ConvaTec (Germany) GmbH Adresse & Kontakt
Unternehmensprofil
1978
Gegründet
10.000+
Mitarbeiter
ConvaTec (Germany) GmbH
ConvaTec (Germany) GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft von ConvaTec Group Plc, einem Medizintechnikunternehmen mit Schwerpunkten in Stomaversorgung, Wundversorgung, Kontinenz- und Intensivpflege sowie Infusionstherapie. ConvaTec hat seinen Hauptsitz in Reading (Vereinigtes Königreich) und ist an der London Stock Exchange gelistet. Das Unternehmen wurde 1978 als Abteilung von Squibb gegründet und hat sich seitdem zu einem eigenständigen Medizintechnikkonzern entwickelt. ConvaTec beschäftigt rund 10.000 Mitarbeitende weltweit. Die deutsche Niederlassung in München ist für den deutschen und österreichischen Markt verantwortlich. Darüber hinaus betreibt ConvaTec Forschung und Entwicklung mit dem Ziel, die Lebensqualität von Patienten zu verbessern.
Tätigkeitsfeld & Produkte
ConvaTec ist in vier Kernbereichen tätig: Ostomy Care (Stomabeutel-Systeme für Kolostomie, Ileostomie und Urostomie), Advanced Wound Care (Wundauflagen für chronische und akute Wunden), Continence & Critical Care (Harnkatheter, Stuhldrainagesysteme, Tracheostomieprodukte) und Infusion Devices (PICC-Katheter, Portsysteme für Chemotherapie). Jedes dieser Segmente umfasst eine Vielzahl spezifischer Produkte, die auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt sind.
- Ostomy Care: ConvaTec bietet eine breite Palette von ein- und zweiteiligen Stomabeuteln, wie die Marken Sur-Fit und Natura an, die eine komfortable und sichere Nutzung für Patienten mit Stomaanlage gewährleisten.
- Advanced Wound Care: Besonders bekannt ist die Marke Aquacel, die Wundauflagen mit Hydrofiber-Technologie bereitstellt. Diese Produkte sind so konzipiert, dass sie Wundflüssigkeit in ein weiches Gel umwandeln, was die Wundheilung fördert und Infektionen vorbeugt.
- Continence & Critical Care: Hierzu gehören Systeme wie das Flexi-Seal-System, das speziell für das Stuhldrainagemanagement bei schwer kranken Patienten entwickelt wurde.
- Infusion Devices: Diese Produktlinie umfasst sichere PICC-Katheter und Portsysteme, die für die intravenöse Chemotherapie und andere langzeittherapeutische Anwendungen gedacht sind.
ConvaTec entwickelt Produkte, die den aktuellen Bedürfnissen der Patienten entsprechen und Entwicklungen im Bereich der Medizintechnik berücksichtigen.
Regulierung & Marktposition
Alle ConvaTec-Produkte unterliegen den Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR). Diese Normen regeln die Sicherheit und Wirksamkeit der Produkte in der Anwendung. Darüber hinaus sind die Produkte im deutschen Hilfsmittelverzeichnis der GKV aufgeführt, was bedeutet, dass sie von bestimmten Krankenversicherungen erstattet werden. ConvaTec ist aktives Mitglied im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) und trägt zur Mitgestaltung von Standards in der Branche bei. Zudem engagiert sich das Unternehmen in der Ausbildung und Fortbildung von Fachpersonal, um sicherzustellen, dass die neuesten Anwendungsstandards eingehalten werden.
In Deutschland sind ConvaTec-Produkte nicht nur in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, sondern auch in Sanitätshäusern und Apotheken erhältlich, was ihre Zugänglichkeit für Patienten und Betreuungspersonal sicherstellt. Die Kombination aus einem breiten Produktportfolio und einem regulatorischen Rahmen stärkt die Marktposition von ConvaTec in der Medizintechnikbranche.
Weitere Informationen: Medizintechnik in Bayern oder alle Medizintechnik-Unternehmen in Deutschland auf Sanoliste.
```Häufige Fragen zu ConvaTec (Germany) GmbH
Was macht ConvaTec (Germany) GmbH?
Medizintechnikkonzern, tätig in den Bereichen Stomaversorgung, Wundversorgung, Inkontinenzversorgung und Intensivmedizin.
Wo befindet sich ConvaTec (Germany) GmbH?
ConvaTec (Germany) GmbH hat seinen Sitz in München. Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.
In welchem Bereich ist ConvaTec (Germany) GmbH tätig?
ConvaTec (Germany) GmbH ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das Gesundheitswesen an.
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Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.