Recordati Pharma GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1926
Gegründet
4.000+
Mitarbeiter
Recordati Pharma GmbH im Überblick
Recordati Pharma GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft des italienischen Pharmaunternehmens Recordati S.p.A., einem auf seltene Erkrankungen und Spezialpharmazeutika fokussierten Konzern. Die deutsche Niederlassung hat ihren Sitz in Ulm, Baden-Württemberg. Die Gesellschschaft ist zudem das europäische Zentrum für die Entwicklung und Vermarktung von innovativen Arzneimitteln im Bereich der Seltenen Erkrankungen. Recordati wurde 1926 gegründet und hat sich seither durch ein starkes Engagement in der Erforschung und Entwicklung von Therapien gegenüber unerfüllten medizinischen Bedürfnissen einen Namen gemacht.
Seltene Erkrankungen und Urologie
Recordati ist in Deutschland auf zwei Hauptbereiche fokussiert: seltene Erkrankungen (Orphan Drugs) und Urologie. Im Rare Disease-Bereich vertreibt Recordati Produkte für Harnstoffzyklusstörungen (Ammonaps, Carbaglu) sowie für Hypothyreose bei Neugeborenen und andere Stoffwechselstörungen. Die Orphan Drugs von Recordati sind in der europäischen and deutschen Zulassung gut verankert, was ihre Verfügbarkeit für Betroffene sicherstellt. Diese Arzneimittel werden nach strengen regulatorischen Vorgaben entwickelt und bieten oftmals die einzige Behandlungsoption für Patienten mit seltenen Erkrankungen.
In der Urologie ist das Unternehmen mit Silodosin (Urorec) für die Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH) sowie anderen urologischen Therapeutika präsent. Recordati engagiert sich stetig, um die Patientenergebnisse durch innovative Ansätze und effektive Wirkstoffe zu verbessern. Das Unternehmen verfolgt eine klare Wachstumsstrategie und wächst durch gezielte Übernahmen von Nischenprodukten, die den spezifischen Bedürfnissen der Patienten Rechnung tragen.
Regulatorische Einordnung
Die Produkte von Recordati unterliegen strengen regulatorischen Rahmenbedingungen, die sowohl von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) als auch von den nationalen Behörden in Deutschland, wie dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), festgelegt werden. Diese Vorschriften gewährleisten, dass alle Arzneimittel sicher, wirksam und von hoher Qualität sind. Die strengen Zulassungsverfahren bieten insbesondere bei Orphan Drugs eine sorgfältige Prüfung, die sensibilisiert auf die besonderen Anforderungen der Behandlung seltener Erkrankungen eingeht.
Standort Ulm
Ulm in Baden-Württemberg ist der Sitz der deutschen Recordati-Niederlassung. Von Ulm aus werden spezialisierte Ärzte und Zentren für seltene Erkrankungen, Urologen und pädiatrische Stoffwechselspezialisten in Deutschland betreut. Dieser Standort spielt eine zentrale Rolle in der pharmazeutischen Landschaft der Region, sowohl in der medizinischen Versorgung als auch in der Forschung und Entwicklung. Die Nähe zu einer Vielzahl von Universitäten und Forschungseinrichtungen ermöglicht Recordati, eng mit Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenzuarbeiten, um Innovationen voranzutreiben und die Qualität der Indikationsbehandlungen zu verbessern.
Regionale Bedeutung
Die regionale Bedeutung von Recordati Pharma GmbH in Ulm liegt nicht nur in der Bereitstellung spezialisierter Medikamente, sondern auch in der Unterstützung lokaler Gesundheitsinitiativen. Durch Partnerschaften mit Kliniken und Fachärzten trägt das Unternehmen dazu bei, die Behandlungsstandards für Patienten mit seltenen Erkrankungen zu erhöhen. Zudem schaffen die Aktivitäten des Unternehmens Arbeitsplätze und fördern die wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Recordati hat sich als aktiver Partner in der lokalen Gemeinschaft etabliert und trägt zur Sensibilisierung für seltene Krankheiten durch Informationsveranstaltungen und Schulungen bei.
Besonderheiten und Ausblick
Eine der Besonderheiten von Recordati ist der Fokus auf den internationalen Wissensaustausch im Bereich der seltenen Erkrankungen. Das Unternehmen spielt eine aktive Rolle in verschiedenen Netzwerken und Foren, die sich mit der Forschung und Entwicklung von Therapiemöglichkeiten für seltene Krankheiten beschäftigen. In Zukunft plant Recordati, sein Portfolio durch weitere strategische Übernahmen und Partnerschaften zu erweitern, um den zunehmenden medizinischen Herausforderungen im Bereich seltener Erkrankungen und Urologie gerecht zu werden. Durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung wird das Unternehmen bestrebt sein, neue und innovative Lösungen zu bieten, die das Leben von Patienten erheblich verbessern können.
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```Häufige Fragen zu Recordati Pharma GmbH
Was macht Recordati Pharma GmbH?
Recordati Pharma GmbH hat ein breites Produktionsspektrum an Arzneimitteln für nahezu jedes Krankheitsbild und für jedes Alter. Dazu gehören Gastroenterologie, Pädiatrie, Kardiologie, Orthopädie, Urologie und Psychiatrie. Auch zur Behandlung von Schlafstörungen und Hautkrankheiten finden sich Mittel im Sortiment.
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Über Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen sind Unternehmen der pharmazeutischen Industrie, die Arzneimittel entwickeln, herstellen oder vertreiben und in Deutschland einer Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) unterliegen. Deutschland beherbergt über 1.000 pharmazeutische Betriebe mit rund 130.000 Beschäftigten (vfa 2023). Der Produktionswert der deutschen Pharmaindustrie überstieg 2023 die Marke von 55 Milliarden Euro; die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Zu den bedeutendsten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim, Stada und Grünenthal. Regionale Cluster entstanden in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das Verzeichnis umfasst Hersteller von verschreibungspflichtigen Medikamenten, Generika, OTC-Präparaten und Biosimilars – von global agierenden Konzernen bis zu spezialisierten Mittelständlern – jeweils mit vollständigen Kontaktdaten, Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG und Ansprechpartnern für Einkauf und Kooperation.
Der Pharmastandort Deutschland
Deutschland zählt zu den bedeutendsten Pharmamärkten der Welt. Mit einem Produktionswert von über 55 Milliarden Euro jährlich und mehr als 130.000 Beschäftigten gehört die Pharmabranche zu den wichtigsten Industriezweigen des Landes. Zu den größten deutschen Pharmaunternehmen zählen Bayer, Merck, Boehringer Ingelheim und Stada. Regionale Schwerpunkte liegen in Bayern (München, Marburg), Hessen (Frankfurt, Darmstadt), Nordrhein-Westfalen (Leverkusen, Düsseldorf) und Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg). Die Branche investiert jährlich rund 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Deutschland ist zugleich einer der größten Exporteure von Arzneimitteln in Europa und hält eine führende Position in der Entwicklung von Biologika, Generika und personalisierten Therapien.
Zulassung und regulatorischer Rahmen für Pharmaunternehmen
Pharmaunternehmen in Deutschland unterliegen einem der strengsten Regulierungsrahmen weltweit. Für die Herstellung von Arzneimitteln ist eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz) erforderlich, die von der zuständigen Landesbehörde erteilt wird. Die Zulassung von Arzneimitteln erfolgt entweder national über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Impfstoffe und Biologika oder zentral über die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Alle Pharmaunternehmen müssen nach Good Manufacturing Practice (GMP) produzieren und unterliegen regelmäßigen Inspektionen. Über das Arzneimittelinformationssystem des BfArM sind alle zugelassenen Präparate öffentlich einsehbar.
Pharmaunternehmen finden: So nutzen Sie das Verzeichnis
Sanoliste erfasst Pharmaunternehmen in Deutschland mit Herstellungserlaubnis, Vertriebssitz oder Forschungsstandort. Zu jedem Eintrag finden Sie Adresse, Telefonnummer, Website, E-Mail und Ansprechpartner. Die Einträge sind nach Bundesland und Stadt filterbar – nützlich für Apotheken, Krankenhäuser, Einkäufer und Forschungseinrichtungen, die gezielt nach regionalen Partnern oder Herstellern einer bestimmten Arzneimittelklasse suchen.
Arzneimittelklassen und Produktsegmente
Die deutschen Pharmaunternehmen decken alle wesentlichen Arzneimittelklassen ab. Verschreibungspflichtige Rx-Präparate machen den größten Umsatzanteil aus; Generikahersteller wie Stada, ratiopharm (Teva) und Hexal produzieren wirkstoffgleiche Alternativen nach Patentablauf und senken die Kosten für das Gesundheitssystem erheblich. Biologika und Biosimilars gewinnen rasant an Bedeutung: Monoklonale Antikörper, Insulinanaloga und gentechnisch hergestellte Wachstumsfaktoren erfordern spezialisierte Biotech-Produktionsanlagen. OTC-Produkte (Over-the-Counter), also freiverkäufliche Arzneimittel, sind ein milliardenschwerer Markt, der von Unternehmen wie Bayer Consumer Health, Stada und Klosterfrau bedient wird. Homöopathika, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel bilden weitere regulierte Segmente. Die Digitalisierung prägt die Branche zunehmend: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind seit 2020 erstattungsfähig, und KI-gestützte Arzneimittelentwicklung verkürzt die Entwicklungszeiten erheblich.
Was macht ein Pharmaunternehmen?
Pharmaunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Arzneimittel. Sie sind für die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung über klinische Studien bis zur Markteinführung und dem Vertrieb von Medikamenten verantwortlich. In Deutschland unterliegen sie der Aufsicht durch das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).
Wie sind Pharmaunternehmen in Deutschland reguliert?
Pharmaunternehmen in Deutschland benötigen eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG (Arzneimittelgesetz). Alle zugelassenen Arzneimittel müssen eine Zulassung vom BfArM oder der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) besitzen. Regelmäßige GMP-Inspektionen (Good Manufacturing Practice) sichern die Qualität.
Wo finde ich Kontaktdaten von Pharmaunternehmen in Deutschland?
Viele Pharmaunternehmen listen ihre Unternehmenskontakte und Ansprechpartner direkt auf ihrer Website. Branchenverbände wie der vfa oder BPI veröffentlichen ebenfalls Mitgliederverzeichnisse. Auf Sanoliste sind alle Pharmaunternehmen in Deutschland nach Bundesland sortiert mit Adresse, Telefonnummer und Website erfasst.
Was ist der Unterschied zwischen Originalpräparat, Generikum und Biosimilar?
Ein Originalpräparat (Markenarzneimittel) ist das erstmals zugelassene Arzneimittel eines Wirkstoffs, dessen Patentschutz dem Hersteller exklusive Vermarktungsrechte sichert. Nach Patentablauf können andere Hersteller wirkstoffgleiche Generika auf den Markt bringen, die in der Regel deutlich günstiger sind. Ein Biosimilar ist das biotechnologische Pendant zum Generikum: ein ähnliches biologisches Arzneimittel, das nach Patentablauf eines Biotech-Originals zugelassen wird und dessen Sicherheit und Wirksamkeit in eigenen klinischen Studien nachgewiesen werden muss.
Wie läuft eine GMP-Inspektion bei einem Pharmaunternehmen ab?
GMP-Inspektionen werden von den zuständigen Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer sowie von der EMA durchgeführt. Die Inspektoren prüfen Produktionsanlagen, Qualitätsdokumentation, Reinraumklassen, Validierungsberichte und Mitarbeiterschulungen. Bei Mängeln werden Deficiency Letters ausgestellt; schwerwiegende Verstöße (Critical Findings) können zur Sperrung der Herstellungserlaubnis führen. GMP-Zertifikate werden in der EudraGMDP-Datenbank der EMA veröffentlicht und sind öffentlich einsehbar.
Welche Bundesländer sind die wichtigsten Pharmastandorte in Deutschland?
Bayern ist der führende Pharmastandort mit Unternehmen wie Roche (Penzberg), MSD (Haar) und BioNTech (Marburg). Hessen beherbergt Sanofi (Frankfurt), Merck KGaA (Darmstadt) und zahlreiche Biotech-Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Baden-Württemberg ist Heimat von Boehringer Ingelheim (Ingelheim/Biberach) und Roche Diagnostics (Mannheim). Nordrhein-Westfalen punktet mit Bayer (Leverkusen), Grünenthal (Aachen) und einer dichten Zuliefererstruktur.