Esomeprazole: englische Schreibweise von Esomeprazol
Esomeprazole ist die englische Schreibweise des Wirkstoffs Esomeprazol, der in der internationalen Fachliteratur und auf englischsprachigen Beipackzetteln so bezeichnet wird. In der deutschen Fachsprache und in deutschen Apotheken ist die korrekte Schreibweise Esomeprazol. Beide Schreibweisen bezeichnen den gleichen Wirkstoff und werden in der Praxis synonym verwendet. Diese Seite richtet sich an Patienten, die in englischsprachigen Quellen oder auf importierten Präparaten die Bezeichnung Esomeprazole gefunden haben und Informationen suchen.
Esomeprazol ist ein Protonenpumpeninhibitor (PPI) der Gruppe der Benzimidazole und gehört zu den weltweit am häufigsten verschriebenen Magensäureblockern. In Deutschland ist Esomeprazol seit 2001 zugelassen und in verschiedenen Stärken sowohl rezeptpflichtig als auch in niedrigeren Dosierungen rezeptfrei (OTC) erhältlich. Bekannte Handelsnamen mit Esomeprazole sind Nexium, Esomep und zahlreiche Generika. Ausführliche Informationen zum Wirkstoffprofil, zu Indikationen, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen finden Sie auf unserer Esomeprazol Pillar Page.
Begriffsklärung
Esomeprazole entspricht der englischen Nomenklatur und wird in englischsprachigen Veröffentlichungen, internationalen Beipackzetteln und Originalpräparaten verwendet. In Deutschland ist die korrekte Schreibweise Esomeprazol, und die Form Esomeprazole begegnet Patienten meist auf importierten Präparaten oder in englischsprachigen Quellen.
Pharmakologisch ist Esomeprazol das pharmakologisch aktive S Isomer von Omeprazol. Während Omeprazol als Racemat aus S und R Isomer vorliegt, enthält Esomeprazol ausschließlich das S Isomer, was zu einer verbesserten Pharmakokinetik mit längerer Wirkdauer und stärkerer Säuresuppression führt. Diese chirale Reinheit unterscheidet Esomeprazol von Omeprazol pharmakologisch. Mehr dazu auf der Pillar Page zu Esomeprazol.
Wirkmechanismus
Esomeprazol blockiert irreversibel die H+ K+ ATPase (Protonenpumpe) der Belegzellen im Magen. Diese Protonenpumpe ist für die Sekretion der Magensäure verantwortlich. Esomeprazol ist ein Prodrug, das im sauren Milieu der Belegzellen aktiviert wird und kovalent an die Protonenpumpe bindet. Dadurch wird die Säuresekretion langfristig gehemmt, bis neue Protonenpumpen synthetisiert werden, was etwa 1 bis 2 Tage dauert. Mehr Details zum Wirkmechanismus finden Sie auf der Esomeprazol Pillar Page.
Anwendungsgebiete
- Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) mit Sodbrennen, Refluxösophagitis und Heilung der Schleimhautschäden
- Magen und Zwölffingerdarmgeschwür in der Akuttherapie und in der Rezidivprophylaxe
- Helicobacter pylori Eradikation in Kombination mit Antibiotika (Triple oder Quadruple Therapie)
- NSAR assoziierter Magenschutz bei Risikoprofil für Magengeschwüre unter Schmerzmitteln
- Zollinger Ellison Syndrom und andere hypersekretorische Zustände
Dosierung und Anwendung
GERD und Refluxösophagitis Erwachsene: 20 bis 40 mg einmal täglich oral, in der Regel 4 bis 8 Wochen.
Erhaltungstherapie nach Refluxösophagitis: 20 mg einmal täglich.
Helicobacter pylori Eradikation: 20 mg zweimal täglich in Kombination mit Amoxicillin und Clarithromycin oder Bismut basiertem Schema, in der Regel 7 bis 14 Tage.
NSAR Magenschutz: 20 mg einmal täglich.
Zollinger Ellison Syndrom: 40 bis 80 mg pro Tag, in einzelnen Fällen höhere Dosen, geteilt auf zwei Einzeldosen.
Verabreichung: Tabletten unzerkaut mit Wasser einnehmen, etwa 30 bis 60 Minuten vor einer Mahlzeit, idealerweise vor dem Frühstück. Bei Schluckschwierigkeiten kann die Tablette aufgelöst werden in Wasser.
Niereninsuffizienz: in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich. Leberinsuffizienz: bei schwerer Beeinträchtigung Dosisreduktion auf 20 mg pro Tag.
Nebenwirkungen
Häufig: Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Diarrhö, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen.
Gelegentlich: Hautausschlag, Pruritus, Dermatitis, Schwindel, Mundtrockenheit, Schlafstörungen, Gewichtsveränderungen.
