Weleda AG Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1921
Gegründet
2.500+ (global)
Mitarbeiter
Weleda AG im Überblick
Weleda AG mit deutscher Niederlassung im Ostalbkreis, Baden-Württemberg (Schwäbisch Gmünd), ist einer der bedeutendsten Hersteller anthroposophischer Arzneimittel und Naturkosmetik weltweit. Die 1921 gegründete Schweizer Unternehmensgruppe ist bekannt für ihre ganzheitliche Naturphilosophie nach Rudolf Steiner, die die Basis für die Produktentwicklung und das Qualitätsmanagement bildet. Weleda verfolgt einen integrativen Ansatz, der die Gesunderhaltung des Menschen, der Umwelt und der Pflanzen in den Mittelpunkt stellt. Die Philosophie der Nachhaltigkeit zieht sich durch alle Unternehmensbereiche, angefangen bei der Rohstoffbeschaffung bis hin zur Verpackung und Distribution.
Tätigkeitsfeld und Produkte
Weleda produziert und vertreibt anthroposophische Arzneimittel, Homöopathika und Naturkosmetik. Über 100 verschiedene Produkte umfasst das Sortiment, das ständig erweitert wird, um den wachsenden Ansprüchen an natürliche und biologische Produkte gerecht zu werden. Bekannte Produkte sind Weleda Calendula-Pflegeprodukte für Babys, die für ihre Hautfreundlichkeit und Verträglichkeit geschätzt werden, sowie das Arnika-Massageöl, das häufig zur Linderung von Muskelverspannungen eingesetzt wird. Im Bereich der Arzneimittel umfasst das Sortiment Schlaf- und Beruhigungsmittel wie Calmedoron sowie spezielle Produkte zur Unterstützung der Gesundheit in verschiedenen Therapiebereichen: Cardiodoron für Herzbeschwerden, Neurodoron zur Nervenstärkung und Ferrum phosphoricum zur Unterstützung des Immunsystems.
- Anthroposophische Arzneimittel: Umfassende Produktlinie zur Behandlung verschiedenster Beschwerden.
- Homöopathika: Sanfte Alternativen für eine ganzheitliche Gesundheitsversorgung.
- Naturkosmetik: Hochwertige Pflegeprodukte, die auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren.
Weleda ist im Bereich Naturkosmetik eine der weltweit führenden Marken und nach Naturkosmetik-Standards NATRUE zertifiziert, was bedeutet, dass die Produkte strengen ökologischen Kriterien entsprechen und frei von synthetischen Duft- und Farbstoffen sind. Zudem engagiert sich Weleda aktiv für Nachhaltigkeit und Umweltschutz, indem das Unternehmen bevorzugt mit biologisch-dynamisch angebauten Pflanzenmaterialien arbeitet, die in eigenen Gärten kultiviert werden.
Regulatorische Einordnung
Weleda AG unterliegt in Deutschland den strengen Vorgaben des Arzneimittelgesetzes (AMG) und der Verordnung über den Betrieb von Arzneimittelherstellungsstätten (AMHV). Die Einhaltung dieser Vorschriften stellt sicher, dass die Produkte nicht nur wirksam, sondern auch sicher für den Verbraucher sind. Alle Arzneimittel werden vor Markteinführung klinisch geprüft und kontinuierlich überwacht. Das Unternehmen wird regelmäßig von Behörden überprüft, um die hohen Qualitätsstandards aufrechtzuerhalten.
Geschichte und Standort Schwäbisch Gmünd
Weleda wurde 1921 von Rudolf Steiner und Ita Wegman in Arlesheim, Schweiz gegründet. Die deutsche Produktion findet in Schwäbisch Gmünd im Ostalbkreis statt, wo Weleda seit Jahrzehnten Arzneimittel und Naturkosmetika herstellt. Das Produktionsgelände ist umgeben von einer ökologisch gestalteten Landschaft, die nicht nur für die Rohstoffbeschaffung wichtig ist, sondern auch Teil der Unternehmensphilosophie darstellt. Weleda beschäftigt weltweit rund 2.500 Mitarbeitende und ist in über 50 Ländern tätig. Der Standort Schwäbisch Gmünd spielt eine zentrale Rolle in der globalen Struktur des Unternehmens, da hier nicht nur produziert, sondern auch geforscht und entwickelt wird.
Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und die Unterstützung lokaler Umweltprojekte, was Weleda zu einem wichtigen Arbeitgeber und Umweltschützer in der Region macht. Die Innovationskraft des Unternehmens zeigt sich auch in der konsequenten Entwicklung neuer Produkte, die im Einklang mit den Prinzipien der nachhaltigen Unternehmensführung stehen.
Weitere Informationen: Pharmaunternehmen in Baden-Württemberg oder alle Pharmaunternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu Weleda AG
Was macht Weleda AG?
Weleda AG Pharma Resources GmbH stellt Naturkosmetik und Medizin her. Die anthroposophischen Heilmittel sind für verschiedene leichte Erkrankungen gedacht. Die Naturkosmetik ist zur Körper-, Gesichts-, Haar- und Zahnpflege gedacht. Außerdem führt sie Lebensmittel wie Tees, Sirup und Nahrungsergänzung, und ein spezielles Mutter-Kind-Programm in ihrem Angebot auf.
Welche Arzneimittel stellt Weleda AG her?
Weleda AG ist ein Pharmaunternehmen in Ostalbkreis. Weleda AG ist ein 1921 gegründetes deutsch-schweizerisches Unternehmen aus Schwäbisch Gmünd, das anthroposophische Heilmittel, Naturkosmetik und homöopathische Arzneimittel nach Rudolf Steiner herstellt. Bekannt für Calendula-Produkte, Arnika und Weleda Skin Food. Alle in Deutschland zugelassenen Arzneimittel sind in der Arzneimittel-Datenbank des BfArM recherchierbar.
Wie werden Arzneimittel in Deutschland zugelassen?
Neue Arzneimittel benötigen vor dem Inverkehrbringen eine Zulassung durch das BfArM (national) oder die EMA (europaweit). Der Zulassungsprozess umfasst die Prüfung von Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit auf Basis präklinischer und klinischer Studien. Die Nutzenbewertung nach § 35a SGB V entscheidet über die Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen.
Was bedeutet GMP in der Pharmaproduktion?
GMP (Good Manufacturing Practice) bezeichnet die Gute Herstellungspraxis – ein System von Qualitätsstandards, das sicherstellt, dass Arzneimittel gleichbleibend nach den geforderten Qualitätsnormen hergestellt und geprüft werden. Die GMP-Richtlinien sind in der EU durch den EudraLex Volume 4 definiert.
Pharmaunternehmen in Deutschland
Verwandte Bereiche im Gesundheitswesen
Pharmaunternehmen nach Standort
Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen erforschen, entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel, von rezeptpflichtigen Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten und Impfstoffen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier. Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 Beschäftigten und reinvestiert rund 16 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, mehr als jede andere Industrie des Landes (vfa, IW Köln, Destatis 2023/2024). Eine Zulassung erteilt das BfArM, für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel das Paul-Ehrlich-Institut, EU-weit die EMA. Im Verzeichnis finden Sie forschende Hersteller, Generika- und Biosimilarproduzenten, OTC-Anbieter und Auftragshersteller mit Standort, Schwerpunkt und Kontaktdaten für Einkauf, Klinik, Apotheke und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Arten von Pharmaunternehmen und Produktsegmente
Regionale Cluster und Pharmastandorte
Führende Pharmaunternehmen in Deutschland
Zulassung und regulatorischer Rahmen
Preisbildung: AMNOG und Nutzenbewertung
Innovationsfelder: Biopharmazeutika, mRNA und Gentherapie
Herausforderungen der Branche
Pharmaunternehmen gezielt finden
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Ein Pharmaunternehmen erforscht, entwickelt, produziert oder vertreibt Arzneimittel. Das Spektrum reicht von patentgeschützten Innovationen über Generika und Biosimilars bis zu rezeptfreien OTC-Produkten, Impfstoffen und Auftragsfertigung für Dritte.
Wie groß ist die deutsche Pharmaindustrie?
Die Arzneimittelherstellung erzielte 2023 rund 59 Milliarden Euro Umsatz mit etwa 133.000 direkt Beschäftigten. Die Forschungsausgaben lagen bei rund 9,4 Milliarden Euro, das entspricht etwa 16 Prozent des Umsatzes und macht die Pharmaindustrie zur forschungsintensivsten Branche Deutschlands (vfa, IW Köln, Destatis).
Wie viele Pharmaunternehmen gibt es in Deutschland?
In der Arzneimittelherstellung sind rund 670 Unternehmen tätig (Destatis Strukturstatistik 2023), davon etwa 84 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Deutschland ist der größte Pharmamarkt Europas und weltweit die Nummer vier.
Wer lässt Arzneimittel in Deutschland zu?
Die Zulassung erteilt das BfArM für die meisten chemisch definierten Arzneimittel und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. EU-weite Zulassungen laufen über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im zentralisierten Verfahren.
Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat ist das zuerst entwickelte, patentgeschützte Arzneimittel. Ein Generikum ist nach Patentablauf der wirkstoffgleiche, chemisch hergestellte Nachfolger. Ein Biosimilar ist das Nachfolgeprodukt eines biologischen, also biotechnologisch hergestellten Arzneimittels und dem Original hochähnlich, aber nicht identisch.
Was ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG?
Wer Arzneimittel gewerblich herstellt, braucht nach § 13 Arzneimittelgesetz eine Herstellungserlaubnis. Sie wird von den zuständigen Landesbehörden erteilt, die die Betriebe auch nach den Regeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) inspizieren. Für den Großhandel gilt eine Erlaubnis nach § 52a AMG.
Was bedeutet AMNOG und frühe Nutzenbewertung?
Mit dem AMNOG-Verfahren wird seit 2011 für neue patentgeschützte Arzneimittel der Zusatznutzen bewertet. Der G-BA prüft mit Unterstützung des IQWiG, danach verhandeln Hersteller und GKV-Spitzenverband einen Erstattungsbetrag. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz hat diesen Prozess seit 2023 verschärft.
Was unterscheidet verschreibungspflichtige, apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel?
Verschreibungspflichtige Arzneimittel (Rx) gibt es nur auf ärztliches Rezept. Apothekenpflichtige Mittel sind rezeptfrei, aber nur in Apotheken erhältlich. Freiverkäufliche Arzneimittel dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Betäubungsmittel unterliegen zusätzlich dem Betäubungsmittelgesetz.
Welche Regionen sind die wichtigsten Pharmastandorte?
Wichtige Cluster sind Rhein-Main mit dem Industriepark Höchst, die Region Rhein-Neckar um Heidelberg und Mannheim, der Biotech-Standort München-Martinsried, Berlin, das Rheinland um Leverkusen sowie Biberach, Ingelheim, Mainz und Marburg.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
Bei einer GMP-Inspektion prüfen die zuständigen Landesbehörden, ob ein Hersteller die Gute Herstellungspraxis einhält, von Räumen und Anlagen über Dokumentation und Qualitätskontrolle bis zur Personalqualifikation. Bei Erfolg wird ein GMP-Zertifikat ausgestellt, das in der EU-Datenbank EudraGMDP hinterlegt ist.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie vfa, BPI, Pharma Deutschland und Pro Generika führen Mitgliederlisten. Auf Sanoliste sind deutsche Pharmaunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Adresse, Telefon und Website.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Pharmaunternehmen – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.