Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1989
Gegründet
35.000+
Mitarbeiter
Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA im Überblick
Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA ist die deutsche Tochtergesellschaft von Bristol-Myers Squibb (BMS), einem globalen biopharmazeutischen Unternehmen mit Hauptsitz in New York (USA). BMS wurde 1989 durch die Fusion von Bristol-Myers Company (gegründet 1887) und Squibb Corporation (gegründet 1858) ins Leben gerufen. Diese Fusion war wegweisend in der Geschichte der Pharmaindustrie und ermöglichte BMS, als eines der innovativsten Unternehmen im Bereich der biopharmazeutischen Forschung aufzutreten. Im Jahr 2019 übernahm BMS das Unternehmen Celgene für rund 74 Milliarden US-Dollar, eine der größten Pharmafusionen in der Geschichte. Aktuell beschäftigt BMS weltweit rund 35.000 Mitarbeitende, wobei die deutsche Niederlassung in München eine Schlüsselrolle auf dem nationalen Markt spielt, indem sie eine Vielzahl an therapeutischen Lösungen für Patienten bereitstellt.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Bristol-Myers Squibb hat sich auf die therapeutischen Bereiche Onkologie, Immunologie, kardiovaskuläre Erkrankungen und Hämatologie spezialisiert. Innerhalb der Onkologie gilt BMS als Pionier in der Immuntherapie: Opdivo (Nivolumab) und Yervoy (Ipilimumab) waren die ersten zugelassenen Checkpoint-Inhibitoren (Anti-PD-1 und Anti-CTLA-4) und haben die Behandlung von Krebserkrankungen revolutioniert. Diese Therapien zeigen, wie das Immunsystem zur Bekämpfung von Tumoren mobilisiert werden kann und schaffen neue Möglichkeiten für Patienten mit fortgeschrittenem Krebs.
Zu den weiteren zentralen Produkten des Unternehmens gehören Eliquis (Apixaban), ein Antikoagulans, das in Zusammenarbeit mit Pfizer entwickelt wurde, zur Behandlung von Vorhofflimmern und zur Vorbeugung gegen Venenthrombosen. Der Zukauf von Celgene brachte Produkte wie Revlimid (Lenalidomid) und Pomalyst (Pomalidomid) mit sich, die für die Behandlung des multiplen Myeloms von zentraler Bedeutung sind. Darüber hinaus ist Sprycel (Dasatinib) ein wichtiges Medikament zur Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie (CML).
Forschung & Regulierung
BMS investiert erhebliche Mittel in Forschung und Entwicklung, insbesondere in der Immun-Onkologie. Da die Bedürfnisse der Patienten im Mittelpunkt stehen, legt das Unternehmen großen Wert auf die Identifizierung neuer Behandlungsmöglichkeiten und -methoden. Dabei wird die umfangreiche klinische Pipeline ständig erweitert, um innovative Therapieoptionen zu entwickeln, die den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Alle Produkte unterliegen strengen regulatorischen Anforderungen, die durch die Bundesoberbehörde für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) überwacht werden.
BMS ist zudem aktives Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), was das Engagement des Unternehmens für Qualität, Transparenz und Patientenversorgung in Deutschland unterstreicht. Die Mitgliedschaft ermöglicht den Austausch mit anderen führenden Unternehmen der Branche und fördert gemeinsame Forschungsprojekte sowie öffentliche Initiativen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung.
Regionale Bedeutung
Die Präsenz von Bristol-Myers Squibb in München hat eine besondere regionale Bedeutung, nicht nur für die Beschäftigung, sondern auch für die Gesundheitsversorgung in Deutschland und darüber hinaus. Die Niederlassung ist aktiv in verschiedenen Initiativen zur Schulung von medizinischem Fachpersonal und zur Aufklärung der Öffentlichkeit über die neuesten Entwicklungen in der Krebsbehandlung. Darüber hinaus fördert BMS die Kooperation mit lokalen Forschungseinrichtungen, um den Wissenstransfer zu unterstützen und Innovationen auf regionaler Ebene zu beschleunigen.
Besonderheiten
Eine weitere Besonderheit von BMS ist die strategische Ausrichtung auf personalisierte Medizin. Das Unternehmen verfolgt Initiativen zur Entwicklung individueller Therapien, die auf genetischen Informationen der Patienten basieren, um die Effizienz und Wirksamkeit von Behandlungen zu steigern. Außerdem hat BMS zahlreiche Partnerschaften mit Technologieunternehmen und Start-ups geschlossen, um neue digitale Gesundheitslösungen zu erforschen, die Patienten den Zugang zu Informationen erleichtern und die Therapietreue verbessern können.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Bayern oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Was macht Bristol-Myers Squibb?
Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA entwickelt therapeutische Lösungen für Menschen mit schweren Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Beschwerden, HIV und Hepatitis-C-Infektionen. Mit Zelltherapie und Proteinhomöostase sucht sie neue Therapieansätze für eine noch bessere Medikation.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel. Wer in Deutschland tätig sein will, braucht eine Zulassung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten arbeiten hierzulande (vfa 2023). 2023 lag der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie bei mehr als 55 Milliarden Euro, jedes Jahr fließen rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den größten deutschen Häusern zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal; die regionalen Cluster sitzen in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller von Rx-Präparaten, Generika, OTC-Produkten und Biosimilars, vom Weltkonzern bis zum spezialisierten Mittelständler. Jeder Eintrag mit Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.
Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.
Pharmaunternehmen gezielt finden
Im Verzeichnis stehen Pharmaunternehmen mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort in Deutschland. Apotheken, Krankenhauseinkauf und Forschungseinrichtungen filtern nach Bundesland und Stadt; jeder Eintrag zeigt Adresse, Telefon, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Wer einen Hersteller einer bestimmten Arzneimittelklasse oder Region sucht, ist hier in wenigen Klicks am Ziel.
Arzneimittelklassen und Produktsegmente
Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie tragen die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zu Markteinführung und Vertrieb. In Deutschland steht die Aufsicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?
Wer in Deutschland Arzneimittel herstellt, braucht eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG. Jedes vermarktete Arzneimittel benötigt eine Zulassung beim BfArM oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Regelmäßige GMP-Inspektionen sichern die Qualität.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Viele Pharmaunternehmen führen Kontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert, mit Adresse, Telefon und Website.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Das Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs. Solange der Patentschutz läuft, hat der Hersteller exklusive Vermarktungsrechte. Nach Patentablauf dürfen andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika anbieten, in der Regel deutlich günstiger. Das Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird. Sicherheit und Wirksamkeit muss das Biosimilar in eigenen klinischen Studien belegen.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
GMP-Inspektionen führen die Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer und die EMA durch. Geprüft werden Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Mängel werden in Deficiency Letters festgehalten. Critical Findings können bis zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. Die ausgestellten GMP-Zertifikate sind in der EudraGMDP-Datenbank der EMA öffentlich einsehbar.
Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Bayern liegt vorn, mit Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen kommt mit Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und einer dichten Biotech-Szene im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einem starken Zulieferernetz.