Recordati Pharma GmbH

Pharmaunternehmen · Ulm

Recordati Pharma GmbH ist die deutsche Niederlassung des italienischen Pharmaunternehmens Recordati S.p.A. mit Sitz in Ulm. Therapeutische Schwerpunkte sind seltene Erkrankungen, Urologie, Kardiologie und psychiatrische Erkrankungen.

Recordati Pharma GmbH Adresse & Kontakt

Telefon

Website

Adresse

Eberhard-Finckh-Str. 55
89075 Ulm

Unternehmensprofil

1926

Gegründet

4.000+

Mitarbeiter

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Recordati Pharma GmbH im Überblick

Recordati Pharma GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft des italienischen Pharmaunternehmens Recordati S.p.A., einem auf seltene Erkrankungen und Spezialpharmazeutika fokussierten Konzern. Die deutsche Niederlassung hat ihren Sitz in Ulm, Baden-Württemberg. Die Gesellschschaft ist zudem das europäische Zentrum für die Entwicklung und Vermarktung von innovativen Arzneimitteln im Bereich der Seltenen Erkrankungen. Recordati wurde 1926 gegründet und hat sich seither durch ein starkes Engagement in der Erforschung und Entwicklung von Therapien gegenüber unerfüllten medizinischen Bedürfnissen einen Namen gemacht.

Seltene Erkrankungen und Urologie

Recordati ist in Deutschland auf zwei Hauptbereiche fokussiert: seltene Erkrankungen (Orphan Drugs) und Urologie. Im Rare Disease-Bereich vertreibt Recordati Produkte für Harnstoffzyklusstörungen (Ammonaps, Carbaglu) sowie für Hypothyreose bei Neugeborenen und andere Stoffwechselstörungen. Die Orphan Drugs von Recordati sind in der europäischen and deutschen Zulassung gut verankert, was ihre Verfügbarkeit für Betroffene sicherstellt. Diese Arzneimittel werden nach strengen regulatorischen Vorgaben entwickelt und bieten oftmals die einzige Behandlungsoption für Patienten mit seltenen Erkrankungen.

In der Urologie ist das Unternehmen mit Silodosin (Urorec) für die Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH) sowie anderen urologischen Therapeutika präsent. Recordati engagiert sich stetig, um die Patientenergebnisse durch innovative Ansätze und effektive Wirkstoffe zu verbessern. Das Unternehmen verfolgt eine klare Wachstumsstrategie und wächst durch gezielte Übernahmen von Nischenprodukten, die den spezifischen Bedürfnissen der Patienten Rechnung tragen.

Regulatorische Einordnung

Die Produkte von Recordati unterliegen strengen regulatorischen Rahmenbedingungen, die sowohl von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) als auch von den nationalen Behörden in Deutschland, wie dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), festgelegt werden. Diese Vorschriften gewährleisten, dass alle Arzneimittel sicher, wirksam und von hoher Qualität sind. Die strengen Zulassungsverfahren bieten insbesondere bei Orphan Drugs eine sorgfältige Prüfung, die sensibilisiert auf die besonderen Anforderungen der Behandlung seltener Erkrankungen eingeht.

Standort Ulm

Ulm in Baden-Württemberg ist der Sitz der deutschen Recordati-Niederlassung. Von Ulm aus werden spezialisierte Ärzte und Zentren für seltene Erkrankungen, Urologen und pädiatrische Stoffwechselspezialisten in Deutschland betreut. Dieser Standort spielt eine zentrale Rolle in der pharmazeutischen Landschaft der Region, sowohl in der medizinischen Versorgung als auch in der Forschung und Entwicklung. Die Nähe zu einer Vielzahl von Universitäten und Forschungseinrichtungen ermöglicht Recordati, eng mit Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenzuarbeiten, um Innovationen voranzutreiben und die Qualität der Indikationsbehandlungen zu verbessern.

