atrify GMBH Adresse & Kontakt
atrify GmbH: Produktdaten für Medizinprodukte und Pharma
Die atrify GmbH in Köln betreibt eine Plattform für die standardisierte Erfassung, Verwaltung und Distribution von Produktstammdaten für Medizinprodukte und Pharmaartikel. atrify ist eine Tochtergesellschaft der GS1 Germany und unterstützt Hersteller sowie Händler bei der Umsetzung der UDI-Anforderungen (Unique Device Identification) der EU-MDR. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist entscheidend, um die Patientensicherheit zu gewährleisten und Risiken im Gesundheitswesen zu minimieren.
Leistungen und Produkte
Die atrify-Plattform ermöglicht Medizinprodukteherstellern die standardisierte Erfassung und Pflege von Produktstammdaten gemäß GS1-Standards und MDR-Anforderungen sowie die Synchronisierung dieser Daten mit Handelspartnern, Krankenhäusern und der EU-Datenbank EUDAMED. Ein zentrales Merkmal ist die Unterstützung für unterschiedliche Produktkategorien, von einfachen Verbrauchsmaterialien bis hin zu komplexen chirurgischen Instrumenten. Darüber hinaus bietet atrify Beratung zur UDI-Implementierung sowie Schulungen und technischen Support für die Plattformnutzer an. Die Plattform hilft den Akteuren im Gesundheitswesen, die regulatorische Compliance bei der Kennzeichnung und Rückverfolgung von Medizinprodukten sicherzustellen, wodurch eine Transparenz in der Lieferkette gefördert wird.
- Produktstammdatenmanagement: Systematische Erfassung und Aktualisierung von Daten, die für die Marktüberwachung und das Risikomanagement unerlässlich sind.
- UDI-Datenmanagement: Unterstützung bei der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben für die Unique Device Identification.
- Schulungen: Programme zur Sensibilisierung und Weiterbildung der Mitarbeiter hinsichtlich aktueller Normen und Standards.
- Technischer Support: Unterstützung während der Implementierungsphase und darüber hinaus, um die Nutzer bei technischen Herausforderungen zu begleiten.
Regulatorische Einordnung
atrify unterstützt Unternehmen, die den Anforderungen der Europäischen Verordnung über Medizinprodukte (EU-MDR) und der In-vitro-Diagnostika-Verordnung (IVDR) entsprechen müssen. Diese Regulierungen beinhalten strenge Maßstäbe für die Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Produkte zur Verbesserung der Patientensicherheit. Durch die Bereitstellung von Tools zur Datenverwaltung und -synchronisation trägt atrify dazu bei, dass Hersteller die geforderten Produktinformationen gemäß den gesetzlichen Vorgaben bereitstellen können. Dies umfasst nicht nur die Angaben auf Verpackungen und Beipackzetteln, sondern auch die Meldungen an die zuständigen Behörden in Echtzeit.
Standort Köln / Nordrhein-Westfalen
Köln ist der Hauptsitz von GS1 Germany und ein wichtiger Standort für Datenstandardisierungs- und Digitalisierungsunternehmen im Gesundheitswesen. Die Metropolregion Köln-Bonn bietet eine hohe Dichte an Medizintechnikherstellern und -händlern, die die Dienste von atrify für ihre MDR-Compliance in der Medizintechnikbranche nutzen. Die strategische Lage und die gute Anbindung an wichtige Infrastrukturprojekte machen Köln zu einem gefragten Standort für Unternehmen, die Digitalisierung und Qualitätssicherung im Gesundheitssektor vorantreiben. In dieser Umgebung hat sich atrify als Anbieter datengestützter Stammdatenlösungen etabliert und nimmt eine wesentliche Rolle in der digitalen Transformation der Branche ein.
Besonderheiten der atrify GmbH
Ein kennzeichnender Aspekt der atrify GmbH ist ihre enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Stakeholdern im Gesundheitswesen. Dazu gehören nicht nur Hersteller von Medizinprodukten, sondern auch Großhändler, Gesundheitseinrichtungen und die öffentliche Hand. Diese Vernetzung fördert einen Austausch von Best Practices und Impulsen, die für die Weiterentwicklung von Standards im Bereich des Stammdatenmanagements entscheidend sind. Zudem setzt atrify auf aktuelle Technologien, um ihre Plattform kontinuierlich weiterzuentwickeln und den Nutzern Funktionalitäten bereitzustellen, die den sich verändernden Anforderungen des Marktes gerecht werden. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung unterstreichen die Ambitionen des Unternehmens, auch in Zukunft eine tragende Rolle im Bereich der digitalen Lösungen für die Gesundheitsversorgung einzunehmen.
Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Pharmaunternehmen | Labore
```Häufige Fragen zu atrify GMBH
Was macht atrify GMBH?
atrify GMBH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Köln. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist atrify GMBH ansässig?
atrify GMBH hat seinen Sitz in Köln. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist atrify GMBH tätig?
atrify GMBH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.