Sartorius AG Adresse & Kontakt
Sartorius AG im Überblick
Sartorius AG aus Göttingen in Niedersachsen ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Biopharmazeutik und Labortechnologie. Das 1870 gegründete Unternehmen entwickelt und produziert Geräte, Instrumente und Verbrauchsmaterialien für die biopharmazeutische Industrie, Forschung und Diagnostik. Sartorius beschäftigt über 14.000 Mitarbeiter und ist an der Frankfurter Börse notiert. Mit einer Marktkapitalisierung von über 10 Milliarden Euro zählt Sartorius zu den bedeutendsten Akteuren in der Branche.
Leistungen und Produkte
Sartorius bietet zwei Hauptsegmente: Bioprocess Solutions und Lab Products & Services. Im Segment der Bioprocess Solutions werden Produkte wie Bioreaktoren, Filtrationssysteme und Zellkulturmedien entwickelt. Diese sind essentiell für die Herstellung von Biopharmazeutika und Impfstoffen. Der Einsatz der Produkte in der Produktion und Forschung hilft, die Qualität und Effizienz im gesamten Produktionsprozess zu steigern.
Das Segment Lab Products & Services umfasst präzise Waagen, ergonomische Pipetten und innovative Laborfilter. Diese Werkzeuge unterstützen Forschungseinrichtungen und Labore bei der genauen Ausführung ihrer Tätigkeiten und steigern die Produktivität in der Laborumgebung erheblich. Sartorius hat sich in den letzten Jahren auch verstärkt auf digitale Lösungen und Automatisierungstechniken konzentriert, um den Anforderungen einer zunehmend technologiegetriebenen Marktumgebung gerecht zu werden.
Regulatorische Einordnung und Qualitätssicherung
Als Anbieter von Produkten für die Biopharmazeutik unterliegt Sartorius strengen regulatorischen Anforderungen. Die Herstellungsverfahren sind nach den internationalen Standards der Guten Herstellungspraxis (GMP) zertifiziert. Für die Entwicklung von Diagnosetechnologien sind die Produkte aktuell gemäß CE-Richtlinien sowie ISO-Normen klassifiziert. Sartorius investiert kontinuierlich in Qualitätssicherungsmaßnahmen und Forschung, um den sich ständig ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen gerecht zu werden und ihre Produkte stets auf dem neuesten Stand der Technik zu halten.
Regionale Bedeutung und Partnerschaften
Göttingen ist Universitätsstadt in Südniedersachsen und traditioneller Sitz von Sartorius. Die Georg-August-Universität Göttingen und das Universitätsklinikum sind enge Partner des Unternehmens. Diese Institutionen bieten Sartorius nicht nur eine wertvolle Forschungs- und Entwicklungsperspektive, sondern auch Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften und innovativen Ideen. Die Zusammenarbeit mit lokalen Forschungseinrichtungen und Universitäten fördert den Wissenstransfer und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der Produkte.
Zusätzlich hat Sartorius strategische Partnerschaften mit anderen renommierten Unternehmen in der Biopharmazeutik aufgebaut, um die Entwicklung neuer Produkte zu beschleunigen und seine Marktstellung zu festigen. Diese Kooperationen reichen von gemeinsamen Forschungsprojekten bis hin zu integrierten Lösungen, die den Kunden helfen, ihre Produktionskapazitäten zu optimieren.
Besonderheiten und Innovationskraft
Ein herausragendes Merkmal von Sartorius ist die Innovationskraft, die sich in einer Vielzahl von Patenten und neuen Produkteinführungen widerspiegelt. Das Unternehmen investiert erheblich in Forschung und Entwicklung, um neue Technologien und Produkte zu entwickeln, die den Anforderungen der Biopharmazeutik gerecht werden. Sartorius verfolgt eine klare Strategie der digitalen Transformation und hat in den letzten Jahren mehrere Software-Lösungen präsentiert, die eine verbesserte Prozesskontrolle und Datenanalyse ermöglichen.