Regionale Bedeutung

Die regionale Bedeutung von Recordati Pharma GmbH in Ulm liegt nicht nur in der Bereitstellung spezialisierter Medikamente, sondern auch in der Unterstützung lokaler Gesundheitsinitiativen. Durch Partnerschaften mit Kliniken und Fachärzten trägt das Unternehmen dazu bei, die Behandlungsstandards für Patienten mit seltenen Erkrankungen zu erhöhen. Zudem schaffen die Aktivitäten des Unternehmens Arbeitsplätze und fördern die wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Recordati hat sich als aktiver Partner in der lokalen Gemeinschaft etabliert und trägt zur Sensibilisierung für seltene Krankheiten durch Informationsveranstaltungen und Schulungen bei.

Besonderheiten und Ausblick

Eine der Besonderheiten von Recordati ist der Fokus auf den internationalen Wissensaustausch im Bereich der seltenen Erkrankungen. Das Unternehmen spielt eine aktive Rolle in verschiedenen Netzwerken und Foren, die sich mit der Forschung und Entwicklung von Therapiemöglichkeiten für seltene Krankheiten beschäftigen. In Zukunft plant Recordati, sein Portfolio durch weitere strategische Übernahmen und Partnerschaften zu erweitern, um den zunehmenden medizinischen Herausforderungen im Bereich seltener Erkrankungen und Urologie gerecht zu werden. Durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung wird das Unternehmen bestrebt sein, neue und innovative Lösungen zu bieten, die das Leben von Patienten erheblich verbessern können.

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Häufige Fragen zu Recordati Pharma GmbH

Was macht Recordati Pharma GmbH?

Recordati Pharma GmbH hat ein breites Produktionsspektrum an Arzneimitteln für nahezu jedes Krankheitsbild und für jedes Alter. Dazu gehören Gastroenterologie, Pädiatrie, Kardiologie, Orthopädie, Urologie und Psychiatrie. Auch zur Behandlung von Schlafstörungen und Hautkrankheiten finden sich Mittel im Sortiment.

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Über Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren oder vertreiben Arzneimittel. Wer in Deutschland tätig sein will, braucht eine Zulassung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten arbeiten hierzulande (vfa 2023). 2023 lag der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie bei mehr als 55 Milliarden Euro, jedes Jahr fließen rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den größten deutschen Häusern zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal; die regionalen Cluster sitzen in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller von Rx-Präparaten, Generika, OTC-Produkten und Biosimilars, vom Weltkonzern bis zum spezialisierten Mittelständler. Jeder Eintrag mit Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.

Der Pharmastandort Deutschland

Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.

Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.

Pharmaunternehmen gezielt finden

Im Verzeichnis stehen Pharmaunternehmen mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort in Deutschland. Apotheken, Krankenhauseinkauf und Forschungseinrichtungen filtern nach Bundesland und Stadt; jeder Eintrag zeigt Adresse, Telefon, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Wer einen Hersteller einer bestimmten Arzneimittelklasse oder Region sucht, ist hier in wenigen Klicks am Ziel.

Arzneimittelklassen und Produktsegmente

Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.

Was macht ein Pharmaunternehmen?

Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie tragen die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zu Markteinführung und Vertrieb. In Deutschland steht die Aufsicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?

Wer in Deutschland Arzneimittel herstellt, braucht eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG. Jedes vermarktete Arzneimittel benötigt eine Zulassung beim BfArM oder bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Regelmäßige GMP-Inspektionen sichern die Qualität.

Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?

Viele Pharmaunternehmen führen Kontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert, mit Adresse, Telefon und Website.

Was unterscheidet Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?

Das Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs. Solange der Patentschutz läuft, hat der Hersteller exklusive Vermarktungsrechte. Nach Patentablauf dürfen andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika anbieten, in der Regel deutlich günstiger. Das Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird. Sicherheit und Wirksamkeit muss das Biosimilar in eigenen klinischen Studien belegen.

Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?

GMP-Inspektionen führen die Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer und die EMA durch. Geprüft werden Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Mängel werden in Deficiency Letters festgehalten. Critical Findings können bis zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. Die ausgestellten GMP-Zertifikate sind in der EudraGMDP-Datenbank der EMA öffentlich einsehbar.

Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte?

Bayern liegt vorn, mit Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen kommt mit Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und einer dichten Biotech-Szene im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einem starken Zulieferernetz.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026 · Kategorie: Pharmaunternehmen