Kedrion Biopharma GmbH

Pharmaunternehmen · München

Kedrion Biopharma GmbH ist ein Pharmaunternehmen mit Sitz in München, Bayern. Das Unternehmen ist im deutschen Pharmamarkt tätig und unterliegt der Regulierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Kedrion Biopharma GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Bahnhofstr. 96
82166 München

Unternehmensprofil

5.000+ (global)

Mitarbeiter

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Kedrion Biopharma GmbH im Überblick

Kedrion Biopharma GmbH ist die deutsche Niederlassung des italienischen Plasmaderivate-Herstellers Kedrion Biopharma S.p.A., einem der führenden europäischen Spezialisten für plasma-basierte Therapien. Das Unternehmen hat seinen Sitz in München und spielt eine bedeutende Rolle im Bereich der Biopharmazeutika, insbesondere in der Versorgung von Patienten mit speziellen Therapiebedarfen. Im Jahr 2023 konnte Kedrion seine Marktanteile in Deutschland weiter ausbauen und ist heute einer der wichtigsten Anbieter im Segment der Plasmaderivate.

Plasmaderivate und Hämostasetherapie

Kedrion ist auf die Herstellung und Vermarktung von aus humanem Blutplasma gewonnenen Arzneimitteln spezialisiert. Das Portfolio umfasst Immunglobuline (intravenös und subkutan), Gerinnungsfaktoren für Hämophile, Albumin-Lösungen sowie Antithrombin und andere plasmatische Gerinnungsinhibitoren. Diese lebensnotwendigen Blutprodukte werden von Patienten mit Immundefekten, Blutungserkrankungen und Gerinnungsstörungen benötigt. Darüber hinaus engagiert sich Kedrion in der Erforschung neuer therapeutischer Ansätze. In den letzten Jahren hat das Unternehmen erfolgreich klinische Studien zur Anwendung von Plasmasubstanzen in der Behandlung seltener Erkrankungen initiieren können, was die Innovationskraft und den wissenschaftlichen Anspruch des Unternehmens unterstreicht.

Besonders hervorzuheben ist die regulatorische Einordnung von Kedrion Biopharma. Die Produkte unterliegen strengen Anforderungen an die Qualitätssicherung, die in europäischen und internationalen Richtlinien festgelegt sind. Diese Standards garantieren, dass die hergestellten Produkte nicht nur sicher, sondern auch effektiv sind. Dies ist besonders wichtig in der Biopharmazeutik, wo jede Charge von Plasmaderivaten sorgfältig auf Reinheit und Wirksamkeit geprüft wird.

Standort München

Von München aus versorgt Kedrion Deutschland Hämophiliezentren, immunologische Fachpraxen und Krankenhausapotheken. Hierbei spielt die strategische Lage eine entscheidende Rolle: München bietet Kedrion Zugang zum deutschen Hämatologie-Netzwerk und den wichtigsten onkologisch-hämatologischen Universitätskliniken. Diese enge Zusammenarbeit mit medizinischen Fachkräften ermöglicht es dem Unternehmen, die Bedürfnisse der Patienten genau zu verstehen und zeitnah auf neue Herausforderungen im Gesundheitswesen zu reagieren.

Kedrion setzt außerdem auf regionale Partnerschaften und Initiativen zur Verbesserung von Therapien und zur Erforschung neuer Behandlungsmethoden. Das Unternehmen engagiert sich für lokale Projekte und Unterstützungsangebote, die sowohl medizinischen Fachkräften als auch Patientengruppen zugutekommen. Dadurch wird die regionale Bedeutung von Kedrion als wichtiger Akteur in der Gesundheitsversorgung in und um München akzentuiert.

