Hugo Sachs Elektronik Harvard Apparatus GmbH

Medizintechnik · Breisgau-Hochschwarzwald

Hugo Sachs Elektronik Harvard Apparatus GmbH ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Hugo Sachs Elektronik Harvard Apparatus GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Grünstrasse 1
79232 Breisgau-Hochschwarzwald

Hersteller physiologischer Messsysteme aus dem Breisgau

Hugo Sachs Elektronik Harvard Apparatus GmbH entwickelt physiologische Messsysteme und Forschungsgeräte für die biomedizinische Grundlagenforschung. Das Unternehmen wurde 1963 von Dr. Hugo Sachs in der Region Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg gegründet. Als Teil der international tätigen Harvard Apparatus Gruppe ist es in deren Netzwerk eingebunden, das den Austausch von Wissen und Technologien sowie die Produktentwicklung unterstützt.

Leistungen und Produkte

Das Produktportfolio von Hugo Sachs Elektronik umfasst spezialisierte Geräte für die biomedizinische Forschung. Dazu gehören isolierte Organbäder, insbesondere das Langendorff-System für die Untersuchung der Herzphysiologie. Damit lassen sich die Reaktionen von Herzgewebe auf Medikamente oder Stimuli in einer kontrollierten Umgebung untersuchen.

Eine weitere Produktkategorie sind Perfusionssysteme, die die Physiologie von Organen und Geweben in vitro aufrechterhalten. Sie kommen vor allem in Pharmakologie und Toxikologie zum Einsatz und liefern Daten über die Wirkungen pharmazeutischer Substanzen. Daneben bietet das Unternehmen Stimulatoren, Transducer und Messsysteme für die Erforschung der glatten Muskulatur und für neurophysiologische Anwendungen an. Diese Geräte werden in universitären Forschungslabors und pharmazeutischen Forschungseinrichtungen eingesetzt.

Besonderheiten und Innovationen

Hugo Sachs Elektronik verbindet technische Entwicklung mit anwenderorientierter Forschung. Das Unternehmen investiert in Forschung und Entwicklung, um Geräte an aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und an die Anforderungen der biomedizinischen Forschung anzupassen. Dazu zählen Systeme zur Messung ionenabhängiger Prozesse, die eine genauere Analyse physiologischer Bedingungen ermöglichen.

Daneben arbeitet das Unternehmen mit akademischen Institutionen und Forschungseinrichtungen zusammen. Diese Kooperationen fließen in die Produktentwicklung ein, sodass die Bedürfnisse der Forscher in die Gestaltung der Geräte einfließen, und tragen zur Weiterentwicklung der Geräte und Technologien bei.

Regulatorische Einordnung und Qualitätsstandards

Hugo Sachs Elektronik erfüllt die regulatorischen Anforderungen der Medizintechnik. Die Produkte sind nach internationalen Normen zertifiziert, einschließlich CE-Kennzeichnung in der Europäischen Union. Das Unternehmen betreibt ein Qualitätsmanagementsystem, das sich an ISO-Richtlinien orientiert, um Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Geräte zu gewährleisten. Kunden erhalten damit Produkte, die den wissenschaftlichen Ansprüchen entsprechen.

Bedeutung für die Region

Der Standort Breisgau-Hochschwarzwald, insbesondere die Universitätsstadt Freiburg, prägt die Entwicklung von Hugo Sachs Elektronik. Die Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Freiburg und dem Forschungsnetzwerk der Universität ermöglicht es dem Unternehmen, sich an aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen zu orientieren und Lösungen für die Bedürfnisse der Forschung zu entwickeln. Diese regionale Anbindung stützt die Marktposition des Unternehmens und trägt zur wirtschaftlichen Stabilität der Region bei. Zudem schafft das Unternehmen Arbeitsplätze und beteiligt sich an der Ausbildung von Fachkräften in Medizintechnik und biomedizinischer Forschung.

Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Medizintechnik Baden-Württemberg | Labore

Häufige Fragen zu Hugo Sachs Elektronik Harvard Apparatus GmbH

Was macht Hugo Sachs Elektronik Harvard Apparatus GmbH?

Hugo Sachs Elektronik Harvard Apparatus GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Breisgau-Hochschwarzwald. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Wo ist Hugo Sachs Elektronik Harvard Apparatus GmbH ansässig?

Hugo Sachs Elektronik Harvard Apparatus GmbH hat seinen Sitz in Breisgau-Hochschwarzwald. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.

In welchem Bereich der Medizintechnik ist Hugo Sachs Elektronik Harvard Apparatus GmbH tätig?

Hugo Sachs Elektronik Harvard Apparatus GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Standort

Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche

Regionale Cluster und Hochburgen

Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland

Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen

Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED

Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA

Herausforderungen der Branche

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.

Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?

Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).

Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?

Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.

Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.

Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.

Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?

Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.

Was ist EUDAMED?

EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.

Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?

Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.

Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?

Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 23.06.2026 · Kategorie: Medizintechnik