KARL STORZ SE & Co. KG

Medizintechnik · Tuttlingen

Weltweit führender Hersteller von Endoskopen für die Human- und Veterinärmedizin. Das 1945 gegründete Familienunternehmen beschäftigt über 8.000 Mitarbeiter.

KARL STORZ SE & Co. KG Adresse & Kontakt

Adresse

Dr.-Karl-Storz-Straße 34
78532 Tuttlingen

Unternehmensprofil

1945

Gegründet

9.000+

Mitarbeiter

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KARL STORZ SE & Co. KG: Profil

KARL STORZ SE & Co. KG entwickelt und vertreibt Endoskope sowie medizinische Visualisierungssysteme. Das Familienunternehmen hat seinen Hauptsitz in Tuttlingen (Baden-Württemberg), der deutschen "Hauptstadt der Medizintechnik". Karl Storz wurde 1945 von Karl Storz in Tuttlingen gegründet und ist bis heute ein Familienunternehmen in zweiter Generation – die Tochter Sybill Storz führt das Unternehmen als Eigentümerin. KARL STORZ beschäftigt weltweit rund 9.000 Mitarbeitende und ist in mehr als 100 Ländern tätig. Tuttlingen als Standort ist historisch das Zentrum der deutschen chirurgischen Instrumentenindustrie, und KARL STORZ gehört zu den bekannten Unternehmen dieses Clusters. Durch die enge Zusammenarbeit mit Kliniken und Forschungsinstituten fließen die Anforderungen der Mediziner in die Produktentwicklung ein.

Tätigkeitsfeld & Produkte

KARL STORZ ist auf Endoskope, Instrumente und Systeme für minimalinvasive Chirurgie, Diagnostik und Medizinfotografie spezialisiert. Das Produktportfolio umfasst starre und flexible Endoskope für alle Körperregionen: Laparoskope (Bauchraum), Arthroskope (Gelenke), Bronchoskope (Lunge), Gastroskope (Magen), Zystoskope (Blase), Rhinoskope (Nase/Sinusse), Hysteroskope (Gebärmutter), Ureteroskope (Harnleiter) und viele weitere. Neben Endoskopien bietet das Unternehmen auch eine breite Palette von funktionalen Werkzeugen und Zubehörteilen an. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Kamerasystemen, Lichtquellen sowie Dokumentations- und Bildsystemen für den operativen Einsatz. Ferner ist die Firma STORZ & BICKEL (eine separate Tuttlinger Firma) auf die Herstellung von Tischplatten, Messern und anderen Kleingeräten spezialisiert. Über diese Produktbereiche beliefert KARL STORZ Krankenhäuser und Spezialkliniken weltweit mit kompletten Endoskopiesystemen.

Innovation & Regulierung

KARL STORZ investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung und hält tausende von Patenten. Das Unternehmen war Pionier bei der HD-Endoskopie, 4K-Visualisierung und dem Einsatz von Fluoreszenzendoskopie (ICG-Fluoreszenz) in der Chirurgie. Alle Produkte unterliegen den Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) sowie den Anforderungen der FDA (USA) und weiterer nationaler Regulierungsbehörden. Das Unternehmen trägt aktiv zur Einhaltung strenger Qualitätsstandards und Regularien bei. Zusätzlich ist KARL STORZ Mitglied im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), wo es sich für die Belange der Medizintechnikbranche einsetzt.

Regionale Bedeutung und Besonderheiten

Tuttlingen gilt als Zentrum der Medizintechnik, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. KARL STORZ ist ein wesentlicher Akteur in der Wirtschaftsstruktur dieser Region. Viele Unternehmen im Bereich der Medizintechnik sind in der Umgebung angesiedelt, was Wissensaustausch und Kooperationen zwischen diesen Firmen fördert. Die enge Verzahnung mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen in der Region sichert, dass neueste Erkenntnisse zügig in die Produktentwicklung einfließen. Der Fokus des Unternehmens auf Forschung und Entwicklung ist ein bedeutender Faktor für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung der hohen Ausbildungsstandards in der inneren Medizintechnik.

Weitere Informationen: Medizintechnik in Baden-Württemberg oder alle Medizintechnik-Unternehmen in Deutschland auf Sanoliste.

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Häufige Fragen zu KARL STORZ SE & Co. KG

Was macht KARL STORZ SE & Co. KG?

Weltweit führender Hersteller von Endoskopen für die Human- und Veterinärmedizin. Das 1945 gegründete Familienunternehmen beschäftigt über 8.000 Mitarbeiter.

Wo befindet sich KARL STORZ SE & Co. KG?

KARL STORZ SE & Co. KG hat seinen Sitz in Tuttlingen. Kontaktdaten finden Sie auf dieser Seite.

In welchem Bereich ist KARL STORZ SE & Co. KG tätig?

KARL STORZ SE & Co. KG ist in der Medizintechnik-Branche tätig.

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Über Medizintechnik

Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.

Deutschland als Medizintechnik-Standort

Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche

Regionale Cluster und Hochburgen

Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland

Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen

Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED

Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA

Herausforderungen der Branche

Medizintechnikunternehmen gezielt finden

Was umfasst die Medizintechnik-Branche?

Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.

Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?

Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).

Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?

Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.

Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?

Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.

Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?

Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.

Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?

Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.

Was ist EUDAMED?

EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.

Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?

Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).

Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?

Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.

Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?

Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.

Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 23.06.2026 · Kategorie: Medizintechnik