Raimund Wenzler GmbH Instrumentenmanufaktur Adresse & Kontakt
Raimund Wenzler GmbH Instrumentenmanufaktur
Die Raimund Wenzler GmbH Instrumentenmanufaktur in Tuttlingen, Baden-Württemberg, stellt seit 1920 chirurgische Instrumente her. Als Teil des Medizintechnikstandorts Tuttlingen, in dem über 600 Unternehmen ansässig sind, trägt das Unternehmen zur Produktion von etwa 70 % aller chirurgischen Instrumente weltweit bei. Die Fertigung verbindet handwerkliche Methoden mit maschineller Technologie.
Leistungen und Produkte
Die Produktpalette der Raimund Wenzler GmbH umfasst eine Vielzahl von chirurgischen Instrumenten, die speziell für den Einsatz im Operationssaal konzipiert sind. Dazu zählen unter anderem:
- Scheren: für verschiedenste chirurgische Anwendungen, von allgemeinen Scheren bis hin zu Spezialklingen für minimal-invasive Eingriffe.
- Pinzetten: mit unterschiedlichen Greif- und Haltefunktionen, die auf die Ansprüche verschiedener chirurgischer Disziplinen abgestimmt sind.
- Klemmen: für die Blutstillung und Gewebehandhabung, die eine präzise Kontrolle in kritischen Situationen ermöglichen.
- Spezialinstrumente: maßgeschneiderte Lösungen, die nach Bedürfnissen von Chirurgen und Kliniken entwickelt werden.
Die Bezeichnung „Manufaktur" reflektiert den handwerklichen Charakter der Fertigung, bei dem jedes Instrument mit Sorgfalt und Präzision hergestellt wird. Die Kundenbasis der Wenzler GmbH umfasst Kliniken in Deutschland und Europa sowie Instrumentenhandel und internationale Vertriebspartner.
Regulatorische Einordnung
Die Produkte der Raimund Wenzler GmbH unterliegen den Anforderungen der EU-Verordnung über Medizinprodukte (MDR). Das Unternehmen hat ein Qualitätssicherungssystem implementiert, das alle Schritte des Produktionsprozesses umfasst, von der Materialauswahl bis zur Endkontrolle der Instrumente. Durch regelmäßige Audits und Zertifizierungen wird die Konformität sichergestellt.
Standort Tuttlingen / Baden-Württemberg
Tuttlingen, gelegen an der Donau, ist als die Welthauptstadt der Medizintechnik bekannt. Die Region beherbergt ein Cluster aus Herstellern, Zulieferern und Dienstleistern der Medizintechnik, das eine konzentrierte Fachkompetenz vor Ort bündelt.
Die Verkehrsanbindung über die A81 und Bahnverbindungen nach Stuttgart und Zürich macht den Standort für internationale Kunden und Besucher der MEDICA erreichbar. Dies fördert den Austausch zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen.
Ein weiterer Standortvorteil ist die Nähe zu Universitäten und Fachhochschulen, die mit der Industrie kooperieren und zur Ausbildung von Fachkräften in der Medizintechnik beitragen.
Weitere Medizintechnikunternehmen in der Region: Medizintechnik in Baden-Württemberg oder alle Medizintechnik in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Raimund Wenzler GmbH Instrumentenmanufaktur
Was macht Raimund Wenzler GmbH Instrumentenmanufaktur?
Raimund Wenzler GmbH Instrumentenmanufaktur ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Tuttlingen. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist Raimund Wenzler GmbH Instrumentenmanufaktur ansässig?
Raimund Wenzler GmbH Instrumentenmanufaktur hat seinen Sitz in Tuttlingen. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist Raimund Wenzler GmbH Instrumentenmanufaktur tätig?
Raimund Wenzler GmbH Instrumentenmanufaktur ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.