Servier Deutschland GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1954
Gegründet
22.000+
Mitarbeiter
Servier Deutschland GmbH im Überblick
Servier Deutschland GmbH ist die deutsche Niederlassung der Groupe Servier, einem 1954 von Jacques Servier gegründeten, unabhängigen französischen Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in Suresnes bei Paris. Die deutsche Niederlassung hat ihren Sitz in München und betreut den deutschen Markt mit Fokus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Psychiatrie und Onkologie. Das Unternehmen hat sich als vertrauenswürdiger Partner im Gesundheitssektor etabliert und legt besonderen Wert auf Innovation und die Entwicklung effektiver therapeutischer Lösungen.
Tätigkeitsfeld & Produkte
Servier ist in Deutschland bekannt für eine Reihe bewährter Therapien: Im kardiologischen Bereich vertreibt Servier Procoralan (Ivabradin) zur Behandlung von koronarer Herzerkrankung und Herzinsuffizienz sowie Coversyl (Perindopril) gegen Bluthochdruck. Diese Produkte sind nicht nur in der Behandlung von Alltagserkrankungen bedeutend, sondern tragen auch zur Lebensqualität von Patienten entscheidend bei. Im psychiatrischen Bereich ist Valdoxan (Agomelatin) für Depressionen etabliert. Dieser Wirkstoff bietet eine neuartige Behandlungsmethode, die auf das circadiane Rhythmusmanagement abzielt, wodurch ihn stark von traditionellen Antidepressiva unterscheidet.
Im Bereich Onkologie hält Servier Tibsovo (Ivosidenib) für IDH1-mutierte akute myeloische Leukämie (AML). Die kontinuierliche Forschung zu innovativen Therapien für schwer behandelbare Krebsarten verdeutlicht das Engagement des Unternehmens im Kampf gegen Krebs. Darüber hinaus investiert Servier signifikante Mittel in die Forschung und Entwicklung (R&D) seltener Krebserkrankungen und hat bereits vielversprechende antidotale Ansätze in der Pipeline, die neue Hoffnung für Patienten bieten.
Ein weiterer wesentlicher Bereich der Produktpalette sind die Arzneimittel zur Behandlung von Stoffwechselerkrankungen, insbesondere Diabetes. Mit der Einführung fortschrittlicher Therapien pflegt Servier enge Kooperationen mit Fachärzten und Klinikern, um maßgeschneiderte Lösungen für Patienten zu entwickeln.
Geschichte & Regulierung
Groupe Servier wurde 1954 von Dr. Jacques Servier in Frankreich gegründet und befindet sich bis heute im Stiftungsbesitz, um die Unabhängigkeit des Unternehmens zu sichern. Diese Struktur ermöglicht es Servier, langfristige Strategien zu verfolgen, die über kurzfristige Profite hinausgehen, und den Fokus auf Patienteneffizienz und Innovation zu legen. Servier beschäftigt weltweit über 22.000 Mitarbeiter und ist in mehr als 150 Ländern tätig. Die Tatsache, dass Servier ohne externe Aktionäre operiert, beeinflusst die unternehmerische Verantwortung und ethischen Vorschriften positiv.
Alle Produkte, die in Deutschland vertrieben werden, unterliegen der strikten Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) oder das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Diese Regulierung gewährleistet, dass die Produkte nicht nur effektiv sind, sondern auch höchste Sicherheitsstandards erfüllen. Darüber hinaus beteiligt sich Servier aktiv an europäischen und internationalen Veranstaltungen, um die neuesten wissenschaftlichen und regulatorischen Entwicklungen im Pharmabereich zu verfolgen und seinen Platz als Vorreiter zu sichern.
Die regionalen Aktivitäten in Bayern sind besonders bemerkenswert. Servier hat sich in der Region nicht nur als Anbieter von pharmazeutischen Produkten etabliert, sondern auch durch lokale Initiativen zur Förderung der Gesundheitsversorgung und -aufklärung einen positiven Einfluss auf die Gemeinschaft ausgeübt. Durch Programme zur Schulung von medizinischem Personal sowie Aufklärungskampagnen für Patienten trägt Servier zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung in der Region bei.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Bayern oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Servier Deutschland GmbH
Was macht Servier Deutschland GmbH?
Servier Deutschland GmbH hat als französisches Pharmaunternehmen am Standort Deutschland seine Schwerpunkte in der Onkologie, im Herz-Kreislauf-Bereich, in Psychiatrie und Neurologie und entwickelt entsprechende Medikamente. Die Forschung beschäftigt sich u.a. mit Autoimmunerkrankungen. In der Krebstherapie geht es z.B. um das Erforschen neuer Moleküle zum Zelltod von Krebszellen.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen sind Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, die Arzneimittel entwickeln, herstellen oder vertreiben und in Deutschland einer Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) unterliegen. Deutschland beherbergt über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten (vfa 2023). Der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie überstieg 2023 die Marke von 55 Milliarden Euro; die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den bedeutendsten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal. Regionale Cluster entstanden in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Verzeichnis umfasst Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten, Generika, OTC-Präparaten und Biosimilars – von global agierenden Konzernen bis zu spezialisierten Mittelständlern – jeweils mit vollständigen Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.
Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.
Pharmaunternehmen finden: So nutzen Sie das Verzeichnis
Sanoliste erfasst Pharmaunternehmen in Deutschland mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort. Zu jedem Eintrag finden Sie Adresse, Telefonnummer, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Die Einträge sind nach Bundesland und Stadt filterbar – nützlich für Apotheken, Krankenhäuser, Einkäufer und Forschungseinrichtungen, die gezielt nach regionalen Partnern oder Herstellern einer bestimmten Arzneimittelklasse suchen.
Arzneimittelklassen und Produktsegmente
Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie sind für die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zur Markteinführung und dem Vertrieb von Medikamenten verantwortlich. In Deutschland unterliegen sie der Aufsicht durch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).
Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?
Pharmaunternehmen in Deutschland benötigen eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz). Alle zugelassenen Arzneimittel müssen eine Zulassung vom BfArM oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) besitzen. Regelmäßige GMP-Inspektionen (Good Manufacturing Practice) sichern die Qualität.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Viele Pharmaunternehmen listen ihre Unternehmenskontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen ebenfalls Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert mit Adresse, Telefonnummer und Website erfasst.
Was ist der Unterschied zwischen Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs, dessen Patentschutz dem Hersteller exklusive Vermarktungsrechte sichert. Nach Patentablauf können andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika auf den Markt bringen, die in der Regel deutlich günstiger sind. Ein Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird und dessen Sicherheit und Wirksamkeit in eigenen klinischen Studien nachgewiesen werden muss.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
GMP-Inspektionen werden von den zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer sowie von der EMA durchgeführt. Die Inspektoren prüfen Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Bei Mängeln werden Deficiency Letters ausgestellt; schwerwiegende Verstöße (Critical Findings) können zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. GMP-Zertifikate werden in der EudraGMDP-Datenbank der EMA veröffentlicht und sind öffentlich einsehbar.
Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte in Deutschland?
Bayern ist der führende Pharmastandort mit Unternehmen wie Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen beherbergt Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und zahlreiche Biotech-Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einer dichten Zuliefererstruktur.