Fraunhofer-IAO

Medizintechnik · Stuttgart

Fraunhofer-IAO ist ein Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Stuttgart, Baden-Württemberg. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Fraunhofer-IAO Adresse & Kontakt

Adresse

Nobelstr. 12
70569 Stuttgart

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Fraunhofer-IAO: Profil und Schwerpunkte

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) mit Sitz in Stuttgart betreibt angewandte Forschung. Seit der Gründung im Jahr 1995 arbeitet das IAO an Lösungen in verschiedenen Bereichen, mit einem Schwerpunkt in der Medizintechnik. Das Institut verbindet interdisziplinäres Wissen, um Technologien für die Gesundheitsbranche zu entwickeln. Mit einem Team aus den Bereichen Informatik, Ingenieurwissenschaften und Medizin arbeitet das IAO an Technologien für die Patientenversorgung.

Leistungen und Produkte

Das Fraunhofer-IAO führt Forschungsprojekte zu Themen wie Künstliche Intelligenz in der Medizin, digitaler Patientenversorgung und ergonomischem Design von Medizingeräten durch. Diese Schwerpunkte beinhalten:

  • KI in der Medizin: Entwicklung von Algorithmen zur Analyse medizinischer Daten als Grundlage für personalisierte Behandlung.
  • Digitale Patientenversorgung: Gestaltung und Implementierung von Telemedizinlösungen für die Betreuung von Patienten, insbesondere in ländlichen Gebieten.
  • Ergonomisches Design: Entwicklung von Geräten, die funktional und benutzerfreundlich sind, um Sicherheit und Wohlbefinden von Ärzten und Patienten zu unterstützen.

Das Institut begleitet Unternehmen bei der nutzerzentrierten Entwicklung von Medizinprodukten und beim Übergang zu digitalen Gesundheitslösungen. Durch die Kombination von Benutzerforschung und technischer Expertise unterstützt das IAO die Marktakzeptanz neuer Produkte.

Regulatorische Einordnung

Die Entwicklungen am Fraunhofer-IAO unterliegen den regulatorischen Rahmenbedingungen, die für die Medizintechnik in Europa gelten. Dazu gehört die Einhaltung der EU-Verordnungen über Medizinprodukte (MDR) und In-vitro-Diagnostika (IVDR). Das Institut arbeitet mit zuständigen Behörden und Institutionen zusammen, damit die erforschten Produkte sicher und wirksam sind. Die Einhaltung dieser Standards ist für den Marktzugang neuer Technologien und für die Akzeptanz bei Medizinern und Patienten relevant.

Standort Stuttgart / Baden-Württemberg

Stuttgart ist die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg und ein Wirtschaftsstandort mit einem Netzwerk aus Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten. Das Fraunhofer-IAO ist Teil des Stuttgarter Hochschul- und Forschungsumfelds, das durch die Universität Stuttgart und Industriepartner aus den Bereichen Automotive, Maschinenbau und Medizintechnik geprägt ist. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es dem IAO, Fragestellungen der Industrie im Bereich Medizintechnik aufzugreifen und praxisnahe Lösungen zu entwickeln.

Den Standort kennzeichnen die Vernetzung der Akteure sowie eine hohe Dichte an Fachkräften, die das IAO in Forschung und Entwicklung einbindet. Ein Teil der Forschung richtet sich an die Bedürfnisse der baden-württembergischen Gesundheitswirtschaft.

Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Labore | Pharmaunternehmen

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Häufige Fragen zu Fraunhofer-IAO

Was macht Fraunhofer-IAO?

Fraunhofer-IAO ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.

Wo ist Fraunhofer-IAO ansässig?

Fraunhofer-IAO hat seinen Sitz in Stuttgart. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.

In welchem Bereich der Medizintechnik ist Fraunhofer-IAO tätig?

Fraunhofer-IAO ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Standort

Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche

Regionale Cluster und Hochburgen

Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland

Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen

Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED

Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA

Herausforderungen der Branche

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.

Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?

Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).

Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?

Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.

Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.

Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.

Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?

Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.

Was ist EUDAMED?

EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.

Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?

Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.

Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?

Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 23.06.2026 · Kategorie: Medizintechnik