ZwickRoell GmbH & Co. KG

Medizintechnik · Ulm

ZwickRoell GmbH & Co. KG ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Ulm, Baden-Württemberg. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

ZwickRoell GmbH & Co. KG Adresse & Kontakt

Telefon

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Adresse

August-Nagel-Straße 11
89079 Ulm

ZwickRoell GmbH & Co. KG im Überblick

ZwickRoell GmbH & Co. KG aus Ulm in Baden-Württemberg ist ein weltweit führender Hersteller von Werkstoffprüfmaschinen und Prüfsystemen, die auch in der Medizintechnik eingesetzt werden. Das Unternehmen wurde 1852 gegründet und hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer verlässlichen Größe in der Prüf- und Messtechnik entwickelt. Die anfängliche Spezialisierung auf mechanische Prüfmaschinen wurde kontinuierlich durch Forschung und Entwicklung erweitert, was ZwickRoell an die Spitze der Branche gebracht hat. Heute entwickelt und produziert das Unternehmen universelle Prüfmaschinen für Zug-, Druck- und Biegeprüfungen sowie spezielle Prüf- und Analysegeräte für die Material- und Produktcharakterisierung. ZwickRoell beschäftigt über 1.700 Mitarbeiter weltweit und hat Tochtergesellschaften in über 50 Ländern.

Leistungen und Produkte

ZwickRoell bietet Prüfmaschinen für medizintechnische Materialien wie Implantate, Stents, Nahtmaterial und Katheter an. Das Unternehmen hat sich auf die Bedürfnisse der Medizintechnik-Branche spezialisiert und stellt sicher, dass seine Produkte den strengen Anforderungen der FDA und der europäischen Medizinprodukteverordnung entsprechen. Das Portfolio umfasst universelle Zugprüfmaschinen, Torsionsprüfsysteme sowie Spezialprüfvorrichtungen für die Qualitätskontrolle von Medizinprodukten und die Erprobung deren Zusammensetzung und Stabilität unter unterschiedlichen Bedingungen. Zudem hat ZwickRoell innovative Lösungen wie digitale Messsysteme und Software für die Datenanalyse entwickelt, um die Effizienz der Prüfprozesse zu steigern. Kunden sind Medizintechnikhersteller und Prüflabore weltweit, die auf die hohe Präzision und Zuverlässigkeit der ZwickRoell Produkte vertrauen.

Besonderheiten der ZwickRoell GmbH & Co. KG

Ein herausragendes Merkmal von ZwickRoell ist die enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Universitäten, um technologische Innovationen voranzutreiben. Dadurch bleibt das Unternehmen nicht nur auf dem neuesten Stand der Technik, sondern kann auch spezifische Kundenanforderungen in neueste Produkte integrieren. ZwickRoell stellt auch hohe Ansprüche an ihre Nachhaltigkeitsstrategien, indem sie energiesparende Technologien entwickeln und umweltfreundliche Materialien einsetzen, wo immer es möglich ist.

Regulatorische Einordnung

Die Produkte von ZwickRoell unterliegen umfassenden regulatorischen Standards, die sowohl national als auch international für die Medizintechnik gelten. In Europa müssen die Geräte den Anforderungen der Medizinprodukteverordnung (MDR) entsprechen, die Richtlinien zur Sicherheit und Leistung von medizinischen Produkten festlegt. Darüber hinaus beachtet ZwickRoell die Richtlinien der FDA (Food and Drug Administration) in den USA, um die Qualität und Sicherheit seiner Prüfmaschinen zu garantieren. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in Zertifizierungsprozesse, um das Vertrauen seiner Kunden zu maximieren und die Qualität der Produkte sicherzustellen.

Bedeutung für die Region

Ulm ist nicht nur die Geburtsstadt Albert Einsteins, sondern auch ein wichtiger Standort für die Medizintechnik-Industrie in Deutschland. ZwickRoell trägt erheblich zur regionalen Wirtschaft bei und bietet zahlreichen Fachkräften, Ingenieuren und Technikern attraktive Arbeitsplätze. Die umfangreiche Ausbildung junger Talente, gekoppelt mit Praktika und Dualen Studiengängen, zeigt das Engagement des Unternehmens für die Förderung des technologische Nachwuchses in der Region. Zudem ist ZwickRoell ein wichtiger Impulsgeber für Innovationen und Technologien, die über die Region hinaus Bedeutung erlangen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Ulm stärken.

Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Lohnhersteller | Pharmaunternehmen

Häufige Fragen zu ZwickRoell GmbH & Co. KG

Was macht ZwickRoell GmbH & Co. KG?

ZwickRoell GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Ulm. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Wo ist ZwickRoell GmbH & Co. KG ansässig?

ZwickRoell GmbH & Co. KG hat seinen Sitz in Ulm. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.

In welchem Bereich der Medizintechnik ist ZwickRoell GmbH & Co. KG tätig?

ZwickRoell GmbH & Co. KG ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.

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Über Medizintechnik

Medizintechnikunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Medizinprodukte im Sinne der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 – von In-vitro-Diagnostika und bildgebenden Systemen über Implantate und chirurgische Instrumente bis zu medizinischer Software (SaMD). Deutschland ist mit einem Jahresumsatz von ca. 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der deutschen Medizintechnikbranche beschäftigt; rund zwei Drittel aller Produkte gehen in den Export. Bedeutende Cluster befinden sich in Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen) und Nordrhein-Westfalen. Tuttlingen gilt weltweit als Zentrum für chirurgische Instrumente. Hersteller, Händler und Zulieferer aus der gesamten deutschen Medizintechnikbranche sind hier mit CE-Kennzeichen, Risikoklasse und vollständigen Kontaktdaten für Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen erfasst.

Deutschland als Medizintechnik-Leitmarkt

Die deutsche Medizintechnikbranche gehört zu den stärksten der Welt. Mit einem Jahresumsatz von rund 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen ist Deutschland nach den USA und China der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Deutsche Unternehmen sind führend in Bereichen wie Bildgebung, Kardiologie, Orthopädie, In-vitro-Diagnostik, Dentalmedizin und medizinischer Software. Bedeutende Standorte sind Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen), Nordrhein-Westfalen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Tuttlingen gilt als weltweites Zentrum für chirurgische Instrumente.

MDR-Zulassung und CE-Kennzeichen für Medizinprodukte

Medizinprodukte, die in Deutschland und der EU in Verkehr gebracht werden, müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse (I, IIa, IIb oder III) ist eine Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle (Notified Body) erforderlich. In-vitro-Diagnostika (IVD) unterliegen zusätzlich der IVDR 2017/746. Die Marktüberwachung in Deutschland obliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hersteller müssen zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 vorhalten und in der EUDAMED-Datenbank registriert sein.

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Sanoliste erfasst Hersteller, Händler und Zulieferer aus der gesamten deutschen Medizintechnikbranche. Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen können gezielt suchen: Welche Unternehmen bieten CE-zertifizierte Produkte in einer bestimmten Kategorie an? Wo ist der nächste Medizintechnikpartner in meiner Region? Alle Einträge enthalten Adresse, Telefonnummer, Website und Ansprechpartner.

Innovationsfelder und Zukunftstechnologien

Die deutsche Medizintechnikbranche treibt zahlreiche Zukunftsfelder voran. KI-gestützte Diagnostik und Bildauswertung revolutionieren die Radiologie und Pathologie; Algorithmen zur Früherkennung von Krebs und Herzerkrankungen erhalten zunehmend CE-Zulassungen als Software as a Medical Device (SaMD). Robotergestützte Chirurgiesysteme – allen voran Systeme von Siemens Healthineers, Brainlab und Karl Storz – verbessern die Präzision bei komplexen Eingriffen. Minimalinvasive Technologien, implantierbare Herzschrittmacher und intelligente Prothesen mit sensorischer Rückkopplung zeigen die Bandbreite der Innovation. Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht Schnelltests direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett. Telemedizin und digitale Patientenakte fördern die Vernetzung zwischen Medizinprodukt und klinischem Workflow. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte durch Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen.

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Die Medizintechnik umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von medizinischen Geräten, Instrumenten, Software und Zubehör, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden. Deutschland ist einer der führenden Medizintechnik-Standorte weltweit.

Wie werden Medizintechnikprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte in Deutschland und der EU müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) erfüllen und mit dem CE-Kennzeichen versehen sein. Je nach Risikoklasse sind Konformitätsbewertungen durch benannte Stellen erforderlich.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Medizintechnikunternehmen sind über Branchenverbände wie SPECTARIS oder BVMed recherchierbar. Viele Unternehmen sind zudem in der EUDAMED-Datenbank der EU registriert. Auf Sanoliste finden Sie alle deutschen Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt mit vollständigen Kontaktdaten.

Was ist der Unterschied zwischen Klasse I, IIa, IIb und III bei Medizinprodukten?

Die Risikoklasse eines Medizinprodukts bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (niedriges Risiko): z. B. Pflaster, Brillenrahmen – oft Selbsterklärung des Herstellers ausreichend. Klasse IIa: z. B. Hörgeräte, Ultraschallgeräte – Beteiligung einer benannten Stelle erforderlich. Klasse IIb: z. B. Defibrillatoren, Beatmungsgeräte – strengere Prüfung durch benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko): z. B. Herzklappen, aktive Implantate – vollständige Prüfung der technischen und klinischen Dokumentation durch die benannte Stelle.

Was ist EUDAMED und warum ist die Datenbank wichtig?

EUDAMED (European Database on Medical Devices) ist die zentrale EU-Datenbank für Medizinprodukte. Sie enthält Informationen zu Herstellern, Produkten, Benannten Stellen, Konformitätsbescheinigungen und Vigilanzdaten. Die schrittweise Befüllung durch Hersteller ist seit Mai 2021 verpflichtend. EUDAMED verbessert die Transparenz für Behörden, Gesundheitsdienstleister und Patienten und erleichtert die Marktüberwachung. Hersteller, die ihre Produkte in der EU vermarkten, müssen als erstes Schritt einen eindeutigen Gerätekenncode (UDI – Unique Device Identifier) in der Datenbank registrieren.

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 sollten Medizintechnikunternehmen ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 implementieren, das speziell für die Medizinproduktebranche entwickelt wurde. Für IVD-Produkte gilt zusätzlich die IVDR 2017/746. Softwareprodukte (SaMD) müssen nach IEC 62304 entwickelt sein. Cybersecurity-Anforderungen gemäß IEC 81001-5-1 gewinnen zunehmend an Bedeutung, da vernetzte Medizinprodukte Hackingrisiken ausgesetzt sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt Leitlinien für IT-Sicherheit in Medizinprodukten bereit.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Medizintechnik