Eppendorf AG Adresse & Kontakt
Eppendorf AG im Überblick
Die Eppendorf AG in Hamburg ist eines der bekanntesten deutschen Unternehmen der Laborgerätebranche. Gegründet im Jahr 1945 von der Visionärin und Ingenieurin Dr. h.c. mult. Rainer G. F. Schmidt, nahm das Unternehmen ursprünglich seinen Anfang als Hersteller von Kolben für Laborgeräte. Die kontinuierliche Innovationskraft und das Streben nach Qualität haben dazu geführt, dass Eppendorf mittlerweile hochentwickelte Laborinstrumente, Verbrauchsmaterialien und Servicelösungen für die Life-Science-Forschung, klinische Diagnostik und industrielle Anwendungen entwirft und produziert. Eppendorf ist heute weltweit in über 100 Ländern aktiv und zählt zu den international führenden Anbietern im Bereich Laborausstattung.
Leistungen und Produkte
Das Produktportfolio der Eppendorf AG ist vielfältig und richtet sich an verschiedene Branchen. Dazu gehören Pipetten und Pipettiersysteme, die dafür bekannt sind, eine präzise und ergonomische Handhabung zu bieten. Besonders hervorzuheben sind die Eppendorf-Pipetten, die weltweit als Maßstab in Laboratorien gelten. Daneben stellt Eppendorf Zentrifugen her, die in der Zellbiologie und Biochemie unverzichtbar sind, sowie Thermocycler, die für die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) verwendet werden. Weitere Produkte sind Schüttler, Mischer und Bioprocess-Systeme, die für biotechnologische Prozesse entwickelt wurden. Zusätzlich bietet das Unternehmen eine große Auswahl an Reaktionsgefäßen und Verbrauchsmaterialien. Im Bereich Biopharmazie liefert Eppendorf hochmoderne Bioreaktoren und Fermenter, die für die Entwicklung und Produktion biologischer Arzneimittel eingesetzt werden. Diese Produkte sind entscheidend für die Herstellung therapeutischer Proteine und Impfstoffe und unterstützen die Entwicklung neuartiger Therapien. Eppendorf legt großen Wert auf die Qualität seiner Produkte und stellt sicher, dass alle Geräte in eigenen Fertigungsstätten in Deutschland, den USA und China produziert werden, wobei höchste Qualitätsstandards eingehalten werden.
Standort Hamburg
Der Hauptsitz der Eppendorf AG befindet sich in Hamburg-Barmbek, einem Stadtteil, der als bedeutender Life-Science-Standort bekannt ist. Hamburg hat eine lange Tradition in der Biowissenschaften-Branche und beherbergt zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Pharmazie, Biotechnologie und Medizintechnik. Die Nähe zur Universität Hamburg und dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) schafft ein innovationsförderndes Umfeld. Diese Einrichtungen sind nicht nur akademische Institutionen, sondern auch Forschungszentren, die in enger Zusammenarbeit mit der Industrie Projekte realisieren. Darüber hinaus wird die Region durch zahlreiche Labordienstleister und Labore ergänzt, die eine Vielzahl an Dienstleistungen anbieten. Damit trägt die Eppendorf AG nicht nur wirtschaftlich zur Region bei, sondern ist auch ein wichtiger Akteur in der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Lebenswissenschaften.
Die Eppendorf AG ist zudem in verschiedenen Netzwerken und Fachverbänden aktiv, die sich mit wissenschaftlichen Innovationen und regulatorischen Standards in der Medizintechnik auseinandersetzen. Dadurch trägt das Unternehmen nicht nur zur Entwicklung von Technologien bei, sondern auch zur Einhaltung von Vorschriften, die für die Sicherheit und Qualität von Laborgeräten und -dienstleistungen entscheidend sind. Ihre Produkte sind entsprechend den strengen Richtlinien der International Organization for Standardization (ISO) und der Good Manufacturing Practices (GMP) entwickelt, was ihr Engagement für höchste Standards in der Branche unterstreicht.
Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Labore | Pharmaunternehmen
Häufige Fragen zu Eppendorf AG
Was macht Eppendorf AG?
Über Eppendorf AG Eppendorf AG ist ein führendes Unternehmen in der Life-Science-Industrie, das innovative und erstklassige Produkte und Dienstleistungen für den Laborbedarf herst
Wo befindet sich Eppendorf AG?
Eppendorf AG hat seinen Sitz in Hamburg (Hamburg). Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.
In welchem Bereich ist Eppendorf AG tätig?
Eppendorf AG ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das deutsche Gesundheitswesen an.
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Über Medizintechnik
Medizintechnik reicht von In-vitro-Diagnostika über bildgebende Systeme und Implantate bis zu chirurgischen Instrumenten und medizinischer Software (SaMD). Geregelt ist das alles in der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Deutschland ist mit rund 36 Milliarden Euro Jahresumsatz und über 1.400 Unternehmen der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023), beschäftigt sind mehr als 150.000 Menschen. Etwa zwei Drittel der Produktion gehen in den Export. Die Cluster sitzen in Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen) und Nordrhein-Westfalen. Tuttlingen gilt weltweit als Hochburg der chirurgischen Instrumente. Im Verzeichnis: Hersteller, Händler und Zulieferer mit CE-Kennzeichen, Risikoklasse und Kontaktdaten für Einkäufer, Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Leitmarkt
Die deutsche Medizintechnikbranche gehört zu den stärksten der Welt. Mit einem Jahresumsatz von rund 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen ist Deutschland nach den USA und China der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Deutsche Unternehmen sind führend in Bereichen wie Bildgebung, Kardiologie, Orthopädie, In-vitro-Diagnostik, Dentalmedizin und medizinischer Software. Bedeutende Standorte sind Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen), Nordrhein-Westfalen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Tuttlingen gilt als weltweites Zentrum für chirurgische Instrumente.
MDR-Zulassung und CE-Kennzeichen für Medizinprodukte
Medizinprodukte, die in Deutschland und der EU in Verkehr gebracht werden, müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse (I, IIa, IIb oder III) ist eine Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle (Notified Body) erforderlich. In-vitro-Diagnostika (IVD) unterliegen zusätzlich der IVDR 2017/746. Die Marktüberwachung in Deutschland obliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hersteller müssen zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 vorhalten und in der EUDAMED-Datenbank registriert sein.
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Hersteller, Händler und Zulieferer der deutschen Medizintechnik liegen hier mit Profil, Standort und Kontakt vor. Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen suchen gezielt: Welcher Anbieter führt eine bestimmte Produktkategorie? Welcher Partner sitzt in der eigenen Region? Jeder Eintrag enthält Adresse, Telefon, Website und Ansprechpartner.
Innovationsfelder und Zukunftstechnologien
Die deutsche Medizintechnikbranche treibt zahlreiche Zukunftsfelder voran. KI-gestützte Diagnostik und Bildauswertung revolutionieren die Radiologie und Pathologie; Algorithmen zur Früherkennung von Krebs und Herzerkrankungen erhalten zunehmend CE-Zulassungen als Software as a Medical Device (SaMD). Robotergestützte Chirurgiesysteme, allen voran Systeme von Siemens Healthineers, Brainlab und Karl Storz, verbessern die Präzision bei komplexen Eingriffen. Minimalinvasive Technologien, implantierbare Herzschrittmacher und intelligente Prothesen mit sensorischer Rückkopplung zeigen die Bandbreite der Innovation. Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht Schnelltests direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett. Telemedizin und digitale Patientenakte fördern die Vernetzung zwischen Medizinprodukt und klinischem Workflow. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte durch Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen.
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Instrumenten, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Deutschland ist einer der führenden Standorte weltweit.
Wie werden Medizintechnikprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist die Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten. EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind alle deutschen Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Was unterscheidet Klasse I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I, niedriges Risiko: Pflaster, Brillenrahmen, oft genügt die Selbsterklärung des Herstellers. Klasse IIa: Hörgeräte, Ultraschallgeräte, eine Benannte Stelle muss beteiligt werden. Klasse IIb: Defibrillatoren, Beatmungsgeräte, mit strengerer Prüfung. Klasse III, höchstes Risiko: Herzklappen, aktive Implantate, vollständige Prüfung der technischen und klinischen Dokumentation durch die Benannte Stelle.
Was ist EUDAMED und warum ist die Datenbank wichtig?
EUDAMED (European Database on Medical Devices) ist die zentrale EU-Datenbank für Medizinprodukte. Sie sammelt Informationen zu Herstellern, Produkten, Benannten Stellen, Konformitätsbescheinigungen und Vigilanzdaten. Seit Mai 2021 ist die Befüllung schrittweise verpflichtend. EUDAMED schafft Transparenz für Behörden, Versorger und Patienten und erleichtert die Marktüberwachung. Hersteller müssen vor Markteintritt einen Unique Device Identifier (UDI) registrieren.
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard, eigens für die Branche entwickelt. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746. Software als Medizinprodukt (SaMD) muss nach IEC 62304 entwickelt sein. Cybersecurity gewinnt an Gewicht: vernetzte Geräte unterliegen IEC 81001-5-1, das BSI veröffentlicht Leitlinien für IT-Sicherheit in Medizinprodukten.