Besonderheiten und Innovationen

Kedrion Biopharma legt großen Wert auf Forschung und Entwicklung. In Zusammenarbeit mit akademischen Instituten und anderen Unternehmen der Biotechnologie sucht Kedrion ständig nach innovativen Ansätzen zur Verbesserung bestehender Therapien. Ein Beispiel ist die Entwicklung von innovativen Formulierungen, die Patienten den Zugang zu Therapien erleichtern, wie etwa die Einführung von Selbstinjektionssystemen für Patienten mit Hämophilie. Diese Systeme ermöglichen es Patienten, ihre Therapie selbst zu Hause durchzuführen, was die Lebensqualität erheblich steigert.

Darüber hinaus engagiert sich Kedrion in der Sensibilisierung und Aufklärung über seltene Blutgerinnungsstörungen. Regelmäßige Informationsveranstaltungen und Workshops für Ärzte sowie Patienten stellen sicher, dass neueste Erkenntnisse in der Therapie schnell verbreitet werden. Ebenso zeigt sich Kedrion aktiv in Patientenorganisationen, um den Austausch zu fördern und den Betroffenen eine Stimme zu geben.

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Häufige Fragen zu Kedrion Biopharma GmbH

Was macht Kedrion Biopharma GmbH?

Kedrion Biopharma GmbH hat als ein Aufgabengebiet die Gewinnung von Humanplasma und anderen Blutkomponenten zu medizinischen Zwecken. Dazu unterhält sie verschiedene Blutspendedienste. Das gewonnene Plasma wird zerlegt und in verschiedenen Medikamenten weiterverarbeitet. Die plasmabasierten therapeutischen Mittel werden zur Heilung von Immunschwäche oder Hämophilie eingesetzt.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen sind Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, die Arzneimittel entwickeln, herstellen oder vertreiben und in Deutschland einer Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) unterliegen. Deutschland beherbergt über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten (vfa 2023). Der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie überstieg 2023 die Marke von 55 Milliarden Euro; die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den bedeutendsten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal. Regionale Cluster entstanden in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Verzeichnis umfasst Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten, Generika, OTC-Präparaten und Biosimilars – von global agierenden Konzernen bis zu spezialisierten Mittelständlern – jeweils mit vollständigen Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.

Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.

Pharmaunternehmen finden: So nutzen Sie das Verzeichnis

Sanoliste erfasst Pharmaunternehmen in Deutschland mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort. Zu jedem Eintrag finden Sie Adresse, Telefonnummer, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Die Einträge sind nach Bundesland und Stadt filterbar – nützlich für Apotheken, Krankenhäuser, Einkäufer und Forschungseinrichtungen, die gezielt nach regionalen Partnern oder Herstellern einer bestimmten Arzneimittelklasse suchen.

Arzneimittelklassen und Produktsegmente

Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie sind für die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zur Markteinführung und dem Vertrieb von Medikamenten verantwortlich. In Deutschland unterliegen sie der Aufsicht durch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).

Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?

Pharmaunternehmen in Deutschland benötigen eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz). Alle zugelassenen Arzneimittel müssen eine Zulassung vom BfArM oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) besitzen. Regelmäßige GMP-Inspektionen (Good Manufacturing Practice) sichern die Qualität.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Viele Pharmaunternehmen listen ihre Unternehmenskontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen ebenfalls Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert mit Adresse, Telefonnummer und Website erfasst.

Was ist der Unterschied zwischen Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs, dessen Patentschutz dem Hersteller exklusive Vermarktungsrechte sichert. Nach Patentablauf können andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika auf den Markt bringen, die in der Regel deutlich günstiger sind. Ein Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird und dessen Sicherheit und Wirksamkeit in eigenen klinischen Studien nachgewiesen werden muss.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

GMP-Inspektionen werden von den zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer sowie von der EMA durchgeführt. Die Inspektoren prüfen Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Bei Mängeln werden Deficiency Letters ausgestellt; schwerwiegende Verstöße (Critical Findings) können zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. GMP-Zertifikate werden in der EudraGMDP-Datenbank der EMA veröffentlicht und sind öffentlich einsehbar.

Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte in Deutschland?

Bayern ist der führende Pharmastandort mit Unternehmen wie Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen beherbergt Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und zahlreiche Biotech-Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einer dichten Zuliefererstruktur.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen