Kedrion Biopharma GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
5.000+ (global)
Mitarbeiter
Kedrion Biopharma GmbH im Überblick
Kedrion Biopharma GmbH ist die deutsche Niederlassung des italienischen Plasmaderivate-Herstellers Kedrion Biopharma S.p.A., einem der führenden europäischen Spezialisten für plasma-basierte Therapien. Das Unternehmen hat seinen Sitz in München und spielt eine bedeutende Rolle im Bereich der Biopharmazeutika, insbesondere in der Versorgung von Patienten mit speziellen Therapiebedarfen. Im Jahr 2023 konnte Kedrion seine Marktanteile in Deutschland weiter ausbauen und ist heute einer der wichtigsten Anbieter im Segment der Plasmaderivate.
Plasmaderivate und Hämostasetherapie
Kedrion ist auf die Herstellung und Vermarktung von aus humanem Blutplasma gewonnenen Arzneimitteln spezialisiert. Das Portfolio umfasst Immunglobuline (intravenös und subkutan), Gerinnungsfaktoren für Hämophile, Albumin-Lösungen sowie Antithrombin und andere plasmatische Gerinnungsinhibitoren. Diese lebensnotwendigen Blutprodukte werden von Patienten mit Immundefekten, Blutungserkrankungen und Gerinnungsstörungen benötigt. Darüber hinaus engagiert sich Kedrion in der Erforschung neuer therapeutischer Ansätze. In den letzten Jahren hat das Unternehmen erfolgreich klinische Studien zur Anwendung von Plasmasubstanzen in der Behandlung seltener Erkrankungen initiieren können, was die Innovationskraft und den wissenschaftlichen Anspruch des Unternehmens unterstreicht.
Besonders hervorzuheben ist die regulatorische Einordnung von Kedrion Biopharma. Die Produkte unterliegen strengen Anforderungen an die Qualitätssicherung, die in europäischen und internationalen Richtlinien festgelegt sind. Diese Standards garantieren, dass die hergestellten Produkte nicht nur sicher, sondern auch effektiv sind. Dies ist besonders wichtig in der Biopharmazeutik, wo jede Charge von Plasmaderivaten sorgfältig auf Reinheit und Wirksamkeit geprüft wird.
Standort München
Von München aus versorgt Kedrion Deutschland Hämophiliezentren, immunologische Fachpraxen und Krankenhausapotheken. Hierbei spielt die strategische Lage eine entscheidende Rolle: München bietet Kedrion Zugang zum deutschen Hämatologie-Netzwerk und den wichtigsten onkologisch-hämatologischen Universitätskliniken. Diese enge Zusammenarbeit mit medizinischen Fachkräften ermöglicht es dem Unternehmen, die Bedürfnisse der Patienten genau zu verstehen und zeitnah auf neue Herausforderungen im Gesundheitswesen zu reagieren.
Kedrion setzt außerdem auf regionale Partnerschaften und Initiativen zur Verbesserung von Therapien und zur Erforschung neuer Behandlungsmethoden. Das Unternehmen engagiert sich für lokale Projekte und Unterstützungsangebote, die sowohl medizinischen Fachkräften als auch Patientengruppen zugutekommen. Dadurch wird die regionale Bedeutung von Kedrion als wichtiger Akteur in der Gesundheitsversorgung in und um München akzentuiert.
Besonderheiten und Innovationen
Kedrion Biopharma legt großen Wert auf Forschung und Entwicklung. In Zusammenarbeit mit akademischen Instituten und anderen Unternehmen der Biotechnologie sucht Kedrion ständig nach innovativen Ansätzen zur Verbesserung bestehender Therapien. Ein Beispiel ist die Entwicklung von innovativen Formulierungen, die Patienten den Zugang zu Therapien erleichtern, wie etwa die Einführung von Selbstinjektionssystemen für Patienten mit Hämophilie. Diese Systeme ermöglichen es Patienten, ihre Therapie selbst zu Hause durchzuführen, was die Lebensqualität erheblich steigert.
Darüber hinaus engagiert sich Kedrion in der Sensibilisierung und Aufklärung über seltene Blutgerinnungsstörungen. Regelmäßige Informationsveranstaltungen und Workshops für Ärzte sowie Patienten stellen sicher, dass neueste Erkenntnisse in der Therapie schnell verbreitet werden. Ebenso zeigt sich Kedrion aktiv in Patientenorganisationen, um den Austausch zu fördern und den Betroffenen eine Stimme zu geben.
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```Häufige Fragen zu Kedrion Biopharma GmbH
Was macht Kedrion Biopharma GmbH?
Kedrion Biopharma GmbH hat als ein Aufgabengebiet die Gewinnung von Humanplasma und anderen Blutkomponenten zu medizinischen Zwecken. Dazu unterhält sie verschiedene Blutspendedienste. Das gewonnene Plasma wird zerlegt und in verschiedenen Medikamenten weiterverarbeitet. Die plasmabasierten therapeutischen Mittel werden zur Heilung von Immunschwäche oder Hämophilie eingesetzt.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel. Wer in Deutschland tätig sein will, braucht eine Zulassung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten arbeiten hierzulande (vfa 2023). 2023 lag der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie bei mehr als 55 Milliarden Euro, jedes Jahr fließen rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den größten deutschen Häusern zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal; die regionalen Cluster sitzen in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller von Rx-Präparaten, Generika, OTC-Produkten und Biosimilars, vom Weltkonzern bis zum spezialisierten Mittelständler. Jeder Eintrag mit Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.
Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.
Pharmaunternehmen gezielt finden
Im Verzeichnis stehen Pharmaunternehmen mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort in Deutschland. Apotheken, Krankenhauseinkauf und Forschungseinrichtungen filtern nach Bundesland und Stadt; jeder Eintrag zeigt Adresse, Telefon, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Wer einen Hersteller einer bestimmten Arzneimittelklasse oder Region sucht, ist hier in wenigen Klicks am Ziel.
Arzneimittelklassen und Produktsegmente
Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie tragen die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zu Markteinführung und Vertrieb. In Deutschland steht die Aufsicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?
Wer in Deutschland Arzneimittel herstellt, braucht eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG. Jedes vermarktete Arzneimittel benötigt eine Zulassung beim BfArM oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Regelmäßige GMP-Inspektionen sichern die Qualität.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Viele Pharmaunternehmen führen Kontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert, mit Adresse, Telefon und Website.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Das Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs. Solange der Patentschutz läuft, hat der Hersteller exklusive Vermarktungsrechte. Nach Patentablauf dürfen andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika anbieten, in der Regel deutlich günstiger. Das Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird. Sicherheit und Wirksamkeit muss das Biosimilar in eigenen klinischen Studien belegen.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
GMP-Inspektionen führen die Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer und die EMA durch. Geprüft werden Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Mängel werden in Deficiency Letters festgehalten. Critical Findings können bis zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. Die ausgestellten GMP-Zertifikate sind in der EudraGMDP-Datenbank der EMA öffentlich einsehbar.
Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Bayern liegt vorn, mit Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen kommt mit Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und einer dichten Biotech-Szene im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einem starken Zulieferernetz.