Brainlab AG

Medizintechnik · München

Brainlab AG ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in München, Bayern. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Brainlab AG Adresse & Kontakt

Adresse

Olof-Palme-Straße 9
81829 München

Brainlab AG im Überblick

Die Brainlab AG in München ist ein weltweit führendes Medizintechnikunternehmen, das sich auf digitale Chirurgie und therapiebegleitende Bildgebung spezialisiert hat. Das 1989 von Stefan Vilsmeier gegründete Unternehmen hat seinen Sitz im Herzen von München und hat sich seit seiner Gründung zu einem bedeutenden Akteur in der Medizintechnikindustrie entwickelt. Brainlab hat globale Anerkennung erlangt, indem es innovative Lösungen für verschiedene chirurgische Disziplinen entwickelte, darunter Neurochirurgie, Strahlentherapie und Orthopädie. Heute feuert das Unternehmen eine beeindruckende internationale Präsenz an, mit über 6.000 installierten Systemen in mehr als 120 Ländern weltweit und mehreren tausend Mitarbeitern, die einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung neuer Technologien leisten.

Leistungen und Produkte

Das Produktportfolio von Brainlab ist vielseitig und auf die präzise und sichere Durchführung chirurgischer Eingriffe ausgerichtet. Zu den Hauptprodukten gehören navigationsgestützte Chirurgiesysteme, die Chirurgen während des Eingriffs unterstützen, Strahlentherapieplattformen zur gezielten Behandlung von Tumoren sowie bildgeführte Chirurgielösungen, die eine verbesserte Sichtbarkeit und Kontrolle während Operationen bieten. Ein besonders herausragendes Produkt ist das Kick-System – ein vernetztes Chirurgiesystem, das Navigation, Visualisierung und Patientendatenmanagement nahtlos im Operationssaal integriert. Darüber hinaus bietet Brainlab moderne Cloud-basierte Softwarelösungen an, die zur Behandlungsplanung, klinischem Datenmanagement und zur Verbesserung der Arbeitsabläufe in medizinischen Einrichtungen dienen. Alle Produkte entsprechen den hohen Standards der Europäischen Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) und sind durch entsprechende Zertifizierungen abgesichert.

Technologische Innovationen

Brainlab ist bekannt für seine kontinuierlichen technologischen Innovationen. Das Unternehmen investiert signifikant in Forschung und Entwicklung, um an der Spitze der Medizintechnologie zu bleiben. Die Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) in die chirurgischen Systeme gehört zu den neuesten Trends, die Brainlab vorantreibt. Diese Technologien ermöglichen eine noch genauere Diagnostik und Behandlung, indem sie große Datenmengen analysieren und Erkenntnisse liefern, die in der Vergangenheit unmöglich waren. Der Fokus auf digitale Transformation in der medizinischen Versorgung sorgt dafür, dass Brainlab eine Schlüsselrolle in der Verbesserung der Patientenergebnisse einnimmt.

Regulatorische Einordnung

Die Brainlab AG operiert in einem stark regulierten Umfeld, da die Medizintechnologie strengen gesetzlichen Anforderungen und Normen unterliegt. Die Produkte von Brainlab sind nach der Europäischen Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) zertifiziert, was bedeutet, dass sie umfangreiche Sicherheits- und Leistungsanforderungen erfüllen. Auch international unterliegt das Unternehmen Regelungen wie der US-amerikanischen FDA-Zulassung, um die Qualität und Sicherheit seiner Produkte zu gewährleisten. Diese Zertifizierungen stellen sicher, dass alle Produkte von Brainlab sowohl klinisch effektiv als auch sicher für Patienten sind.

Bedeutung für die Region

München ist nicht nur der Hauptsitz von Brainlab, sondern auch ein Zentrum für Innovationen in der Medizintechnik und Biowissenschaften. Die enge Zusammenarbeit mit führenden Universitätskliniken wie dem LMU Klinikum München und dem Klinikum rechts der Isar ermöglicht es Brainlab, klinische Bewertungen und Tests in realistischen Umgebungen durchzuführen. Diese Kooperationen fördern den Wissensaustausch und tragen zur Entwicklung neuer Behandlungsmethoden bei. Darüber hinaus spielt Brainlab eine entscheidende Rolle in der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region, indem es hochwertige Fachkräfte anzieht und schult. Als Teil der bayerischen Medizintechniklandschaft ist Brainlab somit ein wichtiger Akteur, der zur Stärkung des Standorts Bayern als Hotspot für innovative Technologien im Gesundheitswesen beiträgt.

Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Pharmaunternehmen | Labore

Häufige Fragen zu Brainlab AG

Was macht Brainlab AG?

Brainlab AG ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in München. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Wo ist Brainlab AG ansässig?

Brainlab AG hat seinen Sitz in München. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.

In welchem Bereich der Medizintechnik ist Brainlab AG tätig?

Brainlab AG ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Standort

Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche

Regionale Cluster und Hochburgen

Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland

Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen

Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED

Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA

Herausforderungen der Branche

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.

Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?

Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).

Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?

Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.

Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.

Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.

Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?

Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.

Was ist EUDAMED?

EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.

Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?

Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.

Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?

Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 08.05.2026 · Kategorie: Medizintechnik