Thomas RECORDING GmbH Adresse & Kontakt
Thomas RECORDING GmbH: Profil
Die Thomas RECORDING GmbH mit Sitz in Gießen, Hessen, entwickelt und fertigt Elektrophysiologie-Messgeräte und Mikroelektroden. Das Unternehmen baut Aufzeichnungssysteme, die in der Grundlagenforschung der Neurowissenschaften und in der klinischen Praxis, insbesondere der Tiefen Hirnstimulation (DBS), zum Einsatz kommen. Gegründet wurde es in den frühen 2000er-Jahren; heute beliefert Thomas RECORDING Kunden weltweit.
Leistungen und Produkte
Das Produktangebot richtet sich an Forscher und Kliniker. Zu den Hauptproduktbereichen gehören:
- Mehrkanal-Mikroelektrodensysteme: Sie erfassen die elektrische Aktivität neuronaler Zellen.
- Multi-Electrode-Arrays (MEA): Diese Arrays sind für Untersuchungen neuronaler Interaktionen ausgelegt und eignen sich für In-vitro- wie In-vivo-Experimente.
- Vorverstärker: Sie verarbeiten das Signal und heben die schwachen Spannungen an, die bei neuronalen Messungen entstehen.
- Datenaufzeichnungssoftware: Für Analyse und Visualisierung der erfassten Daten bietet Thomas RECORDING Softwarelösungen, die sich in bestehende Systeme einbinden lassen.
Die Produkte kommen in neurochirurgischen Kliniken mit Schwerpunkt Parkinson- und Epilepsie-Chirurgie sowie in Forschungsinstituten zum Einsatz, die am Hirngewebe arbeiten. Durch internationale Zulassungen werden die Geräte in vielen Ländern vertrieben; in Europa sind sie als Medizinprodukt der Klasse II eingeordnet, mit entsprechenden Zulassungen in weiteren Märkten.
Regionalität und Kooperationen
Die Anbindung an die Universitätsstadt Gießen ist für die Thomas RECORDING GmbH von Bedeutung. In Gießen befinden sich die Justus-Liebig-Universität und das Universitätsklinikum Gießen, das eine Plattform für klinische Studien und Forschung bietet. Das Fachgebiet Neurologie und Neurochirurgie am UKGM ist ein Kooperationspartner, der klinische Anforderungen aus der Neurophysiologie an Thomas RECORDING heranträgt. Diese Zusammenarbeit unterstützt die Weiterentwicklung der Produkte entlang aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Zudem ist das Unternehmen in regionalen und überregionalen Netzwerken der Medizintechnik aktiv. Die Teilnahme an Messen und Konferenzen in Deutschland und Europa ermöglicht den Austausch mit Fachleuten und anderen Unternehmen der Branche und erhöht die Sichtbarkeit von Thomas RECORDING. Das stärkt die Position im Bereich neurotechnologischer Lösungen und die hessische Medizintechniklandschaft.
Besonderheiten und Entwicklung
Thomas RECORDING investiert laufend in Forschung und Entwicklung, um die Produkte an wissenschaftliche und technologische Entwicklungen anzupassen. Technisches Know-how, ein Team aus Wissenschaftlern und Technikern sowie die Ausrichtung an den Anforderungen der Kunden prägen die Arbeit am Produktportfolio.
Ein Beispiel ist das jüngste Mikroelektrodensystem, das eine einfachere Bedienung, bessere Datenqualität und flexiblere Konfigurationen für unterschiedliche Forschungsbedingungen bietet.
Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Medizintechnik Hessen | Labore
```Häufige Fragen zu Thomas RECORDING GmbH
Was macht Thomas RECORDING GmbH?
Thomas RECORDING GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Gießen. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist Thomas RECORDING GmbH ansässig?
Thomas RECORDING GmbH hat seinen Sitz in Gießen. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist Thomas RECORDING GmbH tätig?
Thomas RECORDING GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
Weitere Medizintechnik in Gießen
Medizintechnik in Deutschland
Verwandte Bereiche im Gesundheitswesen
Medizintechnik nach Standort
Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.