Aesculap AG Adresse & Kontakt
Aesculap AG: Profil
Die Aesculap AG mit Sitz in Tuttlingen gehört zum B. Braun-Konzern und produziert seit 1867 chirurgische Instrumente, Implantate und sterile Güter. Der Name leitet sich von Aesculap (Äskulap), dem griechischen Gott der Heilkunde, ab. Das Unternehmen beliefert Gesundheitseinrichtungen weltweit und verbindet in seinem Sortiment etablierte Fertigungsverfahren mit neuen Technologien, um den Anforderungen des Gesundheitsmarktes zu entsprechen.
Leistungen und Produkte
Aesculap bietet ein umfangreiches Sortiment an chirurgischen Instrumenten, Orthopädie-Implantaten, Neurochirurgie-Produkten und Sterilisationsprodukten. Die Marke Aesculap ist weltweit im Operationssaal verbreitet. Kernprodukte sind chirurgische Instrumente für allgemeine und spezialisierte Eingriffe. Dazu zählen Instrumente aus den Bereichen Atlas, Aesculap-Instrumente sowie Anpassungen für spezifische medizinische Bedürfnisse. Weitere bedeutende Produktsegmente sind die Hüft- und Knieimplantate, die in der Orthopädie für Minimalinvasive Chirurgie verwendet werden.
Die Aesculap AG verfügt auch über ein Portfolio im Bereich der Neurochirurgie, welches komplexe Instrumente für Operationen am zentralen Nervensystem umfasst. Dabei kommen Technologien zum Einsatz, die Präzision und Sicherheit der Eingriffe erhöhen. Das Unternehmen bietet zudem eine Reihe von elektrochirurgischen Geräten an, die in chirurgischen Eingriffen zum Schneiden und Koagulieren von Gewebe verwendet werden und so die Effizienz der Operationen verbessern.
Regulatorische Einordnung
Die Aesculap AG erfüllt europäische und internationale Standards zur Zulassung von Medizinprodukten. Das Unternehmen ist nach der Norm ISO 13485 zertifiziert, die spezifische Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme für Hersteller von Medizinprodukten definiert. Jedes Produkt durchläuft klinische Studien zur Demonstration seiner Sicherheit und Wirksamkeit, bevor es auf den Markt gebracht wird. Aesculap verpflichtet sich, die geltenden Qualitätsstandards gegenüber Patienten und medizinischem Personal einzuhalten.
Standort Tuttlingen / Baden-Württemberg
Aesculap in Tuttlingen gehört zu den historischen Kernen des Tuttlinger Medizintechnikclusters und ist einer der größten Arbeitgeber der Region. Als B. Braun-Tochter profitiert das Unternehmen vom globalen Konzernnetzwerk in über 60 Ländern. Tuttlingen hat sich auch durch Aesculap zu einem anerkannten Medizintechnikstandort entwickelt, der Start-ups und etablierte Unternehmen im Bereich der Medizintechnik anzieht. Dies schafft ein Netzwerk von Partnerschaften zwischen Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Industrie.
Die Aesculap AG ist in der lokalen Gemeinschaft aktiv und fördert durch verschiedene Programme die Ausbildung und Entwicklung von Fachkräften in der Medizintechnik. Dies ist von Bedeutung, da die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften in diesem Bereich wächst. Darüber hinaus leistet das Unternehmen einen Beitrag zur regionalen Wirtschaft und fördert durch lokale Zulieferer eine nachhaltige Wertschöpfung innerhalb des Clusters.
Weitere Medizintechnikunternehmen in der Region: Medizintechnik in Baden-Württemberg oder alle Medizintechnik in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Aesculap AG
Was macht Aesculap AG?
Aesculap AG ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Tuttlingen. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist Aesculap AG ansässig?
Aesculap AG hat seinen Sitz in Tuttlingen. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist Aesculap AG tätig?
Aesculap AG ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.