Orion Pharma GmbH

Pharmaunternehmen · Hamburg

Orion Pharma GmbH ist ein Pharmaunternehmen mit Sitz in Hamburg, Hamburg. Das Unternehmen ist im deutschen Pharmamarkt tätig und unterliegt der Regulierung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Orion Pharma GmbH Adresse & Kontakt

Adresse

Jürgen-Töpfer-Str. 46
22763 Hamburg

Unternehmensprofil

1917

Gegründet

3.500+ (global)

Mitarbeiter

Zertifizierungen

GDP

Spezialisierungen

Neurologie, Onkologie, Pneumologie

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Orion Pharma GmbH: Profil der deutschen Niederlassung

Orion Pharma GmbH ist die deutsche Niederlassung der finnischen Orion Corporation Oyj, eines der ältesten nordischen Pharmaunternehmen. Die Niederlassung hat ihren Sitz in Hamburg und vertreibt Orions Spezialprodukte im deutschen Markt. Orion wurde 1917 gegründet und hat sich seitdem kontinuierlich in den Bereichen Forschung und Entwicklung etabliert. Das Unternehmen ist auf Therapien und klinische Studien in ausgewählten Indikationen ausgerichtet, die auf den deutschen und europäischen Markt zugeschnitten sind.

Produktbereiche: Onkologie, Neurologie und Kardiologie

Orion Pharma ist in Deutschland bekannt für Nubeqa (Darolutamid) zur Behandlung des Prostatakarzinoms (in Partnerschaft mit Bayer), das sich durch sein günstiges ZNS-Penetrationsprofil auszeichnet. Dieses Produkt ist ein Androgenrezeptor-Antagonist, der zur Verbesserung der Therapieergebnisse von Patienten beiträgt. In der Neurologie vertreibt Orion COMT-Inhibitoren für die Parkinson-Therapie (Comtan/Entacapon) und Dexmedetomidin (Dexdor) für Intensivpatienten. Dexmedetomidin wirkt sedierend, ohne die Atemwege zu beeinträchtigen, was seinen Einsatz in der Intensivmedizin begründet.

Das Herz-Kreislauf-Portfolio umfasst eine Vielzahl von Betablockern und weiteren kardiovaskulären Mitteln, die für die Therapie von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz eingesetzt werden. Diese Produkte richten sich an Patienten mit chronischen Erkrankungen und sind fester Bestandteil etablierter Behandlungskonzepte.

Regulatorische Einordnung und Qualitätsstandards

Orion Pharma unterliegt den strengen regulatorischen Vorgaben der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und des deutschen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Jedes Produkt durchläuft umfangreiche Prüfungen und Genehmigungsverfahren, um die Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität der Arzneimittel zu gewährleisten. Die Einhaltung dieser Vorschriften stellt sicher, dass die angebotenen Produkte den geltenden wissenschaftlichen und behördlichen Anforderungen entsprechen.

Darüber hinaus investiert Orion Pharma kontinuierlich in klinische Studien und Forschung, die die Sicherheits- und Wirksamkeitsnachweise der Produkte absichern.

Standort Hamburg: Strategische Bedeutung

Hamburg gilt als einer der wichtigsten deutschen Pharmastandorte und als Tor zum nordeuropäischen Markt, was den Sitz der Orion-Niederlassung dort begründet. Die Lage ermöglicht es Orion, auf regionale Marktbedürfnisse zu reagieren und mit Kliniken sowie Forschungseinrichtungen in der Umgebung zusammenzuarbeiten. Von Hamburg aus werden Onkologen, Neurologen und Intensivmediziner in ganz Deutschland betreut.

Die Region Hamburg verfügt über eine ausgeprägte Infrastruktur und ein dichtes Netzwerk von Fachkräften und Unternehmen im Gesundheitswesen. Hamburg hat sich zudem zu einem Zentrum für Life Sciences und Biotechnologie entwickelt, was weitere Synergien ermöglicht.

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Häufige Fragen zu Orion Pharma GmbH

Was macht Orion Pharma GmbH?

Orion Pharma GmbH hat sich als finnisches Unternehmen mit deutschem Standort in Hamburg den vier medizinischen Indikationsgebieten Pneumologie, Intensivmedizin, Neurologie und Onkologie verschrieben. Sie produziert therapeutische Lösungen und ist in Forschung und Entwicklung auf diese Gebiete fokussiert.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente

Regionale Cluster und Pharmastandorte

Führende Pharmaunternehmen in Deutschland

Zulassung und regulatorischer Rahmen

Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung

Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie

Herausforderungen der Branche

Pharmaunternehmen gezielt finden

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.

Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?

Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).

Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?

In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.

Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?

Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.

Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?

Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.

Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?

Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.

Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?

Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.

Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.

Relevante Fachbegriffe & Vorschriften

Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.

Zuletzt aktualisiert: 03.07.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen