Johann Deufel GmbH Adresse & Kontakt
Über die Johann Deufel GmbH
Die Johann Deufel GmbH stellt chirurgische Instrumente her und vertreibt sie, mit Sitz in Tuttlingen, Baden-Württemberg. Das Familienunternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung und den Vertrieb chirurgischer Grundinstrumente. Diese werden im deutschen Markt sowie international angeboten und kommen in Kliniken, bei OP-Sets-Konfektionären sowie bei Exportkunden zum Einsatz. Fertigung und Technik sind darauf ausgerichtet, Instrumente für medizinische Anwendungen herzustellen.
Leistungen und Produkte
Das Sortiment von Johann Deufel umfasst chirurgische Basisinstrumente, die auf Langlebigkeit und Funktion ausgelegt sind. Dazu gehören unter anderem:
- Scheren: Von speziellen chirurgischen Scheren bis zu allgemeinen Operationsscheren werden verschiedene Modelle angeboten, die präzise Schnitte ermöglichen.
- Pinzetten: Die Produktpalette reicht von feinen Präzisionspinzetten bis zu stabilen Klemmpinzette, die für verschiedene chirurgische Anwendungen geeignet sind.
- Klemmen: Chirurgische Klemmen sind in verschiedenen Designs verfügbar, um unterschiedlichen Anforderungen medizinischer Eingriffe gerecht zu werden.
- Nadelhalter: Diese Instrumente werden für Nahttechniken eingesetzt; im Vordergrund stehen Ergonomie und Stabilität.
- Retraktoren: Sie dienen dazu, den Operationsbereich freizulegen, und bieten Sicht während chirurgischer Eingriffe.
Alle Produkte sind aus Edelstahl gefertigt, sterilisierbar und erfüllen die europäischen Normen für Medizinprodukte (z.B. die MDR-Verordnung). Auf die individuelle Konfektionierung der Instrumente wird besonders eingegangen, um den Anforderungen von Kliniken und OP-Sets-Konfektionären zu entsprechen. Dies schließt sowohl Einzel- als auch Setlieferungen ein.
Regulatorische Einordnung
Die Johann Deufel GmbH unterliegt regulatorischen Vorgaben, die Qualität und Sicherheit der Medizinprodukte betreffen. Als Hersteller von Medizinprodukten ist das Unternehmen gemäß der Medizinprodukteverordnung (MDR) zertifiziert. Dies betrifft Produktentwicklung, Herstellung und Vertrieb. Die Einhaltung dieser Vorschriften betrifft sowohl die Produkte als auch die Nachvollziehbarkeit gegenüber Kunden. Interne und externe Audits dienen dazu, die Qualitätsstandards regelmäßig zu überprüfen.
Standort Tuttlingen / Baden-Württemberg
Tuttlingen bezeichnet sich als das „Weltzentrum der Chirurgischen Instrumente“. Die Stadt hat sich über Jahrzehnte zu einem Standort der Medizintechnik entwickelt und beherbergt mehr als 400 Unternehmen, die zusammen rund 40 % des globalen Marktes für chirurgische Instrumente abdecken. Die Zusammenarbeit innerhalb dieses Clusters ermöglicht eine schnelle Daten- und Materialverfügbarkeit in der Produktentwicklung. Für Johann Deufel bedeutet der Standort Zugang zu Fachkräften sowie eine Anbindung an Forschungseinrichtungen und Produktionsmethoden.
Zudem trägt die Lage in einer wirtschaftlich dynamischen Region Deutschlands zur Erschließung internationaler Märkte bei. Das durch langjährige Partnerschaften und den Austausch innerhalb der Branche entstandene Netzwerk unterstützt Johann Deufel dabei, sich weiterzuentwickeln und Anforderungen in der Medizintechnik zu begegnen.
Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Medizintechnik Baden-Württemberg | Lohnhersteller
```Häufige Fragen zu Johann Deufel GmbH
Was macht Johann Deufel GmbH?
Johann Deufel GmbH ist ein Unternehmen aus der Medizintechnikbranche mit Sitz in Tuttlingen. Das Unternehmen entwickelt, produziert oder vertreibt medizinische Geräte, Instrumente oder Systeme für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen.
Wo ist Johann Deufel GmbH ansässig?
Johann Deufel GmbH hat seinen Sitz in Tuttlingen. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite.
In welchem Bereich der Medizintechnik ist Johann Deufel GmbH tätig?
Johann Deufel GmbH ist in der Medizintechnikbranche tätig und bietet Lösungen für medizinische Einrichtungen, Kliniken und Praxen an. Die genauen Tätigkeitsschwerpunkte können Sie der Unternehmenswebsite entnehmen.
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Über Medizintechnik
Medizintechnik umfasst Geräte, Implantate, Instrumente, In-vitro-Diagnostika und medizinische Software zur Diagnose, Therapie und Pflege. Deutschland ist der größte Medizintechnikmarkt Europas: Über 1.500 Hersteller (ab 20 Beschäftigte) erwirtschafteten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro, inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro und mehr als 210.000 Beschäftigten (SPECTARIS, BVMed 2024). Rund 68 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Export, etwa 9 Prozent fließen in Forschung und Entwicklung, 93 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Geregelt wird der Markt durch die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745. Im Verzeichnis finden Sie Hersteller, Händler und Zulieferer mit Standort, Produktbereich und Kontaktdaten für Kliniken, Praxen, Einkauf und Pflegeeinrichtungen.
Deutschland als Medizintechnik-Standort
Was zählt zur Medizintechnik? Die Produktbereiche
Regionale Cluster und Hochburgen
Führende Medizintechnikunternehmen in Deutschland
Zulassung: MDR, IVDR und CE-Kennzeichen
Aktuelle Übergangsfristen und EUDAMED
Innovationsfelder: KI, Robotik und DiGA
Herausforderungen der Branche
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Medizintechnik deckt Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Geräten, Implantaten, Instrumenten, In-vitro-Diagnostika, Software und Zubehör ab, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten dienen. Eine einheitliche gesetzliche Definition gibt es nicht.
Wie groß ist die deutsche Medizintechnikbranche?
Hersteller ab 20 Beschäftigten erzielten 2024 rund 41,4 Milliarden Euro Umsatz; inklusive Kleinstunternehmen liegt die Branche bei etwa 55 Milliarden Euro mit mehr als 210.000 Beschäftigten. Die Exportquote beträgt rund 68 Prozent, etwa 9 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung (SPECTARIS, BVMed 2024).
Wie viele Medizintechnikunternehmen gibt es in Deutschland?
Es gibt über 1.500 Hersteller mit mindestens 20 Beschäftigten und insgesamt rund 11.000 Unternehmen einschließlich Kleinstbetrieben. Etwa 93 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen, darunter viele spezialisierte Weltmarktführer.
Wie werden Medizinprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte müssen die EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse ist eine Konformitätsbewertung durch eine Benannte Stelle nötig. In Deutschland ergänzt das MPDG die EU-Vorgaben, das BfArM ist für Vigilanz zuständig.
Was unterscheidet die Risikoklassen I, IIa, IIb und III?
Die Risikoklasse bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (geringes Risiko, etwa Pflaster) genügt meist die Selbsterklärung. Klasse IIa (etwa Hörgeräte) und IIb (etwa Beatmungsgeräte) erfordern eine Benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko, etwa Herzklappen und aktive Implantate) verlangt die vollständige Prüfung der klinischen und technischen Dokumentation.
Welche MDR-Übergangsfristen gelten aktuell?
Nach Verordnung (EU) 2023/607 dürfen Bestandsprodukte unter Bedingungen weiter vermarktet werden: Klasse III und implantierbare Klasse IIb bis 31. Dezember 2027, übrige Klasse IIb, Klasse IIa und sterile Klasse I bis 31. Dezember 2028. Voraussetzung sind ein MDR-Antrag bis 26. Mai 2024 und ein Vertrag mit einer Benannten Stelle bis 26. September 2024.
Was ist EUDAMED?
EUDAMED ist die zentrale europäische Datenbank für Medizinprodukte. Sie bündelt Angaben zu Herstellern, Produkten (mit Unique Device Identifier, UDI), Benannten Stellen, Bescheinigungen und Vigilanz. Vier Module sind ab dem 28. Mai 2026 verpflichtend zu nutzen.
Was ist eine DiGA (App auf Rezept)?
Eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) ist ein Medizinprodukt in Form einer App oder Software, das Ärzte verordnen und die Krankenkasse erstattet. Die Aufnahme erfolgt über das Fast-Track-Verfahren des BfArM; im BfArM-Verzeichnis sind rund 60 DiGA gelistet (Stand 2026).
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 ist ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 Standard. Für In-vitro-Diagnostika gilt zusätzlich die IVDR 2017/746, Software als Medizinprodukt wird nach IEC 62304 entwickelt, vernetzte Geräte unterliegen Cybersecurity-Anforderungen nach IEC 81001-5-1.
Wo sitzen die wichtigsten Medizintechnik-Cluster in Deutschland?
Tuttlingen in Baden-Württemberg gilt als Weltzentrum für chirurgische Instrumente, das Medical Valley um Erlangen und Nürnberg führt in Bildgebung und Digital Health. Weitere Zentren sind Jena (Optik), Berlin-Brandenburg (kardiovaskuläre Technik) sowie Nordrhein-Westfalen mit der Leitmesse MEDICA in Düsseldorf.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Branchenverbände wie SPECTARIS und BVMed führen Mitgliederlisten, EU-weit registrierte Hersteller stehen in der Datenbank EUDAMED. Auf Sanoliste sind deutsche Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt verzeichnet, inklusive Kontaktdaten.
Relevante Fachbegriffe & Vorschriften
Begriffe und Regelwerke aus dem Umfeld von Medizintechnik – verständlich erklärt im Sanoliste-Glossar.