Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA

Pharmaunternehmen · München

Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA ist die deutsche Niederlassung des US-amerikanischen Pharmaunternehmens mit Schwerpunkt auf Onkologie, Hämatologie, Immunologie und Kardiologie. Bekannt für Immuncheckpoint-Inhibitoren wie Opdivo® und Yervoy®.

Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA Adresse & Kontakt

Adresse

Arnulfstr. 29
80636 München

Unternehmensprofil

1989

Gegründet

35.000+

Mitarbeiter

Spezialisierungen

Onkologie und Hämatologie, Herz-Kreislauf, Immunologie

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Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA – Unternehmensprofil

Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA ist die deutsche Tochtergesellschaft von Bristol-Myers Squibb (BMS), einem biopharmazeutischen Unternehmen mit Hauptsitz in New York (USA). BMS entstand 1989 durch die Fusion von Bristol-Myers Company (gegründet 1887) und Squibb Corporation (gegründet 1858). Im Jahr 2019 übernahm BMS das Unternehmen Celgene für rund 74 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 35.000 Mitarbeitende. Die deutsche Niederlassung in München entwickelt und vertreibt therapeutische Lösungen auf dem nationalen Markt.

Tätigkeitsfeld & Produkte

Bristol-Myers Squibb konzentriert sich auf die therapeutischen Bereiche Onkologie, Immunologie, kardiovaskuläre Erkrankungen und Hämatologie. Im Bereich Onkologie bietet BMS Opdivo (Nivolumab) und Yervoy (Ipilimumab) an – Checkpoint-Inhibitoren (Anti-PD-1 und Anti-CTLA-4), die zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt werden und das Immunsystem zur Tumorbekämpfung nutzen.

Zu den weiteren Kernprodukten gehören Eliquis (Apixaban), ein Antikoagulans zur Behandlung von Vorhofflimmern und Venenthrombose-Prävention, das in Zusammenarbeit mit Pfizer entwickelt wurde. Die Celgene-Übernahme brachte Revlimid (Lenalidomid) und Pomalyst (Pomalidomid) für die Behandlung des multiplen Myeloms mit sich. Sprycel (Dasatinib) wird zur Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie (CML) eingesetzt.

Forschung & Regulierung

BMS investiert in Forschung und Entwicklung mit Schwerpunkt auf Immun-Onkologie. Das Unternehmen entwickelt Therapieoptionen anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse. Alle Produkte unterliegen den regulatorischen Anforderungen der Bundesoberbehörde für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA).

BMS ist Mitglied im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa). Die Mitgliedschaft ermöglicht den Austausch mit anderen Pharmaunternehmen und fördert Forschungsprojekte sowie Initiativen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung.

Regionale Bedeutung

Die Niederlassung in München ist in Schulungsmaßnahmen für medizinisches Fachpersonal und in Informationsangeboten zur Krebsbehandlung tätig. BMS arbeitet mit lokalen Forschungseinrichtungen zusammen, um den Wissenstransfer zu unterstützen und Innovation auf regionaler Ebene zu fördern.

Besonderheiten

BMS konzentriert sich auf personalisierte Medizin durch die Entwicklung individueller Therapien basierend auf genetischen Informationen von Patienten. Das Unternehmen kooperiert mit Technologieunternehmen und Start-ups, um digitale Gesundheitslösungen zu erforschen, die Patienten Informationszugang und Therapietreue verbessern.

Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Bayern oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA

Was macht Bristol-Myers Squibb?

Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA entwickelt therapeutische Lösungen für Menschen mit schweren Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Beschwerden, HIV und Hepatitis-C-Infektionen. Mit Zelltherapie und Proteinhomöostase sucht sie neue Therapieansätze für eine noch bessere Medikation.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente

Regionale Cluster und Pharmastandorte

Führende Pharmaunternehmen in Deutschland

Zulassung und regulatorischer Rahmen

Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung

Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie

Herausforderungen der Branche

Pharmaunternehmen gezielt finden

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.

Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?

Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).

Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?

In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.

Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?

Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.

Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?

Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.

Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?

Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.

Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?

Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.

Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 03.07.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen