Canon Medical Systems GmbH Adresse & Kontakt
Canon Medical Systems GmbH: Profil
Die Canon Medical Systems GmbH mit Sitz im Rhein-Kreis Neuss ist die deutsche Tochtergesellschaft der Canon Medical Systems Corporation aus Japan, die vormals als Toshiba Medical bekannt war. Das Unternehmen verantwortet in Deutschland den Vertrieb und die Betreuung bildgebender Geräte und greift dabei auf die Erfahrung des Mutterhauses in der Medizintechnik zurück.
Leistungen und Produkte
Die Produktpalette von Canon Medical Systems umfasst Systeme und Dienstleistungen für Kliniken und radiologische Praxen:
- Computertomographie (CT): CT-Systeme mit bis zu 640 Zeilen für eine schnelle Diagnostik. Diese Geräte erzeugen dreidimensionale Bilder aus unterschiedlichen Winkeln und unterstützen so die Diagnose von Erkrankungen.
- Magnetresonanztomographie (MRT): Die MRT-Systeme werden in 1.5T und 3T Varianten angeboten und liefern Darstellungen der Gewebe. Besonders in der Neuro- und Herzdiagnostik kommt die MRT zum Einsatz.
- Ultraschallgeräte: Die Ultraschallsysteme eignen sich für die Allgemein- sowie Kardiologiediagnostik und verfügen über eine benutzerfreundliche Schnittstelle.
- Digitale Röntgensysteme: Diese Systeme ermöglichen eine Diagnostik mit Fokus auf Strahlenschutz und Patientensicherheit.
- IT-Lösungen: Canon Medical bietet IT-Lösungen wie Picture Archiving and Communication Systems (PACS) an, die sich in bestehende Krankenhausinformationssysteme integrieren lassen und die digitale Bildverarbeitung unterstützen.
Ergänzend bietet Canon Medical Serviceverträge für die langfristige Betreuung und Wartung der Systeme. Die Zusammenarbeit mit Radiologien, Kliniken und diagnostischen Zentren in Deutschland gehört zur Unternehmensstrategie.
Regulatorische Einordnung
In Deutschland unterliegt Canon Medical Systems regulatorischen Auflagen zur Sicherheit und Wirksamkeit der medizinischen Geräte. Die Produkte müssen den Anforderungen der Medical Device Regulation (MDR) der Europäischen Union entsprechen. Diese Regelungen verlangen klinische Bewertungen und die Einhaltung von Normen für Qualität und Patientensicherheit. Canon Medical arbeitet dazu mit den zuständigen Behörden und Institutionen zusammen, um die Zulassung und Vermarktung der Produkte sicherzustellen.
Regionale Bedeutung
Der Standort im Rhein-Kreis Neuss liegt in unmittelbarer Nähe zu Düsseldorf, einem Standort mit zahlreichen medizinischen Einrichtungen. Daraus ergibt sich für Canon Medical Zugang zu einem Netzwerk von Kliniken und Forschungseinrichtungen. Die Metropolregion Rhein-Ruhr zählt zu den dicht besiedelten und wirtschaftlich starken Regionen Deutschlands und bietet Möglichkeiten für Kooperationen mit Hochschulen und Fachzentren. Diese regionalen Verbindungen fördern den Austausch von Wissen sowie die Entwicklung von Technologien und Verfahren in der medizinischen Bildgebung.
Besonderheiten der Canon Medical Systems GmbH
Canon Medical verbindet Forschung, Entwicklung und die praktische Anwendung der Produkte. Das Unternehmen investiert in Forschung und Entwicklung im Bereich der medizinischen Bildgebung. Daneben bietet Canon Medical Schulungsprogramme für medizinisches Personal an, damit die Technologien im Betrieb eingesetzt werden können. Diese Verbindung aus Technik und Ausbildung richtet sich an die Kunden und deren Patienten.
Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Labore | Pharmaunternehmen
```Häufige Fragen zu Canon Medical Systems GmbH
Was macht Canon Medical Systems GmbH?
Canon Medical Systems GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Rhein-Kreis Neuss. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist Canon Medical Systems GmbH ansässig?
Canon Medical Systems GmbH hat seinen Sitz in Rhein-Kreis Neuss. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist Canon Medical Systems GmbH tätig?
Canon Medical Systems GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.