Okuvision GmbH

Medizintechnik · Reutlingen

Okuvision GmbH ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Reutlingen, Baden-Württemberg. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Okuvision GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Aspenhaustraße 25
72770 Reutlingen

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Okuvision GmbH: Profil

Die Okuvision GmbH in Reutlingen ist ein Medizintechnikunternehmen mit Schwerpunkt auf Neurostimulation zur Behandlung von Netzhauterkrankungen. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Elektrostimulationssysteme für die nicht-invasive transkorneale Elektrostimulation (TES) des Sehnervs, die bei Patienten mit Retinitis pigmentosa und anderen degenerativen Netzhauterkrankungen zur Anwendung kommen. Okuvision arbeitet mit Augenärzten, Sehzentren und Forschungsinstitutionen zusammen, um die Therapieansätze weiterzuentwickeln und klinische Evidenz zu generieren.

Leistungen und Produkte

Das Kernprodukt von Okuvision ist das OkuStim-System, eine Brille mit integrierten Elektroden, die eine elektrische Stimulation des Sehnervs ermöglicht. Das System zielt darauf ab, das Fortschreiten der Sehverschlechterung aufzuhalten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass der Einsatz des OkuStim-Systems die Verlangsamung des Sehverlusts bei Retinitis pigmentosa fördert. Das Produkt wird für die Heimanwendung durch Patienten nach ärztlicher Verordnung angeboten. Darüber hinaus bietet Okuvision Patientensupport sowie Schulungen und Informationen zur Nutzung des Geräts. Das OkuStim-System ist als Medizinprodukt nach der EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) zertifiziert.

Regulatorische Einordnung

Die regulatorische Einordnung von Okuvisions Produkten richtet sich nach den Anforderungen der Medizinprodukteverordnung. Das Unternehmen setzt auf Qualitätssicherung und die Einhaltung von Sicherheitsstandards, die durch regelmäßige Audits und Zertifizierungen überprüft werden. So stellt Okuvision sicher, dass die Produkte den gesetzlichen Vorgaben sowie den Anforderungen von Fachärzten und Patienten entsprechen. Der Entwicklungsprozess für Produkte wie das OkuStim-System orientiert sich an den Richtlinien der ISO 13485, einem internationalen Standard für Qualitätsmanagementsysteme in der Medizintechnik.

Regionale Bedeutung

Reutlingen und die umliegende Region in Baden-Württemberg sind Teil der deutschen Medizintechniklandschaft. Die Stadt gehört zur Technologieregion Stuttgart, einem Standort für Forschung und Industrie. Okuvision profitiert von der Nähe zu Forschungseinrichtungen wie der Universität Tübingen und dem Universitätsklinikum Tübingen. Diese Kooperationen ermöglichen Okuvision den Zugang zum aktuellen Forschungsstand und die gemeinsame Arbeit an klinischen Studien zur Entwicklung neuer Therapieansätze. Zudem trägt das Unternehmen zur regionalen Wirtschaft bei und schafft lokale Arbeitsplätze.

Besonderheiten und Zukunftsperspektiven

Ein Merkmal von Okuvision ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Forschung und klinische Anwendung verbindet. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Optimierung der Therapieansätze steht bei der weiteren Entwicklung im Fokus. Darüber hinaus plant Okuvision, die internationale Reichweite der Produkte auszubauen und neue Märkte zu erschließen. Die Weiterentwicklung der Elektrostimulationstechniken könnte in den kommenden Jahren zu Behandlungsmöglichkeiten für weitere Augenkrankheiten führen.

Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Pharmaunternehmen | Labore

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Häufige Fragen zu Okuvision GmbH

Was macht Okuvision GmbH?

Okuvision GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Reutlingen. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Wo ist Okuvision GmbH ansässig?

Okuvision GmbH hat seinen Sitz in Reutlingen. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.

In welchem Bereich der Medizintechnik ist Okuvision GmbH tätig?

Okuvision GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Standort

Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche

Regionale Cluster und Hochburgen

Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland

Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen

Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED

Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA

Herausforderungen der Branche

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.

Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?

Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).

Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?

Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.

Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.

Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.

Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?

Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.

Was ist EUDAMED?

EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.

Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?

Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.

Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?

Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 23.06.2026 · Kategorie: Medizintechnik