Ipsen Pharma GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1929
Gegründet
5.000+ (global)
Mitarbeiter
Spezialisierungen
Onkologie, Seltene Erkrankungen, Neurowissenschaften
Ipsen Pharma GmbH: Tätigkeitsfelder und Produkte
Ipsen Pharma GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft des französischen Spezialpharmaunternehmens Ipsen S.A. und deckt die Bereiche Onkologie, Neurologie und seltene Erkrankungen ab. Der Hauptsitz liegt in München, von wo aus der deutsche Facharztmarkt strategisch und operativ betreut wird. Das Unternehmen konzentriert sich auf therapeutische Lösungen für Patienten in diesen Indikationsgebieten und betreibt dafür eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Onkologie und Neurologie
Im Bereich der Onkologie hat sich Ipsen einen Namen mit Cabometyx (Cabozantinib) gemacht, das zur Behandlung von Nierenzellkarzinomen, Hepatozellulärem Karzinom und Schilddrüsenkarzinom eingesetzt wird. Dieses Produkt gehört zu den selektiven Tyrosinkinase-Inhibitoren und hat in klinischen Studien seine Wirksamkeit unter Beweis gestellt. Daneben spielt Decapeptyl (Triptorelin) eine zentrale Rolle in der hormonellen Therapie bei Krebserkrankungen im Bereich der Gynäkologie und Onkologie, indem es das Wachstum hormonabhängiger Tumoren hemmt.
Im Bereich der Neurologie vertreibt Ipsen Dysport, ein Botulinum-Toxin-Präparat, das insbesondere bei der Behandlung von Spastik, Zervikaler Dystonie und auch in der Ästhetik Anwendung findet. Diese vielseitige Anwendbarkeit macht Dysport zu einem wichtigen Produkt im Portfolio. Daneben wird das Somatostatin-Analogon Somatuline (Lanreotid) zur Behandlung neuroendokriner Tumoren eingesetzt, womit Ipsen in diesem spezialisierten Segment der Onkologie vertreten ist.
Regulatorische Einordnung
Ipsen Pharma GmbH unterliegt in Deutschland strengen regulatorischen Vorgaben, die durch das Arzneimittelgesetz (AMG) und die Verordnungen zur Durchführung des AMG festgelegt sind. Jedes Produkt muss eine umfassende Zulassung durch die zuständigen Behörden, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), durchlaufen. Die Einhaltung dieser Vorschriften und die Gewährleistung der Arzneimittelsicherheit sind Voraussetzung, um das Vertrauen von Ärzten und Patienten zu sichern.
Regionale Bedeutung und Standort München
München ist nicht nur der Hauptsitz von Ipsen Deutschland, sondern auch ein bedeutender Standort in der Pharmabranche. Die Stadt bietet Zugang zu einer Vielzahl von Fachärzten und Kliniken, darunter Einrichtungen wie das LMU Klinikum, die es Ipsen ermöglichen, Kooperationen und klinische Studien durchzuführen. Diese regionalen Partnerschaften fördern den Austausch zwischen Forschung und Anwendung und erleichtern die Einführung neuer Therapien in die klinische Praxis.
Die bayerische Landeshauptstadt hat sich zudem als ein Zentrum für biomedizinische Forschung positioniert, was die Attraktivität des Standorts für Ipsen erhöht. Die enge Vernetzung mit wissenschaftlichen Institutionen und anderen Pharmaunternehmen fördert den Wissensaustausch und die Entwicklung neuer Ansätze in der Behandlung komplexer Krankheitsbilder.
Besonderheiten der Ipsen Pharma GmbH
Ipsen investiert kontinuierlich in klinische Studien zur Validierung der Wirksamkeit und Sicherheit seiner Produkte im Bereich Forschung und Entwicklung. Dabei steht die patientenzentrierte Herangehensweise im Vordergrund, bei der die Bedürfnisse der Patienten in alle Aktivitäten einfließen.
Ein weiteres Merkmal von Ipsen ist die Orientierung an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und technologischen Entwicklungen. Das Unternehmen arbeitet zielgerichtet an der Entwicklung neuer Formulierungen und Kombinationstherapien, um einen noch größeren therapeutischen Nutzen zu bieten. Diese Ausrichtung auf aktuelle Forschungsstände kombiniert mit einer soliden regulatorischen Basis bildet das Fundament, auf dem Ipsen seine Zukunft aufbaut.
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```Häufige Fragen zu Ipsen Pharma GmbH
Was macht Ipsen Pharma GmbH?
Die Ipsen Pharma GmbH entwickelt Medikamente und therapeutische Lösungen für die Bereiche Onkologie, Neurowissenschaften und seltene Krankheiten. Krebserkrankungen, Störungen im Hormonhaushalt und Störungen im Bewegungsapparat gehören zu ihrem Tätigkeitsfeld. Einer ihrer Schwerpunkte liegt auf der Entwicklung von therapeutischen Lösungen für Krankheiten, die eine schwere Beeinträchtigung für die Betroffenen darstellen.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente
Regionale Cluster und Pharmastandorte
Führende Pharmaunternehmen in Deutschland
Zulassung und regulatorischer Rahmen
Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung
Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie
Herausforderungen der Branche
Pharmaunternehmen gezielt finden
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.
Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?
Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).
Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?
In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.
Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?
Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.
Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?
Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.
Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?
Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.
Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?
Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.
Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.