Ein weiteres Merkmal ist das Engagement von Sartorius für nachhaltige Praktiken in der Produktion. Das Unternehmen verfolgt aktiv Programme zur Reduzierung seines ökologischen Fußabdrucks und setzt auf umweltfreundliche Materialien und Verfahren in der Produktion.
Weitere Medizintechnikunternehmen: Medizintechnik Übersicht | Pharmaunternehmen | Labore | Lohnhersteller
```Häufige Fragen zu Sartorius AG
Was macht Sartorius AG?
Internationaler Partner der biopharmazeutischen Industrie. Bietet Laborinstrumente und Bioprozesslösungen für die Herstellung von Biotech-Medikamenten und Impfstoffen.
Wo befindet sich Sartorius AG?
Sartorius AG hat seinen Sitz in Göttingen. Detaillierte Kontaktdaten, Adresse und Telefonnummer finden Sie auf dieser Seite.
In welchem Bereich ist Sartorius AG tätig?
Sartorius AG ist in der Medizintechnik-Branche tätig und bietet spezialisierte Produkte und Dienstleistungen für das Gesundheitswesen an.
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Über Medizintechnik
Medizintechnikunternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben Medizinprodukte im Sinne der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 – von In-vitro-Diagnostika und bildgebenden Systemen über Implantate und chirurgische Instrumente bis zu medizinischer Software (SaMD). Deutschland ist mit einem Jahresumsatz von ca. 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der deutschen Medizintechnikbranche beschäftigt; rund zwei Drittel aller Produkte gehen in den Export. Bedeutende Cluster befinden sich in Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen) und Nordrhein-Westfalen. Tuttlingen gilt weltweit als Zentrum für chirurgische Instrumente. Hersteller, Händler und Zulieferer aus der gesamten deutschen Medizintechnikbranche sind hier mit CE-Kennzeichen, Risikoklasse und vollständigen Kontaktdaten für Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen erfasst.
Deutschland als Medizintechnik-Leitmarkt
Die deutsche Medizintechnikbranche gehört zu den stärksten der Welt. Mit einem Jahresumsatz von rund 36 Milliarden Euro und über 1.400 Unternehmen ist Deutschland nach den USA und China der drittgrößte Medizintechnikmarkt weltweit (SPECTARIS 2023). Mehr als 150.000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Deutsche Unternehmen sind führend in Bereichen wie Bildgebung, Kardiologie, Orthopädie, In-vitro-Diagnostik, Dentalmedizin und medizinischer Software. Bedeutende Standorte sind Bayern (München, Erlangen), Baden-Württemberg (Stuttgart, Tuttlingen), Nordrhein-Westfalen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Tuttlingen gilt als weltweites Zentrum für chirurgische Instrumente.
MDR-Zulassung und CE-Kennzeichen für Medizinprodukte
Medizinprodukte, die in Deutschland und der EU in Verkehr gebracht werden, müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung MDR 2017/745 erfüllen und das CE-Kennzeichen tragen. Je nach Risikoklasse (I, IIa, IIb oder III) ist eine Konformitätsbewertung durch eine benannte Stelle (Notified Body) erforderlich. In-vitro-Diagnostika (IVD) unterliegen zusätzlich der IVDR 2017/746. Die Marktüberwachung in Deutschland obliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hersteller müssen zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 vorhalten und in der EUDAMED-Datenbank registriert sein.
Medizintechnikunternehmen gezielt finden
Sanoliste erfasst Hersteller, Händler und Zulieferer aus der gesamten deutschen Medizintechnikbranche. Einkäufer, Krankenhäuser, Praxen und Pflegeeinrichtungen können gezielt suchen: Welche Unternehmen bieten CE-zertifizierte Produkte in einer bestimmten Kategorie an? Wo ist der nächste Medizintechnikpartner in meiner Region? Alle Einträge enthalten Adresse, Telefonnummer, Website und Ansprechpartner.
Innovationsfelder und Zukunftstechnologien
Die deutsche Medizintechnikbranche treibt zahlreiche Zukunftsfelder voran. KI-gestützte Diagnostik und Bildauswertung revolutionieren die Radiologie und Pathologie; Algorithmen zur Früherkennung von Krebs und Herzerkrankungen erhalten zunehmend CE-Zulassungen als Software as a Medical Device (SaMD). Robotergestützte Chirurgiesysteme – allen voran Systeme von Siemens Healthineers, Brainlab und Karl Storz – verbessern die Präzision bei komplexen Eingriffen. Minimalinvasive Technologien, implantierbare Herzschrittmacher und intelligente Prothesen mit sensorischer Rückkopplung zeigen die Bandbreite der Innovation. Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht Schnelltests direkt in der Arztpraxis oder am Krankenbett. Telemedizin und digitale Patientenakte fördern die Vernetzung zwischen Medizinprodukt und klinischem Workflow. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gezielt die Entwicklung innovativer Medizintechnikprodukte durch Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen.
Was umfasst die Medizintechnik-Branche?
Die Medizintechnik umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von medizinischen Geräten, Instrumenten, Software und Zubehör, die zur Diagnose, Prävention, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden. Deutschland ist einer der führenden Medizintechnik-Standorte weltweit.
Wie werden Medizintechnikprodukte in Deutschland zugelassen?
Medizinprodukte in Deutschland und der EU müssen die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) erfüllen und mit dem CE-Kennzeichen versehen sein. Je nach Risikoklasse sind Konformitätsbewertungen durch benannte Stellen erforderlich.
Wo finde ich Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Medizintechnikunternehmen sind über Branchenverbände wie SPECTARIS oder BVMed recherchierbar. Viele Unternehmen sind zudem in der EUDAMED-Datenbank der EU registriert. Auf Sanoliste finden Sie alle deutschen Medizintechnikunternehmen nach Bundesland und Stadt mit vollständigen Kontaktdaten.
Was ist der Unterschied zwischen Klasse I, IIa, IIb und III bei Medizinprodukten?
Die Risikoklasse eines Medizinprodukts bestimmt den Aufwand der Konformitätsbewertung. Klasse I (niedriges Risiko): z. B. Pflaster, Brillenrahmen – oft Selbsterklärung des Herstellers ausreichend. Klasse IIa: z. B. Hörgeräte, Ultraschallgeräte – Beteiligung einer benannten Stelle erforderlich. Klasse IIb: z. B. Defibrillatoren, Beatmungsgeräte – strengere Prüfung durch benannte Stelle. Klasse III (höchstes Risiko): z. B. Herzklappen, aktive Implantate – vollständige Prüfung der technischen und klinischen Dokumentation durch die benannte Stelle.
Was ist EUDAMED und warum ist die Datenbank wichtig?
EUDAMED (European Database on Medical Devices) ist die zentrale EU-Datenbank für Medizinprodukte. Sie enthält Informationen zu Herstellern, Produkten, Benannten Stellen, Konformitätsbescheinigungen und Vigilanzdaten. Die schrittweise Befüllung durch Hersteller ist seit Mai 2021 verpflichtend. EUDAMED verbessert die Transparenz für Behörden, Gesundheitsdienstleister und Patienten und erleichtert die Marktüberwachung. Hersteller, die ihre Produkte in der EU vermarkten, müssen als erstes Schritt einen eindeutigen Gerätekenncode (UDI – Unique Device Identifier) in der Datenbank registrieren.
Welche Zertifizierungen braucht ein Medizintechnikunternehmen in Deutschland?
Neben dem CE-Kennzeichen nach MDR 2017/745 sollten Medizintechnikunternehmen ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 implementieren, das speziell für die Medizinproduktebranche entwickelt wurde. Für IVD-Produkte gilt zusätzlich die IVDR 2017/746. Softwareprodukte (SaMD) müssen nach IEC 62304 entwickelt sein. Cybersecurity-Anforderungen gemäß IEC 81001-5-1 gewinnen zunehmend an Bedeutung, da vernetzte Medizinprodukte Hackingrisiken ausgesetzt sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt Leitlinien für IT-Sicherheit in Medizinprodukten bereit.