Selten: Hyponatriämie, Hypomagnesiämie (besonders bei Langzeitanwendung), Vitamin B12 Mangel, erhöhte Leberwerte, Geschmacksstörungen, Sehstörungen, Verwirrtheit (vor allem bei älteren Patienten), Knochenfrakturen (vor allem bei Hüft, Wirbel und Handgelenkfrakturen, Risiko bei längerer Anwendung erhöht).
Sehr selten: schwere Hautreaktionen wie Stevens Johnson Syndrom, akute interstitielle Nephritis, Lebertoxizität, Pankreatitis, Mikrokolitis, kollagene Kolitis, subakuter kutaner Lupus erythematodes (SCLE).
Mehr Details zu Nebenwirkungen finden Sie auf der Esomeprazol Pillar Page.
Wechselwirkungen
- Clopidogrel: Reduktion der antithrombotischen Wirkung durch CYP2C19 Hemmung, Kombination möglichst vermeiden, ggf. alternativen PPI wählen.
- Methotrexat in hoher Dosis: erhöhte Methotrexat Spiegel, Vorsicht und ggf. PPI Pause.
- HIV Therapeutika: PPI können die Resorption von Atazanavir und Nelfinavir reduzieren, Kombination kontraindiziert.
- Ketoconazol, Itraconazol: reduzierte Resorption durch erhöhten pH Wert, ggf. alternative Antimykotika.
- Diazepam, Phenytoin, Warfarin, Citalopram: erhöhte Spiegel durch CYP2C19 Hemmung.
- Eisenpräparate, Vitamin B12: reduzierte Resorption bei Langzeitanwendung von PPI.
Besondere Hinweise
Schwangerschaft: bei strenger Indikation in geringer Dosis möglich. Stillzeit: begrenzte Daten, individuelle Beurteilung.
Kinder: ab 1 Jahr in altersgerechter Dosierung zugelassen.
Langzeitanwendung: regelmäßige Reevaluation der Indikation, weil bei langer Anwendung Risiken wie Hypomagnesiämie, Vitamin B12 Mangel, erhöhtes Risiko für Clostridium difficile Infektion und Pneumonie sowie erhöhtes Frakturrisiko bestehen.
Bei Verschlechterung der Symptomatik oder neuen Warnsymptomen wie Gewichtsverlust, Schluckbeschwerden, Bluterbrechen oder Teerstuhl ärztliche Abklärung notwendig.
Bei Helicobacter pylori Eradikation: Therapietreue wichtig, weil unzureichende Einnahme die Resistenzentwicklung begünstigt.
Verkehrstüchtigkeit: in der Regel nicht beeinträchtigt, bei Schwindel oder Sehstörungen Vorsicht.
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Häufig gestellte Fragen
Ist Esomeprazole das gleiche wie Esomeprazol?
Ja, Esomeprazole ist nur die englische Schreibweise von Esomeprazol. Pharmakologisch handelt es sich um die identische Substanz mit gleicher Wirkung, gleichen Indikationen und gleichen Nebenwirkungen. In englischsprachigen Quellen und auf importierten Präparaten wird die Form Esomeprazole verwendet, in Deutschland Esomeprazol.
Was ist der Unterschied zwischen Esomeprazol und Omeprazol?
Omeprazol ist ein Racemat, also eine Mischung aus zwei Enantiomeren (S und R Isomer). Esomeprazol ist das reine S Isomer von Omeprazol. Pharmakokinetisch hat Esomeprazol eine etwas längere Wirkdauer und in vergleichbarer Dosis eine etwas stärkere Säuresuppression. Klinisch sind beide Substanzen jedoch sehr ähnlich wirksam, und die Unterschiede in der Praxis oft gering.
Welche Schreibweise gilt in Deutschland als korrekt?
In deutschen Apotheken und in der deutschen Fachsprache ist Esomeprazol die korrekte Schreibweise. Auf Beipackzetteln und in der Roten Liste wird durchweg diese Form verwendet. Esomeprazole begegnet Patienten meist in importierten Präparaten oder in englischsprachigen Quellen.
Wo finde ich detaillierte Informationen zu diesem Wirkstoff?
Detaillierte Informationen zu Wirkmechanismus, Anwendungsgebieten, Dosierung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Hinweisen finden Sie auf unserer Hauptseite zu Esomeprazol. Diese Seite enthält die ausführliche Pillar Page mit allen Aspekten des Wirkstoffs.
Quellen
- Gelbe Liste, Esomeprazol Wirkstoffprofil
- BfArM, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
- Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs und Stoffwechselkrankheiten
- AWMF S2k Leitlinie zu gastroösophagealer Refluxkrankheit und Helicobacter pylori
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