Unternehmensprofil
1889
Gegründet
16.000+
Mitarbeiter
Wer ist Dräger Medical Deutschland GmbH?
Die Dräger Medical Deutschland GmbH ist die medizintechnische Vertriebsgesellschaft der Drägerwerk AG & Co. KGaA in Deutschland. Die Drägerwerk AG & Co. KGaA wurde 1889 von Johann Heinrich Dräger in Lübeck gegründet und ist bis heute ein Familienunternehmen in fünfter Generation. Dräger beschäftigt weltweit rund 16.000 Mitarbeitende und ist an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Der Konzern gliedert sich in zwei Bereiche: Medizintechnik (Medical) und Sicherheitstechnik (Safety). Hauptsitz ist Lübeck (Schleswig-Holstein). Die Medizintechnik-Sparte Dräger Medical ist in mehr als 190 Ländern tätig und beliefert Krankenhäuser, Intensivstationen und Rettungsdienste mit medizinischen Geräten. In Sachsen ist Dräger Ansprechpartner für Gesundheitseinrichtungen und Arbeitgeber vor Ort.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Dräger Medical ist auf Anästhesie, Beatmung, Patientenmonitoring, Neugeborenenversorgung und Wärmemanagement spezialisiert. Im Bereich Anästhesie bietet Dräger Anästhesiegeräte der Primus- und Perseus-Reihe an, die in Operationssälen eingesetzt werden. Die Geräte sind auf Bedienbarkeit ausgelegt und integrieren die Technik für das Anästhesieverfahren.
Im Bereich Beatmung kommen Dräger-Beatmungsgeräte (Evita-Serie und Babylog für Neugeborene) auf Intensivstationen zum Einsatz. Diese Geräte haben in der COVID-19-Pandemie an Bedeutung gewonnen, da sie sich sowohl für Erwachsene als auch für Neugeborene anpassen lassen und so die Versorgung in kritischen Situationen abdecken. Dräger hat dabei Bedienbarkeit und Sicherheit in der Patientenversorgung weiterentwickelt.
Die Neugeborenenversorgung (Neonatologie) umfasst Produkte wie Wärmebetten, Inkubatoren und Reanimationssysteme, die auf die Bedürfnisse von Frühchen ausgerichtet sind. Diese Geräte sind auf die Versorgung von Neugeborenen abgestimmt. Patientenmonitore der Infinity-Reihe ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung der Vitalparameter auf Intensiv- und Allgemeinstationen und lassen sich über die vorhandenen Kommunikationsschnittstellen in bestehende Systeme einbinden.
Geschichte & Regulierung
Dräger ist bekannt für die Erfindung des Atemschutzgeräts (Sauerstoff-Selbstretter, 1903) und die Entwicklung der ersten Intubations-Narkosemaschine (1902). Mit diesen Entwicklungen trug Dräger zur Anästhesie- und Sicherheitstechnik bei; entsprechende Produkte werden heute in vielen Krankenhäusern genutzt. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen zahlreiche Produkte entwickelt und überarbeitet, mit Blick auf Funktionalität, Sicherheit und Bedienbarkeit.
Alle Medizinprodukte unterliegen den Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) und der FDA (USA). Dräger richtet sich nach diesen Vorgaben und investiert in Forschung und Entwicklung, damit die Produkte den geltenden Vorschriften entsprechen. Zudem ist Dräger Mitglied im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed).
Weitere Informationen: Medizintechnik in Sachsen oder alle Medizintechnik-Unternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Dräger Medical Deutschland GmbH
Was macht Dräger Medical Deutschland GmbH?
Dräger Medical Deutschland GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Dresden. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist Dräger Medical Deutschland GmbH ansässig?
Dräger Medical Deutschland GmbH hat seinen Sitz in Dresden. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist Dräger Medical Deutschland GmbH tätig?
Dräger Medical Deutschland GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.