühlkettenprodukte, Betäubungsmittel oder Importarzneimittel.

Was ist der Unterschied zwischen einem Vollsortimenter und einem Spezialgroßhändler?

Ein Vollsortimenter im Pharmagrosshandel führt das komplette Sortiment aller am deutschen Markt erhältlichen Arzneimittel und beliefert Apotheken in der Regel innerhalb von zwei bis vier Stunden – auch nachts. Vollsortimenter wie NOWEDA, Sanacorp, Phoenix und Alliance Healthcare betreiben bundesweite Logistiknetzwerke. Spezialgroßhändler konzentrieren sich auf bestimmte Segmente: Importarzneimittel (Parallelimporte), Kühlkettenprodukte (Biologika, Impfstoffe), Betäubungsmittel oder Zytostatika.

Was versteht man unter Parallelimport bei Arzneimitteln?

Beim Parallelimport werden Arzneimittel, die in einem EU-Mitgliedstaat günstiger angeboten werden, in ein anderes Mitgliedsland reimportiert. In Deutschland werden Parallelimporte durch das Wirtschaftlichkeitsgebot (§ 129 SGB V) gefördert: Apotheken sind unter bestimmten Umständen verpflichtet, preisgünstigere Parallelimporte abzugeben. Parallelimportgroßhändler benötigen eine Einfuhrgenehmigung und Großhandelserlaubnis. Die Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen sind identisch mit denen für direkt vertriebene Produkte.

Welche Rolle spielt die Kühlkette im Pharmagrosshandel?

Temperaturempfindliche Arzneimittel – darunter Biologika, Insuline, Impfstoffe und viele Onkologika – müssen lückenlos bei 2–8 °C gelagert und transportiert werden (Kühlkette). Der Pharmagroßhandel ist für die Einhaltung verantwortlich: Kühllager mit validierten Temperatursystemen, Kühlfahrzeuge mit kontinuierlichem Monitoring und qualifizierte Verpackungen für den Versand. Die EU-GDP-Leitlinien 2013/C 343/01 schreiben exakte Temperaturkartierungen, Risikoabschätzungen und Abweichungsmanagement vor. Temperaturabweichungen sind zu dokumentieren und können zur Sperrung einer Charge führen.

Was ist der Unterschied zwischen Pharmagroßhandel und Arzneimittelvermittler?

Ein Pharmagroßhändler nimmt Arzneimittel physisch in seinen Lagerbestand auf, lagert sie und liefert sie an berechtigte Empfänger wie Apotheken und Krankenhäuser aus. Er benötigt eine Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG und muss GDP-konforme Lagerbedingungen sicherstellen. Ein Arzneimittelvermittler dagegen handelt nicht mit der Ware selbst, sondern vermittelt lediglich Geschäfte zwischen Herstellern, Großhändlern und Abnehmern, ohne die Arzneimittel in Besitz zu nehmen. Die Vermittlertätigkeit ist nach § 52b AMG registrierungspflichtig.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Pharmagrosshandel